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Was auf dem deutschen Affiliate-Markt wirklich fehlt…

Manchmal hat man das Gefühl, dass jeden Monat irgendein 08/15 Affiliate Netzwerk aus dem Boden stampft und versucht, Affiliates zu akquirieren. Wieso sollte aber ein Affiliate sein Netzwerk wechseln, ohne jegliche USPs zu sehen? Eigentlich geht alles doch so einfach:

1. Bereit sein, Marge zu cutten!
Was ist denn besser? Lieber 20% vom Kuchen abhaben und dafür 200.000€ im Monat zu verdienen oder beim 30% zu bleiben und 50.000€ zu machen? Wenn ein Netzwerk bereit ist, ein Teil seiner Marge an seine Affiliates weiterzuleiten, wird es sicherlich viele Affiliates anziehen…

Ansonsten lautet die Devise für uns Affiliates: Cutting out the middleman! Unzwar soviele Middlemen wie möglich, am besten gleich Inhouse laufen lassen, denn auch über ein Netzwerk oder eine Agentur trägt der Affiliate sämtliche Risiken in Deutschland (womit wir beim nächsten Punkt wären)…

2. Haftung übernehmen
Wenn ein Merchant seine Affiliates veräppelt und valide Leads oder Sales storniert, trägt immer der Affiliate das Risiko und das Netzwerk macht in 99% der Fälle nichts großes dagegen (mehrmals erlebt!). Dumm nur, dass die größten Affiliates zuerst ihr eigenes Geld ausgeben müssen, um Leads und Sales zu generieren und zum Schluss ist der Affiliate der Blöde… Als Middle man sollten aber eigentlich gerade die Netzwerke die Haftung übernehmen!

Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass dadurch gegen “schmutzige” Sachen und Fraud deutlich härter gekämpft wird als jetzt, was auch zur Qualitätssteigerung der generierten Leads und Sales auf der Advertiserseite führt. Zusätzlich kann dadurch auch die Dauer der Lead- und Sales-Freischaltung bei den Affiliates verkürzt werden, was zur Verbesserung der Liquidität führt…

3. Wöchentliche Auszahlungen anbieten
Je besser die Liquidität, desto schneller kann ein Affiliate sein Kapital umschichten und desto mehr verdient schlussendlich auch ein Affiliate Netzwerk. Auf die Idee kommen aber wohl nur die wenigsten Player auf dem deutschen Markt…

Ich selbst benutze heute ausschließlich die Netzwerke Webgains, CJ, Tradedoubler und Zanox, wer aber ein Netzwerk launcht, das die obigen Punkte erfüllt, kann sich gerne bei mir melden.

[Ergänzung von Yi Shi am 18.11.08, 17 Uhr:]

Jeder Affiliate, der viel Umsatz für ein Netzwerk macht und dadurch eine gute Verhandlungsposition hat, kann auch viel Druck auf das jeweilige Netzwerk ausüben (auch im Bezug auf die Transparenz). Es macht aber imho nicht wirklich viel Sinn, wenn ein Affiliate 5 Sales im Monat generiert (nicht euch gemeint!), bei denen dann 3 davon storniert werden (60% Stornorate ;-)), jedes Mal nachzufragen oder zu beschweren (Ressourcenverschwendung für die Netzwerke und für die Affiliates), weil die Werte einfach nicht repräsentativ sind…

Um aber nochmal zurück zum Thema zu kommen: Ich möchte mit diesem Beitrag keineswegs das Businesskonzept der Netzwerke generell kritisieren, sondern mehr Wettbewerbe unterhalb der Netzwerke fördern! Wie oft wurde schon ein Affiliate von einem Publisher Manager gebeten, das Netzwerk zu wechseln, ohne jegliche USPs zu sehen?? Die USPs der Topplayer und meiner Favorites in Deutschland aus meiner Sicht zusammengefasst:

Zanox:

