Archive for August, 2009

Testbericht: affiliate to date – Software zum Start eines eigenen Partnerprogramms

Mittwoch, August 26th, 2009

Data Becker veröffentlicht eine umfangreiche Software zur Verwaltung eines eigenen Partnerprogramms. Wir haben sie uns vorab angeschaut und getestet.

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Über Data Becker

Das Unternehmen ist vor allem durch seine IT-Fachbücher bekannt. Data Becker entwickelt aber auch Software. Hierbei sei vor allem die viel gelobte „to date“-Reihe zu erwähnen. Dazu gehören ein Content Management System (web to date), eine Onlineshop-Lösung (shop to date), eine E-Mail-Marketing-Software (eMarketing to date) und eine Community-Lösung (com to date). Da das Unternehmen selber schon lange Affiliate-Marketing betreibt lag es auf der Hand, aus den Erfahrungen eine eigene Lösung zu entwickeln, die auch der Öffentlichkeit angeboten wird. Herausgekommen ist ein Programm mit einer umfassenden Partner- und Werbemittelverwaltung, flexiblen Vergütungsmodellen und vielseitigen Echtzeitstatistiken und Auswertungsmöglichkeiten.

Vorteile eines eigenen Partnerprogramms

Die meisten Merchants vertreiben Ihre Produkte und Dienstleistungen über ein Partnernetzwerk. Hier finden sie auf Anhieb viele Partner und die Infrastruktur bei Zanox, Affilinet & Co. ist bereits vorhanden. Umgekehrt finden Affiliates viele Partnerprogramme und die übliche Mindestauszahlungssumme wird schneller erreicht.
Für die Big Player unter den Betreibern und den erfolgreichen Affiliates rentiert sich ein zwischengeschaltetes Netzwerk eher nicht, da üblicherweise 30% für diesen Service anfallen. Unter Umständen ist ein Inhouse-Programm flexibler und kann persönlicher betreut werden. Mit einer komfortablen und umfangreichen Software entfällt ein weiterer wichtiger Grund für die Nutzung eines Netzwerkes.

Die Installation

Für den Test habe ich mir das Programm installiert. Data Becker ist dafür bekannt, hervorragende Handbücher zu schreiben. So ist auch für „affiliate to date“ jeder einzelne Schritt mit einem Bild, einer Beschreibung und bei Bedarf einer zusätzlichen Erklärung abgedruckt. Dadurch kommt jeder Computer-Laie mit dem Programm zurecht.

Der Vorgang ist dreigeteilt. Zunächst muss die Software lokal auf einem Windows-Rechner (ab Version 2000, mind. 200 MB freier Speicherplatz) installiert werden. Das geschieht schnell und problemlos. Beim anschließenden Start des Programms müssen FTP-Daten für den Webserver eingegeben werden. Voraussetzung für die Nutzung sind PHP 5.2.1 oder höher mit GDLib 2.0 oder höher und MySQL 4.1.18 oder höher. Die Vorgaben sind unbedingend einzuhalten, da der Installationsvorgang ansonsten abbricht. Die Software lädt nun die nötigen Dateien auf den zugewiesenen Online-Platz. Das kann je nach persönlicher Uploadgeschwindigkeit durchaus eine Stunde oder länger dauern.
Der letzte Schritt erfolgt dann über einen Internetbrowser. Hier müssen die Datenbankzugangsdaten eingetragen werden, um die nötigen Tabellen anzulegen.

Nun kann der Merchant seine erste Kampagne und Werbemittel anlegen. Die Wartung, Optimierung und Sicherung der Datenbank läuft automatisch.

Benutzerführung

Sobald die Software einmal komplett installiert ist, kann sie webbasiert von jedem PC mit Internetanbindung administriert werden. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und komfortabel gestaltet. Über Styles und Templates ist der Administrationsbereich flexibel anpassbar, auch durch den Partner. Eigene Seiten wie Beschreibung, FAQ usw. können auf einfache Weise in einem WYSIWYG-Editor oder alternativ im HTML-Editor erstellt werden. Hierfür bedarf es keiner speziellen Kenntnisse, sofern sich der Benutzer mit Standardsoftware wie Word auskennt.

Auch inhaltlich können die Nutzer bestimmte individuelle Systemeinstellungen vornehmen, z.B. Währungen oder Datumsformate.

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Das Layout des Administrationsbereichs sowie das der Willkommens- und Login-Seiten plus das des Partnerbereichs lässt sich flexibel individualisieren. Der Nutzer kann mit einem Klick den Style oder die Farbe wechseln und Funktionsmodule hinzufügen. Darüber hinaus lassen sich eigene Seiten anlegen und Templates editieren.

Über Schnittstellen können die Daten leicht mit bekannten Shopsystemen wie XT-Commerce, osCommerce, Magento, Oxid oder Data Beckers E-Commerce-Lösung „shop to date 6.0 pro“ ausgetauscht werden.

Vergütungsmodelle und Trackingmethoden

Die Provision kann sehr flexibel festgelegt und jederzeit geändert werden. Zur Verfügung stehen die Modelle Pay-per-View, Pay-per-Click, Pay-per-Lead und Pay-per-Sale, sowie Sonderzahlungen bei Erreichen eines Zieles oder für Wettbewerbe. Sie können auch kombiniert eingesetzt werden.
Der Betreiber hat die Möglichkeit, sowohl Standards (z.B. die Einstiegsprovision für neue Partner) als auch individuelle Einstellungen (z.B. unterschiedlichen Mindestauszahlungsbeträge) festzulegen.

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Affiliate to date unterstützt alle gängigen Vergütungsmodelle (Pay per Sale, Pay per Click etc.). Provisionsmodelle lassen sich zudem miteinander kombinieren.

Auch die eingesetzte Trackingmethode kann der Merchant frei wählen. Zur Auswahl stehen gängige Methoden wie Session- oder Cookie-Tracking.

Die Software kümmert sich um die korrekte Zuordnung der Transaktionen unter Einbezug der Voreinstellungen, z.B. Late Conversion Tracking. Diese können später manuell oder automatisiert bestätigt werden.

Um Klickbetrug zu vermeiden nutzt das Programm ein dreistufiges Sicherungssystem. Unregelmäßigkeiten werden durch den Vergleich von Besucherdaten erkannt und automatisch ausgefiltert. Der Betreiber kann hier eingreifen, indem er die Zeiträume zwischen zwei Aktionen der User festlegt. Unerwünschte IP-Adressen lassen sich ausschließen.

