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Wie textet man gute Werbeslogans?

Auch in der Internetwerbung ist ein guter Werbeslogan pures Gold wert. Das angebotene Produkt kann noch so toll sein, es wird nicht gekauft, wenn der Kaufanreiz nicht da ist. Und genau das muss ein Werbeslogan machen: den Vorteil herausstellen, einen Kaufreiz bieten und vor allem neugierig machen. Doch genau das ist meistens nicht so einfach. Wie textet man einen guten Werbeslogan? Selbstverständlich kann man Profis damit beauftragen, die sicherlich genau den passenden Slogan finden. Doch diese Profis kosten bekanntlich viel Geld. Dabei ist es nicht so schwierig einen guten Werbeslogan zu texten, wenn man ein paar grundlegende Gesetzmäßigkeiten der Werbung und des Werbetextens berücksichtigt.

Zuerst einmal muss ein Werbeslogan kurz und prägnant die wesentlichen Punkte aufzeigen, um die es geht. Je länger der Text, umso uninteressanter wird das Lesen. Als Beispiel seien hier viele gängige Werbeslogans angeführt, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Auch sollte man nicht zu sehr mit Fremdwörtern, Fachbegriffen oder Anglizismen arbeiten: je einfacher ein Werbeslogan gehalten ist, umso besser prägt er sich im Gedächtnis der Zielgruppe ein.

Man sollte sich vor allem bewusst machen, was ein Werbeslogan eigentlich leisten soll. Er soll zum einen das Produkt in irgendeiner Form charakterisieren, dabei jedoch auch den Kaufreiz steigern und ein gewisses Lebensgefühl vermitteln. Darüber hinaus sollte er Modernität ausstrahlen und in dem Kunden das Gefühl auslösen, dass er mit dem beworbenen Produkt „voll im Trend“ liegt. Um dies zu erreichen, sollte man so wenige Worte wie möglich, aber so viele interessante Worte wie nötig verwenden. Je klarer die Fakten sind und je interessanter diese Fakten beschrieben werden, umso interessanter ist das Produkt, für den der Werbeslogan entwickelt wird.

Darüber hinaus gilt beim Werbeslogan: Einfachheit siegt. Die Inhalte eines Slogans müssen der Wahrheit entsprechen, sie dürfen nicht überzogen dargestellt sein und vor allem sollten sie so erstellt werden, dass jede Bevölkerungsschicht die Inhalte nachvollziehen kann. Auch dies ist ein Grund, warum man möglichst auf Fachbegriffe und Anglizismen verzichten sollte, es sei denn, man möchte die Zielgruppe bewusst entsprechend eingrenzen – dann kann Fachvokabular der Schlüssel zur Spezialisierung sein. Man sollte ein gewisses Maß wahren und dem Kunden nicht die „eierlegende Wollmilchsau“ verkaufen, wenn dem nicht so ist; je weniger man im Slogan übertreibt, umso ehrlicher wird die Werbung vom Kunden empfunden – und das Gefühl gegenüber dem Produkt steigt positiv an.

Ein Werbeslogan muss Gefühle transportieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man keinen Slogan entwickelt, der überheblich oder abweisend klingt. Der Werbeslogan muss vermitteln: „Ich will dir was Gutes tun, ich heiße dich als Kunden willkommen!“. Man muss im Werbeslogan bereits eine gewisse Wertschätzung und positive Einstellung zum Kunden fühlen können. Da man im Allgemeinen keinen weiteren Text hat, um dies auszudrücken, muss dies alles in dem kleinen Werbeslogan stecken.

Um einen guten Werbeslogan zu entwickeln, braucht es Zeit und sicherlich mehrere Versuche. Und wenn man dann mehrere Ideen ausgearbeitet hat, sollte man die Wirkung dieser Slogans testen und die Eindrücke der Testpersonen ernst nehmen – denn die Kunden werden auch nicht anders reagieren. Um dies zu testen kann man Freunde, Familienangehörige oder fremde Menschen auf der Straße um Mithilfe bitten – je mehr Einschätzungen, umso besser.

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Kommentare deaktiviert für Wie textet man gute Werbeslogans?  comments 

Keine Antworten

  1. … Slogans?

    … noch effizienter in der Wirkung sind ‘Schlüsselwörter’ (anglizistisch ‘keywords’), die wie in den folgenden Beispielen bereits Lösungen assoziieren:

    gesundheitsfördernd . http://www.beyers-aktivpark.de
    Lebensräume . http://www.huebsch-ramsauer.de
    beflügelt . http://www.kropf-automobile.de
    meisterhaft . http://www.lohse-gmbh.com
    zielführend . http://www.machen.de
    Trucknology® . http://www.man.de
    nachhaltig – sicher . http://www.secubau.de
    zukunftsweisend . http://www.smola.de
    wegweisend . http://www.yoursense.de

    siehe Experten-Beitrag zu diesem Thema hier:
    http://www.machen.de/blog/2008/11/28/zweitrangig-claims-und-slogans/

    :-)

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  2. Hi Karsten,

    eine sehr gute Buch-Empfehlung.
    „Stark texten, mehr verkaufen“
    Kunden finden, Kunden binden mit Mailing, Web & Co.
    von Stafan Gottschling erschienen im Gabler Verlag.
    ISBN 3-409-11935-3

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  3. […] uns durch die optische Wahrnehmung täuschen, leiten, manipulieren. Besonders in Sachen „Kaufreiz“ wird Design als Mittel zum Zweck benutzt – Der Betrachter soll das sehen, was er sehen soll. […]