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Affiliate Marketing in einer Hyperinflation

Aus der Reihe “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive“…

Vor gut zehn Monaten habe ich an dieser Stelle über mögliche Auswirkungen der Finanz- bzw. Wirtschaftskrise auf unsere Branche spekuliert. Wenn auch damals klar war, dass es zu einer handfesten Wirtschaftskrise kommen wird, war vor allem die monetäre Entwicklung noch nicht wirklich absehbar. Da die politischen Entscheidungsträger in den letzten Monaten die Weichen in Richtung Hyperinflation gestellt haben, ist dieses Szenario mittlerweile mehr als wahrscheinlich. Daher möchte ich heute die möglichen Auswirkungen einer Hyperinflation auf unser Business etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Vorab aber eine Anmerkung: Dieser Artikel soll nicht zur Diskussion stellen, ob eine Hyperinflation kommt, sondern vielmehr die Auswirkungen dieses möglichen Szenarios auf Affiliates näher beleuchten.

Affiliate Marketing allgemein

Zunächst möchte ich die Hyperinflationstauglichkeit des Geschäftsmodells Affiliate Marketing an sich näher betrachten. Was im Umfeld einer verfallenden Währung zum großen Verhängnis wird, sind die langen Abrechnungszyklen bei Partnerprogrammen. Vom Generieren der Provision bis zur Auszahlung vergehen oft mehrere Monate. In einer Hyperinflation ist dieses Modell nicht mehr tragbar. Mögliche Auswege wären hier:

  • Ausweichen auf eine stabile Währung
    Theoretisch wäre das die einfachste Lösung, vor allem für Netzwerke die bereits international – sprich für die Verwendung mehrerer Währungen – ausgerichtet sind. Praktisch ist aber äußerst fraglich, ob es überhaupt eine Währung geben wird, die sich dieser Entwicklung entziehen kann. Dies wäre also – wenn überhaupt – möglicherweise nur eine Übergangslösung.
  • sofortige oder sehr zeitnahe Freigabe aller Provisionen, sowie kurze Auszahlungsintervalle
    Die sofortige oder zeitnahe Freigabe von Provisionen macht einen vernünftigen Abgleich mit der Warenwirtschaft praktisch unmöglich. Stornos müssen also eingerechnet werden, oder Partner und Sales sehr genau kontrolliert werden, um nicht einem übereifrigen Selbstbestell(robot)er auf den Leim zu gehen. Für Agenturen und Merchants, die diese Dinge bisher zuweilen vernachlässigen auf jeden Fall eine Herausforderung.
  • Abrechnung mit Sachwerten
    Was in einer Hyperinflation im Gegensatz zur Währung im Wert stabil bleibt (oder sogar steigt), sind Sachwerte. Es wäre also naheliegend, Sachwerte zur Abrechnung heranzuziehen. Ebenso naheliegend ist aber die Frage nach der praktischen Umsetzung. Die gestaltet sich auf jeden Fall nicht ganz einfach. Für Inhouse-Partnerprogramme wären etwa Punktesysteme in Verbindung mit Gutscheinen denkbar – zumindest für jene Affiliates, welche die beworbenen Produkte oder Dienstleistungen auch selbst in Anspruch nehmen wollen. Das wird wohl eher die Minderheit sein. Und über Netzwerke ist das ohnehin kaum machbar, hier müsste man andere Lösungen finden. Möglich wäre eine Abrechnung in Edelmetallen – was aber durchaus nicht wenige Schwierigkeiten mit sich bringt. Denkbar ist auf jeden Fall vieles – auf jeden Fall wäre hier die Innovations-Freude der Marktteilnehmer gefragt. Ich kann mich etwa an ein Partnerprogramm erinnern, dass seinen Affiliates bei entsprechendem Umsatz ein Auto kostenlos zur Verfügung stellte. Auch solche Lösungen wären ein Ansatz.
  • Sachwert-gebundenes Punktesystem
    Darunter könnte ich mir etwa ein Modell mit einer Art Goldstandard vorstellen. Für einen Sale bzw. einen Lead bekommt man (je nach Partnerprogramm) eine bestimmte Anzahl an Punkten. Ein Punkt entspricht dabei einer bestimmten Menge eines möglichst wertstabilen Sachwertes – Gold oder Silber wären hier naheliegend. Am Tag der Auszahlung wird dann in die Landeswährung umgerechnet und der entsprechende Betrag überwiesen. Bei Netzwerken stellt sich natürlich hier auch die Frage, wie man die Abrechnung mit den Merchants handhabt. Auf jeden Fall auch keine ganz einfache Sache.

