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Das Vorgehen eines Partnernetzwerkes – trickreich oder fragwürdig?

Vor einigen Wochen habe ich den Blogbeitrag „Wie Partnernetzwerke das Geld an Affiliates auszahlen“ geschrieben. Dabei habe ich das Partnernetzwerk Advendi in höchsten Tönen gelobt, da es die Provisionen jederzeit nach Beantragung und schon nach 10 Euro Guthaben weltweit auszahlt.

Mir ist Advendi zudem aufgefallen, weil es einige interessante exklusive Partnerprogramme anbietet. Doch dann kam ein diskreter Hinweis, Advendi würde lediglich Cookies anderer Netzwerke setzen und deren Provisionen in verringerter Höhe durchreichen. Eigene Programme hätte Advendi fast gar nicht.

Ich ging diesem Vorwurf nach und suchte wahllos einige Programme zur Überprüfung heraus.
Und tatsächlich konnte ich gleich einige Fälle entdecken. Für das Partnerprogramm „Centercourt“ zahlt Superclix 7%, Advendi nur 5%. Für „dein eigener Wein“ gibt es bei Advendi nur 9%, während SuperClix 12% und Adbutler gar 12,5% zahlen. Für „fussballtipp“ zahlt Affiliwelt 1 Euro, Advendi lediglich 0,80 Euro. Die Cookies werden tatsächlich über die anderen Partnernetzwerke gesetzt. Die Zwischen-URL ist teilweise sichtbar.

Einige Programme laufen aber nur über Advendi wie Cashfinance oder Obsthof Böhm.

Von 139 aktuellen Partnerprogrammen sind lediglich 23 exklusive dabei, also 16,5%.

Warum macht Advendi das?
Die Konkurrenz unter den Partnernetzwerken ist mittlerweile recht groß. Neben den großen Marktführern gibt es immer mal wieder neue Netzwerke. Diese haben natürlich einen schweren Start, da sie am Anfang nur mit wenigen Programmen aufwarten können. Der Anreiz für Affiliates ist dadurch recht gering. So wird sich Advendi wohl gedacht haben, dass es Sinn macht, das Angebot mit externen Programmen deutlich zu erweitern.

Die Idee ist prinzipiell ja sehr gut, doch die geringere Vergütung scheint bereits einigen Partnern aufgefallen zu sein. Warum sollte ich auch ein Programm bei Advendi bewerben, wenn ich über das „Original“-Netzwerk mehr Provision erhalte? Es wäre fairer gewesen, die Provision zu 100% durchzureichen. Dadurch hätte Advendi denselben Effekt erzielt und könnte ein gut gefülltes Netzwerk vorweisen. Durch die Vorteile der Auszahlungs-Prozedur würden deshalb vielleicht mehr Affiliates wechseln und dann auch die eigenen Programme entdecken, womit dann auch Advendi verdienen würde. Je mehr Affiliates desto mehr Merchants würden Interesse an dem Netzwerk zeigen. Das wäre ein langfristig sinnvolles Konzept, was ich Advendi auch wünschen würde. Mehr Konkurrenz belebt das Geschäft und durch die freie Auszahlung hat das Netzwerk immerhin ein neues Zeichen gesetzt.

Doch im Moment  ist die Vorgehensweise eher fragwürdig.

Wenn Affiliates schnell genug sind, können sie aber das System auch für sich nutzen. Denn Advendi scheint nicht immer aktuell Provisionsänderungen zu bemerken. So wurde das Cabrio-Gewinnspiel bei Adbutler und Affiliwelt von 1 Euro auf 0,50 Euro runtergesetzt. Bei Advendi liegt die Provision weiterhin bei 0,80 Euro. Das soll natürlich keine Aufforderung sein, sondern soll Advendi eher den Nachteil ihres Systems darlegen.

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6 Comments  comments 

6 Antworten

  1. avatar Flo

    Überraschung! Soetwas nennt man Sub-Affiliate-Netzwerk und die gibt es wie Sand am Meer… ;-)

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  2. Vorallem sollten die ja relativ schnell überall an Premiumkonditionen kommen, insofern hätte man durchaus die Standartprovisionen weitergeben können und würde langfristig dennoch Gewinn machen.

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  3. […] Anfang des Jahres war Advendi bereits Anlass für einen Beitrag von Frank Schulze: Das Vorgehen eines Partnernetzwerkes – trickreich oder fragwürdig? […]

  4. avatar 5 Gründe gegen Sub-Affiliate-Netzwerke - rabenschwarz-Partner-Blog

    […] Eben sind wir darauf aufmerksam geworden, dass unser Partnerprogramm auch auf dem Affiliate-Netzwerk Advendi angeboten wird. Dort haben wir uns gar nicht angemeldet. das rabenschwarz-Programm läuft derzeit nur bei SuperClix. Bei Advendi bekommen die Affiliates statt der üblichen 8 lediglich 6 Prozent des Warenwerts an Provision, die Differenz wandert in die Advendi-Kasse, die lediglich die SuperClix-ID weiterreichen. Ich möchte diese Praktiken hier nicht näher erläutern, das hat Frank Schulze für 100partnerprogramme bereits getan: Das Vorgehen eines Partnernetzwerks – trickreich oder fragwürdig? […]

  5. avatar Fred

    Heute kam ein Newsletter von advendi.

    Angeblich vier Partnerprogramm-Neustarts. Wenn man sich die Programme dann anschaut sieht man, dass diese bereits alle bei anderen Netzwerken laufen. Mit jeweils viel besserer Provision (teils 50 % mehr).

    Ich finde das schade. Muss man nun doch bei jedem „Neustart“ bei advendi genau prüfen, ob es nicht woanders mehr Provision gibt.

    Ich hatte eigentlich erwartet, dass der neue Besitzer des Netzwerks mit dieser unsäglichen Praxis aufhört. Aber es scheint so weiterzugehen.

    Daumen runter.

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  6. Hallo Fred,

    ja, sehe ich genauso. Macht uns bei 100pp ja auch unnötig Arbeit. Denn wir erfassen die advendi-Programme nur in unserer Datenbank, wenn die entweder exklusiv dort laufen bzw. die gleiche Provision zahlen.

    Gruß
    Karsten

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