Kampagnenmanagement

Über die Software richtet der Merchant verschiedene Kampagnen für bestimmte Zeiträume, Partner oder Werbemittel ein. Dadurch kann beispielsweise ein Produkt oder eine Dienstleistung zunächst exklusiv für ein paar ausgesuchte Partner beworben werden. Die Kampagnen lassen sich auf Wunsch automatisch deaktivieren, wenn z.B. ein bestimmtes Budget erreicht wird oder ein Zeitpunkt (z.B. Einsendeschluss bei Gewinnspielen) erreicht ist. Zeitgleich geht eine Benachrichtigung an die Partner heraus.

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Flexibles Kampagnenmanagement: Der Betreiber des Partnerprogramms kann Kampagnen einrichten, die entweder an ein Budget, an einen festen Zeitraum, an speziell gestaltete Werbemittel und/oder bestimmte Partner gebunden sind.

Ein Referer-System zum Bewerben neuer Partner ist in der Software bereits enthalten. Es lässt sich aber auch deaktivieren.

Werbemittel

Im Administrationsbereich können Textlinks, Banner, Grafiken, Popups, Flash-Animationen, Layer und Pagepeels angelegt und den Kampagnen zugeordnet werden. Dabei gibt das System etliche Standardformate für Banner vor. Es sind aber auch benutzerdefinierte Größen möglich.
Sonderfälle wie HTML-Werbemittel (Suchboxen, Microsite, Flash etc.) kann der Merchant über das Werbemittel „Eingebettet“ anlegen.

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Im nächsten Schritt werden die unterschiedlichsten Werbemittel angelegt. Unterstützt werden Textlinks, Banner, Grafiken und Popups, aber auch dynamische Flash-Animationen sowie individuell gestaltete Layer und Pagepeels.

Partnerverwaltung

Der Verwaltungsbereich ist sowohl für die Merchants als auch für die Partner sehr umfangreich. Der Betreiber sieht auf der Startseite einen Gesamtüberblick über Verkäufe, Provisionen, Partner, aktuelle Kampagnen und die am häufigsten verwendeten Werbemittel. Zu jedem Partner werden ausführliche Informationen angezeigt, sogar ein Vorschaubild der angemeldeten Website. Die Affiliates lassen sich in Gruppen zuordnen, z.B. regional oder nach Websitethema. In sehr übersichtlicher Form präsentieren sich die Warteliste der Bewerbungen und die Auflistung der abgelehnten Partner. Die Freischaltung erfolgt wahlweise vollautomatisch, manuell oder nach bestimmten Kriterien, z.B. nach dem Pagerank der Website.

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Zu jedem Partner sind detaillierte Informationen abrufbar. Zugewiesene Kampagnen und Werbemittel werden ebenso übersichtlich dargestellt wie aktuelle Statistiken zu Klicks, Guthaben und Umsätze.

Im Abrechnungsbereich sind in Tabellen ungeprüfte und anerkannte Transaktionen, sowie die Zahlungen aufgeführt. Offene Posten können einzeln oder komplett freigegeben werden. Durch die Kommentarfunktion können dem Partner ggf. eine Begründung für Stornos oder eine Zusatzinformation zum Warenkorb mitgeteilt werden.

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Im Abrechnungsbereich informieren tabellarische Übersichten über ungeprüfte wie anerkannte Transaktionen und Zahlungen.

Auch ein Statistikbereich fehlt nicht. Neben den grafischen und textlichen Anzeigen der Views, Clicks, Leads und Sales mit Filtermöglichkeiten werden die CTR und STR (Umsetzungsraten) automatisch berechnet. Die Daten können im CSV- oder ODS-Format  exportiert oder für eine steuerlich korrekte Rechnung/Gutschrift im PDF-Format mit eigenem Logo genutzt und archiviert werden.

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Rechnungen erstellen

Für den Kontakt zu den Partnern dient zum einen ein Formular. Dieses lässt sich auf die Website einbinden. Hierüber können auch Dokumente hochgeladen werden. Zum anderen steht ein komfortables Newslettermodul zur Verfügung. Die Zusendung erfolgt wahlweise per HTML oder Text. Externe Lösungen hierfür sind also nicht nötig.

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Zum kommunikativen Austausch mit dem Partner enthält Affiliate to date neben einem Kontaktformular ein Newslettermodul für den Versand individueller Nachrichten.

Affiliates haben die Möglichkeit, beliebig viele Websites als Werbefläche im Verwaltungsbereich anzulegen. Zudem können sie hier natürlich die Werbemittel aussuchen und den Code zum Einbinden finden. Ähnlich wie die Merchants sehen auch die Partner auf der Startseite die aktuellen Angaben über Klicks, Transaktionen, Umsätze und Guthaben. Persönliche Daten können jederzeit selber geändert werden, u.a. auch Benachrichtigungsarten oder den Mindestauszahlungsbetrag, sofern er über der Standardeinstellung liegt.

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Auch der Partner kann umfassende Statistiken einsehen: Grafische und tabellarische Statistik über Views, Clicks, Leads und Sales

Preis

Die Software „Affiliate to date“ ist ab sofort erhältlich, auch als Kaufdownload zum Preis von 950,80 Euro.

Im Vergleich zu manch anderen Systemen entstehen dem Nutzer keine langfristigen Kosten. Das Programm ist über einen Lizenzkey aktivierbar und kann nach der Installation dauerhaft genutzt werden.

Zum Vertrieb wird selber ein Partnerprogramm von Data Becker eingesetzt. Informationen finden sich auf www.todate.de.

Fazit

Data Becker setzt mit dieser Software die „to date“-Reihe in gewohnter Qualität fort. Man spürt die langjährige Erfahrung im Affiliate-Marketing. Dadurch sind alle wichtigen Funktionen enthalten. Die Benutzerführung ist mehr als nur kundenfreundlich. Das Handbuch führt nicht nur sehr ausführlich durch die einzelnen Menüpunkte, sondern präsentiert auch Hintergrundinformationen und Tipps zum Affiliate-Marketing.