Ich gehe einmal davon aus, dass kaum ein Partnerprogramm-Betreiber oder Netzwerk auf so radikale Änderungen der Abläufe vorbereitet ist. Daher wird man idR wohl so weiter machen wie bisher und bestenfalls versuchen, die Abrechnungszyklen möglichst zu verkürzen. Ob das ausreicht, hängt davon ab, welche Ausmaße die Hyperinflation annimmt – was aus heutiger Sicht seriöserweise nicht beurteilt werden kann.

Einfachere Lösungen fallen mir allerdings nicht so recht ein. Für Ideen oder Vorschläge steht die Kommentarfunktion gerne zur Verfügung.

Nun möchte ich noch einmal kurz auf die einzelnen Themenbereiche, die im Affiliate Marketing eine Rolle spielen, eingehen:

Kredite & Versicherungen
Kredite gibt es in einer Hyperinflation praktisch nicht. Und bei Versicherungen sieht es nur unwesentlich besser aus. Natürlich will in einer Hyperinflation auch niemand sein Geld auf der Bank liegen haben. Dementsprechend hart wird es Affiliates treffen, die sich auf den Finanzbereich spezialisiert haben.

Gewinnspiele & Umfragen
Die Frage, die sich bei den Adressensammler-Partnerprogrammen stellt ist vor allem, ob bzw. wie man den Wert einer Adresse in einem hyperinflationären Umfeld kalkulieren kann. Ich vermute eher, dass der Wert in diesem Fall gegen Null tendiert und sich die Adressensammlerei nicht mehr rechnet. Die Nachfrage der User nach Gewinnspielen, wird dafür umso höher sein. Wenn diese nicht mehr kostenlos angeboten werden können, sind die User möglicherweise bereit, ein kleines Entgelt dafür zu bezahlen – was aber aufgrund der Gesetzeslage (v.a. in Deutschland) wohl kaum machbar sein dürfte.

Reisen, Tourismus
In einer Hyperinflation braucht man das Geld für wichtigere Dinge. Die Pauschal-Tourismus kommt daher praktisch zum erliegen. Die Reisen, die noch gebucht werden, werden aber meiner Einschätzung nach verstärkt online gebucht. Das liegt zum einen daran, dass klassische Reisebüros wohl relativ schnell verschwinden werden. Zum Anderen daran, dass aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit, Reisen idR wohl sehr kurzfristig – also tendenziell eher online – gebucht werden.

Retail, Shopping
Wie gut Online-Shops in einer Hyperinflation noch laufen, hängt vor allem von zwei Dingen ab:

  1. wie „lebensnotwendig“ sind die verkauften Produkte
  2. wie schnell und gut reagiert der Shop-Betreiber auf das Umfeld einer abstürzenden Währung

Um als Versandhandel auch in einer Hyperinflation bestehen zu können, sind vermutlich bei den meisten Shops gravierende Änderungen in Zahlungs-, Versand- und Lagerlogistik erforderlich. Als Affiliate ist es schwierig zu beurteilen, wie gut der Merchant das in den Griff bekommt. Daher empfiehlt es sich für Affiliates wohl vor allem Produkte zu bewerben, die möglichst der Befriedigung von Grundbedürfnissen dienen, damit zumindest Punkt 1 erfüllt ist.

Dating, Kontakte
Das Bedürfnis nach Liebe, Geborgenheit und Familie nimmt in unsicheren Zeiten stark zu. Der Dating-Bereich könnte daher zu den wenigen Gewinnern zählen. Fraglich ist aber, ob man mit fortschreitender Dauer einer Hyperinflation für die Online-Kontaktsuche dann auch bereit ist, etwas zu bezahlen, bzw. noch Geld dafür übrig hat.

Browsergames
Sind ja im Moment stark im Kommen. Wenn die Eltern Ihren Sprösslingen einmal den Geldhahn abdrehen, weil das Geld für wichtigere Dinge benötigt wird, wird dieser Bereich vermutlich sehr deutlich schrumpfen.

