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Einführung Online-Marketing: Suchmaschinenoptimierung (Teil 5a)

Um kaum ein Thema im Bereich Internet-Marketing ranken sich so viele Geheimnisse wie um die Optimierung von Internetseiten für Suchmaschinen. Hauptsächlich liegt dies daran, dass bis heute noch niemand hundertprozentig genau weiß, nach welchen Kriterien die großen Suchmaschinen arbeiten und was im Einzelnen notwendig ist, um eine beliebige Seite in möglichst kurzer Zeit unter die ersten Suchergebnisse zu bringen. Es kursieren viele Halbwahrheiten und Subjektivmeinungen in der SEO- (search engine optimization = Suchmaschinenoptimierung) Szene. Deshalb soll es hier nur um die Tricks und Techniken gehen, die bisher nachweislich Erfolge gebracht haben und deren Wirksamkeit auch von den Suchmaschinenbetreibern selbst direkt oder indirekt bestätigt wurde.

Grundlagen
Unter „Suchmaschinenoptimierung“ versteht man bestimmte Techniken, Internetseiten so zu verändern, das diese in den Ergebnislisten der Suchmaschinen – den sogenannten SERPs = search engine result pages – weiter vorne aufgeführt werden. Die Webseiten werden also speziell im Hinblick auf das Suchmaschinenranking optimiert. Doch das ist nur die halbe Arbeit. Nicht nur die Webseiten selbst werden für diesen Zweck geändert, sondern auch das Umfeld, genauer gesagt die Verlinkung. Mehr dazu später.

Vor ein paar Jahren hat es noch ausgereicht, eine Webseite besonders häufig mit dem Begriff zu bestücken, unter dem sie in den Suchmaschinen gefunden werden soll. Ein paar Tage oder Wochen später konnte man damit rechnen, dass die Seite unter den ersten Suchergebnissen zu finden war. Da immer mehr Webmaster diesen einfachen Trick ausnutzen, um ihre Seiten nach vorne zu bringen, entstanden bizarre Gebilde von Webseiten, die für den User praktisch keinen Nutzen mehr hatten, weil sie fast nur noch aus Suchwörter oder Suchphrasen bestanden. Natürlich bekamen die Suchmaschinen innerhalb kürzester Zeit Wind davon. Um die Qualität – und damit den Nutzen für die Suchenden – zu erhalten, mussten sie reagieren und diesen Machenschaften einen Riegel vorschieben. Also wurden die Suchalgorithmen geändert und es kamen nach und nach immer neue Faktoren hinzu, welche das Ranking einer Internetseite bestimmen. Um zum Beispiel zu verhindern, dass einfach massenhaft Schlüsselwörter (Keywords – unter denen die Seite in der Suchmaschine gefunden werden soll) zur Verbesserung des Rankings gesetzt werden, untersuchten die Suchmaschinen jetzt auch die Seite auf ihre Keyword-Dichte. Dass heißt, es kommt darauf an, wie oft das gleiche Wort (oder eine Wortkombination) im Hinblick auf die Gesamtwortzahl des Textes darin enthalten ist. Taucht das Keyword zu oft auf, geht die Suchmaschine davon aus, dass hier bewusst manipuliert wurde und kann die Seite dafür abwerten.

Doch auch diese neuen Faktoren wurden nach kurzer Zeit entdeckt und in der SEO-Szene bekannt gemacht. Die Optimierer konnten sich also darauf einstellen. Um trotzdem die Objektivität der Suchergebnisse weiterhin zu gewährleisten, gingen die Suchmaschinen – allen voran Google – mehr und mehr dazu über, das Ranking von Faktoren abhängig zu machen, die der Webmaster nicht so ohne weiteres beeinflussen kann. Hier kam der Begriff „Linkpopularität“ ins Spiel. Man dachte sich, je mehr Links und Verweise von anderen Seiten auf eine Webseite zeigen, umso wichtiger und relevanter muss diese Seite für das Suchthema sein. Um die so ermittelte Wichtigkeit der Seite auch nach außen plastisch darzustellen, wurde bei Google der „PageRank“ eingeführt – eine Zahlenskala zwischen 0 und 10. PageRank 0 ist dabei der schlechteste, die 10 steht für eine Seite höchster Wichtigkeit.
Die Wichtigkeit von auf die Seite verweisenden Links (sogenannte „Backlinks) ist heute ungebrochen und damit hauptsächlich dafür ausschlaggebend, wie gut eine Seite im Ranking steht. Daher macht die Optimierung der eigentlichen Seite, d.h. Code und Textinhalte, heute den weitaus kleineren Teil einer Suchmaschinenoptimierung aus. Wesentlich arbeitsintensiver ist es, möglichst viele Links von unterschiedlichen, anderen Seiten zu erhalten.

