Archive for April, 2009

Über Cookies, Teil 2: Hurra, hurra, die Flash-Cookies sind da!

Donnerstag, April 30th, 2009

Aus der Reihe “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive“…

Eigentlich wollte ich ja einen Artikel schreiben mit dem Titel “Wo bleiben die Flash-Cookies?”. Aber belboon ist mir zuvor gekommen. Mitte April kündigte belboon an, ab sofort auch Local Shared Objects (so die eigentlich korrekte Bezeichnung) zum Tracking einzusetzen. Einige sahen daraufhin gleich das Ende der html-Cookies voraus. Das ist dann aber doch etwas weit gegriffen. Vor allem die InPrivate-Funktion des IE8 muss diesbezüglich immer wieder als Schreckgespenst herhalten. Dass das in diesem Ausmaß nicht wirklich berechtigt ist, habe ich ja schon bei meinem ersten Artikel hier kurz vorgerechnet. In absehbarer Zeit wird der gute alte Cookie noch eine Weile das Trackingmittel erster Wahl sein. Dennoch müssen sich alternative Trackingverfahren kontinuierlich weiter entwickeln. Ob eines der derzeit davon eingesetzten aber jemals über den Status des Lückenfüllers hinaus kommt, der eben jene paar Sales zusätzlich zum html-Cookie erfasst, wird sich erst noch zeigen.

Der Einsatz von Flash-Cookies ist aber mit Sicherheit ein guter Schritt in die richtige Richtung, um Sales möglichst vollständig zu erfassen. Der Flash-Tracking-Code soll bei allen neuen AdButler/Belboon-Partnerprogrammen standardmäßig mit eingesetzt werden. Die bestehenden Partnerprogramme sollen wohl nach und nach zum Nachrüsten bewegt werden. Es ist auf jeden Fall lobenswert, dass belboon es als erstes Netzwerk geschafft hat, Flash-Tracking einzusetzen. Ich bezweifle allerdings, dass es in der jetzigen Form etwas bringt. Denn die Sales, die zusätzlich getrackt werden, gehen durch zwei kleine Probleme an anderer Stelle möglicherweise wieder verloren:

  1. Durch die Client-seitige Weiterleitung wird der Back-Button gekillt. Ich persönlich öffne zwar Affiliate-Links grundsätzlich in einem neuen Fenster. Viele tun das aber mit Sicherheit nicht. Und wenn ein Besucher dann wieder auf die Affiliate-Seite zurück möchte hat er Pech gehabt. So gehen mit Sicherheit einige Besucher verloren. Ein wesentlich größeres Problem ist das ganze aber für SEM-Affiliates. Ich weiß ja nicht, wie viele es davon bei belboon gibt. Aber wenn man dieses Problem nicht behebt, wird es bald gar keine mehr geben. [Anmerkung 30.04.09, siehe Kommentar: FLASH-Tracking (und damit die Weiterleitung) lässt sich auch affiliate-seitig pro Werbeplattform deaktivieren.] Denn die Richtlinen von Google AdWords schreiben vor: “Your site must allow a browser’s ‘Back’ button to work.” (Quelle…)
  2. Die Weiterleitung erfolgt derzeit über eine nicht besonders vielsagende Seite mit dem Inhalt“Sie werden umgehend weitergeleitet.
    Falls nicht klicken Sie bitte hier
    Affiliate Netzwerk belboon”

    Die automatische Weiterleitung wird vermutlich genau bei jenen Usern nicht funktionieren, die auch keine Cookies akzeptieren. Denn das sind vermutlich zu weiten Teilen die selben User, die auch den Meta-Redirect deaktivieren. Ob diese User dann tatsächlich auch brav alle auf “hier” klicken? Zumindest sollte auf der Seite deutlich zu sehen sein (am besten auch mit Logo), wohin weiter geleitet wird. Zum Affiliate Netzwerk belboon (so der Eindruck, den man derzeit bekommt)? Dort will keiner hin, also zu mit dem Fenster! Auch so gehen Besucher verloren. Und häufig wohl genau die (Cookie-Ablehner), die man eigentlich mit dem Flash-Cookie erfassen wollte (OK, Flash-Cookie ist zwar gesetzt, aber der User halt nicht auf der Ziel-Seite).