Glücksspiel
Es heißt, dass Glücksspiel in wirtschaftlich schwierigen Zeiten boomt. Ob das auch in einer hyperinflationären Depression zutrifft? So ganz sicher bin ich mir da nicht. Aber möglich wäre es schon, dass man das Geld, dass dann ohnehin kaum noch was wert ist, auch im Casino verzockt. Das wird wohl vor allem dann der Fall sein, wenn die Inflation so weit geht, dass Geld zum Kauf von Waren überhaupt nicht mehr angenommen wird, wie es etwa in Zimbabwe der Fall war. Aber das wollen wir lieber nicht hoffen.
Abgesehen davon stellt sich bei Online-Glücksspielen möglicherweise die Frage der Abrechnung. Denn Kreditkarten wird es in der heutigen Form möglicherweise nicht mehr geben. Das gilt natürlich auch für einige andere Bereiche.

Erotik
Hier gilt wohl tendenziell ähnliches wie beim Glücksspiel. Für Schmuddelkram wird wohl immer noch ein bisschen Geld locker gemacht. Zumal es fraglich scheint, ob Gratis-Content dann noch vernünftig monetarisiert werden kann. Wenn Youporn&Co. wegbrechen, wird es wohl auch wieder mehr User geben, die für ein bisschen Spaß am Bildschirm auch schon mal was springen lassen.

Und wer könnte sonst profitieren?
Auch in einer Hyperinflation gibt es Geschäfte, die gut laufen können. Zwei Bereiche, die in einer Hyperinflation richtig aufblühen, sind der Tauschhandel und der Schwarzhandel. Welche Rolle könnte hier das Online-Business spielen?
Für den Tauschhandel kann ich mir vorstellen, dass sich entsprechende Plattformen bilden. Die Frage ist jedoch, wie sich diese dann monetarisieren lassen – aber da sollte sich doch ein Weg finden. Auf jeden Fall hab ich mir tauschhandel.at gleich mal registriert, wenn die schon so ungebraucht herum liegt ;)

Beim Schwarzhandel wird es naturgemäß etwas schwieriger. Was im Online-Handel hier richtig aufblühen könnte, wäre der Bereich Medikamente. Hier handelt es sich um Produkte, die erstens mit Sicherheit ein Kandidat für Preisregulierungen (=Auslöser für Boom des Schwarzhandels, weil sich der Verkauf der Ware zum regulierten Preis nicht mehr rechnet) sind. Zweitens besteht hier nicht zuletzt dank Viagra bereits ein breites Netz an illegalen Vertriebswegen. Diejenigen, die heute schon Viagra verchecken, haben hier möglicherweise auch im Hinblick auf eine Hyperinflation auf das richtige Pferd gesetzt. Aber Vorsicht: man kann davon ausgehen, dass in einem solchen Szenario auch die Kontrollen in jeder Hinsicht massiv verstärkt werden. Wer solche Geschäfte von Deutschland aus betreibt, begibt sich auf dünnes Eis, wenn er seine Spuren nicht sehr gut verwischt.

Ansonsten gibt es ein paar Nischen, die profitieren könnten. Etwa der Edelmetallhandel. Allerdings ist anzunehmen, dass nach einem ersten Run auf Gold und Silber kaum noch Ware zum Verkaufen da sein wird. Wie schnell das gehen kann, war letzten September sehr schön zu sehen, wo es in ganz Deutschland praktisch fast kein Silber mehr gab und auch Gold schon mehr als knapp war.

Immobilien könnten ebenfalls ein gutes Thema sein. Allerdings nur in der ersten Phase der Hyperinflation, in der vermutlich viele Ihr Vermögen retten werden, indem sie es in Immobilien anlegen. Ist dieser Boom vorbei, wird es aber vermutlich auch um die Immobilien-Branche schlecht bestellt sein. Da die meisten Immobilien auf Kredit gekauft werden, den es dann nicht mehr gibt, bricht der Markt zusammen.

Auch der Bereich Sicherheit (von Alarmanlagen über Tresore bis hin zum Pfefferspray) ist mit zunehmender Verarmung der Bevölkerung (wie das in einer Hyperinflation der Fall ist) eine profitierende Branche, wo es zum Teil auch passende Partnerprogramme gibt.

So weit meine Gedanken und Einschätzungen zu diesem Thema. Ich weiß nicht, ob ich auch alles wirklich zu Ende gedacht habe, oder vielleicht erwähnenswerte Dinge vergessen habe. Ergänzungen und Kritik in den Kommentaren sind herzlich willkommen.