Bevor man die Software auf dem Webserver installiert, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Voraussetzungen für die nötigen PHP- oder MySQL-Versionen erfüllt sind. Die Überprüfung findet erst statt, wenn die Daten auf den Server kopiert worden sind. Hier wäre eine andere Lösung wünschenswert. Professionelle Webhoster sind leider nicht ständig up-to-date. Ich habe z.B. mehrere Installationsversuche auf verschiedenen durchaus gängigen externen Webservern benötigt, bevor das Programm auf einem lokalen Webserver lief. Der Einsatz auf eigenen Servern wäre somit ratsam.

“Affiliate to date“ achtet auf viele Kleinigkeiten. So ist z.B. im Formular der persönlichen Daten ein Upload-Button für die USt-ID-Nr.-Bestätigung vorgesehen. Das bieten selbst die wenigstens Netzwerke derart komfortabel an.

Auch an die SEO-Freundlichkeit der URLs und der Administration hat Data Becker gedacht, ebenso an die Beobachtung und Änderbarkeit der Serverlast.

Insgesamt macht die Software einen sehr komfortablen und umfangreichen Eindruck. Trotz der zahlreichen Vorgaben bleibt noch genügend Platz für individuelle Umsetzungen, z.B. für spezielle Werbemittel oder im Design. Auch Affiliates dürfen sich auf einen professionellen Partnerbereich freuen, der sich von vielen bisheriger Standardlösungen für Inhouse-Programme positiv abhebt.

Zu empfehlen ist die Software zum einen für Shopbetreiber, die erste Versuche mit Affiliate-Marketing starten möchten und zum anderen für bewährte Merchants, die ihren Toppartnern mehr Provisionen ausschütten möchten.

Für die große Masse vieler „kleiner“ Affiliates werden Partnernetzwerke dennoch auch weiterhin wichtig bleiben.

Hier geht´s zu “affiliate to date” (jetzt 72 Stunden ohne Limits testen)…

Partnerprogramm TIPP der Woche: spar-tarife.de

Dienstag, August 25th, 2009

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

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Partnerprogramm TIPP der Woche: wettstar.de

Mittwoch, August 19th, 2009

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

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Partnerprogramm TIPP der Woche: proConcept.ag

Mittwoch, August 12th, 2009

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

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Umfrage: Bist du als Affiliate von der Wirtschaftskrise negativ betroffen?

Donnerstag, August 6th, 2009

Die Nachrichten in den Massenmedien verwirren mehr, als dass sie Orientierung geben.

Die Meldungen wechseln seit Monaten ständig zwischen “Deutsche im Kaufrausch” und “Im deutschen Einzelhandel geht das erste Halbjahr überraschend mit einem Umsatzrückgang zu Ende. Jetzt werfen die Händler sorgenvolle Blicke in Richtung Herbst.”

Selbst innerhalb einer Zeitungsausgabe liest man widersprüchliche Meldungen. Bei solch einer Verschleierungstaktik ist jeder auf sich alleine gestellt.

Wie sieht es bei euch aus – hat die Wirtschaftskrise konkrete Auswirkungen auf eurer Affiliate-Einkommen?

Bist du als Affiliate von der Wirtschaftskrise negativ betroffen?(survey software)

Mit dem Beitrag “Affiliate Marketing in einer Hyperinflation” hat Markus Burkert etwas thematisiert, was für viele unvorstellbar ist (man sieht es an den Kommentaren…).
Ich halte es aber für sehr wichtig, sich Gedanken in alle Richtungen zu machen um für verschiedene Szenarien vorbereitet zu sein.

Affiliate Marketing in einer Hyperinflation

Donnerstag, August 6th, 2009

Aus der Reihe “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive“…

Vor gut zehn Monaten habe ich an dieser Stelle über mögliche Auswirkungen der Finanz- bzw. Wirtschaftskrise auf unsere Branche spekuliert. Wenn auch damals klar war, dass es zu einer handfesten Wirtschaftskrise kommen wird, war vor allem die monetäre Entwicklung noch nicht wirklich absehbar. Da die politischen Entscheidungsträger in den letzten Monaten die Weichen in Richtung Hyperinflation gestellt haben, ist dieses Szenario mittlerweile mehr als wahrscheinlich. Daher möchte ich heute die möglichen Auswirkungen einer Hyperinflation auf unser Business etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Vorab aber eine Anmerkung: Dieser Artikel soll nicht zur Diskussion stellen, ob eine Hyperinflation kommt, sondern vielmehr die Auswirkungen dieses möglichen Szenarios auf Affiliates näher beleuchten.

Affiliate Marketing allgemein

Zunächst möchte ich die Hyperinflationstauglichkeit des Geschäftsmodells Affiliate Marketing an sich näher betrachten. Was im Umfeld einer verfallenden Währung zum großen Verhängnis wird, sind die langen Abrechnungszyklen bei Partnerprogrammen. Vom Generieren der Provision bis zur Auszahlung vergehen oft mehrere Monate. In einer Hyperinflation ist dieses Modell nicht mehr tragbar. Mögliche Auswege wären hier:

  • Ausweichen auf eine stabile Währung
    Theoretisch wäre das die einfachste Lösung, vor allem für Netzwerke die bereits international – sprich für die Verwendung mehrerer Währungen – ausgerichtet sind. Praktisch ist aber äußerst fraglich, ob es überhaupt eine Währung geben wird, die sich dieser Entwicklung entziehen kann. Dies wäre also – wenn überhaupt – möglicherweise nur eine Übergangslösung.
  • sofortige oder sehr zeitnahe Freigabe aller Provisionen, sowie kurze Auszahlungsintervalle
    Die sofortige oder zeitnahe Freigabe von Provisionen macht einen vernünftigen Abgleich mit der Warenwirtschaft praktisch unmöglich. Stornos müssen also eingerechnet werden, oder Partner und Sales sehr genau kontrolliert werden, um nicht einem übereifrigen Selbstbestell(robot)er auf den Leim zu gehen. Für Agenturen und Merchants, die diese Dinge bisher zuweilen vernachlässigen auf jeden Fall eine Herausforderung.
  • Abrechnung mit Sachwerten
    Was in einer Hyperinflation im Gegensatz zur Währung im Wert stabil bleibt (oder sogar steigt), sind Sachwerte. Es wäre also naheliegend, Sachwerte zur Abrechnung heranzuziehen. Ebenso naheliegend ist aber die Frage nach der praktischen Umsetzung. Die gestaltet sich auf jeden Fall nicht ganz einfach. Für Inhouse-Partnerprogramme wären etwa Punktesysteme in Verbindung mit Gutscheinen denkbar – zumindest für jene Affiliates, welche die beworbenen Produkte oder Dienstleistungen auch selbst in Anspruch nehmen wollen. Das wird wohl eher die Minderheit sein. Und über Netzwerke ist das ohnehin kaum machbar, hier müsste man andere Lösungen finden. Möglich wäre eine Abrechnung in Edelmetallen – was aber durchaus nicht wenige Schwierigkeiten mit sich bringt. Denkbar ist auf jeden Fall vieles – auf jeden Fall wäre hier die Innovations-Freude der Marktteilnehmer gefragt. Ich kann mich etwa an ein Partnerprogramm erinnern, dass seinen Affiliates bei entsprechendem Umsatz ein Auto kostenlos zur Verfügung stellte. Auch solche Lösungen wären ein Ansatz.
  • Sachwert-gebundenes Punktesystem
    Darunter könnte ich mir etwa ein Modell mit einer Art Goldstandard vorstellen. Für einen Sale bzw. einen Lead bekommt man (je nach Partnerprogramm) eine bestimmte Anzahl an Punkten. Ein Punkt entspricht dabei einer bestimmten Menge eines möglichst wertstabilen Sachwertes – Gold oder Silber wären hier naheliegend. Am Tag der Auszahlung wird dann in die Landeswährung umgerechnet und der entsprechende Betrag überwiesen. Bei Netzwerken stellt sich natürlich hier auch die Frage, wie man die Abrechnung mit den Merchants handhabt. Auf jeden Fall auch keine ganz einfache Sache.

Ich gehe einmal davon aus, dass kaum ein Partnerprogramm-Betreiber oder Netzwerk auf so radikale Änderungen der Abläufe vorbereitet ist. Daher wird man idR wohl so weiter machen wie bisher und bestenfalls versuchen, die Abrechnungszyklen möglichst zu verkürzen. Ob das ausreicht, hängt davon ab, welche Ausmaße die Hyperinflation annimmt – was aus heutiger Sicht seriöserweise nicht beurteilt werden kann.

Einfachere Lösungen fallen mir allerdings nicht so recht ein. Für Ideen oder Vorschläge steht die Kommentarfunktion gerne zur Verfügung.

Nun möchte ich noch einmal kurz auf die einzelnen Themenbereiche, die im Affiliate Marketing eine Rolle spielen, eingehen:

Kredite & Versicherungen
Kredite gibt es in einer Hyperinflation praktisch nicht. Und bei Versicherungen sieht es nur unwesentlich besser aus. Natürlich will in einer Hyperinflation auch niemand sein Geld auf der Bank liegen haben. Dementsprechend hart wird es Affiliates treffen, die sich auf den Finanzbereich spezialisiert haben.

Gewinnspiele & Umfragen
Die Frage, die sich bei den Adressensammler-Partnerprogrammen stellt ist vor allem, ob bzw. wie man den Wert einer Adresse in einem hyperinflationären Umfeld kalkulieren kann. Ich vermute eher, dass der Wert in diesem Fall gegen Null tendiert und sich die Adressensammlerei nicht mehr rechnet. Die Nachfrage der User nach Gewinnspielen, wird dafür umso höher sein. Wenn diese nicht mehr kostenlos angeboten werden können, sind die User möglicherweise bereit, ein kleines Entgelt dafür zu bezahlen – was aber aufgrund der Gesetzeslage (v.a. in Deutschland) wohl kaum machbar sein dürfte.

Reisen, Tourismus
In einer Hyperinflation braucht man das Geld für wichtigere Dinge. Die Pauschal-Tourismus kommt daher praktisch zum erliegen. Die Reisen, die noch gebucht werden, werden aber meiner Einschätzung nach verstärkt online gebucht. Das liegt zum einen daran, dass klassische Reisebüros wohl relativ schnell verschwinden werden. Zum Anderen daran, dass aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit, Reisen idR wohl sehr kurzfristig – also tendenziell eher online – gebucht werden.

Retail, Shopping
Wie gut Online-Shops in einer Hyperinflation noch laufen, hängt vor allem von zwei Dingen ab:

  1. wie “lebensnotwendig” sind die verkauften Produkte
  2. wie schnell und gut reagiert der Shop-Betreiber auf das Umfeld einer abstürzenden Währung

Um als Versandhandel auch in einer Hyperinflation bestehen zu können, sind vermutlich bei den meisten Shops gravierende Änderungen in Zahlungs-, Versand- und Lagerlogistik erforderlich. Als Affiliate ist es schwierig zu beurteilen, wie gut der Merchant das in den Griff bekommt. Daher empfiehlt es sich für Affiliates wohl vor allem Produkte zu bewerben, die möglichst der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, damit zumindest Punkt 1 erfüllt ist.

Dating, Kontakte
Das Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Familie nimmt in unsicheren Zeiten stark zu. Der Dating-Bereich könnte daher zu den wenigen Gewinnern zählen. Fraglich ist aber, ob man mit fortschreitender Dauer einer Hyperinflation für die Online-Kontaktsuche dann auch bereit ist, etwas zu bezahlen, bzw. noch Geld dafür übrig hat.

Browsergames
Sind ja im Moment stark im Kommen. Wenn die Eltern Ihren Sprösslingen einmal den Geldhahn abdrehen, weil das Geld für wichtigere Dinge benötigt wird, wird dieser Bereich vermutlich sehr deutlich schrumpfen.

Glücksspiel
Es heißt, dass Glücksspiel in wirtschaftlich schwierigen Zeiten boomt. Ob das auch in einer hyperinflationären Depression zutrifft? So ganz sicher bin ich mir da nicht. Aber möglich wäre es schon, dass man das Geld, dass dann ohnehin kaum noch was wert ist, auch im Casino verzockt. Das wird wohl vor allem dann der Fall sein, wenn die Inflation so weit geht, dass Geld zum Kauf von Waren überhaupt nicht mehr angenommen wird, wie es etwa in Zimbabwe der Fall war. Aber das wollen wir lieber nicht hoffen.
Abgesehen davon stellt sich bei Online-Glücksspielen möglicherweise die Frage der Abrechnung. Denn Kreditkarten wird es in der heutigen Form möglicherweise nicht mehr geben. Das gilt natürlich auch für einige andere Bereiche.

