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Meine persönlichen Erkenntnisse zu Website-Gestaltung und Usability

Ausgestellt am 24. Mai 2006 von in Webmaster

Ich habe das Buch „Missing Links – Über gutes Webdesign.“ von Thomas Wirth gelesen und die wesentlichen – für mich wichtigen – Punkte hier einmal zusammengetragen. Vielleicht kann es der eine oder andere Webmaster als „Liste zum Abhaken“ verwenden.

Kernaussage:

„Was es anstatt großer Suchportale braucht, sind Auftritte, die einerseits eine moderierte Führung in die tieferen Schichten des Angebots bieten und andererseits die Informationsmenge auf ein sinnvolles Maß reduzieren.“

Also:

  • Überschaubare Menge an Informationen
  • Klar strukturiertes Layout
  • die Sprache ist moderierend und handlungsorientiert.

Meine Erkenntnisse aus dem Buch:

Sage, für wen dein Angebot gedacht ist und welche Ziele man erreichen kann.

Wir über uns“ ist eine Pflichtübung, um Vertrauen zu schaffen.

45 % des Publikums können mit dem Begriff „Sitemap“ nichts anfangen.

Dialog-ähnliche Sprache ist wichtig. Schreibe, wie du sprichst.

Bezeichnung für die Nutzer der Website ermitteln: Benutzer, Gäste, Leser, Kunden, Freunde, User…?

Wichtige Menüpunkte: „Tipps“ (statt „Hilfe“), „Fragen & Antworten“ (statt „FAQ“).

Sprache handlungsbezogen: Nicht „Weiter…“, sondern „Lieferbarkeit prüfen…“

Moderation für neue Besucher. Umgangssprachlich, handlungsorientiert, Ziele für den Besucher aufzeigen. Struktur und Mengengerüst der Website erklären.

Wichtige Web-Leitfragen:

  1. Wo bin ich?
  2. Für wen ist das gedacht?
  3. Warum sollte ich das nutzen?
  4. Was muss ich jetzt tun?
  5. Wie lange wird das dauern?
  6. Wo finde ich was?

Bilder brauchen ausreichend Fläche um wirken zu können. Lieber wenige, aber etwas größer.

Beste Wirkung hat eine Kombination aus Icon und Text (konkrete, vorstellbare Begriffe).

Key-Visual mit entsprechender Farbkodierung muss durchgängig sein.

Keine typischen Bilder von CD-Sammlungen (Models, Händeschütteln etc.), sondern Personen, die hinter dem Webangebot stehen. Bei guten Bildern sieht man ein zweites Mal hin.

Die Besucher zu einer mentalen Aktivität anzuregen erhöht die Attraktivität des Angebotes.

Aufmerksamkeit schaffen durch Größe, Kontrast/Helligkeit, Farbe, Position und Reihenfolge. Test, ob Navigation auch mit Grauwerten funktioniert.

Wichtige Dinge nicht unter dem Bildschirmrand versenken („Die Spitze des Eisbergs..“). Relevantes immer an den Anfang, dann die Details.

Aufmerksamkeit erzeugen:

  1. Zeige etwas, das die anderen nicht zeigen.
  2. Zeige etwas, das der Betrachter nicht erwartet.
  3. Zeige etwas, das unmöglich erscheint.
  4. Übertreibe nicht, denke an die Zielgruppe.

Wenige Eye-Catcher auf die Seite: Höchstens drei, besser nur ein Eye-Catcher mit dem Inhalt verknüpfen. Eye-Catcher muss Nutzen für den Besucher bieten.

Wachhalten der Aufmerksamkeit des Besuchers in drei Phasen:

  1. Scannen (grobes Überfliegen)
  2. Skimmen (Zusammenfassungen und Absatzanfänge lesen)
  3. Lesen

Motivationen des Nutzers müssen befriedigt werden:

  1. Neuheit
  2. Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft
  3. angeleitet
  4. Zeitersparnis
  5. Einfachheit, Verständlichkeit

Mehrwert bieten durch…

  1. Hintergrundinformation
  2. Applikationen zum Preis- und Produktvergleich
  3. bequeme Such- und Bestellfunktionen

„Internetnutzer wollen Beratung

Spiel einbinden, um starke Bindung zu erzeugen.

