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So sieht der Anteil von Affiliate-Marketing am Online-Mix aus…

Aktuell wurde das Ergebnis einer Expertenumfrage, ein Projekt der TU München und ValueClick, veröffentlicht. Im Rahmen der Studie wurden Marketingbudgetverantwortliche im Zeitraum von Mai bis Juli 2008 zum Thema Online- und insbesondere Affiliate-Marketing befragt.

Deutlich stellte sich heraus, dass bei schwieriger Wirtschaftslage auf den effizienten Einsatz von Online-Marketing-Instrumenten gesetzt wird. Das bedeutet, dass in 2009 stärker auf performance-orientierte Modelle wie Affiliate-Marketing und Behavioral Targeting gesetzt werden soll.

Die 20-seitige Studie habe ich mal genauer unter die Lupe genommen und die Ergebnisse zu Affiliate-Marketing zusammengefasst:

Die Verantwortung für das Affiliate-Marketing-Budget liegt laut Umfrage bei der Marketing-Abteilung und soll in den nächsten zwölf Monaten erhöht werden. Interessant dabei ist, dass bei Unternehmen mit kleinerem Marketing-Budget der Anteil für Affiliate-Marketing-Ausgaben größer ausfällt als bei höherem verfügbaren Budget.

Gute Zukunftsaussichten: In den nächsten zwölf Monaten wollen 31,77 % der Befragten mehr als 21 % ihres Budgets für Affiliate-Marketing ausgeben (siehe Abbildung):

Affiliate-Marketing wird vor allem in den Bereichen Handel, Reisen/Transport und Güter des täglichen Bedarfs eingesetzt, um zusätzliche Einnahmen zu generieren (siehe Abbildung):

Daneben wird Affiliate-Marketing aber auch eine strategische Komponente zugesprochen.

Die Affiliate-Marketing-Budgets sind bislang von 79,49 % der Firmen offen gehandhabt. Nur 10,26 % haben ein fixes, begrenztes Budget zur Verfügung.

Bei belboon z. B. tauchen immer wieder „ausgesetzte“ Kampagnen auf. Wenn das monatliche Werbebudget ausgeschöpft ist, wird das Programm vorläufig eingestellt, bis wieder auf das „Konto“ eingezahlt wurde.

Was Umsetzung und Vermarktung des Partnerprogrammes angeht, arbeiten 58,12 % mit Affiliate-Netzwerken zusammen. 32,48 % kombinieren In-House-Lösung und Affiliate-Netzwerk und nur 9,4 % setzen ganz auf das Inhouse-Programm.

Einig sind sich die Marketer über das Abrechnungsmodell: „Cost per Order“, also Pay per Sale, gilt als erfolgreichstes Abrechnungssystem. Platz zwei und drei belegen „Cost per Lead“ und  „Cost per Action.“ „Cost per Click“ ist weiter hinten platziert.

Überraschend wenig Gedanken machen sich Marketing-Verantwortliche über „gerechte“ Vergütungsmodelle. Das gängige Modell, dass der letzte Klick vergütet wird, wird von der überwiegenden Mehrheit nicht hinterfragt. Nur 5,41 % der interviewten Personen befürworten eine Provisionsverteilung.

Trotz der genannten Zahlen wird Affiliate-Marketing bislang „nur“ von 83,8 % der befragten Firmen genutzt. Davon setzen wiederum nur 18,11 % Affiliate-Marketing schon länger als fünf Jahre ein:

Fazit:

Insgesamt eine interessante Studie, die einen guten Einblick in Stand und Einordnung von Affiliate-Marketing bei deutschen Firmen bringt.

Erfreulich finde ich, dass dem Umfrageergebnis zufolge der Anteil an Affiliate-Marketing in den vergangenen Jahren zugenommen hat und auch im kommenden Jahr weiter ansteigen soll. Damit heißt es endlich raus aus den Affiliate-Kinderschuhen auf dem deutschen Markt.