Erotik
Hier gilt wohl tendenziell ähnliches wie beim Glücksspiel. Für Schmuddelkram wird wohl immer noch ein bisschen Geld locker gemacht. Zumal es fraglich scheint, ob Gratis-Content dann noch vernünftig monetarisiert werden kann. Wenn Youporn&Co. wegbrechen, wird es wohl auch wieder mehr User geben, die für ein bisschen Spaß am Bildschirm auch schon mal was springen lassen.

Und wer könnte sonst profitieren?
Auch in einer Hyperinflation gibt es Geschäfte, die gut laufen können. Zwei Bereiche, die in einer Hyperinflation richtig aufblühen, sind der Tauschhandel und der Schwarzhandel. Welche Rolle könnte hier das Online-Business spielen?
Für den Tauschhandel kann ich mir vorstellen, dass sich entsprechende Plattformen bilden. Die Frage ist jedoch, wie sich diese dann monetarisieren lassen – aber da sollte sich doch ein Weg finden. Auf jeden Fall hab ich mir tauschhandel.at gleich mal registriert, wenn die schon so ungebraucht herum liegt ;)

Beim Schwarzhandel wird es naturgemäß etwas schwieriger. Was im Online-Handel hier richtig aufblühen könnte, wäre der Bereich Medikamente. Hier handelt es sich um Produkte, die erstens mit Sicherheit ein Kandidat für Preisregulierungen (=Auslöser für Boom des Schwarzhandels, weil sich der Verkauf der Ware zum regulierten Preis nicht mehr rechnet) sind. Zweitens besteht hier nicht zuletzt dank Viagra bereits ein breites Netz an illegalen Vertriebswegen. Diejenigen, die heute schon Viagra verchecken, haben hier möglicherweise auch im Hinblick auf eine Hyperinflation auf das richtige Pferd gesetzt. Aber Vorsicht: man kann davon ausgehen, dass in einem solchen Szenario auch die Kontrollen in jeder Hinsicht massiv verstärkt werden. Wer solche Geschäfte von Deutschland aus betreibt, begibt sich auf dünnes Eis, wenn er seine Spuren nicht sehr gut verwischt.

Ansonsten gibt es ein paar Nischen, die profitieren könnten. Etwa der Edelmetallhandel. Allerdings ist anzunehmen, dass nach einem ersten Run auf Gold und Silber kaum noch Ware zum Verkaufen da sein wird. Wie schnell das gehen kann, war letzten September sehr schön zu sehen, wo es in ganz Deutschland praktisch fast kein Silber mehr gab und auch Gold schon mehr als knapp war.

Immobilien könnten ebenfalls ein gutes Thema sein. Allerdings nur in der ersten Phase der Hyperinflation, in der vermutlich viele Ihr Vermögen retten werden, indem sie es in Immobilien anlegen. Ist dieser Boom vorbei, wird es aber vermutlich auch um die Immobilien-Branche schlecht bestellt sein. Da die meisten Immobilien auf Kredit gekauft werden, den es dann nicht mehr gibt, bricht der Markt zusammen.

Auch der Bereich Sicherheit (von Alarmanlagen über Tresore bis hin zum Pfefferspray) ist mit zunehmender Verarmung der Bevölkerung (wie das in einer Hyperinflation der Fall ist) eine profitierende Branche, wo es zum Teil auch passende Partnerprogramme gibt.

So weit meine Gedanken und Einschätzungen zu diesem Thema. Ich weiß nicht, ob ich auch alles wirklich zu Ende gedacht habe, oder vielleicht erwähnenswerte Dinge vergessen habe. Ergänzungen und Kritik in den Kommentaren sind herzlich willkommen.

Ach ja, an alle Postview-Fans: dieses “Geschäftsmodell” könnt ihr in einer Hyperinflation auf jeden Fall vergessen. ;)

Der Kommentar “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive” entspricht nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

Wie denkt ihr darüber?

Von wöchentlich bis monatlich: Auszahlung bei den Affiliate-Netzwerken

Mittwoch, August 5th, 2009

Das Netzwerk belboon-adbutler hat heute die Provisions-Auszahlung auf dreimal pro Monat erhöht. Davon profitieren künftig insbesondere solche Affiliates, die in den Kauf von Traffic investieren und so die notwendigen Finanzmittel schneller zur Verfügung haben.

Die Auszahlungsmodalitäten der zehn großen deutschen Netzwerke im Vergleich:

Umfrage

Welchen Auszahlungszeitraum bevorzugt ihr?

Affiliate-Netzwerke: Wie häufig sollte die Provision ausgezahlt werden?(survey software)

Partnerprogramm TIPP der Woche: netzcocktail.de

Mittwoch, August 5th, 2009

netzcocktail

Alle weiteren neuen Partnerprogramme der letzten Tage im großen Quick-Check…

Klare Grenzen für Post-View-Kampagnen im Code of Conduct

Montag, August 3rd, 2009

Anfang 2005 wurde der Arbeitskreis Affiliate Marketing im BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) ins Leben gerufen. Dort arbeiten Mitarbeiter aus Netzwerken und Agenturen unter anderem an Qualitätskriterien für sauberes und faires Arbeiten im Affiliate-Marketing.

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Code of Conduct

In diesem Zusammenhang wurde 2008 der „Code of Conduct“ erarbeitet, der von zahlreichen Netzwerken und Agenturen unterzeichnet wurde: Standardisierte Qualitätskriterien sollen die „Missbräuchliche Anwendung von Affiliate-Links“ unterbinden.
Das bislang „spärliche“ Gerüst des Code of Conduct, mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner von Netzwerken und Agenturen, kann von diesen noch individuell ausgearbeitet und ergänzt werden. Auf Agenturseite sind bereits einige als „Affiliate Marketing Trusted Agency“ zertifiziert.

BVDW und Post-View

Derzeit sind „Post-View-Kampagnen“ das Thema des Arbeitskreises Affiliate Marketing, der aktuell dazu einen Leitfaden mit Empfehlungen entwickelt hat. Hintergrund ist der Trend, im Affiliate-Marketing gezielt Post-View-Kampagnen durchzuführen.

