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EPC – das Geheimnis des Erfolges für einen Affiliate

Für die Auswahl eines Partnerprogramms gibt es verschiedene Kriterien: Provisionshöhe, Conversion Rate, Stornoquote… Doch wohl kein Wert ist so aussagekräftig wie der EPC. Doch scheinbar sind die Bedeutung und die Berechnung dieser Kennzahl vielen Affiliates gar nicht bekannt.

EPC steht für Earning per click, also Verdienst pro Klick. Leider wird diese Definition nicht einheitlich benutzt. Die meisten Partnernetzwerke beziehen den Wert auf 100 Klicks, was im Grunde EPHC bedeutet. Noch konkreter wird es, wenn von EPHUC gesprochen wird. Hierbei geht es um unique visitors.

Der EPC ist leicht zu berechnen: Umsatz * Provisionsanteil / Klickanzahl.
Rechenbeispiel: 450 Euro * 10% / 345 Klicks = 0,13 Euro EPC (bzw. 13 Euro EPHC).

Somit hat der EPC eine höhere Bedeutung als die Conversion Rate. Diese Quote besteht nur aus der reinen Anzahl von Sales oder Leads, unabhängig vom Wert des Warenkorbs und der Provision.

Es gibt drei Möglichkeiten, einen hohen EPC zu erzielen:

  1. Umsatz erhöhen durch Verkauf hochwertiger Waren und Dienstleistungen oder durch erhöhten Massenverkauf günstiger Produkte.
  2. Erhöhung der Provision durch den Merchant.
  3. Reduzierung der Besucher (Klicks), die keinen Kauf tätigen – also Verbesserung der Conversion Rate.

Eine hohe Provision nutzt wenig, wenn sich die Besucher zwar für das Produkt interessieren, es aber nicht kaufen.
Eine geringe Provision kann zu einem guten EPC führen, wenn der Warenpreis hoch ist und es der Besucher trotzdem in großer Anzahl erwirbt.

Aus diesen Gründen ist der EPC ein idealer Messwert für ein lukratives Partnerprogramm.
So kann ich als Affiliate einen Klickwert berechnen. Den kann ich mit Pay-per-click-Programmen oder durchschnittlichen Adsense-Umsätzen für den Themenbereich vergleichen und mich dann für das lukrativere Programm entscheiden.

Ein wichtiger Anhaltspunkt ist der EPC auch für SEM-Spezialisten. Bei Google Adwords, Yahoo, Mirago usw. ist es grob gesagt durch die steigende Konkurrenz kaum noch möglich, Klicks für unter 15 Cent zu kaufen. Besitzt nun ein Partnerprogramm einen EPC von höchstens 15 Cent mache ich als Affiliate mit der Bewerbung meiner Landingpage einen Verlust. Vor allem muss hier auch noch ein Streuverlust auf der eigenen Website einberechnet werden.

Nur relativ wenige Partnerprogramme können einen hohen EPC (über 15 Cent) aufweisen. Auf dem Markt befinden sich etwa 20% von ihnen. Hierbei handelt es sich jedoch zumeist um Branchen, die auch in den Suchmaschinen kostbar sind.

Den EPHC veröffentlichen derzeit die Partnernetzwerke Belboon und Webgains. Commission Junction, Superclix und TradeDoubler zeigen den EPC, der jedoch ebenfalls dem EPHC, also dem Verdienst auf 100 Klicks entspricht. Die einzelnen Werte sind allerdings mit etwas Vorsicht zu genießen. So soll Tribalwars einen EPC von 5299,29€ aufweisen, bei einer Provision von 30 Cent pro Lead und einer Conversion Rate von 17664,29%. Zudem gibt es zwischen den Netzwerken manch hohe Unterschiede. Das gilt auch für die 3-Monats- oder 7-Tage-Statistik. Anscheinend sind die verwertbaren Userzahlen nicht hoch genug oder es gibt immer mal einzelne Affiliates, die durch temporär hohe Umsatz die Werte verfälschen.

Tendenziell kann man trotzdem einige Erkenntnisse aus den Netzwerkangaben ziehen. Es fällt auf, dass bestimmte Branchen ganz besonders hohe EPC-Werte erreichen. Dazu zählen Versicherungen, Kredite und Glücksspiele, die z.T. zwischen 1 und 5 Euro pro Klick erzielen.
Auch gute Zahlen können einige Anbieter von Büroartikel, Software, Möbel, Marketing- und Internetdienstleistungen, Mode, Reisen, Elektronik, Wellness, Gourmet, Haus und Garten vorweisen.

Interessant ist ein Vergleich von deutschen und internationalen Partnerprogrammen. TradeDoubler und Commission Junction bieten beides an. Und hier schneiden deutsche Programme relativ schlecht ab. Amerikanische und englische Programme haben durchschnittlich wesentlich höhere EPC-Werte. Besonders gut kann man dieses Phänomen erkennen, wenn man ein Partnerprogramm analysiert, das in mehreren Ländern aktiv ist.

Trotz der großen Bedeutung des EPC bleibt ein Faktor beim Betrachten der Werte in den Netzwerken unberücksichtigt: der Themenbereich der eigenen Website. Passt der Content exakt zu den beworbenen Produkten und Dienstleistungen, kann ich als Partner selber einen wesentlich besseren EPC erzielen als der Durchschnitt aller Affiliates.

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Kommentare deaktiviert für EPC – das Geheimnis des Erfolges für einen Affiliate  comments 

Keine Antworten

  1. Der Wert ist tatsächlich mit Vorsicht zu genießen. Es gibt Partner, die richtig schlechten Traffic in großen Mengen liefern und somit den EPC eines Programms deutlich nach unten beeinflussen können.

    Der EPC hängt auch stark von der Art der Partner ab. Wenn überwiegend Gutschein-Seiten aktiv sind, ist er entsprechend höher.

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  2. Im High Text Verlag ist aktuell eine neue Studie erschienen zum Thema „Konversionsraten deutscher Onlineshops“

    Sie umfasst u. a. individuelle Auswertungen für rund ein Dutzend Kernbranchen. Zusammenhänge zwischen Webmarketing, SEM und SEO einerseits und Konversionsraten andererseits werden im Branchenvergleich dargestellt.

    Die inhaltliche Beschreibung hört sich auf jeden Fall sehr interessant an.

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