Punkt 2 ist sicher recht einfach zu lösen bzw. zu verbessern. Bei Punkt 1 wird es aber – nach meinem technischen Verständnis – etwas knifflig. Aber wie ich die belbooner kenne, haben sie das auch ruckzuck gelöst. Was ich in dem Zusammenhang noch lobend erwähnen möchte: erst kürzlich hatte ich einen kleinen Bug (wobei das fast übertrieben ist – “Funktionsmangel” trifft’s vielleicht besser) bei belboon entdeckt. Keine drei Stunden, nachdem ich das gemeldet hatte, kam die email, dass das entsprechend geändert wurde. Sehr vorbildlich!

Der Kommentar “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive” entspricht nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

Wie denken Sie darüber?  Wir freuen uns über Ihre Sicht der Dinge…


Partnerprogramme effektiv einsetzen – Interview im t3n Magazin

Donnerstag, April 30th, 2009

Das t3n magazin lese ich schon einige Jahre, da ich mich sehr dafür interessiere, was in Sachen TYPO3 auf dem Markt passiert (TYPO3 nutzen wir ja für 100partnerpogramme.de…).
Inzwischen wurde das Themenspektrum auf weitere interessante Web 2.0-Themen, andere CMS, Twitter etc. ausgeweitet. Man erfährt viele Meinungen direkt aus der Praxis.

Für das aktuelle Heft hatte mir Jan Tißler (Redaktionsleiter Online) ein paar Fragen zu Partnerprogrammen und Affiliate-Marketing gestellt.

Das Interview ist seit heute auch online aufrufbar: Partnerprogramme effektiv einsetzen

Es geht zum Beispiel darum, ob ich als Affiliate mit Zeitfressern zu tun hatte und wie ich damit  umgegangen bin…

t3n-windfelder

Große Klappe, nix dahinter

Mittwoch, April 29th, 2009

Wir geben uns hier echt alle Mühe, auch kleinen Affiliate-Netzwerken Raum zu geben. Liest man doch immer wieder, dass gerade diese so flexibel sind und einen guten Service bieten können.
Für die meisten trifft das ja sicherlich auch zu.

Nur bei manchen Kandidaten kann ich echt nur den Kopf schütteln:

Kleines Affiliate-Netzwerk 1:

Chef trifft mich auf dem Nürnberger Affiliate-Stammtisch. War irgendwann vor Weihnachten letztes Jahr. Hält mir ´nen  riesen Vortrag, wie ich es denn wagen könnte, sein Netzwerk außen vor zu lassen. Gäbe es doch schon seit x Jahren und wäre stärker als Netzwerk y, welches wir auf 100pp nennen würden.
Ich, nett wie ich bin, biete an, er möge CSV-Datei senden, damit wir die Programme aufnehmen können. Das ist nun vier Monate her und ich habe aufgehört, ihn per Mail daran zu erinnern…

Kleines Affiliate-Netzwerk 2:

Okay, der wollte wohl gar nicht, dass wir ihn listen. Habe nach sechs vergeblichen Kontaktaufnahmen (Mailadressen aus Impressum stimmen alle nicht, diverse Mails kamen zurück, über Xing nicht reagiert, auf Kontaktformular nicht geantwortet) nun endlich jemanden dort an die Strippe bekommen.
Ergebnis: Wir sollen doch bitte nicht über das Netzwerk berichten, den Button aus der Toolbar nehmen und das Netzwerk aus der Liste der Netzwerke nehmen. Einen vorbereiteten Artikel (weswegen ich Kontakt aufnehmen wollte zwecks Rückfragen…) sollen wir bitte nicht bringen.
Nöö – machen wir auch nicht, danke und Auf Wiedersehen.

Ach ja, er hatte sich noch gewundert, wo die Anmeldungen der letzten Tage herkamen…

So, ansonsten ist unser Arbeitsalltag zum Glück ausgefüllt von inspirierenden Kontakten mit vielen Leuten aus der Affiliate-Branche, die gerne erfolgsbasierte Geschäfte machen möchten.

Puuuh – was ein Glück :-)

Zahl der Woche: 1.002 – Partnerprogramme mit Sofortfreischaltung

Mittwoch, April 29th, 2009

Zurzeit werden auf 100partnerprogramme.de 1.002 Programme mit Sofortfreischaltung gelistet.

Vielen Affiliates ist es wichtig, ohne großartigen Bewerbungsprozess und Wartezeit ein interessantes Partnerprogramm sofort einsetzen zu können.
Dagegen möchten sich viele Merchants vorbehalten, den potentiellen Partner erst einmal zu begutachten und gegebenenfalls freizuschalten.