  • Support: nur top, wenn man viel Umsatz macht
  • Auszahlung: 3mal im Monat
  • Programme: Große Auswahl europaweit
  • Tools: Look@landingpage (die sind auch bereit, ein NDA zu unterzeichnen, falls jemand Angst hat, seine Keywords zu verraten, zumal heute sowieso nicht merh einfach ist, ohne eine gute Account und URL History bei den Top Niches mitzumischen)

Webgains:

  • Support: top! (Ticketsystem super, man wird auch angerufen, falls was nicht klappt)
  • Auszahlung: wöchentlich möglich!
  • Programme: leider zu wenig :-((
  • Tools: leider keine, allerdings sind für die Affiliates, die viel Umsatz machen, die Stundenstats sehr interessant (Stichwort: Dayparting!). Auch das Subid-Tracking von Webgains gefällt mir ganz gut…

Tradedoubler:

  • Support: nur top, wenn man viel Umsatz macht (ansonsten wartet man schon mal 3 Wochen auf eine Antwort ;-))
  • Tools: die haben welche, wollen aber nicht rausgeben ;-) @ alle Tradedoubler: Ihr solltet mal wirklich versuchen, euer Bidbuddy Abteilung davon zu überzeugen, euren Toppublisher dieses Tool kostenlos nutzen zu lassen, anstatt vierstellige Setup Gebühren + monatliche variable Kosten vom Werbebudget zu verlangen ;-)!

Ansonsten mag ich eigentlich nur die Revenue reports von Tradedoubler, weil die Stats so umfassend sind (eCPC, eCPM usw.)…

CJ:

  • CJ ist das einzige Netzwerk, das eine eigene Abteilung für Fälle wie Spam, Cookiedropping oder Fraud besitzt (Traffic Network Quality), gut für alle ehrliche Affiliates ;-)
  • Support ist nur dann top, wenn man sich angepisst fühlt und das Netzwerk wechselt ;-), wenn die CJler euch dann nochmal aquiriert, geben sie besonders viel Mühe (ich spreche aus eigener Erfahrung)! ;-)
  • CJ hat aber sein wichtigstes USP in seiner Auswahl der Programme und seiner Größe, vielleicht nicht unbedingt relevant für deutsche Affiliates, aber super interessant für internationale Affiliates…

Belboon, Superclix und andere:

  • sind meiner Meinung nach nur für Affiliates interessant, die sich gerne auf kleinere Nischen konzentrieren, die anstatt eine Nische zu dominieren eher versuchen, 20 Nischen machen und sein Risiko damit zu diversifizieren.

Affilinet:

Zu affilinet kann ich leider nicht viel dazu sagen, da ich es nicht nutze…

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Kommentare deaktiviert für Was auf dem deutschen Affiliate-Markt wirklich fehlt…  comments 

Keine Antworten

  1. Stelle dir mal vor, was geschieht wenn der Abstand zwischen Kapitaleinsatz und Provisionsauszahlung deutlich verkürzt wird. Das würde dehr viele locken.

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  2. avatar Manuel Kester

    Hallo,

    dies ist ein recht interessanter Blogbeitrag, der in geeigneter Weise die landläufig verbreitete Affiliate-Meinung wiedergibt.

    Als Beschäftigter bei zwei Affiliate-Netzwerken und mit vielen Jahren Brnachenerfahrung möchte ich gerne einige, oft weniger
    beachtete Apekte in die Diskussion bringen, die für die Nutzung von Affiliate Netzwerken sprechen.

    Zu 1. Bereit sein, Marge zu cutten!
    Vielen ist nicht bewusst, dass die sogenannten 30% Netzwerkgebühr (die auf die ausgeschüttet Affiliate-Provision gerechnet werden) gem. den Grundsätzen der Mathematik tatsächlich nur 23,077% der vom Progammbetreiber gezahlten Gesamtprovision ausmachen.
    Ergo würde eine auf 20% reduzierte Netzwerkgebühr diesen Anteil auf 16,67% reduzieren.
    In dem o.g. Beispiel würde sich also die Umsatzlage des Affiliates um rund 6,41 Prozentpunkte vor Steuern verbessern, d.h. er würde statt 50.000€ (bei 30% Netzwerkgebühr) dann 53.205€ verdienen – egal wie ich es rechne, auf 200.000€ komme ich jedenfalls nicht!
    Die meisten guten Affiliates verdienen i.d.R. aber zwischen 1.000 und 5.000 € im Monat, was dann einer Mehreinnahme von rund 64€ bis 320€ (brutto) entsprechen würde.