Ach ja, an alle Postview-Fans: dieses „Geschäftsmodell“ könnt ihr in einer Hyperinflation auf jeden Fall vergessen. ;)

Der Kommentar “Randbemerkungen – aus Affiliate-Perspektive” entspricht nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.

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23 Comments  comments 

23 Antworten

  1. Hallo Markus,

    herzlichen Dank für diesen aufschlussreichen Beitrag.

    Auch ich habe mir in letzter Zeit einige Gedanken zu dem Thema gemacht und so passt es, dass du es nun selbst aufgegriffen hast und ich lediglich einen kleinen Kommentar schreibe.

    Um sich die immensen Auswirkungen einer Hyperinflation für unsere Branche vorzustellen, zitiere ich Wikipedia: „Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition, aber eine verbreitete Faustregel spricht von einer Hyperinflation ab einer monatlichen Inflationsrate von 50 %, die einer jährlichen Rate von ca. 13.000 % entspricht.“

    Hierzu einmal ein Beispiel aus der Affiliate-Praxis:
    – 1. Oktober: Affiliate verdient 100,00 Euro durch einen Sale
    – 1. November: Merchant bestätigt den Sale
    – 1. Dezember: Netzwerk überweist die 100,00 Euro Provision an den Affiliate

    Bei angenommener monatlichen Inflationsrate von 50 % sind die Waren draußen in den zwei Monaten zwischen Sale und Auszahlung um 125 % teurer geworden (100 -> 150 -> 225 Euro). Das heißt der Affiliate kann sich für die verdiente Provision nur noch 44 % der Ware kaufen, die er zwei Monate zuvor hätte kaufen können (44 % von 225 = 100). Er erleidet einen Verlust in Höhe von 56 %.

    Vor diesem Hintergrund bedeutet eine Bearbeitungszeit von 30 Tagen und eine Auszahlung durch das Partnernetzwerk weitere 30 Tage später einen erheblichen Wertverlust (und die Netzwerke mit mehrmonatlicher Auszahlung scheinen vielleicht auch ohne dieses Szenario bedacht zu haben auf einem guten Weg zu sein).

    Neben zeitnaher Freigabe und kurzen Auszahlungsintervallen wäre eine ständige (ja fast tägliche) Anpassung der Provisionen durch die Merchants unabdingbar. Das betrifft ja weniger die Pay-per-Sale-Programme die die Provision in Prozent berechnen. Aber Sale in Euro, Lead und Klick würde in einer Hyperinflation praktisch immer hinterherlaufen.

    Insofern meine Einschätzung:
    – 80 % der heutigen Partnerprogramme würden verschwinden (zu klein, zu unflexibel, „falsche“ Branche)
    – 20 % würden professionell geführt, können sich der Situation stellen und sind die „Gewinner“
    – Starker Trend zu Sale-Programmen, die in Prozent zahlen
    – engagierte Affiliates sind weiterhin im Markt dabei, aber ständige Beobachtung und Anpassung nötig

    Gruß
    Karsten

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  2. avatar Tom

    Ich habe den Artikel zwar nur überflogen, aber ist das nicht ein bisschen Utopie? Es gibt keine Anzeichen für so eine Inflation. Letzten Monat war die Inflationsrate seit über 20 Jahren zum ersten mal negativ.

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  3. avatar steffen

    Eine „einfache“ Lösung wäre wohl eine eigene Netzwerkwährung, ähnlich des Lindendollars. Diese Netzwerkwährung würde sich tagesaktuell berechnen, so würde es keinen Wertverlust über die Monate geben.

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  4. Sorry, aber was für einen schlechten Shit raucht ihr denn?

    Ich schreibe gerade einen Artikel zum Thema „Auswirkungen eines atomaren Angriffs auf Deutschland auf das Affiliate Marketing“ und stelle die These auf, dass die gesunkenen Bevölkerungszahlen im Endeffekt zu höheren Provisionen für uns führen werden. Nach Lektüre dieser Veröffentlichung gehe ich davon aus, dass dieser Artikel auch hier gerne publiziert wird.

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  5. @steffen
    Aber der Tag wird kommen, wo man seine virtuellen Netzwerk-Dollars in eine „echte“ Währung umtauschen will/muss. Und dann?

