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Notizen & Erkenntnisse von der Search Engine Strategies (SES) in Hamburg 2008

Stefan Meiners und Sascha Cremer von vitrado / new directions besuchten für 100partnerprogramme.de die diesjährige Search Engine Strategies (SES) in Hamburg und haben folgende Notizen von der Konferenz mitgebracht:

SEM:

  • Longtail
    Potenzial beim SEM mit weniger populären Keywords („Longtail“) ist weiterhin noch nicht ausgereizt, eine sinnvolle Steuerung von Keywordlisten mit mehr als 1000 Keywords ist allerdings nicht mehr manuell, sondern nur noch über automatisierte Bid Management Software realisierbar.
    Für die Recherche neuer Keywords stehen dabei verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, von einfachen Thesaurus Abfragen bis hin zu Datenbanken, die assoziative Verknüpfungen zu Keywords liefern und unterschiedlichsten Keyword Rechtschreibfehlern.
  • Landingsite Optimierung
    Verfahren zur Optimierung der LandingSite werden weiterhin nicht konsequent umgesetzt, nur wenige Unternehmen wenden konsequent A/B oder multivariate Analysen ein, um eine maximale Conversion auf ihrer Landingsite zu erzielen.
  • CPA – Abrechnung bei AdWords Schaltungen
    Nachdem Google in den USA bereits mit CPA basierten Anzeigenschaltungen im adSense Netzwerk experimentiert ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis auch Anzeigenschaltungen in der Google Suche bzw. im Google Suchnetzwerk entsprechend abgerechnet werden können. Offen bleibt ob Google sich hier in direkte Konkurrenz zu Affiliate Netzwerken setzen wird.
  • Agentur Kickbacks
    Z.Zt. erstattet Google analog zu Yahoo (5-10%) und MSN (15%) 3 bis 8% der adWords Kosten an Agenturen zurück. Diese Kickbacks enden zum Anfang 2009. Welche neuen Vergütungsregelungen Unternehmen dann mit ihren SEM Agenturen finden ist noch offen.

SEO:

  • Linkkauf
    Seit September 2007 verfolgt Google konsequent den unerwünschten Einkauf von Links, um die eigene Seite in den SERPs nach vorne zu bringen. Neben Algorithmen werden dazu auch Mitarbeiter eingesetzt, die entsprechende Seiten (Linkfarmen, gesponsorte Links, etc.) abstrafen (d.h. ihnen die Fähigkeit entziehen ‚Linkjuice’ an andere Seiten weiterzugeben). Ein kompletter Verzicht auf Linkkäufe wurde auf der Konferenz dennoch weitestgehend abgelehnt. Um einer Abstrafung von Google entgegenzuwirken wurden verschiedene Strategien diskutiert, interessant waren vor allem:

    • Domainkauf: Statt einzelner Links können gezielt ganze Domains gekauft werden, hier gibt es mitunter gut ausbaubare Domains mit vergleichbar hohem Ranking, die nicht oder kaum noch gepflegt werden.
    • Linkkauf mit Contentgenerierung: Um gekaufte Links nicht als solche erkennbar zu machen scheint der momentane ‚Königsweg’ die Anlieferung von Links mit passendem Content zu sein. Problem hierbei ist allerdings die Bereitsstellung von Content, der von Google nicht als Duplicate Content identifziert wird und gleichzeitig für Nutzer (und auch menschliche Google Mitarbeiter) lesbar bleibt.
  • Interne Linkstruktur
    Neben der Relevanz des externen Linkaufbaus wurde auch die Bedeutung der internen Linkstruktur hervorgehoben: Entscheidend ist hier, dass nicht allein die eigene Startseite, sondern auch für die Conversion besonders relevante Seiten in den SERPs erscheinen (natürlich zu relevanten Keywords). Wesentliche Methoden hier sind:

    • Link Sculpturing: Links zu nicht relevanten Seiten werden mit dem „nofollow“ Attribut versehen, damit sie von Google ignoriert werden. Dadurch verbleibt mehr ‚Linkjuice’ für relevante Seiten. Problematisch wird hier allerdings gesehen, dass ein solchen Verhalten in Zukunft von Google abgestraft werden könnte.
    • Siloing: Nur thematisch ähnliche „Silos“ auf einer Seite werden untereinander verlinkt, nur besonders relevante Seiten erhalten einen Direktlink von der Startseite.

Suche allgemein:

  • Universal Search
    Die von Google immer verstärkter angezeigten ‚Universal Search’ Ergebnisse (ca. 17% aller Suchergebnisse in den USA) waren sicherlich eines der am meist diskutierten Themen der SES. Statt wie bislang allein Textergebnisse zu Suchanfragen darzustellen werden zunehmend Suchergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen miteinander verflochten:

    • Ergebnistypen: News, unterschiedlicher Google-eigener Content (z.B. „Kino Berlin“)
    • Medientypen: Text, Bild, Video
    • Zugangstypen: lokal (Google Maps), mobil

    Die Einflüsse der Universal Search auf SEM/SEO sind bisher nur bedingt abschätzbar, entscheidende Änderungen die sich bereits abzeichnen sind:

    • Trafficverlagerung: #1 in den SERPs bringt bis zu 4x weniger Traffic, da andere Medientypen die Aufmerksamkeit der Benutzer stärker auf sich ziehen
    • Optimierung eigener Inhalte für ALLE Channels (Bild, Video, News, etc.)
    • Wandel von Google von der Suchmaschine hin zum Publisher eigener Inhalte → Generelle Bedrohung für eigene Angebote

Google Dominanz

  • Googles Dominanz bei Suchanfragen nimmt weiter zu, kleinere Angebote verschwinden zunehmend vom Markt, Ausnahmen bilden hier z.Zt. allein Entwicklungen im asiatischen Raum mit Baidu (China), Naver (Südkorea) und Yahoo in Japan (60% Marktanteil), weltweite Marktanteile:
    • Google: 62,4%
    • Yahoo: 12,8%
    • Baidu: 5,2%
    • LiveSearch / MSN: 2,9%
    • Naver: 2,6%

Weitere Informationen…

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3 Comments  comments 

3 Antworten

  1. […] Stefan Meiners und Sascha Cremer haben sich viele Notizen gemacht. […]

  2. avatar Blogs optimieren

    Notizen zur SES…

    Kurz notiert: Ein sehr schönen Kurzüberblick über die Themen der diesjährigen SES in Hamburg gibt es bei 100partnerprogramme.
    Etwas ausführlicher gibt es das gesamte Programm bei lorm.
    ……

    VA:F [1.9.22_1171]
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  3. avatar Reputation Management Basics - Teil 2: Supervise! | ImageIstAlles.de

    […] andere, die sich für sie interessieren, werden mit Sicherheit zunächst Google bemühen. Mit über 60% Marktanteil weltweit und mehr als 80% Marktanteil in Deutschland ist Google schlichtweg nicht allein die mit Abstand […]