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Kommentar: Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive

Neues (?) von Tradedoubler – iSales und Partner-Verifizierung

TradeDoubler präsentiert iSales berichtete Affiliateboy Markus Kellermann am 14.8.

Warum TD das erst jetzt präsentiert hat, ist mir nicht ganz klar. Auf jeden Fall gibt es iSales schon eine ganze Weile. Ich hab davon zum ersten mal bei der letztjährigen OMD erfahren, wobei der Kollege von TradeDoubler ganz verwundert war, dass ich das bis dahin noch nicht kannte.

Im Prinzip entspricht iSales dem bereits von anderen Netzwerken bekannten Postview-Tracking. Hier wird also bereits bei der Anzeige des Werbemittels ein Cookie gesetzt der später zu Provisionierung führt, ohne dass das Link angeklickt wurde. Bei TradeDoubler hat man allerdings schon etwas weiter gedacht und das „nackte“ Postview-Tracking um folgende drei Funktionen erweitert (zumindest so weit ich das einsehen kann):

  • Klick-Cookies haben generell Vorrang
  • Merchants können die Laufzeit der Cookies bei jedem Affiliate individuell bestimmen
  • Merchants sehen in den Statistiken, ob ein Sale über iSales oder Klick zustande kam

Besonders den ersten Punkt halte ich für entscheidend. Dass es Cookies mit unterschiedlicher Wertigkeit gibt, ist generell ein guter Ansatz, mit dem man einige Probleme lösen kann. So könnte man etwa Layer-Anbietern oder Cookie-Droppern generell minderwertigere Cookies verpassen.

Den Sinn der Partner-Verifizierung, die es seit neuestem bei TradeDoubler gibt, will sich mir hingegen nicht so ganz erschließen. Durch den Einbau eines Codes soll der Partner bestätigen, dass es sich auch um seine Website handelt. Ich frage mich, wozu das gut sein soll, wenn man danach die Affiliate-Codes auf jeder beliebigen Website einfügen kann. Das ganze soll bei Merchants wohl den Anschein von mehr Sicherheit erwecken. Naja…

Online-Marketing: Wachstum trotz Rezession?

Die Prognosen für die Online Marketing Branche wurden in den letzten Wochen immer wieder mal ein bisschen nach unten korrigiert. Da die Branche die Gesamt-Wirtschaft in den letzten Jahren klar outperformed hat, stellt sich die Frage, ob hier selbst bei Rezession ein weiteres Wachstum zu erwarten wäre.

Unter der Überschrift „Drei, vier schwierige Jahre“ beschäftigte sich auch die IWB vom 4. August mit dem rückläufigem Wachstum gleich auf der Titelseite. Etwas mangelnden Weitblick zeigt der darin zitierte Olaf Roik vom Hauptverband des deutschen Einzelhandels. Die Preissteigerungen (die zwangsläufig zu einem Rückgang des Konsums führen) beträfen in erster Linie den „lebensmittelnahen Bereich“ – also Waren die ohnehin selten im Netz geordert werden. So weit so gut. Nur sollte man vielleicht bedenken, dass Lebensmittel lebensnotwendig sind. D.h. sie werden gekauft – auch wenn sie teurer sind. Was wiederum zur Folge hat, dass weniger Geld für nicht ganz so lebensnotwendige Dinge (und das trifft wohl auf die meisten Produkte zu, die gerne online gekauft werden) bleibt. Ähnliches gilt im Übrigen auch für Energiekosten. Dass der Onlinehandel nicht (oder weniger) unter der Erhöhung von Lebensmittel- und Energiepreisen leidet, weil diese Produkte ohnehin nicht online geordert werden, ist schon eine sehr „gewagte“ These.

Die OMD steht vor der Tür – muss man da als Affiliate hin?

Klare Antwort: kommt drauf an

Manche Dinge lassen sich im persönlichen Kontakt oftmals besser klären als per Telefon und e-mail. Und wenn man mit mehreren Leuten von mehreren Agenturen/Netzwerken/Merchants etwas zu klären hat, bietet sich die OMD natürlich schon als Plattform an.

Sonderkonditionen kann man z.T. auch im persönlichem Gespräch besser verhandeln – allerdings muss ich sagen, dass das schon am Telefon auch ganz gut klappt. Nur dafür würde ich persönlich nicht nach Düsseldorf fahren.

Ich war letztes Jahr dort um – ebenso wie bei anderen Events – mal Leute zu treffen, mit denen man sonst per e-mail bzw. telefonisch Kontakt hat. Das war zwar ganz nett, aber noch mal muss ich nicht unbedingt hin. Den großen Nutzen für mich als Affiliate kann ich da nicht wirklich erkennen.