Laut dem Umfrageergebnis ist Affiliate-Marketing nur eine Komponente im Marketing-Mix bzw. im Online-Marketing. In einer wirtschaftlichen Problemphase denke ich aber, dass der Anteil mehr als erwartet steigen könnte. Denn wie sonst kann ein Merchant seine Produkte so gezielt vermarkten.

Bedenkt man, dass im Studienzeitraum das Thema Wirtschaftskrise noch nicht so offen diskutiert wurde, könnte es auch zu einer weniger euphorischen Umsetzung der Affiliate-Marketing-Pläne für 2009 kommen.
Vor allem die Branchen Reise, Transport und der Handel mit „nice to have“ Konsumgütern oder Luxusgütern könnte davon beeinträchtigt werden. Dort sehe ich eher einen Rückgang der Nachfrage in Krisenzeiten.

Für den Handel mit Gütern des täglichen Bedarfs und Konsumgütern wie Haushaltsgeräte, Fahrrad etc., die ausgetauscht werden „müssen“, wenn sie defekt sind, sehe ich weiterhin Bestand, wenn auch vielleicht etwas rückläufig.

Die Diskussion um ein gerechtes Vergütungsmodell (first cookie – last cookie) sollte meiner Meinung nach noch einmal aufgegriffen werden.

Die gesamte Studie kann bei der TU München auch direkt angefordert werden…

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Kommentare deaktiviert für So sieht der Anteil von Affiliate-Marketing am Online-Mix aus…  comments 

Keine Antworten

  1. Zitat: „Bei belboon z. B. tauchen immer wieder “ausgesetzte” Kampagnen auf. Wenn das monatliche Werbebudget ausgeschöpft ist, wird das Programm vorläufig eingestellt, bis wieder auf das “Konto” eingezahlt wurde.“

    Diese Aussage ist nicht (mehr) korrekt!
    Früher war dies so, seit über einem halben Jahr ist das aber bei belboon so nicht mehr der Fall.
    belboon arbeitet hier mit einer vergleichbaren Mechanik wie bspw. Zanox.

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  2. avatar Beate

    „Die Affiliate-Marketing-Budgets sind bislang von 79,49 % der Firmen offen gehandhabt.“

    Hmm Fast 80%, das scheint überhaupt nicht wenig zu sein, denke ich..

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  3. Hallo Manuel,

    danke für die Info.

    Grüße von Claudia

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  4. […] lassen kann. Inhaltlich auch passend zu dem Studienergebniss der TU München, die für Online- und Affiliate-Marketing Wachstum […]

  5. Habe gerade ein spannendes Interview mit Joachim Graf, Zukunftsforscher und iBusiness-Herausgeber zum Thema Zukunft des Online-Marketing gehört.

    Sein Fazit: Der Branche wird es in den nächsten Jahren noch richtig gut gehen. Das macht Mut.

    Zum Interview: http://www.ibusiness.de/aktuell/db/007513jg.html

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  6. Hallo Manuel,

    erst gestern bekam ich von euch innerhalb von ein paar Minuten folgende Mails:

    ———–
    Sehr geehrter Kunde,

    das Partnerprogramm „…“ wurde vorrübergehend pausiert. Eine Vergütung für Events findet daher nicht mehr statt.
    Das Partnerprogramm und die Vergütung werden in Kürze reaktiviert.
    ———–
    Sehr geehrter Kunde,

    das Partnerprogramm „…“ ist nun wieder aktiv.
    Ihre aktuelle Vergütung bei diesem Partnerprogramm entnehmen Sie bitte Ihren Partnerschaftsdetails.
    ———–

    Was hat es denn dann damit auf sich?

    Gruß
    Karsten

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  7. Weiterer Link zum Video-Interview mit Joachim Graf:

    Joachim Graf zu Krise, Trends und Stümpern im Internet
    http://www.media-treff.de/index.php/2008/12/11/joachim-graf-zu-krise-trends-und-stumper-im-internet/

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  8. Hallo Karsten,

    das geschieht, wenn der Programmbetreiber sein Programm manuell pausiert und wieder reaktiviert.

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