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Einführung Online-Marketing: Bezahlen im Internet – so rollt der Rubel (Teil 11)

Für jeden, der im Internet virtuelle oder reale Produkte oder Dienstleistungen verkaufen will, stellt sich die Frage nach dem richtigen Bezahlsystem. Man bewegt sich dabei immer auf einem schmalen Grat. Auf der einen Seite soll die Bezahlung für den Kunden möglichst einfach, schnell und sicher zu bewerkstelligen sein, andererseits wollen Sie als Webmaster ihr verdientes Geld auch sicher und ohne großen Aufwand bekommen. Die Wahl des richtigen Internet-Bezahlsystems sollte also gut bedacht sein. Hinzu kommt, dass bei Verkäufen sehr günstiger Waren (z.B. eBook-Downloads, mp3-Dateien etc.) etablierte Zahlungsverfahren wie der Rechnungskauf oder das Lastschriftverfahren schlichtweg viel zu teuer sind. An diesem Punkt setzen findige Unternehmen an und bieten sogenannte Micropayment-Systeme, mit deren Hilfe auch Centbeträge günstig, schnell und sicher bezahlt werden können. Doch sehen wir uns zunächst die aus den Offline-Geschäften bekannten Zahlungsverfahren mit ihren Vor- und Nachteilen etwas genauer an.

Kauf auf Rechnung
Der Kauf auf Rechnung ist seit jeher des Kunden liebstes Kind. Verständlich, denn nur dabei kann er die Ware in den Händen halten, bevor der dafür zahlen muss. Das bedeutet Vertrauen und Sicherheit. Leider nur für den Käufer. Kein anderes Bezahlsystem ist für den Verkäufer so aufwendig und teuer wie der Rechnungskauf. Da müssen Rechnungen geschrieben, Zahlungseingänge geprüft, Mahnungen verschickt und – bei notorischen Nichtzahlern – Inkassobüros eingeschaltet werden. All dies kostet Zeit, Nerven und vor allem Geld. Für den Onlinehandel also ein ungeeignetes Bezahlsystem. Hier kommt noch verstärkend hinzu, dass die Kunden fast gänzlich anonym sind, was die Zahlungsmoral nochmals messbar sinken lässt.

Das Lastschriftverfahren
Hier bietet sich für beide Seiten Licht und Schatten. Für den Käufer ist es einerseits bequem, da nach dem Absenden der Bestellung alles automatisch abläuft. Auf der anderen Seite scheuen es viele Kunden, ihre Bankdaten über das Internet zu verschicken. Für den Verkäufer überwiegen hierbei die Nachteile. Viele wissen gar nicht, dass der Kontoinhaber Abbuchungen bis zu sechs Wochen lang zurückrufen kann. Passiert dies, ist es für den Verkäufer sehr aufwendig, wieder an sein Geld zu kommen.

Zahlung per Vorkasse
Hier ist der Verkäufer auf der sicheren Seite und kann die Ware erst nach Zahlungseingang des Kunden ausliefern. Diese Zahlungsmethode ist beispielsweise bei eBay üblich, aber auch viele kleine Onlineshops liefern nur gegen Zahlung per Vorkasse. Die Kunden freut das nicht gerade. Kein anders Bezahlsystem ist beim Kunden unbeliebter als das Vorkasse-Modell. Gerade in der Anonymität des Internet fürchten viele Käufer um ihr Geld, besonders, wenn es sich dabei um höherpreisige Artikel handelt. Die vielen Skandale bei den Internet-Auktionshäusern haben auch nicht gerade dazu beigetragen, mehr Vertrauen beim Kunden zu wecken.

Nachnahme
Bleibt von den konventionellen Zahlverfahren die Zahlung per Nachnahme. Für den Verkäufer kostenintensiv und aufwändig, bietet sie dem Kunden nur einen Vorteil: Er bezahlt die Ware erst, wenn er sie vom Postboten direkt in die Hand bekommt. Nachteil dabei ist aber, dass er für die Lieferung zuhause sein und den Kaufbetrag bereithalten muss.