Komplizierte Vorgänge spannend erklären.

Betrachten Sie alle Seiten Ihres Webauftritts nacheinander und fragen Sie sich:

  1. Wem nützt das?
  2. Welche Motivation spricht das an?

Bietet Ihre Website:

  1. Mehrwert in Form von Hintergrundwissen?
  2. Entscheidungshilfen und Beratungstools?
  3. Informationen, die zum Shooten irgendwelcher Troubles geeignet sind?
  4. Etwas mit Unterhaltungswert, Geschichten, spielerische Dinge?
  5. Kontaktschnittstellen und Serviceinformationen?
  6. Eine Community?

Es gehört zur Planung eines Internet-Auftritts, die Zielgruppen zu identifizieren und zu beschreiben.

Eine Drop-Down-Listbox als Abkürzungsweg bringt Ziele auf eine minimale Distanz.

Top-of-Page-Link sollte in der Mitte platziert sein

Bedienvorgänge immer wieder vollständig durchspielen. Besser noch – reale Menschen beim Handeln beobachten.

Distanz zum Ziel muss abschätzbar sein und die Attraktivität bewertbar.

Kurze Wege auf der Website. Dazu erkennbare Erfolgsrückmeldungen.

Formulare: Zuerst die Nachricht, dann die notwendigen Felder, dann die freiwilligen.

Das Gegenteil von Ablenkung und Unterbrechung ist Abschirmung. Also keine blinkenden, farbintensiven Banner.

Handlungsfreundliche Websites erfordern:

  1. Präzise Vorstellung von den Zielen, die Besucher auf der Website erreichen wollen.
  2. Dafür sorgen, dass man rasch erkennt, welche Ziele erreicht werden können.
  3. Dafür sorgen, dass die Qualität der Inhalte so überzeugend ist, dass die Besucher zum Handeln motiviert werden.
  4. Alle wichtigen Ziele auf kurzen Wegen erreichbar machen.

Individuelle Fehlerseiten einbauen.

Seitenlänge: Nicht zu lang, nicht zu kurz.

Hierarchische und semantische Struktur einsetzen. Also Übersichtlich nach Themen, aber auch kurze Querverbindungen schaffen.

Mehr Buchtipps zu Affiliate Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Website-Gestaltung…

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Kommentare deaktiviert für Meine persönlichen Erkenntnisse zu Website-Gestaltung und Usability  comments 

Keine Antworten

  1. Karsten, eine sehr gute Liste – vielen Dank dafür!

    Jan

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  2. Alle Achtung Karsten,

    eine sehr übersichtliche Zusammenfassung des Buches die Appetit auf mehr macht.

    Gruß Norbert

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  3. avatar Kora Walter

    schönen Dank Herr Windfelder,

    da wird auch einem Neuling wie mir klasse geholfen.

    Gruß

    Kora Walter

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  4. Welches Alternative zur Bezeichnung der „Sitemap“ würdest du vorschlagen ? Seitenkarte, Navigationsplan, Seitenübersicht ?

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  5. > Welches Alternative zur Bezeichnung der “Sitemap” würdest du vorschlagen ? Seitenkarte, Navigationsplan, Seitenübersicht ?

    „Inhaltsverzeichnis“ oder „Inhalt“, so ist man es von Büchern oder Zeitschriften gewohnt. Deinen Vorschlag „Seitenübersicht“ finde ich auch nicht schlecht.

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  6. avatar Martin

    Hallo Karsten,

    Klasse zusammenstellung von Dir. Ich kauf mir das Buch.

    Grüße! Martin

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  7. avatar Alfalfa

    Hallo Karsten,
    alles sehr übersichtlich und gut erklärt, mit so einer Anleitung ist es (wenn man’s beherrscht) einfach seine Web Site zu erstellen, aber bei manchen kostenlosen Anbietern von WebSpace kann man nicht so programmieren wie mans möchte.
    Gruß

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