Umfrage

Ist die Sofortfreischaltung zu einem Partnerprogramm wichtig für dich?(answers)

So erkennt man Partnerprogramme mit Sofortfreischaltung

Partnerprogramme mit dem auch so genannten “Auto Accept” werden auf 100partnerprogramme.de mit einem grünen Button gekennzeichnet (Listen-, Vergleichs- und Detailansicht):

sofortfreischaltung-0

So findet man Partnerprogramme mit Sofortfreischaltung

Ganz einfach: In der Listendarstellung lassen sich die Suchergebnisse weiter verfeinern:

sofortfreischaltung-05

Darüber hinaus findet man Partnerprogramme mit Sofortfreischaltung auch über die Seite “Beliebteste Suchen“…

sofortfreischaltung-1

… und auch in der linken Spalte der Website:

sofortfreischaltung-2

Auch über die Profisuche wird man fündig. Hier weitere Such-Tipps…

Wer Angaben zu Partnerprogrammen korrigieren oder ergänzen möchte, kann dieses Formular verwenden.

Partnerprogramm TIPP der Woche: opticalexpress.com

Dienstag, April 28th, 2009

opticalexpress-partnerprogramm1

Alle weiteren neuen Partnerprogramme der letzten Tage im großen Quick-Check…

Marktüberblick Agenturen: Wer betreut welches Partnerprogramm?

Montag, April 27th, 2009

Update 29.04.09:
Nachdem nun einige Agenturen aktuelle Daten nachgemeldet haben, hat sich das Ranking leicht verschoben.
Unten auf dieser seite wurde auch eine Umfrage zu Affiliate-Agenturen gestartet…

Die Bandbreite an Agenturen für Affiliate-Marketing ist groß. Von der im Online-Marketing weltweit agierenden Agenturgruppe bis zur kleinen Spezialagentur, die sich auf Affiliate-Marketing konzentriert, ist alles dabei.

Affiliate-Agenturen bieten Service für Merchants, Affiliates und Netzwerke

Alle Agenturen haben eines gemeinsam: Sie unterstützen Merchants darin, Partnerprogramme erfolgreich zu machen, helfen z. B. bei der Auswahl der passenden Netzwerke, erarbeiten Affiliate-Strategien, übernehmen Abstimmung und Service zwischen Merchant, Netzwerk und Affiliate.

Gute Agenturen kennen die guten Affiliates für ein spezifischen Thema und pflegen beste Kontakte zu ihnen. Sie belohnen erfolgreiche Affiliates mit Sonderkonditionen, besonderen Kampagnen und der Teilnahme an exklusiven Events.

Grund genug, sich einmal genauer anzusehen, welche Agentur für welches Partnerprogramm tätig ist.

Top-10 der Affiliate-Agenturen nach Anzahl der betreuten Partnerprogramme

affilliate-agenturen-top-10-2

Die Top-10-Grafik zeigt die Agenturen aus der unten stehenden alphabetischen Auflistung, die zum Erhebungszeitpunkt die meisten deutschsprachigen Partnerprogramme betreut haben. Um das Gesamtbild der Branche nicht zu verfälschen habe ich coupling media außen vor gelassen, die in der Mehrzahl Gewinnspielkampagnen betreuen. [Ergänzung 29.04.09: wenn man coupling media um diese Kampagnen bereinigt, muss man sie mit 15 betreuten Partnerprogrammen fairerweise auf den geteilten 7. Platz stellen]

Die folgende Auflistung zeigt Agenturen und die Anzahl der Partnerprogramme, die sie auf dem deutschsprachigen Markt betreuen*. Ein Klick auf den jeweiligen Link zeigt die Liste der Programme.
Einige der genannten Agenturen arbeiten zusätzlich für internationale Partnerprogramme. Wer sich dafür interessiert, kann unter der jeweiligen Listendarstellung den Button “Gleiche Suche für internationale Partnerprogramme starten” anklicken…

* Quelle: Angaben der Agenturen bzw. eigenen Recherchen. Stand 24.04.2009.

Agenturen, die Partnerprogramme nachmelden und/oder Ergänzungen zahlreicher weiterer Detailinformationen zu den gelisteten Partnerprogrammen übermitteln möchten, können dieses Formular verwenden…

Merchants, die ihrem Partnerprogramm neuen Schwung geben möchten erfahren in zahlreichen Agentur-Datenblättern weitere interessante Details zu den einzelnen Anbietern.