AffilixX.com

Der Affiliateboy hat sich wieder mal alle Mühe gegeben, um für Gesprächsstoff zu sorgen. Und zwar mit der Ankündigung von AffilixX.com – ohne zu verraten , worum es sich dabei handelt.

Erfolgreich wie die vielen Blogposts zeigen. Alle bloggen brav darüber, obwohl niemand wirklich weiß, worum es überhaupt geht.

Einige tippen auf ein Agentur-eigenes Affiliate-Netzwerk nach dem Vorbild von Pepperjam Network. Das kann ich mir eigentlich nicht so ganz vorstellen. Dafür erscheint mir die Anzahl der Partnerprogramme bei explido doch etwas zu gering. Ich denke eher, dass es etwa mit Kommunikation zu tun hat. Sowas wie eine Plattform zur Kommunikation zwischen Affiliates/Agenturen/Netzwerken/Merchants. Vielleicht ein twitter für Affiliates, oder die 2.0-Version seines Affiliate-Awards. Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

Änderungen bei Google AdWords

Bei AdWords gibt´s wieder mal ein paar Änderungen. Eine davon dürfte doch einige SEM-Affiliates direkt betreffen und sollte sich bei diesen in der Regel positiv auswirken: Der Minimum-Bid entfällt und wird durch den First Page Bid ersetzt. SEM-Affiliates arbeiten oft mit riesigen Keyword-Listen um den Longtail möglichst gut abzudecken. Bei einer 5- oder 6-stelligen Anzahl an Keywords liegt es in der Natur der Sache, dass der Quality Score zuweilen auf der Strecke bleibt. So wurden durch den Minimum Bid viele dieser Keywords auf inaktiv gesetzt. Entfällt der Minimum Bid sollten diese nun wieder aktiviert werden.

Fraglich ist für mich was passiert, wenn weniger als 10 Anzeigen zu einem Keyword verfügbar sind. Muss man dennoch den First Page Bid bezahlen, um auf der ersten Seite zu erscheinen? Wir werden´s bald sehen.

Wer hat Angst vorm IE 8?

Seit die InPrivate-Funktion des IE8 bekannt wurde, gingen einige Meldungen durch die Blogs in denen Befürchtungen bezüglich des Trackings beim Affiliate Marketing geäußert wurden. Der Grund: ist diese Funktion (die anonymes Surfen ermöglichen soll) aktiviert, werden Cookies nach Ende der Session gelöscht. Falsch ist allerdings, dass Cookies generell abgelehnt werden, wie in einigen Blogs zu lesen war. Diese Funktion (dass Cookies beim Schließen des Browsers gelöscht werden), gibt es bei Firefox schon lange. Allerdings kann man davon ausgehen, dass die InPrivate-Funktion doch etwas mehr genutzt wird. Da sie standardmäßig deaktiviert ist, wird es aber auch nicht die große Masse sein. Dennoch: einige Sales werden man mit Sicherheit verloren gehen. Die „Zerstörung des Affiliate Marketing“, wie es Affiliateboy Markus Kellermann formuliert hat, würde ich allerdings nicht gleich heraufbeschwören

Machen wir mal eine kleine Beispiel-Rechnung:

Der IE hat hierzulande einen Marktanteil von 65% (alle Versionen zusammen). Rechnen wir mal mit einer max. Verbreitung des IE8 von 60%. Gehen wir davon aus, dass 10% der IE-Nutzer die InPrivate-Funktion aktiviert (ist sicher hoch geschätzt) – sind wir bei 6% aller Nutzer. Nehmen wir des weiteren an, dass 20% der Transaktionen außerhalb der Session stattfinden (ist sehr von der Art des Partnerprogramms abhängig, ist aber für die meisten Partnerprogramme sicher eher zu hoch angesetzt). Damit wären wir bei 1,2% der Transaktionen, die nicht erfasst werden – und das ist sicher der Maximalwert, da die angenommen Zahlen allesamt sehr hoch angesetzt sind.

Natürlich wäre es wünschenswert und auch aus Sicht der Netzwerke selbst (die ja an jeder Transaktion mitverdienen) sinnvoll, wenn alternative Trackingmethoden wie Fingerprint oder Flash-Cookies forciert werden. Bei einigen scheint das ja nicht besonders weit oben auf der ToDo-Liste zu stehen. Aber das Affiliate Marketing wird mit Sicherheit auch diese Browser-Generation überleben.

Der Kommentar „Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive“ entspricht nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

Wie denken Sie darüber? Wir freuen uns über Ihre Sicht der Dinge…

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  1. […] das Programm mit einigen Vorschusslorbeeren (hier, hier oder hier) gestartet war hatte ich aber eigentlich einiges mehr erwartet. So gibt es zum Beispiel […]