    Diese Mehr-Einnahme müsste kompensieren, dass sich der Affiliate, folgt er obigem Vorschlag (was legitim ist) sich täglich in X inhouse-Accounts einloggen und brav die jeweils dort getätigten Umsätze Zusammenrechnen muss um einen aktuellen Tagesstand seines Erfolgs zu erlangen.
    Auch hier darf sich natürlich der Affiliate nicht täuschen, das gem. obigen Posting „er sämtliche Risiken trägt“. Nein, vielmehr muss er sich bewusst sein, dass er als Teilnehmer eines inhouse-Partnerprogramms deutlich höhere Risiken trägt!
    Erstens steht nirgendwo geschrieben, dass ein Merchant in seinem inhouse Partnerprogramm eine andere Stornopolitik verfolgt als in einem Netzwerk. Zweitens fehlt in einem inhouse Partnerprogramm hingegen die für den Affiliate u.U. wichtige neutrale Kontrollinstanz eines Affiliate Netzwerks, dass immanentes Interesse an der Freigabe/Bestätigung von Provisionen hat. Denn nur an freigegebenen/bestätigten Provisionen verdient auch das Netzwerk. Es ist also also eine Kontrollinstanz ganz im Sinne eines Affiliates und hakt ggf. selbstständig beim Merchant nach, wenn das Stornoverhalten dazu Anlass gibt. Hiervon bekommt der Affiliate, dessen Interessen mit vertreten werden, häufig gar nichts mit. Im inhouse Partnerprogramm muss er sich selbst kümmern (die Vergütung für diesen Zeitaufwand und Ärger kann er sich aus dem ersten Abschnitt dieses Postings ableiten). Gleiches gilt im Übrigen auch, wenn Werbemittel defekt sind, das Tracking ausgefallen ist etc.. Ansprechpartner ist nicht selten eben kein dezidierter Affiliate Manager oder Mitarbeiter mit Affiliate Marketing Erfahrung, sondern häufig ein Mitarbeiter mit Nebenaufgabe, der spätestens beim Thema Tracking fachlich aussteigt. Ein weitere „Vorteil“ an einem inhouse-Partnerprogramm. Das Netzwerk übernimmt auch hier für den Affiliate die Arbeit, zumal die Durchsetzungsmöglichkeiten eines Netzwerk oft besser sind, da es gegenüber dem Programmbetreiber nicht für einen einzelnen Affiliate-Umsatz (der durchaus beachtlich sein kann), sondern für einen vielfachen Umsatz über mehrere Affiliates steht.

    Häufig beklagen sich Affiliates (hin und wieder leider auch einmal zu Recht), dass sich einige wenige Programmbetreiber durch ihre Stornopolitik zu „optimieren“ versuchen. Glücklicherweise verschwinden diese schwarzen Schafe schnell vom Markt. Zu beachten ist aber grundsätzlich, dass anders als im Affiliate Netzwerk bei einem inhouse-Partnerprogramm nicht nur die Storno-Option in den Händen des Programmbetreibers liegt, sondern auch das gesamte, mehr oder weniger ausgereifte Tracking der Provisionen. Ich denke, problematische Sachverhalte kann sich jeder selbst aus dieser Tatsache ableiten.

