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Die Leiden eines Affiliates – ein Einzelfall?

(cw) Uns erreichte die E-Mail eines Affiliates aus dem Reisebereich. Er berichtete von seinen Erlebnissen mit Merchants / Netzwerken und bat uns, die Merchant- / Netzwerk-Seite doch mal kritischer zu beleuchten.

Wir freuen uns über Kommentare direkt unter diesem Beitrag und weitere Erfahrungsberichte von Affiliates. Und auch die Merchants / Netzwerke sind dazu gefragt.

1. Manche Merchants machen zu viele Vorgaben zur Einbindung des Partnerprogramms

Der Affiliate arbeitet aufgrund der Struktur seiner Reise-Websites teilweise mit Frames. Ein Urlaubsanbieter wollte ihm das, obwohl dessen Veranstalter-Name im Frame angezeigt wird, nicht ermöglichen.
Nach Rücksprache bot er an, intern zu prüfen, ob es nicht doch eine Lösung gibt. Der Affiliate erlebt Merchants oft als unkooperativ und erhält auf arrogante Art „Anweisungen“, die er als Affiliate einzuhalten hat.
Positive Erfahrungen machte der Reise-Affiliate mit TravelScout24 und Opodo, die „Partnerprogramm“ wirklich leben. Auf Anfrage bekommt er Deeplinks nach Wunsch und auch Frames sind erlaubt (was bei Opimierung auf Zielgebiete ja Sinn macht). Vorbildlich.

2. Affiliate-Informationen durch die Netzwerke könnten gezielter sein

Der Affiliate erhält vom Affiliate-Netzwerk per Mail / Newsletter die neuesten Infos. Oft leider auch über Dinge, die für ihn uninteressant oder unsinnig sind.

Was ihm wichtig wäre, ist die Affiliates nicht nur über Neues und Positives zu informieren. Vielmehr sollten sie auch informiert werden, wenn Partnerprogramme inaktiv sind oder gelöscht wurden.
Das ist nach seinen Erfahrungen nicht der Fall. Per Zufall entdeckt er immer wieder tote Links auf seinen Reiseseiten oder spürt diese durch Kundenanfragen auf.
Wenn schon nicht im Newsletter, dann sollte seiner Meinung nach zumindest im Partnerbereich eines jeden Netzwerkes auch eine Rubrik „gelöschte Programme“ sein, um sich als Affiliate auf dem Laufenden halten zu können.

3. Fehlendes Echtzeit-Tracking und nicht gebuchte Sales

Was das Tracking bei den Merchants im Reisebereich angeht, lässt es doch zu Wünschen übrig. Bei einigen Merchants werden die Buchungen nicht in Echtzeit getrackt bzw. Gutschriften per Hand nachgebucht.
Das hat der Affiliate mehrfach persönlich getestet und Freunde über seinen Affiliate-Link buchen lassen. Die Buchungen wurden dann nur teilweise gut geschrieben. In diesen Fällen konnte er das nachweisen. Doch hochgerechnet auf weitere, „unbekannte“ und nicht getrackte Bucher, summiert sich das gut auf.

Die Merchants sprachen dann gegenüber diesem Affiliate von „menschlichen Fehlern“. Auf ihn wirkte das aber eher als bewusste Absicht.

4. Was passiert mit Kundendaten?

Die Kundendaten aus den Reiseanfragen bleiben den Affiliates meist vorenthalten. Gerade mal den Namen bekommt er in seiner Statistik zu sehen. Der Rest bleibt oft ein Geheimnis, warum auch immer.
Aber die Merchants nutzen teilweise die E-Mail-Adressen, um Angebote direkt an die Kunden des Affiliates (und dessen Reisebüro) zu schicken. Und so hat er das selbst erlebt:

Er buchte für seine Frau über ein Reisepartnerprogramm einen Mietwagen. Ein paar Tage später erhielt er Weihnachtsgrüße mit aufdringlichen Angeboten zum Direktbuchen per Mail. Die E-Mail-Adresse hatte der Merchant durch die erste Buchung. Bei einer weiteren Buchung hätte er als Affiliate wohl nichts davon gesehen – außer ein Reiseanbieter zahlt eine Lifetime-Vergütung.
Zum anderen erhält der Kunde somit zweifach Werbung – von dem Affiliate (oder seinem Reisebüro) sowie dem Merchant. Da springt der Kunde womöglich genervt ganz ab.

Sind die Erlebnisse dieses Affiliates ein Einzelfall? Welche Erfahrungen, Fragen und Anregungen habt ihr an Affiliates, Merchants und Netzwerke? Bitte gleich unten die Kommentarfunktion verwenden…

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Kommentare deaktiviert für Die Leiden eines Affiliates – ein Einzelfall?  comments 

Keine Antworten

  1. avatar Jan

    > Gerade mal den Namen bekommt er in seiner Statistik zu sehen.
    > Der Rest bleibt oft ein Geheimnis, warum auch immer.