Beim Post-View-Verfahren wird bereits ein Cookie gesetzt, sobald der Websitebesucher einen Banner „nur sieht“ (View). Tätigt er anschließend in einem festgelegten Zeitraum einen Transaktion beim Merchant, so wird dem Affiliate die vereinbarte Provision gutgeschrieben.

Merchants sind in der Nutzung des Post-View-Verfahrens aber oft noch unsicher und finden in dem BVDW-Leitfaden ein unterstützendes Werkzeug für die praktische Umsetzung.

Dieser gibt standardisierte Grundregelungen zu den Punkten (a) Einsatzbereiche des Post-View, (b) Rahmenbedingungen, (c) Werbemittel, (c) Platzierung und (e) Tracking:

(a)    Allgemein kann Post-View von ausgewählten Affiliates direkt oder indirekt durch Platzierung auf Websites Dritter eingesetzt werden. Dabei ist empfehlenswert, Rahmenbedingungen und Anforderungen in einem Vertrag schriftlich zu vereinbaren sowie regelmäßig zu überprüfen, um die Vorgaben des Merchants sicher zu stellen.

(b)    Außerdem sollen auch nachfolgende Eckpunkte schriftlich fixiert und Testzeiträume festgelegt werden:

  • Die Zeitspanne (z.B. Cookielaufzeit), in der der Affiliate getätigte Transaktionen vergütet bekommt.
  • Die Provisionshöhe, die meist unterhalb der Standardvergütung liegt.
  • Der aufkommende Traffic, der beim Post-View eine besondere Tracking-Situation erzeugt und deshalb eine tägliche Deckelung haben sollte.

(c)    Basierend auf den Anforderungen des Code of Conduct sollten auch für Post-View-Werbemittel konkrete Vorgaben getroffen werden.
Dazu gehören Vereinbarungen…

  • zum Einsatz von Multi-Merchant-Werbemitteln
  • zur Nutzung von neuen Werbemitteln und –formaten erst nach Merchant-Freigabe
  • zur Abstimmung der Trackinglinks bei speziellen oder vom Affiliate eigens erstellten Werbemitteln

(d)    Aufgrund des notwendigen Sichtkontaktes für eine Post-View-Vergütung, sind die Werbemittel im sichtbaren Bereich der Website, ohne Scrollen, anzubringen. Klare bzw. abweichende Regelungen sollten ebenso festgehalten werden.

(e)    Schließlich sind auch ein separates Tracking und gegebenenfalls eine Trackingweiche zur korrekten Abrechnung der Post-Views nötig.
Die einzelnen Netzwerke stellen dafür spezielle Werbemittelcodes zur Verfügung, die zudem eine separate Darstellung in der Statistik ermöglichen.

Auf Merchantseite besteht häufig noch Klärungsbedarf, was die Integration der Trackingsysteme mit dem jeweiligen Affiliate-Netzwerk angeht. Hier sind die Beteiligten gefordert, eine gemeinsame Post-View-Tracking-Lösung zu finden.

BVDW: Mindeststandards für Post-View-Kampagnen

Ergänzend zu dem Leitfaden legt der BVDW anhand von acht Kriterien, „Mindeststandards für Post-View-Kampagnen“ fest, zu denen sich die Unterzeichner des Code of Conduct im Falle einer Post-View-Aktion verpflichten.

Die Unterzeichner im Überblick:

Netzwerke:

  • affilinet GmbH (www.affili.net)
  • belboon-adbutler GmbH (www.belboon.de)
  • Commission Junction (www.cj.com) / ValueClick Deutschland GmbH (www.valueclick.com/de)
  • TradeDoubler GmbH (www.tradedoubler.com)

Agenturen:

  • ADC Media GmbH (www.adcmedia.de)
  • bigmouthmedia GmbH (www.bigmouthmedia.de)
  • Bigpoint GmbH (www.bigpoint.net)
  • eprofessional (www.eprofessional.de)
  • exelution GmbH (www.exelution.com)
  • explido WebMarketing GmbH & Co. KG (www.explido-webmarketing.de
  • iCrossing GmbH (www.icrossing.de)
  • INTERNETONE AG (www.intenrteone.ag)
  • Intershop Communications Online Marketing GmbH (www.intershop.de)
  • jaron GmbH (www.jaron.de)
  • Karanga GmbH (www.karanga.net)
  • komdat.com GmbH (www.komdat.com)
  • NetSlave GmbH (www.netslave.de)
  • Netzpiloten AG (www.netzpiloten.com)
  • nonstopConsulting GmbH (www.nonstopconsulting.de)
  • Quisma GmbH (www.quisma.de)
  • Sherpatec R.Mahir-M.Glatz GbR (www.sherpatec.com)
  • uniquedigital GmbH (www.uniquedigital.de)
  • Yellow Tomato GmbH (www.yellow-tomato.de)
  • YOC AG (www.yoc.de)
  • Zieltraffic AG (www.zieltraffic.de)

[Ergänzung 20.08.09:]

  • Ad Agents GmbH
  • Adamicus GmbH
  • arvato online services GmbH
  • Metaapes GmbH

Affilinet und Post-View

Das Netzwerk affilinet setzt mit seinem Produkt „Efficient Reach“ (eReach) bereits seit Längerem Maßstäbe in Sachen Code of Conduct. Es bietet dem Merchant damit eine Lösung, die durch eine flexible Gestaltbarkeit ein maßgeschneidertes Post-View-Marketing ermöglicht.

Den Post-View-Leitfaden des BVDW hat affilinet jetzt zum Anlass genommen und ein zweiseitiges Papier mit den „fünf wichtigsten Kriterien für die Auswahl des richtigen Postview-Providers“ verfasst. In diesem werden die Punkte Auswahl von Post-View-Affiliates, Mindestwerbemittelgröße, Werbemittelumfeld und –relevanz, Werbewirksamkeitsanalyse sowie individuelle Gestaltungsmöglichkeiten von Post-View-Maßnahmen erläutert.
Ein sinnvolles Grundgerüst, das Merchants die Konzeption und Umsetzung von Post-View-Aktivitäten erleichtern wird.

Die Vergütung von Post-View-Kampagnen bei TradeDoubler wird als „iSale“ bezeichnet.