Kreditkarte und Micropayment
Schauen wir uns nun einige Zahlverfahren an, die besser für den Onlinehandel geeignet sind. Die gute alte Kreditkarte. Eigentlich perfekt für den Online-Einkauf geeignet, haben immer noch viele Kunden Bedenken, ob die sensiblen Daten auch wirklich sicher im Internet übertragen werden. Außerdem belastet die Kreditkartenzahlung das Konto des Verkäufers mit Gebühren von bis zu 5% des Zahlbetrags. Um diese Nachteile aus dem Weg zu räumen, wurden in den letzten Jahren neue, innovative Ideen für das Zahlen im Internet umgesetzt. Da wären zum Beispiel PayPal und ClickandBuy. Sie sind heute am bekanntesten und werden auch von den meisten Käufern ohne Vorbehalte akzeptiert. Wichtigster Vorteil für den Kunden bei der Nutzung dieser Zahlsysteme ist, dass er seine sensiblen Daten wie Bankverbindung oder Kreditkartennummern nur einmal beim Bezahldienst hinterlegen muss. Das schafft Vertrauen und Sicherheit, und ist den Käufern lieber, als die Daten bei zig verschiedenen Anbietern einzutragen und jedes Mal wieder über das Internet zu verschicken. Außerdem kann der Kunde nach der Anmeldung selbst auswählen, wie die gezahlten Beträge abgerechnet werden sollen. Meist stehen Vorauskasse (es wird zuvor ein Guthaben auf das virtuelle Konto übertragen), Bankabbuchung oder Kreditkarte zur Auswahl.

Die Kosten
Für den Kunden ist die Zahlung mittels Micropayment generell kostenfrei. Der Verkäufer muss dagegen Gebühren bezahlen. Hier lohnt sich ein genauer Vergleich der Zahlungsanbieter.

PayPal
Die Anmeldung bei PayPal ist kostenlos, auch eine monatliche Grundgebühr für die Nutzung wird nicht erhoben. Man zahlt also nur für empfangene Zahlungen. PayPal ist übrigens ein hundertprozentiges eBay-Tochterunternehmen und seit einiger Zeit offiziell als Bank anerkannt. Früher wurde dieses Zahlsystem fast ausschließlich für eBay-Transaktionen genutzt. Innerhalb der letzten Jahre wurde der Service jedoch erweitert, so dass auch Webshopbetreiber und Homepagebesitzer den Dienst für ihre Zwecke nutzen können. Die Gebührenstruktur ist relativ einfach gehalten und sieht folgendermaßen aus:

  • Zahlungen aus Deutschland empfangen: 0,9% + 0,35 € bis 1,9% + 0,35 € je nach Höhe der Transaktionssumme
  • Zahlungen aus Euro-Ländern empfangen: 2,4% + 0,35 € bis 3,4% + 0,35 € je nach Höhe der Transaktionssumme
  • Zahlungen aus Nicht-Euro-Ländern empfangen: 2,9% + 0,35 € bis 3,9% + 0,35 € je nach Höhe der Transaktionssumme

Weitere Kosten fallen bei PayPal nicht an.

ClickandBuy
Bei ClickandBuy zahlen Sie zunächst 49.- € Anmeldegebühr, für die Bereitstellung und Nutzung des Dienstes werden jeden Monat 5.- € Grundgebühr fällig. Die ClickandBuy Limited ist ebenfalls als Geldinstitut gemäß der entsprechenden EU-Richtlinie autorisiert und besteht seit mehreren Jahren. Wenn Sie i.d.R. kleinere Beträge im Bereich bis 10.- € von ihren Kunden empfangen, ist der Basic-Account am besten geeignet. Neben den bereits erwähnten Anmelde- und Monatsgrundgebühren fallen hier folgende Transaktionskosten an:

  • Fixkosten pro Transaktion: 0,50 €
  • 9,5% bis 15% Provision (+ MwSt.) je nach Höhe der Transaktionssumme

Welches Micropayment-System das Richtige ist, muss jeder Verkäufer nach intensiver Prüfung selbst entscheiden.

Weiter mit Erfolgskontrolle durch Webanalysen (Teil 12)…

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Kommentare deaktiviert für Einführung Online-Marketing: Bezahlen im Internet – so rollt der Rubel (Teil 11)  comments 

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  1. […] Bezahlen im Internet – so rollt der Rubel (Teil 11) Finden Sie heraus, welches Zahlungsmodell im Internet für Ihre Website am sinnvollsten ist. […]