Die für einzelne Partnerprogramme jeweils zuständige Agentur ist auf 100partnerprogramme.de an zwei Stellen ersichtlich: In der Detailansicht zum Partnerprogramm, aber auch in der Vergleichsansicht (Tipps zur Suche…).

t3leads.com – Reihe: Internationale Affiliate-Netzwerke

Freitag, April 24th, 2009

In dieser Reihe schaue ich mir aus Affiliate-Sicht die Partnernetzwerke an, die außerhalb Deutschlands aktiv sind.

t3leads.com

t3leads

Standort: Sherman Oaks, Kalifornien, USA
Inhaber: D & D MARKETING
Start: 2006
Partnerprogramme: 29 (Stand: 23.4.09)
Auszahlung: zweimal monatlich ab 100 $ oder wöchentlich ab 1000 $
Programmbewerbung: nur 1x anmelden, danach freie Programmwahl

Anmeldung: Bei t3leads.com als Affililiate anmelden

Das Unternehmen

Die Erfolgsgeschichte des Netzwerkes können Interessierte auf der Website nachlesen. Die beiden Köpfe David and Dmitry haben sich 1999 in Argentinien erstmals getroffen. Die Marketing- und IT-Experten haben ihre Fähigkeiten genutzt, um gemeinsam im Online-Marketing Fuß zu fassen, und schließlich 2006 T3LEADS gegründet. 7 weitere Personen sind im Unternehmen tätig. Die meisten von ihnen haben einen russischen Hintergrund, so dass die Website nicht nur in englischer, sondern auch in russischer Sprache existiert. Zusätzlich spielt auch spanisch eine Rolle im Marketingkonzept der Firma.

t3leads-startseite

Die Startseite von t3leads.com

Anmeldung

Die Registrierung erfolgt über ein englisches oder russisches Formular. Anzugeben sind die Adresse mit Telefonnummer, E-Mail und dem Namen seiner Website.
Die Bestätigung habe ich sofort in meinem Mailpostfach gefunden. Zur Sicherheit musste ich dann beim ersten Einloggen ein Verifikationssystem durchlaufen. Hierfür ruft das System meine angegebene Rufnummer an und teilt mir einen PIN-Code mit. Diesen trage ich in ein Feld ein und kann mit dem Bewerben beginnen.

t3leads-registrierung

Einfache Registrierung beim Partnernetzwerk t3leads.com

Doch damit sind die Schutzmaßnahmen noch nicht beendet. Die ersten 2 bis 3 Kunden meiner generierten Leads werden angerufen, um die Qualität meines Traffics zu überprüfen. Ist das Call Center des Netzwerkes mit dieser Arbeit zufrieden wird mein Status auf „Approved“ gesetzt. Das kann wieder rückgängig gemacht werden, sobald T3LEADS etwas Ungewöhnliches am Traffic auffällt.
Durch diese Maßnahmen soll den Merchants sicherlich Qualität geliefert werden und betrügerische Affiliates außen vor bleiben.

Das Netzwerk bietet die Möglichkeit SubAccounts einzurichten, um eigene Partner oder Kunden verwalten zu können.

t3leads-verifikation

Schon Minuten nach der Registrierung wird per Telefon-Computer geprüft, ob man seine echte Telefonnummer eingegeben hat

Geschäftsbedingungen

Erwünscht ist nur Traffic aus den USA. User aus anderen Ländern werden automatisch zu einer vorher vom Partner eingetragenen Website weitergeleitet.
Spam ist nicht erlaubt.

Die allgemeinen Geschäftsbedingungen muss der Affiliate bei der Registrierung akzeptieren. Doch ist der Partner mit einer Vorschrift nicht einverstanden, besteht die Möglichkeit, eine individuelle Lösung zu finden. Darauf wird explizit hingewiesen.

In einem FAQ-Bereich werden die allgemeinen Geschäftsbedingungen in verständlichen Fragen und Antworten erklärt.

Programme

Das Netzwerk konzentriert sich auf 18 verschiedene Teilbereiche aus den Branchen Versicherungen und Kredite. Es stehen nur Leadprogramme zur Verfügung.

t3leads-pp

Übersicht der Partnerprogramme bei t3leads.com

In der Übersicht werden die 29 Programme kurz vorgestellt. Der Partner sieht hier, welche Werbemittel erlaubt sind und ob Bonussysteme eingesetzt werden dürfen. Als Vergütung werden in den meisten Fällen Von-Bis-Werte angegeben, z.B. $1 bis $65. Leider wird hier nicht näher erläutert, in welchen Fällen die höhere Provision ausgezahlt wird.
Interessante Anhaltspunkte für die Auswahl sind die Klick- und Conversionrates, die hier tendenziell angegeben sind, wie auch eine netzwerkinterne Bewertungszahl.
SEM-Experten werden sich über die vorgeschlagenen umfangreichen Keywordlisten freuen, die über ein Popup einsehbar sind.