    Wer an inhouse-Partnerprogrammen teilnimmt, kann (muss nicht) im Übrigen auf eine ganze Reihe von weiteren Problemen treffen, die sich erst auf den zweiten Blick erschliessen. Das kann anfangen bei einem fehlenden (kompetenten) Ansprechparter, den Erhalt keiner oder nicht rechtskonformer Gutschriftbelege, unpünktlichen Zahlungen (schließlich ist man Händler oder Dienstleister, nicht Affiliate Marketer und hat dieses wichtige Thema in der Buchhaltung so nicht auf dem Schirm) und kann sich über viele Kleinigkeiten fortsetzen.

    Um alle diese (Klärungs-)aufwände und Thematiken muss sich bei einer Teimnahme an einem inhouse-Partnerprogramm der Affiliate zeitlich und organisatorisch selbst kümmern. Dafür bekommt er vielleicht (wenn überhaupt, dass ist ja gar nicht gesagt) dann etwas mehr gutgeschrieben (brutto).

    FAZIT:
    inhouse Partnerprogramme mit ausgewählten Partnern können durchaus in einigen Fällen aus Affiliate-Sicht eine sinnvolle und auch lohnenswerte Sache sein.
    Aber ein „Allheilmittel“ sind diese mit Sicherheit nicht.

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  3. >> In dem o.g. Beispiel würde sich also die Umsatzlage des Affiliates um rund 6,41 Prozentpunkte vor Steuern verbessern, d.h. er würde statt 50.000€ (bei 30% Netzwerkgebühr) dann 53.205€ verdienen – egal wie ich es rechne, auf 200.000€ komme ich jedenfalls nicht!
    Die meisten guten Affiliates verdienen i.d.R. aber zwischen 1.000 und 5.000 € im Monat, was dann einer Mehreinnahme von rund 64€ bis 320€ (brutto) entsprechen würde.

    Die Umsatzsteigerung ist eher aus Sicht der Netzwerke gemeint, durch die Verkürzung der eigenen Marge würde das jeweilige Netzwerk viel mehr Superaffiliates anziehen und es gibt durchaus viele Superaffiliates, die 5stellig und aufwärts in Monat machen.

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  4. Btw, auch aus Affiliatesicht könnte es interessanter werden, denn dadurch hat der Affiliate mehr Spielraum und kann sein Volumen besser hochskalieren…

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  5. avatar Ernest

    Hallo Yi Shi,

    guter Beitrag aber finde es etwas schade, dass Du denselben Beitrag in 2 Blogs veröffentlichst.

    Besonders als SEO solltest Du ja wissen, dass es eigentlich nicht so toll ist ;)

    Besten Gruß
    Ernest

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  6. Hallo Ernest,

    das war meine Idee, Yi Shi hier mit einem Gastbeitrag noch eine themenspezifische Plattform zu geben. In Absprache hatten wir dann entschieden, den Beitrag kurzerhand ohne Änderungen zu übernehmen. Soll natürlich nicht die Regel werden!

    Gruß Karsten

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  7. Inhouse lässt sich sicherlich nicht pauschalisieren, in dem Fall ist eine ganz andere Art von Vertrauen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. In den meisten Fällen fehlt v.a. die technische Eleganz. Meine Erfahrungen zeigen, dass (v.a. in DE) 9 aus 10 Inhouse Programmen uninteressant sind. Voraussetzung dafür ist erstmal ein persönliches Treffen und ein gewisses technisches Niveau der Plattform.

    Manuel Kester’s Beitrag schließe ich mich somit vollkommen an. Der Middleman ist grundsätzlich nicht Schlechtes. Wenn er gute Arbeit leistet ist er mein bester Freund.

    Was deutschen Netzwerken hauptsächlich fehlt ist Transparenz – und zwar in großem Maße. Darunter leidet auch indirekt die Flexibilität.

    Als Super Affiliate sollte man auf kurz oder lang ohnehin liquide sein, wöchentliche Auszahlungen machen nicht immer Sinn und sollten nur in speziellen Fällen angeboten werden, v.a. aufgrund des erhöhten Verwaltungsaufwands.

    Es bringt nichts als Affiliate immer Stimmung gegen die Netzwerke zu machen, nach dem Motto „Die bösen Netzwerke machen nichts und verdienen viel zu gut!!“. Erstmal als Affiliate Leistung erbringen, sich eine Verhandlungsposition schaffen und dann sieht die Welt schon ganz anders aus.