    Datenschutz.

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  2. [i]4. Was passiert mit Kundendaten?[/i]

    Wie Jan schon sagt, fällt das unter Datenschutz.

    [i]Er buchte für seine Frau über ein Reisepartnerprogramm einen Mietwagen. Ein paar Tage später erhielt er Weihnachtsgrüße mit aufdringlichen Angeboten zum Direktbuchen per Mail.[/i]

    Nur PP`s die ausdrücklich Livetime in Ihren Affiliate-Verträgen stehen haben, vergüten das auch. Alle anderen und da gehören die PP`s über die Netzwerke hinzu, vergüten nur die aufgeführten Leistungen.

    Am Besten nur mit solchen Partnern zusammenarbeiten die das vorher in Ihren AGB`s so schon geregelt haben.

    Vor menschlichen Fehlern ist niemand gefeit, deshalb sollte man sich seine Merchants sorgfälltig anschauen, vor allem auch die Technik mit der gearbeitet wird.

    Mein Tipp: Ein Besuch beim Merchant mit einer Vorführung über Abwicklung und Technik ist sehr aufschlussreich.

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  3. Kuzes Statement zum Punkt 2. „Affiliate-Informationen durch die Netzwerke könnten gezielter sein“
    Bei Commission Junction bekommt der Publisher auf der Home-Seite des Account Managers unter „Aufgaben für heute“ angezeigt, wenn ungültige Links (z.B. von beendeten Programmen) vorhanden sind. Durch Klicken auf den Link werden entsprechende Werbemittel, inkl. der Seite wo sie eingebunden sind, angezeigt.

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  4. avatar Tobias

    Die Probleme mit den Merchants und Affili Plattformen gehen noch viel weiter und kostet wohl jeden Affiliate Geld, Zeit und Nerven. Ein paar Beispiele:

    – Sales werden teilweise erst nach 3!! Monaten freigegeben. Das Geld ist mit Sicherheit schon vom Kunden zum Merchant und vom Merchant zur Affili-Plattform geflossen. Wer arbeitet in der Zeit mit meinem Geld?

    – Hohe Stornoquten die überhaupt nicht nachvollziehbar sind. Die meisten Affili-Plattformen reagieren bei einem Hinweis darauf noch nicht einmal aus Angst den Merchant zu verlieren

    – Schlechte Datenqualtiät bei Merchants die einen Shop betreiben. Falsche Preise, falsche Lieferzeiten. Viele Affiliates bewerben Produkte zu guten Preisen die überhaupt nicht lieferbar sind. Natürlich kauft diese kein User und der Affiliate verdient kein Geld, obwohl er den User überwiese hat.

    – Sales werden aufgrund eines fehlerhaften Tracking Codes auf der Merchant-Seite nicht getrackt. Dies fällt wohl nur den Affiliates auf, die Affili-Plattformen scheinen dafür keinen regelmäßigen Check zu haben

    Es gibt noch weitere Punkte die eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit teilweise schwer oder sogar unmöglich machen. Meine Erfahrung ist, dass die Merchants oftmals von den Problemen gar nichts wissen und sehr überrascht sind wenn man sie infomiert.

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  5. avatar Roland

    Dass Testbestellungen nicht in den Umsätzen erscheinen, ist schon fast „üblich“ – das dürfte oft wirklich gezielt sein und nicht zufällig.

    Fehlerhafte Links und beendete Programme könnte das Netzwerk oder der Merchant gut abfangen und den Affiliate informieren. Das wird meist wohl bewusst nicht gemacht. Gut gelöst ist das zB. bei superclix, wo man sogar eMail-Notifies über solche Links bekommt.

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  6. avatar Designer D.

    Ich muss zugeben, dass die Sales, die nach 3 Monaten vergütet werden auch mich unglaublich nerven.

    Bei allen Stornos hat man permanent das Gefühl (beruhend auf der absoluten Intransparenz), dass sie willkürlich passieren. Man kann denen glauben. Oder eben nicht.

    Teilweise haben wir Stornos von über 60% !

    Teilweise macht es wirklich keinen Spass, wenn man sehr viel Zeit investiert und dann auch noch böse Emails von so genannten „Partnern“ bekommen, man solle doch bitte so schnell wie möglich einen Gutschein von der Webseite wegnehmen.

    Von einer wirklichen Partnerschaft kann meiner Meinung leider oft nicht die Rede sein.