Weitere Post-View-Anbieter:
Daneben bieten auch die Netzwerke adcell, affiliwelt, Commission Junction, SuperClix*, Webgains, Zanox und das internationale Netzwerk netaffiliation Post-View an.
Inwieweit sich deren Handhabung dabei an den CoC-Richtlinien orientiert, bleibt offen.

* [Ergänzung 6.8.09 nach Hinweis durch SuperClix: SuperClix bietet grundsätzlich kein Post-View an und sieht den Einsatz von PostView mehr als kritisch, und hat die Vereinbarung auch deswegen nicht unterzeichnet.]

Fazit

In den Papieren von BVDW und affilinet werden den Marktteilnehmern Regeln und Empfehlungen zu Post-View an die Hand gegeben, die in der Praxis genutzt und angewandt werden sollen. Dies bedeutet unter anderem Gespräche und klare, schriftlich formulierte Abmachungen zwischen den Partnern von Post-View-Kampagnen. Eine notwendige Vorarbeit und Voraussetzung für ein sauberes Arbeiten mit Post-View.

Überraschend jedoch, dass sich bislang nur drei der deutschen Affiliate-Netzwerke dem Code of Conduct unterwerfen. Was sind die Gründe für Netzwerke, die sich nicht angeschlossen haben?

Was haltet Ihr von den definierten Regelungen in Sachen Post-View? Und wie schätzt Ihr den künftigen Einsatz im Affiliate-Marketing ein?

Wie steht Ihr dem Code of Conduct im Allgemeinen gegenüber und seht Ihr das Thema Post-View dort ausreichend berücksichtigt?

Das bringt die SISTRIX Toolbox – SEO und SEM für Affiliates

Montag, August 3rd, 2009

Die Toolbox von SISTRIX ist ein nützliches Utensil, um die eigenen SEO- und SEM-Maßnahmen zu analysieren und zu verbessern. Hierfür untersucht der Betreiber nicht nur die eigene Website, sondern eine riesige Anzahl von Domains seit längerer Zeit.

Die Toolbox besteht aus vier Modulen, die einzeln oder in Kombination zu abonnieren sind: SEO, SEM, Links und Monitoring.

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Die Toolbox bietet vier Module, die einzeln erworben werden können

SEO

Suchmaschinenoptimierung gehört zum erfolgreichen Marketing der eigenen Website. Bevor man Maßnahmen trifft, sollte man die Mitbewerber analysieren und natürlich auch den Verlauf der eigenen Platzierung beobachten. Das ist i.d.R. sehr aufwendig. Hier setzt nun das SEO-Modul an. Schon seit längerer Zeit speichert SISTRIX alle relevanten SEO-Kennzahlen von Domains und Keywords ab. Dazu zählen der Sichtbarkeitsindex, die Entwicklung in der Vergangenheit oder die Zahl der indexierten Seiten. Der Nutzer hat mit diesem Modul eine sehr komfortable Übersicht über folgende Teilbereiche:

Domainüberblick
Als Nutzer gebe ich eine Domain in die Suchmaske ein. Es kann sich dabei um meine eigene, aber auch um eine fremde URL handeln. SISTRIX hält Daten über mehr als 10 Millionen Domains bereit. Angezeigt werden – wie in der Grafik zu sehen ist – die Zahl der indexierten Seiten über einen längeren Zeitraum als Kurvendiagramm, der PageRank, der Sichtbarkeitsindex und Keywords, unter der die Website in Suchmaschinen zu finden ist.

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Der Sichtbarkeitsindex bewertet nicht nur die Suchmaschinenplatzierung, sondern auch den Traffic – hier am Beispiel von focus.de

Sichtbarkeitsindex
Dieser Wert wird berechnet aus Ranking und Traffic von Domains. Dadurch hat der Index eine größere Aussagekraft für die Sichtbarkeit als die reine Platzierung von Keywords in Suchmaschinen. SISTRIX beobachtet für die Ermittlung dauerhaft über 250.000 der relevantesten Suchbegriffe, darunter jeweils 10% mit aktuellen Themen wie z.B. Bundestagswahl 2009. Hierbei werden trafficstarke Begriffe wie Kategorienbezeichnungen (z.B. Kredite) auf einem 10. Platz besser bewertet als seltene Suchphrasen auf Platz 1 (z.B. “Darlehen für Rentner”). Die Summe aller ermittelten Keywordwerte für eine Domain ergibt den Sichtbarkeitsindex.

Dauerhaft befinden sich im Menü die Top 100 der Domains und der Hostnamen auf Grundlage des Sichtbarkeitsindex und die “Movers & Shakers” – das sind die Domains, die aktuell von Google auf- oder abgewertet worden sind. Natürlich kann ich hier die Bestenliste nicht nennen, aber dass Wikipedia, Ebay und Amazon recht gut abschneiden, dürfte kein großes Geheimnis sein. Die genauen Positionen erfahren die SISTRIX-Nutzer auf einen Blick im Modul.

Zusätzlich erwähnt sind Google News, aktuelle Veränderungen der PageRank-Werte und alle Domains mit der PR 10, 9 und 8 in einer umfangreichen Liste.

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Die Zahl der indexierten Seiten im Zeitverlauf – hier am Beispiel von focus.de

Ranking-Verlauf
Das Kurvendiagramm zeigt den Ranking-Verlauf jeder beliebiger Domain auf Basis eines von über einer Millionen Keywords. Der Startpunkt liegt zumeist über ein Jahr in der Vergangenheit. Dadurch sind Entwicklungen von eigenen und fremden Projekten sehr schnell zu erkennen.

SEM

Suchmaschinenmarketing ist die kostenpflichtige Schaltung von Anzeigen, die bei der Suche nach passenden Keywords erscheinen. Das SEM-Modul von SISTRIX zeigt an, welche Anzeigen aktuell und in der Vergangenheit geschaltet worden sind. Das ist besonders nützlich, um die Konkurrenz zu beobachten und seine eigenen Werbeaktionen zu optimieren.

Der Nutzer gibt den Namen einer beliebigen Domain ein, z.B. ebay.de. Aufgelistet werden daraufhin die Gesamtzahl der Keywords, die für diese URL geschaltet werden, sowie die durchschnittliche Position in der Ergebnisliste, die unterschiedlichen Display-URLs und die Trackingsysteme.
In einer zweiten Box ist der zeitliche Verlauf der Keywords in einem Kurvendiagramm zu sehen. Auf einen Blick erkenne ich daran, ob der Betreiber seine Kampagnen verstärkt oder einschränkt.
Schließlich gibt das Tool eine Auflistung der stärksten Keywords an, auf die geboten wird. Mit einem Klick gelange ich zu weiteren Informationen. So erfahre ich z.B., wer noch auf das entsprechende Keyword bietet oder geboten hat.

