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Stornos bei Mode-Partnerprogrammen von 0 bis 70 %

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Eine interessante Übersicht der stornierten Provisionen bei Mode-Partnerprogrammen hab ich gerade bei „Shopping bei Mike“ gefunden. Der Betreiber der Seite hat über drei Jahre die Stornos in seinen Statistiken beobachtet und hat damit recht aussagekräftige Zahlen. Die Schwankungsbreite liegt zwischen 0 % (Quelle, Baur, OTTO, Tchibo) und über 70 % (Görtz) und ist damit für den erfolgreichen Affiliate von strategischer Bedeutung.

Logisch, dass gerade im Modebereich viel Ware zurückgeschickt wird, weil der Stil oder die Größe nicht passt oder sogar sicherheitshalber zwei verschiedene Konfektionsgrößen bestellt wurden. Da kann es dann auch keine Provision für die Partner geben. Dennoch sind die hohen Stornoquoten bei einigen Anbietern erschreckend. Scheint so, dass andere Anbieter wiederum bewusst die Stornoquote unter der tatsächlichen Höhe niedrig halten, um mit ihrem Partnerprogramm Marktanteile bei den Affiliates zu erobern.

Partnerprogramme zum Thema Mode im Partnerprogramm-Verzeichnis auf Affiliate-Katalog.de…

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7 Comments  comments 

7 Antworten

  1. avatar Mel

    Bei Otto ist mir das auch schon mal aufgefallen, leider.

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  2. Stornos im Bereich Mode sind natürlich ein wichtiger Bestandteil der Leistung eines Programmes.
    Welche Gründe können Stornos rechtfertigen?
    – Zahlung hat nicht stattgefunden (Defekte Kreditkarte, Keine Überweisung…..)
    – Ware im Lager nicht verfügar. (Normalerweise sind die Online Shops mit dem Lager verbunden, damit man so einen Fall vermeiden kann)
    – Retouren, da die Grösse nicht passt…Oft besteht bei den AGBs ein sog. Umtausch- bzw Rückgaberecht innerhalb 14 Tagen.

    Dafür kann der Affiliate selbstverständlich nichts tun und muss es im Rücksicht nehmen, damit die Tätigkeit am besten geplant wird.

    Wichtig ist also der Bestätigungsverlauf einer Transaktion.

    Nach den o.g. Punkten könnte man davon ausgehen, dass ca. 25 Tage nötig sind, um eine Transaktion zu bestätigen. 5 Tage um die Ware zu liefern, 14 Tage Rückgaberecht und noch 5-6 Tage „Rücklieferung“ vom Kunden zum Shop.

    Mit diesen 25 Tage wäre es natürlich übersichtlicher und einfacher für den Affiliate die Performance zu planen.

    Leider besteht diese Laufzeit eher 40 bzw 60 Tage, was zu lange ist, um rechtzeiteig zu reagieren….

    Hört es sich logisch an?

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  3. avatar Jirina & Jürgen Schmitzovi

    Jürgen Schmitz
    Am 16. Januar 2008

    Stornos sind leider nicht vermeidbar und dennoch sehr ärgerlich.
    Ich könnte nun sagen:
    Das Partnerprogramm soll gefälligst die Aufnahme der Anbieter besser kontrollieren, die wäre aber vermessen, denn auch die Partnerprogramme haben ihre Zeit nicht gestohlen.
    Was mich am meisten stört ist der Umstand, dass viele Anbieter keinen Grund für die Stornierung angeben. Wenigstens das könnten sie doch tun.

    Vielen Dank.

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  4. avatar Andre Schmidt

    Als Agentur stehen wir zwischen Publisher & Merchant. Zum Thema kann ich folgendes sagen. Nicht jedes Unternehmen kommuniziert offen die Stornos. Einige Unternehmen können oder wollen keinen Saleabgleich machen. So ist es mir in meiner 5 jährigen Erfahrung vorgekommen, dass z. B. ein Merchant die Stornoquote direkt vom bestellten Wareneingang abzieht. Ein anderes Unternehmen stornierte wahlweise jeden vierten Sale, ein anderes vergütet wiederum alles, weil kein Abgleich möglich ist.