    Mit Adbutler habe ich noch nicht gearbeitet, aber ich finde es super, dass man hier direkt Stellung genommen hat.

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  8. Ich hatte letztens in meinem Blog das selbe Thema beleuchtet.

    Besonders eindrucksvoll finde ich hier die ausführliche Stellungnahme von Manuel. Er demonstriert damit nicht nur exzellentes Praxiswissen, sondern zeigt ein Engagement, welches von den meisten deutschen Netzwerk so nicht gezeigt wird.

    Ich persönlich freue mich auf die Zusammenlegung von belboon und adbutler und denke, daß die qualitative Manpower in Kombination mit dem dann großen Programmangebot einen wahren USP darstellen kann. Denn im Affiliate Marketing läuft eben nach wie vor einfach viel über Kontake und persönliche Beziehungen.

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  9. Bzgl. seines Comments möchte ich Manuel besonders in zwei Punkten zustimmen:

    1. Es ist nur im Sinne der Netzwerke als neutrale Kontrollinstanz zwischen Merchant und Affiliate zu fungieren, da der bestätigte Umsatz der Partner die Basis der Netzwerkeinkünfte bildet.

    2. Inhouse-Lösungen sind sicher eine feine Sache, sowohl für den Programmbetreiber als auch für eine Handvoll Top-Affiliates, die für diese Lösung in der Regel infrage kommen. Jedoch setzt dies auch eine fachlich versierte Inhouse-Kraft voraus. Dies halte ich aufgrund des Fachkräftemangels im Online-Marketing in der Breite daher für Zukunftsmusik.

    Hinzu kommt, dass die Netzwerke die notwendige Technologie und Betreuung liefern. Ein bisschen mehr Transparenz wäre in manchen Fragen allerdings manchmal wünschenswert… :-)

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  10. avatar Manuel Kester

    Andreas schrieb: „Was deutschen Netzwerken hauptsächlich fehlt ist Transparenz – und zwar in großem Maße. Darunter leidet auch indirekt die Flexibilität.“

    Michael schrieb: „Ein bisschen mehr Transparenz wäre in manchen Fragen allerdings manchmal wünschenswert… :-)“

    „Mehr Transparenz“ – das ist doch einmal ein spannendes Thema!

    Wie und was stellt Ihr Euch vor?
    Was davon könnte ein Netzwerk allein, ein Merchant allein oder nur beide zusammen umsetzen?

    Ich bin gespannt…

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  11. Jeder Affiliate, der viel Umsatz für ein Netzwerk macht und dadurch eine gute Verhandlungsposition hat, kann auch viel Druck auf das jeweilige Netzwerk ausüben (auch im Bezug auf die Transparenz). Es macht aber imho nicht wirklich viel Sinn, wenn ein Affiliate 5 Sales im Monat generiert (nicht euch gemeint!), bei denen dann 3 davon storniert werden (60% Stornorate ;-)), jedes Mal nachzufragen oder zu beschweren (Ressourcenverschwendung für die Netzwerke und für die Affiliates), weil die Werte einfach nicht repräsentativ sind…

    Um aber nochmal zurück zum Thema zu kommen: Ich möchte mit diesem Beitrag keineswegs das Businesskonzept der Netzwerke generell kritisieren, sondern mehr Wettbewerbe unterhalb der Netzwerke fördern! Wie oft wurde schon ein Affiliate von einem Publisher Manager gebeten, das Netzwerk zu wechseln, ohne jegliche USPs zu sehen?? Die USPs der Topplayer und meiner Favorites in Deutschland aus meiner Sicht zusammengefasst:

    Zanox:
    – Support nur top, wenn man viel Umsatz macht
    – Auszahlung: 3mal im Monat
    – Programme: Große Auswahl europaweit
    – Tools: Look@landingpage (die sind auch bereit, ein NDA zu unterzeichnen, falls jemand Angst hat, seine Keywords zu verraten, zumal heute sowieso nicht merh einfach ist, ohne eine gute Account und URL History bei den Top Niches mitzumischen)

