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Reisebericht von der dmexco 2009: Die Messe

Fortsetzung zu: „Reisebericht von der dmexco 2009: Am Tag vor der Messe„…

Dmexco – die Messe

Sodele, nun hat jeder von euch endlich die Messe verarbeitet, alle Visitenkarten eingeräumt, jeden, der wichtig ist angerufen, die Möglichkeiten und Risiken abgewogen und eventuell auch schon die ersten Kooperationen angeleiert.
So habe ich also eure ganze Aufmerksamkeit. (Das nennt man übrigens Neuromarketing *lach*)
Hier wie besprochen nun der zweite Teil meines Berichtes von der Dmexco.

Guten Morgen – Schlechter Kaffee

Es war also soweit. Mittwoch früh. Mein Wecker klingelt und ich quäle mich um acht aus dem Bett und ab in die Nasszelle. Mein 4-Sternschuppen-Hotel lockte ja mit einem „reichhaltigen Frühstück“ …laut Internetbeschreibung. Nachdem ich dann die letzte Semmel, ein paar Scheiben Wurst und einen halbkalten Kaffee heruntergewürgt habe macht ich mich doch frohen Mutes zur Messe.

Die Messe – das erste Abenteuer

Angekommen! Endlich! Ich will rein!
Na ja… das wird dauern denke ich. Denn zuerst stand ich in der Vorhalle hinter gefühlten 2.000 Menschen, die alle durch ein Nadelöhr als Check-In mussten. Die beste Gelegenheit hier noch einen Capuccino zu trinken. Ein kleiner Tipp für alle Kaffeejunkies: In einem Capuccino ist doppelt so viel Espresso drin als in einer Latte!
Also Laptop auf, ein wenig den frei zugänglichen W-LAN Netz ausnutzen. Nach einer halben Stunde war es endlich soweit. Ich stand in der Schlange, und relativ zügig kam ich auch durch den Einlass.

Der Eindruck über die Veranstalter? Note 5!

Der erste Eindruck? Nun ja, die Angestellten am Einlass glänzten zu der Zeit noch nicht wirklich durch Freundlichkeit. Ein gewisser Druck war dort sehr wohl zu spüren gewesen.

Gleich am Eingang war eine tolle Schautafel, wo man was in der Einzelhalle zu finden ist. Ich muss aber ehrlich sagen, für die größte deutsche Onlinemesse war ich hier vom Veranstalter sehr enttäuscht. Denn ein einziger Papieraufkleber auf der Innenseite der Eingangstür? Kein Touchscreen, auf dem man direkt nach Ausstellern suchen konnte? Keine Infostation in der gesamten Halle. Noch nicht mal irgendwelche Wegweiser an den wichtigen Knotenpunkten. Eigentlich habe ich erwartet, dass Hostessen den ganzen Tag über durch die Halle laufen, um den Fachbesuchern Hilfestellung geben zu können. Die einzige Hostess war eine halbnackte Frau, die per Bodypainting als lebende Werbefläche diente. (Wie man übrigens Hostessen richtig ins rechte Licht rückt, könnt ihr in meinem Reisebericht über die Affiliate Conference in Budapest nachlesen.) Da ist definitiv einiges noch zu optimieren. Auch dass es kein direktes Catering gab, machte mich ein wenig stutzig. Nach meinem Reinfall mit meinem Hotel habe ich nicht viel erwartet, aber dass die Essensausgabestationen mit saftigen Preisen versehen wurden, stieß doch auf eine gewisse Verwunderung meinerseits. Auch dass die Auswahl sich auf ein paar Bratwürste und Schnitzel beschränke, fand bei mir keinen riesigen Zuspruch. Die Aussteller bezahlen ein heiden Geld für ihre Stände. Da hätte definitiv ein kostenloses Mittagsbuffet hingehört. Alles in allem, sollte ich dem Veranstalter nach Schulnoten beurteilen, läge ich bei 4-5.
 Das liegt mitunter am fehlenden Platz bei den Vorlesungen, aber davon gleich mehr.

Der Eindruck über die Aussteller? Note 2

Wären nicht ein paar sehr „neutral“ gehaltene Stände gewesen, hätte ich glatt eine 1 vergeben. Denn hier hat man gesehen, wie viel Arbeit man sich für so eine Messe macht. Alles total modern, alles groß, größer, riesig.
Ein riesiger Eyecatcher war der Stand vom VZnet Netzwerke Ltd. Ich habe jetzt echt versucht sie zu verlinken, aber es gibt anscheinend keine eigene Firmenhomepage, ausser den bekannten Seiten wie StudiVZ, meinVZ usw. Ist auch eine interessante Möglichkeit, ohne eine eigene Firmenpräsi im Netz Social Marketing zu betreiben.
An jeder Ecke fand man leckere Cocktails, Drinks und Snacks und natürlich Kaffee! Ich möchte nicht wissen wie viel Liter diesmal geflossen ist. Heruntergerechnet sollten sie aber dem Oktoberfest locker die Maß reichen.
Auf jeden Fall merkte man, hier wird noch Wert auf Schein und Sein gelegt.