    Damit aber sowohl Merchant, Publisher und natürlich auch der Netzwerkbetreiber langfristig von der Partnerschaft profitieren kann, muss ein Abgleich zwingend erfolgen. Wenn ein hoher Stornoanteil vorliegt, so kann die Ursache sowohl beim Publisher wie beim Merchant liegen. Nicht jede Anfrage hat die Qualität, um letztlich erfolgreich vergütet zu werden. Dem Merchant muss daher zugestanden werden, die Anfrage im eigenen System (z.B. über SAP) verfolgen zu können. Dabei kann die Bestätigung nicht immer innerhalb von 30 Tagen erfolgen.

    Zwischen Bestelleingang z.B. an einem Freitagnachmittag und Bestellbearbeitung am darauf folgenden Montag liegen somit die ersten Zeitverzögerungen. Bis die Ware vom Lager versendet und bei einer möglichen Retour wieder zurück kommt liegen weitere unvorhersehbare Faktoren. Ein Artikel könnte auch kurzweilig nicht verfügbar sein und somit ein Versandsplit entstehen. Andere sperrige Teile müssen mit einer Spedition versendet werden. Auch hier liegt der Warenausgang meistens nicht am darauf folgenden Tag.

    Kommt die Ware zurück, muss dies im System erfasst werden. Dann kann ein Auftrag z.B. nicht oder verzögert bearbeitet werden, wenn ein Neukunde z.B. nicht auf die Anfrage der Vorauskasse oder Nachnahme sofort reagiert.

    Und wann soll eine Provision tatsächlich gezahlt werden?
    Nach Geldeingang? Viele Kunden zahlen nicht zum Zahlungsziel. Aufgrund der erschwerenden Bonitätsprüfung im Privatbereich entstehen somit Zahlungsausfälle. Ein Unternehmen kann sich so z.B. nach der fünften Mahnstufe den Geldeingang abschreiben. So sind zusätzliche Kosten wegen Mahnungen entstanden, die durch vorangegangene Provisionsauszahlungen an dem Publisher subventioniert wurden.

    Dies führt bei einem Abgleich z.B. im Jahresabschluss des Unternehmens zu einem negativen Beigeschmack. Der verantwortliche Kampagnenmanager muss um seinen Job fürchten, und dies nur, weil teilweise Publisher und Netzwerke darauf drängen zeitnah Sales zu bestätigen.

    Natürlich kann bei einem reibungslosen Vorgang schnell bestätigt werden, anders herum muss dem Merchant aber auch zugestanden werden, sich entsprechend Zeit zu lassen, da es entsprechende Faktoren gibt, die keine kurzfristige Bestätigung zulassen.

    Ich hoffe ich konnte ein wenig dazu beitragen, warum es nicht immer möglich ist schnelle Auszahlungen zu garantieren, was der Idealfall wäre.

    Übrigens finde ich es auch wichtig, dass Stornogründe angegeben werden. Sollte es aber einfach mal generell Probleme geben empfehle ich jeden Publisher, einfach bei entsprechenden Verantwortlichen nachzufragen. Kommunikation ist alles…

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  5. Andre Schmidt hat das Problem ganz gut geschildert. Es gibt aber eine Lösung, die wenig Aufwand macht (keinen Abgleich benötigt), mit der die Zahlung schnell ausgeführt wird und dem Merchant trotzdem keine Verluste bringt.

    Wie ich an andere Stelle schon einmal ausgeführt habe, kalkuliere ich als Publisher (ja, auch wir müssen planen, um nicht in die roten Zahlen zu kommen) die Stornorate bereits in die potentiellen Saleprovisionen ein. In meiner Buchhaltung stehen also z.B. nur 9 statt 10 Euro, wenn 10% Stornos im Schnitt vorkommen. Diese Zahl wird erst später dann korrigiert. Die monatlichen und jährlichen Umsatzprognosen ändern sich aber dadurch im Schnitt nicht.
    Problem dabei: wir als Publisher benötigen einige Monate Testzeit, um die Stornorate zu ermitteln, da sie zumeist nicht veröffentlicht wird (nur wenige Netwzerke wie Superclix sind hier rühmliche Ausnahmen).

    Diese Berechnung könnte aber bereits beim Merchant erfolgen. Denn dieser weiß ja i.d.R. durch sein bisheriges Tagesgeschäft, wie hoch die Stornorate ist. Was wäre also leichter, die Provision von 10 Euro gleich fest auf 9 Euro pro Sale zu reduzieren und dann alle Sales stornofrei zu bestätigen?
    Wenn man „stornofrei“ noch vernünftig kommuniziert bringt das sicher auch kein Nachteil zu Mitbewerbern, die bei ihren 10 Euro bleiben.

