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Einführung Online-Marketing: Suchmaschinenoptimierung / On-Page-Optimierung (Teil 5b)

Die On-Page-Optimierung
Der erste Schritt zur Ranking-Verbesserung Ihrer Webpräsenz ist die On-Page-Optimierung. Dieser Faktor ist zwar nicht mehr so ausschlaggebend wie noch vor einigen Jahren, dennoch sollte man ihn nicht außer Acht lassen. Mit „On-Page-Optimierung“ sind alle Punkte gemeint, die die Webpräsenz direkt betreffen, die Sie also unmittelbar beeinflussen können. Das sind z.B. die Textinhalte oder der Quelltext Ihrer Internetseite. Los geht´s – hier kommen die wichtigsten Tipps und Tricks:

Keywords und Keyworddichte
Je genauer Ihre Seite auf ein Thema ausgrichtet ist, desto besser kann sie zu den entsprechenden Schlüsselwörtern gelistet werden. Überlegen Sie zunächst, unter welchen Begriffen Ihre Webseite gefunden werden soll. Fragen Sie dazu auch Freunde und Bekannte, welche Begriffe sie in Google eingeben würden, um Ihre Seite zu finden. Wählen Sie dann die 1-3 wichtigsten Keywords aus und bringen Sie diese häufig – aber nicht zu häufig – in den Textinhalten der Seite unter. Eine optimale Dichte an Keywords kann man nicht pauschal benennen, aber mit 4-8% Keywords im Verhältnis zum Gesamttext fahren Sie meistens sehr gut. Das heißt, Ihre Schlüsselwörter sollten in einem Text mit 100 Worten ungefähr 4-8 Mal vorkommen. Am wichtigsten sind dabei Textanfang und –ende. Hier sollten die Keywords in jedem Fall auftauchen.

Textinhalte aktuell halten
Nichts liebt Google so sehr, wie ständig aktualisierten Textinhalt auf einer Webseite. Sie sollten daher auf der Startseite immer wieder mal neue Artikel – natürlich passend zum Seitenthema – platzieren. Wenn diese zu lang werden und der Platz nicht ausreicht, können Sie sogenannte „Teaser“ einsetzen. Das heißt, Sie setzen bloß die ersten 2-3 Sätze des Artikels auf die Startseite und leiten den Besucher dann mittels eines Links auf eine Newsseite weiter, auf der er den gesamten Artikel lesen kann.

Kopfbereich und Meta-Angaben optimieren
Im Kopfbereich Ihres Quelltextes sollten der Seitentitel und entsprechende Metatags zur Webseite enthalten sein. Diese Metaangaben liest die Suchmaschine und kann die Seite so von Beginn an besser einordnen. Wählen Sie zunächst einen aussagekräftigen Titel für Ihre Webseite und fügen Sie diesen als <title>-Tag in den Kopfbereich des Quelltextes ein. In diesem Titel sollten auch unbedingt die wichtigsten Keywords vorkommen.
Weiterhin sollten Sie im Meta-Bereich unter <description> eine kurze Beschreibung des Webseitenthemas einfügen, sowie unter <keywords> die wichtigsten Schlüsselwörter aufzählen. Trennen Sie diese jeweils durch ein Komma.

Textüberschriften besser machen
Für Überschriften im Inhaltsbereich der Webseite sieht HTML die Elemente <h1> bis <h6> vor. Die wichtigste Überschrift sollten mit <h1> betitelt werden, danach können weitere Zwischenüberschriften mit <h2> bis zu <h6> abgestuft werden. Machen Sie von diesen Strukturierungsmöglichkeiten gebrauch, aber übertreiben Sie es nicht, indem Sie beispielsweise vor jeden Absatz eine <h1>-Überschrift setzen.

Bilder und Grafiken
Trotz aller Weiterentwicklungen ist Google noch nicht in der Lage, Bilder oder Imagemaps zu lesen und interpretieren. Daher sollten die Textinhalte überwiegen und Bilder eher sparsam verwendet werden. Um die verwendeten Bilder dennoch für die Suchmaschine etwas interessanter zu machen, sollten Sie diese jeweils mit einem „titel“ und „alt“-Attribut versehen. Der Titel sagt dabei aus, was auf dem Bild vorhanden ist, während das alt-Attribut Zusatzinformationen enthalten kann, die angezeigt werden, wenn der Cursor über das Bild fährt. Beides hilft Google, etwas besser mit den Bilder zurecht zu kommen.

Wichtige Begriffe hervorheben
HTML bietet einige Befehle an, um Textabschnitte oder einzelne Wörter hervorzuheben. Folgende sollten Sie für wichtige Begriffe verwenden:
– <b> lässt den entsprechenden Text fett erscheinen.
– <i> lässt ihn kursiv erscheinen
– <u> stellt den Text unterstrichen dar.

Aber auch hier gilt: Setzen Sie diese Funktionen sparsam ein und übertreiben Sie es nicht. Ein bis zwei Wörter bzw. Wortkombinationen pro Textabsatz dürften völlig ausreichend sein.