Die teilnehmenden Partnerprogramme sind sich alle ziemlich ähnlich und haben einen typisch amerikanischen Aufbau. Beispiele für Kredit-Websites sind faxlesscash.com und  2apply4cash.com mit einer Vergütung bis zu $65. Darlehen für Autokäufe bietet zum Beispiel goapply4acarloan.com mit einer maximalen Vergütung von $35 an. Im Bereich der Versicherungen werden Leben, Gesundheit, das Alter, der Haushalt und anderes abgedeckt. Als Beispiel für eine Lebensversicherung sei hier online-insurance-advisor.com mit $9 Lead-Provision genannt.

Eine Einzelanmeldung zu den Programmen ist nicht nötig.

Mit dem Referral Programm wirbt der Affiliate weitere Partner an und erhält 10% seines Umsatzes.
Sub-Affiliates sind erlaubt. Hierfür ist auch ein gesonderter Bereich im Statistik-Tool vorgesehen.

Besondere Werbeformen

Das Partnernetzwerk bietet drei Möglichkeiten der Bewerbung an.

  1. Bannerwerbung. Der Partner kann die Werbemittel frei auf seiner Website platzieren.
  2. IFrames Formulare. Die Anmeldeformulare liegen auf dem Server des Netzwerkes, können aber als IFrame eingebunden werden, so dass sie der User als Teil des eigenen Webangebots hält.
  3. Private Feeds. Hierfür kann sich der Partner ohne Programmierkenntnisse eine Website aus verschiedenen Template-Vorlagen und Produkten zusammenstellen.

Um die Werbemittel nutzen zu können besucht der Partner nicht die Partnerprogrammübersicht wie bei den großen deutschen Netzwerken üblich, sondern sucht sich über die Menüpunkte „Promo“ und „Banners“ zunächst die gewünschte Bannergröße aus. Erst jetzt wird dem Affiliate angezeigt, welche Partnerprogramme geeignete Banner anbieten. In einem weiteren Schritt kann ich noch zwischen JPG, GIF, Flash oder Script für die Einbindung des Banners wählen. Die Methode eignet sich für Webmaster, die einen bestimmten Werbeplatz füllen möchten, wobei das Thema des Partnerprogramms zweitrangig ist.

t3leads-bannerliste

Werbemittel werden nach Format ausgewählt

Erstaunlich ist es, dass die Grafiken über eine gesicherte https-Verbindung aufgerufen werden. Das verlangsamt den Aufbau des Bildes erheblich und macht bei Grafiken eigentlich keinen Sinn.

Über „Promo“ kann ich mir auch Anmeldeformulare per IFrame auswählen. Hier markiere ich zunächst den Merchant, ein Bild und einen Button und im nächsten Schritt meine individuelle Framegröße, Farben und Größen der Spalten. Ein Javascript-Formular-Generator zur direkten Integrierung in die Website liegt in einer Beta-Phase vor.

Schließlich besteht auch die Möglichkeit, ein Poupup zur Bewerbung auszuwählen.

Das Tracking System kann der Partner für seine Bedürfnisse anpassen und nutzen. Die Parameter für HTTP POST, XML und der Pixel Code können im Partnerbereich unter „Settings“ verändert werden. Auch eine SSL-Verschlüsselung ist an dieser Stelle aktivierbar.
Eine Anleitung und Beispiele unterstützen den Affiliate bei der Umsetzung.

Service

Der Partnersupport ist rund um die Uhr an 7 Tagen erreichbar. Zum Kontakt dienen Telefonnummern, Fax und E-Mail. Unter „Tickets“ können die Anfragen und Antworten jederzeit eingesehen werden.

Nach dem Einloggen erhält der Teilnehmer die aktuellen Nachrichten vom Betreiber.

t3leads-forum

Für die Partner wird auch ein eigenes Forum angeboten

Fragen können zwischen den Affiliates und mit den Betreibern des Netzwerkes in einem eigenen Forum erörtert werden. Auch dieses ist zweisprachig. Der russische Bereich ist bislang stärker frequentiert.