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  6. Sorry, aber dieser Beitrag ist mit Abstand das Dümmste, was ich bisher zur Krise gelesen habe. Da fehlt es imho ganz grundlegend am Verständnis für die Funktionsweise des Wirtschafts- und Finanzsystems.

    In einer Hyperinflation klatsch der Handel mit allen, was nicht zum täglich Bedarf gehört auf die „Null-Linie“. Da erübrigen sich alle Überlegungen zum Affiliate Marketing.

    Die mit einer Hyperinflation einhergehende globale Vertrauenskrise würde „stabile Währungen“ und „virtuellen Tauschhandel“ unmöglich machen.

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  7. avatar jens

    die lösung findet ihr hier auf platz 1:
    http://www.1210er.de/strafe-muss-sein-auftakt-zur-monatlichen-badtaste-top-10.html

    das intro bearbeitet alle fragen :-)

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  8. avatar Markus B.

    @steffen
    Das ist im Prinzip das von mir im Artikel vorgeschlagene „sachwertgebundene Punktesystem“. Ob nun Punkte oder Netzwerkwährung – irgendwie muss man diesen Zahlen einen reellen Wert gegenüberstellen. Daher sachwertgebunden, weil Sachwerte in ener Hyperinflation im Vergleich zu Geld einigermaßen Wertstabil sind.

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  9. avatar Alf

    gehn wir doch mal zurück in der Geschichte – wie wr es denn vor 100 Jahren oder noch weiter zurück als wir keine Zahlungswährung hatten – da wurde doch auch gehandelt und geschäftliche Kooperationen geführt – wurde nicht zu jener Zeit ganz und gar ausschlieslich ein Produkttausch getätigt…..!
    Wäre dies nicht auch eine Ansatz für den jenigen, also in der Praxis könnte dies so ausschauen!
    Ein Kooperationspartner händelt eine Geschäft für mich, macht bsp. einen Verkauf von meinen Waren – beide, er und ich haben Infos zum Warenwert – diesen Warenwert bekommt er Vergütet in einer Höhe von X %! Allerdings die Zahlung erfolgt in Form einer Ware von mir die der Partner sicherlich auch nutzen kann! Sollte das nicht der Fall sein so kann er die Waren auf einem Konto sammeln und diese dann an andere anbieten.

    Wäre dies nicht eine Variante …..?

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  10. avatar Markus B.

    @Sebastian

    Prinzipiell hast du recht, aber das hängt imo schon vom Ausmaß der Inflation ab. 50% im Monat machen virtuellen Tauschhandel imo noch möglich – bei 50% am Tag geht das natürlich nicht mehr. Zumindest nicht auf Basis der gesetzlichen Währung.

    Aber Hyperinflation heißt ja nicht zwangsläufig Weimarer Republik oder Zimbabwe. Diese Ausmaße werden nur erreicht, wenn die Regierenden nicht in der Lage oder nicht Willens sind, eine vernünftige Währungsreform durchzuführen.

    Wenn ich gleich vom worst case ausgegangen wäre, wäre der Artikel recht kurz geworden ;)

    Grundsätzlich läuft ein Crack Up Boom (der Begriff von Ludwig von Mises trifft´s eigentlich besser als die gängigere Bezeichnung Hyperinflation) in verschiedenen Phasen ab, die sich mit Sicherheit auch auf das Online-Business unterschiedlich auswirken – darauf im Artikel einzugehen wäre zu weit gegangen, daher bin ich da sehr allgemein geblieben. In der ersten Phase könnte der Online-Handel gewaltig profitieren – wenn sie Supermarkt-Regale erst mal leer sind, wird alles gekauft, was nicht niet- und nagelfest ist – mit Sicherheit auch online. Ob das dann alles auch geliefert werden kann, ist vielleicht eine andere Frage. Aber viele werden lieber bestellen und das Risiko in Kauf nehmen, anstatt auf dem Geld sitzten zu bleiben, dass ohnehin bald nichts mehr wert ist.

    @Tom
    Anzeichen dafür gibt es sogar sehr deutliche. Hier darauf einzugehen, würde aber deutlich den Rahmen sprengen – daher auch mein Hinweis in dem Artikel, dass die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios hier nicht zur Diskussion gestellt werden soll. Das die meisten das für Bullshit halten, ist mir durchaus klar ;)

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  11. avatar pip

    Ich finde man muss wirklich nicht zwangsläufig JEDES Thema, was man morgens in der BILD liest, dann direkt mit dem Bereich Affiliate-Marketing verbinden.