Interne Verlinkungen optimieren / Sitemap anlegen
Damit alle Unterseiten Ihrer Webpräsenz gut gefunden werden, sollte auf eine optimale interne Verlinkung geachtet werden. Von der Startseite aus sollte jede Unterseite nach maximal 3-4 Klicks erreichbar sein. In den Linktexten sollten Sie die wichtigsten Keyword nach Möglichkeit unterbringen. Damit das den Besucher nicht verwirrt oder stört, könnten Sie beispielsweise so vorgehen:

  • Schäferhunde – Aufzucht
  • Schäferhunde – Pflege
  • Schäferhunde – Ernährung
  • Schäferhunde – Krankheiten
  • usw…

So haben Sie in jedem Link das Keyword untergebracht und der Besucher findet sich trotzdem sofort zurecht.
Falls Sie eine große Internetpräsenz betreiben, empfiehlt es sich, eine Sitemap anzulegen. Das ist nichts weiter als eine Extra-Unterseite mit den gesammelten Links zu allen Seiten der Webpräsenz. Das hilft dem Google-Robot, sich besser zurecht zu finden und alle Unterseiten optimal zu indexieren.

Fehlerfreier Quellcode
Sie haben versucht, alles richtig zu machen? Haben Ihr Projekt nach allen Regeln der SEO-Kunst ausgerichtet und optimiert – und trotzdem listet Google Ihre Seiten im Index nicht? Dann sollten Sie einmal den Quelltext Ihrer Webseite validieren, d.h. auf Fehlerfreiheit untersuchen und ggf. verbessern. Nebenbei bemerkt: Fast keine Webpräsenz ist zu hundert Prozent fehlerfrei. Es kommt eben auf die Art und Häufigkeit der Fehler an. Wenn Sie Pech haben, reicht schon ein grober Schnitzer aus, um das Projekt aus dem Suchmaschinenindex zu verbannen.
Hier sollten Sie unbedingt vorbeugen. Das W3-Consortium bietet eine kostenlosen Validator. Rufen Sie die Seite auf und geben Sie die gewünschte Webadresse ein. Klicken Sie dann auf „check“. Nach einer kurzen Prüfphase werden alle Fehler im Quellcode der geprüften Seite aufgelistet, verbunden mit einer kurzen Erklärung zu jedem Fehler in englischer Sprache. Durch einen Haken im Feld „show source“ und einen Klick auf „revalidate“ führt der Validator den Quellcode Ihrer Seite direkt mit auf, so dass Sie die Fehler sofort nachvollziehen können. Natürlich ist der Validator des W3C nicht der Einzige. Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Tools zur Quelltextprüfung und –optimierung im Internet. Darunter auch Spezialwerkzeuge wie der „Link Valet“. Dieser prüft alle Links auf Ihrer Webseite und zeigt defekte oder tote Verweise auf.

Fehler bereits im Vorfeld vermeiden
Die ideale Vorgehensweise ist natürlich, Fehler im Quellcode erst gar nicht entstehen zu lassen. Doch wie ist das zu realisieren? Wenn Sie Ihr Webprojekt von Profis erstellen lassen, sollte eine Quelltext-Validierung zum Leistungsumfang gehören. Seriöse Webdesigner bieten das von sich aus an. Sofern Sie Ihre Projekte selbst erstellen, bieten sich zwei Möglichkeiten. Wenn Sie mit einem bekannten Wysiwyg-Edition (z.B. Frontpage, Dreamweaver) arbeiten, werden Sie kaum echte Fehler im Quellcode haben. Dafür „blähen“ diese Werkzeuge den Code meist unnötig auf, was aus suchmaschinentechnischer Sicht auch nicht gerade optimal ist. Vermeiden sollten Sie es, mit völlig unbekannten Editoren zu arbeiten, bei denen man vielleicht noch nicht einmal den Quelltext einsehen kann. Diese Tools liefern meistens großen Müll.
Anders sieht es aus, wenn Sie Ihren Code selbst programmieren. Hier ist es ratsam, den Quellcode vor Veröffentlichung in einen Texteditor (z.B. Phase 5, NVU-Composer) zu laden, wenn Sie nicht sowieso schon damit arbeiten. Fast alle Texteditoren bieten die Möglichkeit, den Quelltext auf Fehler zu untersuchen. Die beste Methode, Fehler zu vermeiden ist jedoch ganz simpel: Man sollte sich, bevor es mit der Erstellung des Projekts losgeht, ausführlich mit den nötigen Programmiersprachen beschäftigen.

Die häufigsten Fehler im Quellcode sind übrigens:

  • vergessene Ausschalt-Tags
  • doppelte Tags
  • fehlende Attribute
  • falsche „width“ & „height“-Angaben in Tabellen
  • und nicht zuletzt: falsche oder vergessene Dokumententyp-Deklarationen im Head-Bereich.

Weiter mit Suchmaschinenoptimierung / Off-Page-Optimierung (Teil 5c)…

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7 Comments  comments 

7 Antworten

  1. Netter Artikel für Einsteiger!

    VA:F [1.9.22_1171]
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  2. […] Suchmaschinenoptimierung / On-Page-Optimierung (Teil 5b) Im Detail wird verraten, wie man die On-Page-Optimierung geschickt vornimmt. […]

  3. Auf alle Fälle sehr informativ und die wichtigsten Tippe sind dabei. Vor allem auch gut wenn auf Standardfehler hingewiesen wird

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  4. […] Linkstruktur Neben der Relevanz des externen Linkaufbaus wurde auch die Bedeutung der internen Linkstruktur hervorgehoben: Entscheidend ist hier, dass nicht allein die eigene Startseite, sondern auch […]

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