Vergütung und Auszahlung

Die Vergütung ist abhängig vom jeweiligen Partnerprogramm. T3LEADS bietet nach eigenen Angaben die höchsten Leadprovisionen im Affiliate-Marketing.

Neben den regulären Provisionen werden besonders aktive Affiliates gelegentlich zusätzlich belohnt. So erhielten die besten 20 Partner zu Weihnachten $200 und zu einer anderen Gelegenheit Produkte wie ein Sony Notebook.

Die Auszahlung erfolgt standardmäßig zweimal monatlich in US-Dollar. Allerdings
müssen $100, z. Z. etwa 75 Euro erwirtschaftet sein. Sollten Affiliates mehr als $1000 pro Woche umsetzen, ist auch eine wöchentliche Auszahlung möglich.

Ab einem Verdienst von $300 können Partner die ePassporte Visacard für eShopping und als Auszahlungskonto für die Provisionen erhalten abzgl. $2 Transferkosten. Weitere Möglichkeiten, um die Vergütungen zu erhalten sind WebMoney (abzgl. 1%), PayPal (abzgl. 3%) und Fethard. Ab $300 Guthaben werden auch Scheckversand und Banküberweisung (abzgl. $35) angeboten.

Statistik

Das Reporting wird in Real Time auf dem Laufenden gehalten und ist sehr übersichtlich. Ich kann das Start- und Enddatum des Berechnungszeitraums, sowie den Merchant oder alle und den SubAccount frei wählen und das Ergebnis als Grafik oder in Tabellenform ausgeben lassen.

t3leads-statistik

Der Statistikbereich

Angezeigt werden die Anzahl der Besucher, der Klicks, der ausgefüllten Formulare und der akzeptierten Leads, sowie der Verdienst, Bonuszahlungen und Gesamteinnahmen.

Neben dieser Tagesstatistik können auch alle Transaktionen detailliert betrachtet werden.
Weitere Menüpunkte im Statistikbereich führen zur Übersicht über die Referral-Einkünfte der beworbenen Partner, zum Keyword Report und zur Historie der Auszahlungen.

Unter Light Status versteht das Netzwerk eine Schnellübersicht über die Leads von gestern und heute.

Fazit

T3LEADS ist eher ein US-amerikanisches Nischennetzwerk, das sich auf die lukrativ Kredit- und Versicherungssparte konzentriert. Bei einem Lead wird bereits für die valide Anmeldung gezahlt. Hierfür sind die Provisionen im Vergleich zu deutschen Programmen sehr hoch. Für eine Lebensversicherung wird zum Beispiel in Deutschland im Erfolgsfall (vermittelte Versicherung) rund 13 Euro gezahlt, bei T3LEADS gibt schon eine Anfrage $9, also etwa die Hälfte. Ob die Vergütungswerte tatsächlich die höchsten im Markt sind, kann ich derzeit noch nicht überprüfen.

Der Anmeldeprozess ist schnell und durch den Pin-Code auch für Merchants gut abgesichert.

Es wird zwar nur USA-Traffic vergütet, aber es machen auch nur US-Kunden Sinn. Affiliates sollten also amerikanische Besucher ansprechen. Das kann natürlich auch eine deutschsprachige Website für deutsche Expats sein, die in den Staaten beheimatet sind. Dazu kann man auch mit dem Baukastensystem eine Website erstellen lassen. Auch SEM wäre möglich, aber mit den Keywords eine teure Angelegenheit.

Hohen Standard bieten der Service und das Statistiktool. Subpartner, Referral Programm und Keywordlisten sind ebenfalls Pluspunkte.

Die Art der Bannerauswahl ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber nicht unpraktisch. Besser wäre es, beide Varianten anzubieten – also auch über die Programmbeschreibung wie in Deutschland üblich.

Das Angebot an Partnerprogrammen ist auf Grund der Branchen relativ klein. Über den Aufbau und das Design der Websites sollte man sich nicht wundern. Die Amerikaner haben einen anderen Geschmack als die Deutschen.

Kritisch sehe ich zum einen die HTTPS-Verschlüsselung der Banner und die hohe Auszahlungsgrenze. Wir kennen in Deutschland eher Werte von 25 Euro oder darunter. 100 US-Dollar sind schon eine hohe Marke für die eher kleinen Affiliates. Als Auszahlungsart für Deutsche würde ich die Online-Anbieter wie PayPal empfehlen.