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  7. Über beendete Programme wird man von fast allen Netzwerken per eMail informiert. Affilinet ist hierbei wohl eine Ausnahme, da findet man die Statusänderungen relativ versteckt unter „inbox“. Ich finde bei Statusänderungen (Annahme, Pausierung oder Beendigung) eines Programmes muß einfach eine eMail an die Publisher rausgehen!

    Bei zanox gibt es z.B. auch Infomails bei der Änderung von Konditionen was ich auch gut finde, auch wenn in der Mail nicht genau steht ob die Provisionen hoch oder runter gehen, das muß man dann doch noch im Netzwerk nachsehen, aber wenigstens wird man auf jede Änderung aufmerksam gemacht.

    Du spricht Gutscheine an, das ist ein (nerviges) Thema für sich, mich dazu zu äußern würde den Rahmen sprengen. Gutscheine sind auf jeden Fall häufig ein Ärgerniss, und das obwohl sie zu den besten Absatzmöglichkeiten eines Merchants gehören.

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  8. Also für mich sind gar nicht mal die Stornos das Übelste – die halten sich bei meinen Programmen in Grenzen (Für mich neben der eigentlichen Vergütung das wichtigste Kriterium), sondern eher die Ausfallzeiten bei Merchants. In den letzten 3 Monaten habe ich vermehrt von Merchants die Mail erhalten, dass ihre Webseiten/Tracking Ausfallzeiten hatten. Okay, ich habe immer eine Entschädigungszahlung erhalten, aber wohl weniger als tatsächlich gebucht wurde.
    Da wünsche ich mir eine zeitnahe Information um die jeweiligen Kampagnen offline zu setzen bzw. um die Merchants aus der Rotation/Productfeeds rauszunehmen.

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  9. avatar Wolfgang May

    Hallo Ich liebäugel bisher erst mit Affiliate Marketing, denke aber auch, daß Affiliates gegenüber den Merchants immer den kürzeren ziehen werden, es müßte Blacklists für besonders üble Abzocker geben.

    Ciao
    Wolfgang

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  10. avatar Inga

    >4. Was passiert mit Kundendaten?
    Nun ja, ich denke, es geht völlig in Ordnung, dass sensible Daten nicht auch noch an Netzwerke oder den Affiliate zurückgespielt werden. Zudem willigt der Kunde entweder ein oder nicht, vom Merchant Werbung oder Newsletter zu bekommen und nicht von Dritten.
    Der Affiliate-Partner bekommt ja auch ordnungsgemäß seine Vermittlungsprovision für den Sale. Für die Generierung speziell von Adressdaten gibt’s ja immer noch die Möglichkeit, ein zusätzliches Lead-Programm aufzustellen, dann zahlt der Merchant eben nur für die Kundendaten.
    Zum Thema weitere Buchung/Provision: Wenn der Kunde ein zweites Mal bucht und seinen Weg vom ersten Mal nachvollzieht (was wirklich erstaunlich viele Kunden machen), dann bekommt der Affiliate auch wieder seine Provision.
    Da sehe ich also keine großen Probleme oder Ungerechtigkeiten.

    Das Thema Trackingausfall ist natürlich für Affiliates der Super-GAU, gerade für SEM-Publisher, die ja doch ordentlich Geld investieren. Wir zahlen unseren Publishern Entschädigungen, wenn wir einen Fehler entdecken, aber das machen wohl nicht alle Merchants.

    >Bei allen Stornos hat man permanent das Gefühl (beruhend auf der absoluten Intransparenz), dass sie willkürlich passieren. Man kann denen glauben. Oder eben nicht.

    Tja, da muss der Affiliate seinem Merchant vertrauen, dass alle Stornos in Ordnung gehen. Genauso wie der Merchant seinen Affiliates vertrauen muss, dass alle Sales ordnungsgemäß zustande gekommen sind.
    Es gibt ja nicht nur böse und geldgeile Merchants, sondern auch ebensolche Affiliates. ;-)
    Oder erzählt Ihr Euren Merchants immer, was Ihr alles macht und wo die Sales herkommen? Nicht alle Publisher würden Ihren Merchants sagen „Du, ich droppe Cookies, das geht doch in Ordnung, oder?“ :-)

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  11. Also ich glaube den Merchants bezüglich Stornos nichts mehr. Konkreter Fall: Freund bucht über unsere ID, Vergütung erscheint auch, bleibt aber ungebucht. Nach seiner Reise kommt prompt das Storno. Nachdem wir den Umsatz nachgewiesen haben, die große Entschuldigungsarie vom Merchant, dass ein Fehler passiert sei. Gibt es eigentlich im Internet irgendwo ein Portal wo Fälle mit schwarzen Schafen aufgelistet werden?

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