    Ich pflichte Sebastian absolut bei, dass es fruchtlos scheint, sich über Provisionen und Abrechnungsmethoden Gedanken zu machen, wenn das eigentliche Problem ist, dass die zugrundeliegenden Transaktionen gar nicht mehr auftreten werden.

    Auch wenn die Qualität von 100PP insgesamt als durchaus gut bezeichnet werden kann so fallen doch vor allem jene Artikel, die eine Brücke zwischen Zeitgeschehen und Affiliate-Marketing schlangen wollen immer wieder stark negativ auf. Der Rufmord an grundsoliden ARCANDOR-Töchtern vor einiger Zeit war bisher der Tiefpunkt, der mit diesem Artikel nun aber erneut eingestellt wurde.

    Zum Thema „Krise“:
    Einem Medium wie 100PP und dem Autor stände es imho besser zur Gesicht gerade in diesen Zeiten die Attraktivität von Performance-Marketing als Vertriebskanal zu unterstreichen. Denn tatsächlich spüren die meisten von uns Affiliates die Krise kaum, nicht oder sogar positiv weil profitable Vertriebsbudgets nur marginal reagieren. Für Affiliates wäre zwar in der Tat eine mögliche Konsumzurückhaltung gefährlich, diese findet ja aber paradoxerweise kaum statt.

    PS: Wenn doch mal auf aktuelle Themen Bezug genommen werden soll dann doch lieber mal ein Artikel über die Destination-Verschiebungen im Urlaubsgeschäft (Fernreisen –> Deutschlandurlaub) oder welche Partnerprogramme bieten attraktive Produkte für saisonale Events wie Oktoberfest, Wasn, Open Air-Saison…

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  12. avatar Hatze

    Es gibt dann eh nur eine Lösung. Gold und Silber als Währung.
    http://www.goldmoney.com -> Währung ist goldgrams -> „gg“
    oder http://www.e-gold.com

    PS: an diejenigen die die Thematik ins Lächerliche ziehen: Die offizielle Inflation ist defacto Lüge, weil beliebig manipulierbar. Ich wüßte keine Versicherung, Miete, Krankenkasse oder sonst was wesentliches im Leben, das nicht teuerer geworden wäre. Aber solche Leistungen gehen nicht (mehr) in die Berechnung ein. Dafür Fernseher und PCs und subventionierte Lebensmittel…

    Glaubt NICHT den Medien. Es herrscht ein Informationskrieg!
    Nutzt NICHT ihr Geld (Kredit).

    Hatze =)

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  13. Wie Markus schon sagte waren solche Reaktionen durchaus zu erwarten. Hier wird ja nur beschrieben, wie sich unsere Branche in einem möglichen Szenario verändern könnte. Denke mal, wer die BILD-Zeitung liest (ich tue es nicht :-) ist da eher aufgeschmissen.

    Off-Topic: Partnerprogramme zum Oktoberfest haben wir hier vorgestellt:
    http://www.affiliate-kalender.de/2009/07/partnerprogramme-zum-thema-oktoberfest/

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  14. avatar pip

    @karsten: oktoberfest – mein fehler, sehr gut!

    BILD – Ich finde als ambitionierter Affiliate kann man es sich (leider) nicht leisten die BILD NICHT zu überfliegen – auch wenn’s hart ist. ;)

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  15. avatar jens

    hyperinflation halte ich auch für unwahrscheinlich. aber auch wenn es „nur“ ne L-rezession wird, werden noch einige köpfe rollen. deswegen „wir wollen palmen…“ <- das ist krisensicher!

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  16. avatar Tenor

    Sorry Karrsten, aber mit solchen Beiträgen verspielst Du leichtfertig jegliche Seriösität von 100pp. Ich würde schon vom Grundsatz her nicht dort investieren, wo zwar anfangs mit einem journalistischem Ansatz und viel Ehrgeiz ein Branchenportal aufgebaut wurde, jetzt aber die Wirtschaftskrise herbeigeredet wird, diffuse Ängste geschürt und beinahe wöchentlich weltverschwörerische Theorien über alle Kanäle verbreitet werden. Passen solche privaten Gedanken zum Niedergang der Welt wirklich in ein seriös betriebenes Affiliate Marketing Blog? Vielleicht sehe aber nur ich das so? Ich mag nicht vom Untergang lesen, wenn wir die Kraft eigentlich brauchen um unsere Branche weiter nach vorn zu bringen.