Insgesamt haben die beiden Netzwerkbetreiber David and Dmitry ein mächtiges und größtenteils sehr gutes Tool aufgebaut, das auch für deutschsprachige Affiliates mit geringen Englisch- oder Russischkenntnissen durchaus verständlich ist. Wer testen möchte, wie erfolgreich Kredit- und Versicherungsprogramme in den USA ist mit T3LEADS sicherlich in guten Händen.

Anmeldung: Bei t3leads.com als Affililiate anmelden

Partnerprogramm TIPP der Woche: fashionette.de

Donnerstag, April 23rd, 2009

fashionette

fashionette

Alle weiteren neuen Partnerprogramme der letzten Tage im großen Quick-Check…

Über Cookies, Teil 1: "Last Cookie" ein Auslaufmodell?

Donnerstag, April 23rd, 2009

Aus der Reihe “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive“…

Es ist schon eine ganze Weile her – nämlich gut 1 1/2 Monate – als in der IWB die Diskussion eines runden Tisches zum zuletzt viel diskutierten Thema “Affiliate Betrug” abdruckte. Im Internet-Zeitalter ist das eigentlich fast schon wieder verjährt, aber was soll ich sagen – ich hab´s halt einfach nicht früher geschafft, diesen Artikel zu schreiben. Dennoch möchte ich zu einigen Punkten meinen Senf dazu geben.

Zunächst einmal wird Postview-Tracking an sich mit Betrug gleichgesetzt. Selbst wenn der Merchant dieser Trackingform bewusst zustimmt (was er ja idR auch tun muss).

Zitat aus der IWB:

Fantou: “Es gibt Programme, für die nach Absprache Teilformate absolut OK sind.”
Bscheid: “Was ist da okay? Das ist doch Übervorteilung”
Christian Geyer: “Richtig, das ist nicht in Ordnung, das ist Cookie Dropping”

Falsch, denn genau das ist es nicht! Wenn der Merchant meint, dass diese Art der Vergütung der Leistung die er bekommt gerecht wird, dann soll man ihn doch bitte machen lassen. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass es sich für den Merchant wirklich rechnet. Das kann ich bei vielen anderen Werbeformen aber auch nicht. Das ist aber bitteschön Sache des jeweiligen Unternehmers. Dass Merchants hier z.T. nicht ausreichend informiert werden, weil Agentur und Netzwerk Interesse an möglichst viel getrackten Sales haben, trifft sicher zu. Dennoch trägt jeder selbst Verantwortung dafür, was er mit seinem Geld macht. So viel Selbstverantwortung ist mit Sicherheit jedem Unternehmen zuzumuten.

Das absolute Highlight der Diskussion kam dann von Herrn Geyer. Zitat:

“Die eigentliche Krux liegt im Vergütungsmodell “Last Cookie Wins”. Meiner Meinung nach ein völlig falsches System. Statt dem letzten Cookie die gesamte Provision zuzuschreiben, sollte die ganze Marketingkette finanziell bewertet werden. Vielleicht stehen dem letzten Cookie ja nur fünf Prozent der Provision zu, weil die Wirkung der zuvor erbrachten Leistungen viel wertvoller war?”

Super Idee. Am besten überweise ich dann auch noch einen Teil meiner Provisionen an RTL und SAT1, an diverse Radiosender, Zeitungsverlage, Plakatwandvermieter etc. Realitätsfremder geht´s ja wohl kaum. Wie soll in einem solchen Splitting-System bewertet werden, wem wie viel Provision zusteht? Selbst wenn zwei Besucher die selben Seiten in der selben Reihenfolge besucht haben und die selben Werbemittel gesehen und geklickt haben, können letztendlich völlig unterschiedliche Werbemittel zur Kaufentscheidung geführt haben.

Folgende Punkte sollten vielleicht Erwähnung finden:

  1. Die Thematik spielt überhaupt nur bei bekannten Brands, also einem recht geringen Anteil der Partnerprogramme (wenn auch sicher bei den umsatzstärksten) eine Rolle
  2. Und selbst dort ist – was die Übervorteilung anderer Affiliates betrifft – nur ein eher geringer Anteil der Sales betroffen, da idR der größere Teil der Sales ohnehin innerhalb der Session oder sehr kurz danach stattfindet, wo also der Click-Cookie ohnehin der letzte Cookie ist
  3. In den meisten (allen größeren?) Netzwerken haben die Click-Cookies generell immer Vorrang gegenüber View-Cookies haben, auch wenn letztere später gesetzt wurden.