    Webgains:
    – Support: top! (Ticketsystem super, man wird auch angerufen, falls was nicht klappt)
    – Auszahlung: wöchentlich möglich!
    – Programme: leider zu wenig :-((
    – Tools: leider keine, allerdings sind für die Affiliates, die viel Umsatz machen, die Stundenstats sehr interessant (Stichwort: Dayparting!). Auch das Subid-Tracking von Webgains gefällt mir ganz gut…

    Tradedoubler:
    – Support nur top, wenn man viel Umsatz macht (ansonsten wartet man schon mal 3 Wochen auf eine Antwort ;-))
    – Tools: die haben welche, wollen aber nicht rausgeben ;-) @ alle Tradedoubler: Ihr solltet mal wirklich versuchen, euer Bidbuddy Abteilung davon zu überzeugen, euren Toppublisher dieses Tool kostenlos nutzen zu lassen, anstatt vierstellige Setup Gebühren + monatliche variable Kosten vom Werbebudget zu verlangen ;-)!

    Ansonsten mag ich eigentlich nur die Revenue reports von Tradedoubler, weil die Stats so umfassend sind (eCPC, eCPM usw.)…

    CJ:
    – CJ ist das einzige Netzwerk, das eine eigene Abteilung für Fälle wie Spam, Cookiedropping oder Fraud besitzt (Traffic Network Quality), gut für alle ehrliche Affiliates ;-)
    – Support ist nur dann top, wenn man sich angepisst fühlt und das Netzwerk wechselt ;-), wenn die CJler euch dann nochmal aquiriert, geben sie besonders viel Mühe (ich spreche aus eigener Erfahrung)! ;-)
    – CJ hat aber sein wichtigstes USP in seiner Auswahl der Programme und seiner Größe, vielleicht nicht unbedingt relevant für deutsche Affiliates, aber super interessant für internationale Affiliates…

    Belboon, Superclix und andere:
    – sind meiner Meinung nach nur für Affiliates interessant, die sich gerne auf kleinere Nischen konzentrieren, die anstatt eine Nische zu dominieren eher versuchen, 20 Nischen machen und sein Risiko damit zu diversifizieren.

    Affilinet:
    Zu affilinet kann ich leider nicht viel dazu sagen, da ich es nicht nutze…

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  12. Bei Webgains sehe ich auch die wöchentliche Auszahlung als echten USP.
    Leider muß bei den Programmen noch viel aufgeholt werden, besonders bei größeren Brands, davon gibt es noch viel zu wenig!

    Bei zanox erhält man erst ab Adrank 6,0 (ich denke ca. fünfstellig im Monat) drei Auszahlungen statt einer, die sind aber dann auch (fast) immer auf den Tag pünktlich.

    Bei CJ finde ich sehr schade, daß nur 1x ausgezahlt wird und dazu auch noch recht spät (erst um den 20. eines Monats herum). Die riesige Auswahl ist besonders für Affiliates interessant, welche international tätig sind, gefällt mir auch sehr gut. Hier kann ich mit einem Account problemlos auf alle internationalen Programme zugreifen.

    Bei belboon sind auch 2 Payouts möglich, wenn man Premium-Publisher ist (was schon ab vierstelligem Umsatz im Monat möglich ist).
    Auch hier noch zu wenig Programme, aber wie gesagt kommt ja Anfang 2009 die Zusammenlegung mit adbutler und dann gibts ne richtig schöne Auswahl, denke ich mal.

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  13. […] den Super-Affiliate mit dem klangvollen Namen Yi-Shi in seinem Blog präsentiert. In einem interessanten Artikel schildert er seine persönlichen Erfahrungen mit Affiliate Netzwerken und gibt Tipps, wie die […]

  14. Hallo in die Runde,

    an Manuel: super Beitrag, du sprichst mir als einem der Gründer von ADCELL aus dem Herzen. Dort würde ich gerne noch hinzufügen, dass von den 23% dann auch noch mal die Resellerprovisionen (und viele der großen Affiliates wurden geworben), welche bei ADCELL 5% beträgt, abgeht.