    Diese Provision kann vom Merchant ja auch im Laufe der Zeit angepasst werden, falls die Stornos nach oben oder unten signifikant abweichen.

    Den einzigen Haken, den ich hier sehe ist, dass dieses System evtl. von Publishern ausgenutzt werden kann, die selber dann Fake-Bestellungen generieren. Diese können aber durch Stichproben und Auffälligkeiten ermittelt und gekündigt werden. Ich denke, diese Maßnahme ist evtl. weniger aufwandsanfällig als der Einzelabgleich.

    Wäre das eine durchführbare Lösung aus Sicht der Merchants und der Publisher?

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  6. avatar Andre Schmidt

    Hallo Frank,

    das Thema ist echt zweischneidig…
    Grundsätzlich hast du recht und einige Merchants wenden dieses Modell ja wie ich auch beschrieben habe an. Aber den Einwand, den du am Schluss bringst ist genau der, warum ich davon abraten würde, diese Variante grundsätzlich einzuspielen.

    1.) Nicht jeder Publisher ist gleich zu behandeln und der eine vermittelt potentiell bessere Kunden als der andere. Somit würde hier Publisher 1 vom Durchschnittswert profitieren, wobei der Zweite eher benachteiligt ist.

    2.) Die Festlegung der Provision ist einer der wichtigsten Faktoren für die Gewinnung von Publishern. Wird diese im Vergleich zur Konkurrenz niedriger angesetzt, entsteht schon der erste Nachteil im Wettbewerb.

    3.) Ohne Prüfung wird es Publishern leicht gemacht, Sales zu faken. Der entstandene Schaden wird sich nachhaltig auf alle Publisher auswirken, die Gute Arbeit abliefern. Z.B. ist es schon vorgekommen, dass ein Publisher den Bestätigungscode von der Bestellbestätigungsseite selbst reproduziert hat. So wurden Sales im Netzwerk geschrieben, die nicht einmal vom Merchant übermittelt wurden. Ist das System der einzigartigen Bestellnummer verstanden, ist es für das menschliche Auge nicht mehr zu unterscheiden, was ein Fake und was ein richtiger Sale ist. Und glaubt mir, über die Neztwerke gibt es täglich mindestens eine Anfrage eines Publishers aus dem Ausland, der sich mit einer moderaten Webadresse anmeldet, obwohl er nicht im Besitz dieser Domaine ist. Da bewirbt sich die BKK, die Bundesregierung aber auch Seiten, die grundsätzlich nicht abgelehnt werden würden, wenn die richtigen Absichten dahinter stehen würden. Tödlich ist das für ein Klickprogramm. Denn der Publisher ist schlau und verteilt den Traffic entsprechend unauffällig auf viele solcher Accounts um unentdeckt zu bleiben.

    Nun kommt das ABER von meiner Seite. Wenn die Netzwerke nicht jeden Publisher ins System lassen würden, sondern jeden entsprechend bei der Anmeldung prüfen würden, wäre das von Frank angesprochene System durchaus möglich. Aber leider wird man überall belogen und betrogen…

    Qualitätssicherung sollte beim Netzwerk anfangen. Grundsätzlich können dies auch die Merchants oder die betreuende Agentur selber tun. Bei Affilinet kann ich z.B. eine Notiz zu jeden Publisher hinterlegen. Diese Notiz ist aber für den internen gebrauch. Wäre eine solche Notiz für jeden einsehbar, könnte Merchant 1 Merchant 2 von seinem Vorbehalt informieren. Auf die Dauer ist es anstrengend sich immer an den Support zu wenden, wenn man einen Betrüger entlarvt…. und dann dauert es unter Umständen noch 2 Tage bis man Resonanz bekommt!

    Hätte ich die Möglichkeit ,beim scouten entsprechende Notizen zu hinterlegen, könnte der Publisher bis zur Sichtung oder Prüfung des Netzwerkbetreibers keine weiteren Aktivitäten ausüben. Dies würde mögliche Betrügereien minimieren…

    Meine Erfahrung lehrt mich, vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser ;-)

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  7. Der Shop für französische Mode „3suisses.de“ hat seine Vergütungsformen aktuell geändert.
    Er wirbt jetzt mit „Stornofreie Vergütung mit bis zu 7 Euro/Sale! Verdienen Sie jetzt 100% mit jedem Sale, den Sie für 3Suisses generieren!“
    Wäre super, wenn einer der PP-Betreuer dazu Stellung nehmen kann.

    Gruß Claudia

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