Daher mutmaße ich jetzt einmal, dass der größte Teil der Postview-Sales aus TypeIn-Traffic kommt. Der einzige in größerem Ausmaß “Geschädigte” (wenn man es denn als Schädigung sehen möchte) ist also der Merchant selbst. Und der hat sich schließlich bewusst (s.o.) dafür entschieden. Eine Schädigung anderer Affiliates ist zwar mit Sicherheit vorhanden, die halte ich aber für vernachlässigbar gering (Anm: ich arbeite selbst nicht mit Postview, bin also ein potentiell Geschädigter).

Zu Punkt 3 ist natürlich anzumerken, dass eine solche Vorrang-Regel in der Praxis nur Plattform-übergreifend auch wirklich greifen würde (außer bei Partnerprogrammen, die nur bei einem Netzwerk laufen). Das ist praktisch wohl schon aus Datenschutzgründen, aber auch aus Eigeninteresse der Netzwerke nicht umzusetzen. D.h. das müsste eigentlich Merchant- bzw. Agentur-seitig gelöst werden. Inwiefern es solche Lösungen gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Da es aber ohnehin eine Art “Cookie-Check” zur Bearbeitung der Sales geben sollte (es kann ja auch mehrere Click-Cookies aus verschiedenen Netzwerken geben), sollte eine zusätzliche Unterscheidung von View- und Click-Cookies kein allzu großes Problem sein.

Desweiteren ist ein derart komplexes Tracking-System überhaupt nicht notwendig. Zumindest nicht für dieses Problem. Dass es generell sicher hilfreich ist zu erfahren, welche Werbemaßnahmen wie stark zur Kaufentscheidung beitragen, liegt ja auf der Hand. In Sachen Postview-Tracking muss man aber wissen, dass es hier ja eine durchaus überschaubare Anzahl an Playern gibt, von denen wir hier sprechen. Es dürfte wohl keinen Merchant überfordern, sich ein paar Seiten der jeweiligen Affiliates einmal anzusehen. Ich denke mit ein bisschen Hausverstand, sollte man sehr leicht beurteilen können, ob die Werbemittel so wie sie eingebunden sind, zur Kaufentscheidung beitragen können. Offenbar machen das die meisten Merchants nicht – denn sonst würde es dieses Tracking-Verfahren vermutlich gar nicht geben.

Als die Rede dann kurz auf Brandbidding kommt, fordert Herr Geyer dann auch eine Blacklist. “Die schlechten Affiliates müssen raus”. Eine politisch korrekte Forderung, die in der Praxis mit Sicherheit kein Netzwerk ernsthaft verfolgen wird. Nicht nur weil es völlig gegen die eigenen Interessen ginge, sondern weil auch kaum ein Affiliate nur böse ist. Gerade Brandbidding machen viele, die auch “guten” Traffic liefern halt nebenbei.

Fazit: Die Diskussion um die bösen Affiliates fällt für mich so ein bisschen unter “es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird”. Das kann man jetzt natürlich gut oder schlecht finden. Ich persönlich habe aber schon den Eindruck, dass das Problem größer gemacht wird, als es eigentlch ist. Es handelt sich hier keineswegs um Problematiken, gegen die ein Merchant völlig wehrlos ist – ganz im Gegenteil. Im Gegensatz dazu haben Affiliates bei Betrügereien von Merchants nicht die geringste Handhabe. Und darum wird es diesbezüglich auch nie eine derartige Diskussion geben, weil es hier (systembedingt) nicht die geringste Transparenz gibt bzw. geben kann. Das ist zwar ein anderes Thema, sollte aber imo zumindest als Randnotiz in diesem Zusammenhang erwähnt werden.

Der Kommentar “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive” entspricht nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

Wie denken Sie darüber?  Wir freuen uns über Ihre Sicht der Dinge…

Partnerprogramme-Toolbar: Neues Netzwerk – neue Sortierung

Mittwoch, April 22nd, 2009

partnerprogramme-toolbar-2

Um die bedeutenden Netzwerke entsprechend zu würdigen gibt es nun eine neue Sortierung in der Toolbar:

Dann, dahinter, nach einem Trennstrich:

Jeder Toolbar-Nutzer hat die Möglichkeit, nicht genutze Netzwerk-Icons aus der Toolbar individuell auszuschließen. Wie das geht, steht hier…
Es gibt ja inzwischen zwei Toolbars, hier wird erklärt, wie man sie nutzen kann…

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Karsten Windfelder