    Ich denke auch, dass es nicht Sinn der Sache ist, das ein Affiliate durch seinen hohen Umsatz Druck auf ein Netzwerk oder einen Partner ausüben kann oder sollte.

    Ganz im Gegenteil – für unsere guten Affiliates verhandeln wir mit den Programmbetreibern nach, handeln Sonderaktionen und Konditionen für alle Affiliates aus oder bauen Tools und andere Dinge die dem Affiliate helfen mehr Umsatz zu machen.

    Affiliate heißt glaube ich Partner und nicht Gegner…

    Der direkte Weg in das Partnerprogramm kann genau so viele Vorteile wie auch Nachteile mit sich bringen und lohnt sich oft nur für die ganz großen Affiliates die mit einem einzigen Partnerprogramm sehr viel Geld verdienen.

    Apropos Haftung eines Netzwerkes:
    Wir hatten in den letzten 5,5 Jahren bei über 400 Partnerprogrammen nicht einen einzigen Zahlungsausfall bei den Affiliates – bei den Merchants schon -> was glaubt Ihr, wer diesen Ausfall getragen hat? Nicht der Affiliate….

    Marcus

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  15. @ Manuel: Mit Transparenz meinte ich die (mittlerweile auch von Yi Shi in seinem Nachtrag angesprochenen) Themen Spam, Cookiedropping und Postview. Nicht nur für ehrliche Affiliates, sondern auch für Agenturen im Sinne qualitativ guter Partnerprogramme interessant. :-)

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  16. […] den Beitrag von Yi bei Karsten ist eine Diskussion drüben beim Affiliate Henning über Onhouse-Partnerprogramme […]

  17. Yi, wenn ich das so lese, frage ich mich, ob ich dir nicht die Monetarisierung einiger meiner Projekte übertragen sollte, da ich beim Affiliate-Kram kaum nachkomme. Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Stammtisch darüber unterhalten :)

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  18. avatar Gast

    Wodurch soll sich eine Provision von 23% für das Netzwerk rechtfertigen? Im Vergleich zu anderen Geschäftsmodellen ist da überhöht, daher gebe ich dem Autor völlig recht und glaube, das mittelfristig diese Gebühren sinken werden. Wichtig ist, dass die Affiliates das auch einmal gesagt bekommen und sich Widerstand regt!

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  19. Kündigung weil man auch woanders Partner ist
    mir wurde als jahrelanger Partner bei Superclixs kürzlich mein Account gekündigt

    zuerst wurde mir vorgeworfen das ich angeblich Eigenklicks verursache
    und deswegen auf einen Sonderstatus gestellt werde wo man praktisch
    kaum noch Provisionen bekommt

    auf meine mehrfache Anfrage was das für Eigenklicks sein sollten, wurde mir praktisch keine Antwort gegeben

    ich wies darauf hin das ich prinzipiell alle Kunden für die ich Werbung mache. möglichst erst einmal prüfe sprich mir also zumindest dessen Webseiten und Angebote ansehe, weil ich dieses meinen Webseitenbesuchern schuldig bin
    provisionen bekommt man dafür aber normalerweise eh nicht,
    da ich mich ja nicht anmelde

    bei einem Anbieter der eine Art Weblexikon hat, Hitnet hatte ich auch eigene Seiten eingetragen wo ich ewig gewartet hatte bis die mal freigeschaltet waren,
    dort waren durch Prüfklicks ob ich endlich mal eingetragen bin wohl 0,35 € angefallen die storniert wurden, obwohl ja letztlich Einträge erfolgten, was im Verhältniss zum letzte 2 Monatsumsatz aber eher lächerlich ist
    und letztlich hat er ja aktive Einträge bekommen und bei mir sogar zwei Startseitenlinks
    ich sags mal so das ist mehr als albern, einfach Lächerlich

