magnify
Home Themen Affiliate-Marketing Einführung Online-Marketing: Affiliate-Marketing (Teil 6)
formats

Einführung Online-Marketing: Affiliate-Marketing (Teil 6)

Hinter dem Begriff „Affiliate-Marketing“ steckt eine ebenso einfache wie geniale Idee. Das Prinzip schafft eine echte Win-Win-Situation. Sie als Betreiber einer Webseite stellen einen Werbeplatz zur Verfügung und platzieren dort Links, Banner oder irgendeinen sonstigen Hinweis auf ein spezielles Produkt oder einen Händler allgemein. Klickt der Kunde auf diese Werbung, gelangt er zum Internetauftritt des Werbepartners. Durch einen speziellen Code im Werbelink auf Ihrer kann der Kunde Ihnen zugeordnet werden. Wenn er jetzt beispielweise dort etwas kauft, bekommen Sie als Vermittler einen festgelegten Prozentsatz des Verkaufserlöses als Provision gutgeschrieben. Dieses Guthaben können Sie sich dann auszahlen lassen. Ihr Werbepartner profitiert also von Ihnen als „Kundenbringer“, Sie werden dafür anteilig am Umsatz beteiligt.

In manchen Fällen muss der Kunde noch nicht einmal etwas kaufen, es reicht schon, wenn er nur auf die Werbeanzeige auf Ihrer Webseite klickt oder sich bei Ihrem Werbepartner beispielsweise in einen Newsletter einträgt. Die Provisionen hierfür sind jedoch naturgemäß meist geringer als bei einem vermittelten Kauf.
Die Vorteile für den Vermittler bei dieser Art von Internet-Marketing liegen klar auf der Hand: Einmal angemeldet, das vom Werbepartner vorgegebene Werbemittel auf der eigenen Webseite eingebaut, und schon kann das Geldverdienen losgehen! Um lästige Dinge wie Bestellabwicklung, Rechnungswesen, Lagerhaltung oder Versand müssen Sie sich gar nicht erst kümmern, das übernimmt alles der Partner, für den Sie werben. Dieser wird in Fachkreisen Advertiser oder Merchant genannt. Unter diesen sind oft große und bekannte Firmen vertreten, welche durch diese Werbeform ihren Kundenkreis und den Bekanntheitsgrad des Unternehmens enorm steigern können.

Durch die schiere Masse der am Partnerprogramm teilnehmenden Internetseiten-Betreiber ist für den Advertiser auch eine kleine Internetpräsenz von Interesse. Er bezahlt ja nur, wenn auch wirklich Interessenten von dieser Seite kommen.
Das Prinzip hat Sie überzeugt? Dann sollten Sie keine Zeit verlieren und sich in die Riege der Affiliates einreihen. Der beste Einstieg gelingt Ihnen, indem Sie sich einem Partnernetzwerk anschließen. Hier finden Webmaster und Partnerprogammbetreiber zusammen. Die beiden bekanntesten Affiliate-Netzwerke sind affili.net und zanox (weitere relevante Netzwerke…). Melden Sie sich am besten bei beiden an, dann haben Sie eine riesige Auswahl an zur Verfügung stehenden Partnerprogrammen und finden bestimmt auch das zur Ihrer Seite passende Programm. Haben Sie etwas gefunden, müssen Sie sich direkt beim Partnerprogrammbetreiber mit Ihrer Webseite bewerben. Das geht mit einem Mausklick im Partnerprogrammnetzwerk.
Wurde Ihre Bewerbung angenommen, erhalten Sie eine Auswahl an Werbemitteln, die Sie in den Quellcode Ihrer Webseite einbauen können. Meist haben Sie die Auswahl zwischen Bannern, Textanzeigen und reinen Werbelinks.

Wie erhalten Sie nun Ihr Geld, wenn Besucher über die Werbeanzeigen auf Ihrer Seite zum Partnerprogrammbetreiber gelangen? Dazu gibt es verschiedene Vergütungsmodelle. Die Wichtigsten möchte ich Ihnen hier etwas näher vorstellen:

Pay-per-Click: Beim Pay-per-Click-Modell erhalten Sie eine Vergütung, wenn der Besucher auf den Werbebanner oder –link auf Ihrer Seite klickt. Ob der Kunde nach dem Klick beim Werbepartner etwas kauft oder sich z.B. für einen Newsletter einträgt, spiel für Ihre Vergütung keine Rolle. Die Vergütung bewegt sich dabei meistens im Centbereich für einen Klick.

Pay-per-Lead: Bietet Ihnen der Partnerprogrammbetreiber eine Vergütung nach dem Pay-per-Lead-Modell an, heißt das, dass der Besucher eine festgelegte Handlung tätigen muss, nachdem er über Ihre Werbung zum Anbieter gelangt ist. Das kann ein Newslettereintrag, eine Beratungsanfrage oder das Anfordern von Unterlagen sein. Die Vergütung ist hierbei meist etwas höher als beim Pay-per-Click-Modell

Pay-per-Sale: Beim Pay-per-Sale-Modell muss der Besucher beim Betreiber des Partnerprogramms etwas kaufen, damit Sie eine Vergütung bekommen. Dafür winken hier die größten Verdienstchancen. Bei manchen Partnerprogrammen, z.B. im Versicherungs- oder Mobilfunkbereich, können Sie mehrere hundert Euro Provision für einen vermittelten Verkauf erhalten.

Welche Vergütungsform Sie wählen sollten, lässt sich pauschal nicht beantworten und hängt immer von der Zielgruppe Ihres Webauftritts ab. Bei Versicherungsseiten kann es sich beispielsweise lohnen, nur Pay-per-Sale-Modelle zu wählen, da hier möglicherweise ein Verkauf mehr bringt, als zweihundert Klicks von Besuchern. Im Zweifel hilft aber auch hier nur ausprobieren.

Ein kleiner Nachteil des Affiliate-Marketings soll hier noch erwähnt werden: Es kann mehrere Wochen dauern, bis Sie Ihre Provisionen erhalten. Dies liegt daran, dass der Kunde nach einem Kauf in der Regel mehrere Wochen Rückgaberecht genießt, bzw. bei vordefinierten Aktionen, diese erst einmal ausgewertet und dokumentiert werden, bevor eine Vergütungsabrechnung erfolgt. Sind Sie aber erst einmal „im Fluss“, d.h. können laufende Verdienste generieren, fallen die Zahlungsverzögerungen nicht mehr auf.

Weiter mit Werbeflächenvermietung / Linkverkauf (Teil 7)…

VN:F [1.9.22_1171]
Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?
Wertung: 0.0/5 (0 Bewertungen)
Danke für´s Teilen :-)Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn
 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
Kommentare deaktiviert für Einführung Online-Marketing: Affiliate-Marketing (Teil 6)  comments 

Keine Antworten

  1. […] Pascal Fantou auf der SES Hamburg 2008: “Besucher zu Käufern machen” Einführung Online-Marketing: Affiliate-Marketing (Teil 6) […]