Affiliates nutzen teilweise ebenfalls SEM, sofern das Partnerprogramm es erlaubt (Beliebteste Suchen nach Partnerprogrammen…). Neben Adservern kann das ein Grund sein, dass sich Display- und Target-URLs unterscheiden. Auch hierfür bietet das Tool eine komfortable Übersicht an. Beispielsweise werden alle Ziel-URLs aufgelistet, die zu ebay.de geleitet werden, u.a. die webmasterplan-Adresse von Affilinet. Teilnehmer von Netzwerken können dadurch schnell erkennen, welche SEM-Bewerbung sich anscheinend lohnt, da eine langfristige Beobachtung für die vergangenen Monate möglich ist.

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Display-Domains der Target-Domain zanox.com

Zu guter Letzt erfährt der Nutzer mit Tortendiagrammen (siehe Bild oben) und Toplisten über die größten SEM-Werbetreibenden und die meist genutzten Tracking-Server, bzw. Partnernetzwerke.
In eigenen Tabellen stehen stets die Top 100 der Domains und der Target-Domains mit einem Klick zur Verfügung.

Links

SEO und Backlinks gehören fest zusammen. Je mehr relevante Backlinks eine Website besitzt desto höher ist die Chance auf eine gute Suchmaschinenplatzierung. Die Toolbar von SISTRIX beschafft zwar keine Backlinks, bietet aber einen glänzenden Überblick, welche Seiten auf die eigene Webpräsenz verlinken.

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Backlink-Überblick für die Domain focus.de – eine wahre Fundgrube, um die Backlinks der eigenen URL sowie die der Mitbewerber bei wichtigen Suchbegriffen zu analysieren

Webmaster wissen, dass die Informationsbeschaffung sehr schwierig ist. Google hat hierfür zwar eine Funktion, die aber nur mangelhafte Ergebnisse liefert. Auch die Listen von Yahoo sind nicht vollständig. Hier besitzt die Toolbar von SISTRIX einen gewaltigen Vorteil, da der Betreiber einen eigenen Crawler einsetzt, um die relevanten Daten zu erhalten. Das Tool-Modul besteht aus folgenden Elementen:

Backlink-Check
Wie in den anderen Modulen kann ich auch hier eine beliebige Domain in das Suchformular eingeben. Als Ausgabe erhalte ich alle bekannten Backlinks mit umfangreichen Auswertungen, z.B. die Anzahl der unterschiedlichen IP-Adressen, die Länder oder die benutzten Linktexte.

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Aus welchen Ländern kommen die Backlinks, die auf meine Domain verweisen?

Backlink-Vergleich
Hiermit werden die Backlinks zweier Domains gegenüber gestellt. Damit erkenne ich z.B. schnell, von welchen Seiten mein Mitbewerber verlinkt wird, aber meine Website noch nicht.

Hubfinder
Unter einem Hub versteht SISTRIX Websites, die mehrere angesehene Seiten zu einem bestimmten Thema verlinken. Unter Beobachtung stehen jeweils die ersten zehn Google-Treffer zu einem Keyword. Bei diesen Hubs sollte der Domainbesitzer um eine Verlinkung bitten, um die Relevanz bei Google & Co. zu erhöhen.

Monitoring

Mit diesem Tool kann ich eigene Reports für ausgewählte Keywords und andere erstellen, diese im CSV-Format oder als Excel-Datei downloaden oder mir regelmäßig als PDF zuschicken lassen.

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Die Monotoring-Funktion gibt einen Überblick über wichtige Veränderungen

Über sogenannte Alerts erhalte ich außer der Reihe Nachricht per E-Mail, wenn sich zuvor festgelegte Werte deutlich ändern. Sollte Google z.B. eine Abwertung vornehmen kann ich schnell reagieren.

Preise und Konditionen

Die vier Module der SISTRIX Toolbox sind einzeln oder in Kombination zu buchen. Ab 3 Module gibt es Rabatt.
1 Modul:   100 Euro
2 Module: 200 Euro
3 Module: 275 Euro
4 Module: 350 Euro

Für angefangene Monate braucht nur der anteilige Restbetrag gezahlt werden. Zu jedem kommenden Monatsende kann der Nutzer kündigen. Die Zahlung erfolgt derzeit auf Rechnung. Testaccounts sind wegen schlechter Erfahrungen nicht möglich.

SISTRIX bietet auch ein Lifetime-Affiliate-Programm an, um an der Bewerbung für Neukunden zu verdienen.

Fazit

Die Toolbox bietet perfekte Listen und Diagramme für jeden Websitebesitzer, der erfolgreich im Internet tätig sein möchte. Auffällig ist zunächst einmal die übersichtliche Struktur. Alle Features sind schnell über Menüs zu finden und die Optionen leicht zu ändern. Die Suchergebnisse werden binnen weniger Sekunden angezeigt.

Inhaltlich bietet die Toolbox exzellente Details für die Analyse der eigenen Website und von Mitbewerbern. Für meine Projekte halte ich jedes einzelne Teilmodul für sehr nützlich. Es mag für jede Auswertung alternative Tools im Internet geben, die gratis nutzbar sind. Doch wie das Beispiel der Backlinks zeigt bieten diese zumeist nur unzureichende Auskünfte. Zudem liegt der große Vorteil der Toolbox bei der Aufzeichnung von vergangenen Werten.

In meinem Test habe ich rund zehn kaum bekannte Domains getestet und sie wurden alle von SISTRIX beobachtet. Das zeigt, dass die Datenbank ziemlich lückenlos ist.

Die recht hohen monatlichen Kosten, die sich gerade kleinere Jungunternehmer nicht leisten können, mag viele potentielle User abschrecken. Bei genauerem Überlegen dienen sie allerdings auch dem priviligierten Wissen gegenüber der Konkurrenz. Und vor allem zur Beobachtung des Marktes ist die SISTRIX Toolbox ein ideales Marketing-Instrument.

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Karsten Windfelder