    ich mein ich lese auch nicht jeden Tag bei allen Anbietern für die ich Werbung mache ständig die AGBs
    dann würde ich zu garnix anderem mehr kommen
    ob jemals auf so eine AGB änderung hingewiesen wurden ist ist wieder die andere Frage
    wurd ich nicht darüber informiert wären diese zumal laut Gesetz noch nicht einmal für mich gültig

    bei den Anbietern selber steht meisten garnichts davon

    ich selbst hab die letzten Jahre praktisch nichts im Internet erworben
    und spiele auch keine Webspiele oder so wüsste also kaum wo ich sonst
    groß werbeklicks versacht haben sollte

    ich war sicher nicht besondern nett, aber es wäre nach einer Stornierung auch erst einmal ein Hinweis auf die AGB sinnvoll gewesen
    ohne gleich umfangreiche Leistungen sperren
    zumal die Vielzahl der Vermittlungen davon keinesfalls betroffen waren

    ich habs sowas noch bei keinem Anbeiter erlebt

    auf eine Entschuldigung für den etwas strengen Ton meinerseits,
    erfolgte auch noch keine Antwort

    sinngemäß hatte ich geschrieben das ich mich in Zukunft verstärkt bei anderen Anbietern umschaue
    was letzlich wohl der Kündigungsgrund ist

    Zudem möchte ich mal auf eins hinweisen, wir Werbeschalter
    sind genauso Kunden von Superclixs wie die Banneranbieter
    und wir machen uns meistens Tag für Tag eine Menge Arbeit mit unseren Webseiten (im meinem Falle natürlich vor allem als Hobby)
    um am Ende dafür wenigstens die Nebenkosten decken zu können
    und verdienen zumindest eine faire Behandlung,
    denn letztlich vermitteln wir die Kunden die bezahlen
    denn der Banneranbieter bezahlt letztlich auch nur einen Anteil des Verkaufs an den Kunden als Provision.
    Die Kunden die über den Link einkaufen sind es die bezahlen und nicht der Anbeiter.
    Und diesen sind wir auch schuldig die Angebote dementsprechend zu prüfen.

    Zumindest ist das meine Sichtweise im http://www.weblexikon.com

    aber nun will ich auch nicht mehr wirklich

    warum sich mit einem schlechten Anbieter rumärgern wenn es so viele Gute gibt
    zumal die meisten eingetragen Links in letzter Zeit eh nicht mehr gingen waren da die Anbieter nicht mehr verfügbar waren
    und man dann nur Werbung für http://www.suchhits.de/ macht, was wohl die größe Einnahmequelle von Superclixs ist

    hab nun das meiste gelöscht

    dann Adieu Superclixs

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  20. Hallo Andreas Siebert,

    es ist eigentlich allen in der Affiliate-Szene bekannt, daß SuperClix (ohne S hinten) etwas strenger ist als andere Anbieter und daher auch Affiliate-Partner, die meinen, selbst Provisionen zu generieren, sperren und eine weitere Teilnahme verweigern, trotzdem haben wir Dir aus Kulanz angeboten, nur noch Lead- und Sale-Partnerprogramme als Sonderfall zu bewerben, dies wolltest Du nicht. Dies geschieht, damit wegen Partnern wir Dir keine Kunden verloren gehen, die dann bei allen Partnern Provisionen reduzieren, es hat eben niemand Geld zu verschenken…

    Falls Du anderer Meinung bist und Dich an Deine eigenen Provisionen nicht erinnern kannst, empfehle ich Dir den rechtlichen Weg, statt in Blogs und Foren anderen (unbeteiligten) Leuten irgendwas vorzujammern, wir haben ja alles gesichert und scheuen auch keine Verhandlung, wenn es denn unbedingt sein muß.

    Ansonsten bist Du sicher besser bei anderen Anbietern aufgehoben, die nicht so streng hinsehen.

    Trotzdem alles Gute,

    Marcus

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