Für welche Suchmaschinen soll optimiert werden?
„Ihre Webseite in 500 Suchmaschinen – für nur 10 Euro“ – oft findet man solche Angebote auf Werbeseiten oder in den bekannten Internet-Auktionshäusern. Soll man seine Webseite jetzt wirklich für alle vorhandenen Suchmaschinen optimieren? Natürlich nicht, das würde auch gar nicht funktionieren. In Deutschland gibt es nur eine Hand voll große Suchmaschinen, und auch diese haben zusammen lediglich einen Marktanteil von rund 15% – mit Ausnahme von Google! Die weltgrößte Suchmaschine hat einen Marktanteil von ca. 85%. Es reicht also völlig aus, seine Projekte ausschließlich für Google zu optimieren. Die anderen Suchmaschinen können vernachlässigt werden. Außer bei sehr fachspezifischen Seiten, die gut zu einer ebenfalls spezialisierten Suchmaschine passen, ist Google also die Allzweckwaffe, durch die die wirklich großen Besucherströme kommen können. Deswegen sind die hier aufgezählten Optimierungsmaßnahmen speziell für Google ausgelegt, wenngleich sie auch größtenteils auf andere Suchmaschinen übertragen werden können.

Die Bestandsaufnahme – wo stehe ich?
Voraussetzung für eine erfolgreiche Optimierung ist, dass Sie erst einmal wissen, wo Sie momentan stehen. Erst danach können Sie die notwendigen Maßnahmen zur Ranking-Optimierung einleiten.
Prüfen Sie zunächst, ob Ihre Webseite überhaupt schon bei Google indexiert, d.h. aufgenommen wurde. Geben Sie dazu einfach die komplette Webadresse oder, bei Eigennamen, den Namen der Webseite in das Suchfeld ein. Nun sollte Ihre Webpräsenz unter den ersten Ergebnissen erscheinen, danach stehen höchst wahrscheinlich andere Seiten, die Links zu Ihnen gesetzt haben. Wenn Sie sich nicht gleich finden, stehen Sie vielleicht immer noch sehr weit hinten. Um Sucharbeit zu sparen, können Sie die Position auch von einem speziellen Tool ermitteln lassen. Ein solches Tool finden Sie z.B. hier…

Wichtig ist auch zu wissen, wie viele Links von anderen Seiten auf Ihre Webseite verweisen. Dazu geben Sie folgende Suchabfrage ins Google-Suchfeld ein: link:[http://www.ihre-adresse…]. Nun bekommen Sie alle Seiten aufgelistet, die einen Link zu Ihnen gesetzt haben. Notieren Sie sich die Gesamtzahl der gefundenen Links, Sie werden diese für spätere Kontrollzwecke noch brauchen.

Falls Ihre Seite schon im Index verzeichnet ist, wäre es noch wichtig zu wissen, ob auch alle Unterseiten indexiert sind. Sie kontrollieren dies, indem Sie folgende Suchanfrage bei Google eingeben: site:[www.ihre-adresse…]. Nun bekommen Sie eine Auflistung aller Unterseiten, die bereits im Index verzeichnet sind. Prüfen Sie, ob das alle sind und notieren Sie eventuell fehlende Unterseiten.

Nachdem diese Vorarbeiten abgeschlossen sind können wir uns der eigentlichen Suchmaschinenoptimierung widmen. Sie besteht generell aus zwei Teilen, die wir uns im Folgenden näher anschauen wollen. Vorab noch ein Hinweis: Es können in diesem Rahmen lediglich die Ansätze einer guten Suchmaschinenoptimierung angesprochen werden. Bei hart umkämpften Themenbereichen ist es immer ratsam, einen professionellen Suchmaschinenoptimierer hinzuzuziehen.

Weiter mit Suchmaschinenoptimierung / On-Page-Optimierung (Teil 5b)…

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Kommentare deaktiviert für Einführung Online-Marketing: Suchmaschinenoptimierung (Teil 5a)  comments 

Keine Antworten

  1. Sorry aber ich verstehe nicht, warum man ein Tool kaufen sollte, wenn es das kostenlos im Netz gibt ;-) Oder verstehe ich da was falsch… ?

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