    Tenor

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  17. @Tenor:
    Schade, dass du dich im Gegensatz zu anderen hier anonym geäußert hast.
    Ohnehin steht es dir frei, dich dort zu „informieren“, wo du deine Meinung bestätigt siehst. Ist immer der leichtere Weg, wenn man nichts hinterfragen muss.

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  18. avatar Dieter

    Tenor, ich glaube nicht, dass 100pp in irgend einer Form auf deine Investitionen angewiesen ist.
    Ich halte es übrigens für grob fahrlässig und unseriös, wie sich die ach so tollen Medien verhalten. Und du fühlst dich dort auch noch wohl, weil du nicht vom Untergang lesen „magst“ – prima. Mit dieser Aussage hast du deinem Kommentar die Krone aufgesetzt.
    Ich finde es seriöser, wenn man solche Themen anspricht und Szenarien durchspielt.
    Und ja, Karsten, ich schreibe auch anonym.

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  19. avatar Markus B.

    @Tenor
    Google lädt auch Leute zu Vorträgen ein, die Hyperinflation als das „mot likely scenario“ bezeichnen. Ist Google deshalb unseriös? Ich bin ja hier auch nur „Gastredner“.

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  20. avatar Markus B.

    „most likely scenario“ sollte das natürlich heißen.

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  21. avatar Siever

    also es wird aufgrund des massigen geldes sicher zu einer inflation kommen, aber die wird so im bereich von 10% jährlich liegen und daher verkraftbar sein. aus meiner sicht wesentlich wichtiger ist es sein erspartes dagegen abzusichern, wobei man zur zeit trotz der niedrigen zinsen aufs ersparte gut was bekommt, weil die zinsen nicht von der vorher üblichen inflation aufgefressen werden. für hyperinflation gibt es aus meiner sicht zur zeit keine seriösen volkswirtschaftlichen anzeichen.

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  22. Hab jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen, aber mir mal den Begriff „Hyperinflation“ genau von Wiki erklären lassen:

    „Hyperinflation ist eine Form der Inflation, in der sich das Preisniveau sehr schnell erhöht. Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition, aber eine verbreitete Faustregel spricht von einer Hyperinflation ab einer monatlichen Inflationsrate von 50 %, die einer jährlichen Rate von ca. 13.000 % entspricht.“

    … Wenn das eintrifft, hab ich andere Sorgen! ;)

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  23. avatar Tom

    Die Einschätzungen des OP teile ich mehr oder weniger komplett. Und dass irgendwann das aktuelle Finanzsystem zusammenbrechen muss, ist auch klar. Ob das in Form einer Hyperinflation passiert, werden wir sehen. Aber es schadet nicht, sich ein paar Gedanken in diese Richtung zu machen, denn der Zeitpunkt ist m. E. nicht mehr so weit entfernt.

    Was man aber bei aller Sorge bedenken sollte: eine Hyperinflation dauert nicht ewig. Inflationsraten von mehreren Tausend Prozent p.a. würden kaum mehrere Monate andauern. Die Simbabwe-Nummer wäre in Deutschland bzw. Europa kaum realistisch. Eine Währungsreform würde vermutlich ziemlich schnell auf den Weg gebracht. Ob dann die Sparguthaben von Millionen Europäern noch ihre Kaufkraft haben würden, ist ein anderes Thema.

    Sollte es zu einer Hyperinflation kommen, kommt kaum einer ungeschoren davon. Man kann und sollte private Vorsorge treffen. Aber das Affiliate-Marketing wird auch nach einer Währungsreform weitergehen, wenn auch – wie die Wirtschaft insgesamt – auf kleinerer Flamme (schließlich werden die Massen deutlich weniger Kaufkraft haben, als jetzt).

    Im übrigen trifft eine Hyperinflation nicht nur Affiliates, sondern alle Geschäftsmodelle, die provisionsbasiert sind. Makler jeglicher Art werden die gleichen Probleme haben, wie Affiliates. Insofern sitzen wir alle im selben Boot ;)

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