Wohin geht der Trend auf der Messe?

Es war einfach nur zu eindeutig. Denn natürlich gab es die altbekannten Kandidaten, die auf jeder Veranstaltung zu finden sind. Agenturen (hier einen lieben Gruß an meine Ex-Arbeitgeber) die sich in kühler-cooler aber doch sehr stilvoll gehaltener Ambiente präsentierten, Netzwerke mit ihren altbekannten Farben (Mädels, euer Catering war echt der Hammer! – nur schade, wie ich vor kurzem erfahren habe, dass ihr eure Cheforganisatorin bald verliert. Es wird definitiv eine schwer zu füllende Lücke entstehen.), und Programmbetreiber, die nicht nur mit aufgestylten Ständen sondern mit viel Kompetenz glänzen konnten.
Doch die Anzahl der Firmen die sich auf die Thematik „Social Networking“ und Social Media spezialisiert haben, war nicht mehr zu übersehen. Etwa ein Drittel der Ausstellungsfläche war ausschließlich ihnen gewidmet. Da fällt mir ein, die im ersten Teil erwähnte Social-Media-Agentur hat noch Jobs zu vergeben!

Verpasste Vorträge

Und nun kommen wir wieder mal auf das Thema „schlechte Vorbereitung“.
Mit Freude hätte ich den Vortrag von affilinet gelauscht, über die Zukunft des Affiliate Marketing in 2010. Dies wurde leider verhindert! Denn als ich oben im ersten Stock ankam, nachdem ich endlich jemand fand, der mir den Weg erklären konnte, stand ich hinter einem Pulk, wie zu Zeiten vor der Wende, als es daheim Bananen im Supermarkt gab. Der Vortragsraum war so überfüllt, dass Menschen bereits zwischen den Reihen auf dem Boden saßen und definitiv keiner mehr in diesen Raum gepasst hat. Obwohl die Flügeltür zum Schluss komplett offen war, standen immernoch knapp 30 Personen VOR der Tür und haben zwar etwas gesehen aber nichts gehört.
Genauso erfuhr es mir mit all den anderen Vorträgen, die in diesen Sälen abgehalten wurde.
Gott sei Dank bekomme ich die einzelnen Präsentationen, und kann sie euch in komprimierter Form auf www.kolumne24.de/stuff bald zur Verfügung stellen.

Der Kampf der Mini-Giganten – pro und kontra Postview

Ich stelle euch kurz die Kontrahenten vor.
Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich eine Einladung bei Facebook in Briefkasten. Die Gruppe heisst: „Postview. Unser missverstandener Tracking-Freund“ hat mittlerweile 127 Mitglieder und wurde von Christian Schönfeld von cynamics.de gegründet. Sinn der Gruppe, Leute und Argumente zusammenzuführen, die FÜR Postview-Tracking sprechen.
Der Gegenpart heißt schlicht und einfach SuperClix. 100% fakefrei – laut eigener Werbung.
Da ich raucher bin (und das ist auch gut so) kam ich immer wieder bei SuperClix auf meinem Weg ins Freie vorbei und konnte mich überzeugen.

  1. Ja sie werben mit 100% fakefrei (mich persönlich würde schon interessieren, wie sie bei einer automatisierten Publisher-Zulassung für alle Programme 100% fakefrei garantieren können, aber darüber gab es hier bei 100pp ja bereits eine Diskussion)
  2. Und ja sie Tragen ein T-Shirt auf dem Postview durchgestrichen ist.

Und diese zwei Parteien haben die Dmexco wirklich zu ihrem Schlachtfeld erklärt! Teilweise keine 3 Meter voneinander entfernt sah ich Pro-Shirts und Contra-Shirts und ihre Träger in Diskussionen vertieft. Appropos Christian, einer deiner Jungs hat mir ein T-Shirt in XL versprochen *lach*
Es war auf jeden Fall interessant zu sehen, wie zwei Vertreter solcher grundverschiedenen Meinungen auch auf so einem Großen Schlachtfeld kaum voneinander weichen können.

Beste Show

Neidlos anerkennen muss ich allerdings bei SuperClix, den Show-Effekt.
Ein Zauberkünstler unterhielt die staunende Menge mit diversen Karten-Tricks.
Das besondere war, dass er die Taschenspielertricks sehr gut und vor allem stets in Verbindung mit den Netzwerk und mit Affiliate Marketing in Verbindung bringen konnte.
 Es gab bei jeder Vorstellung einen kleinen Menschenauflauf.

Schlechtester Eindruck

Wer mich kennt, weiß dass ich selten ein Blatt vor dem Mund nehme. Das hat mich hin und wieder ein paar reale und virtuelle Ohrfeigen gekostet. Aber so bin ich nun mal.
Auch aus persönlichem Interesse fiel mir ein Stand in der Liste auf: Gutscheinconnection.
Klar dass ich auch vor diesem Stand stand, und interessiert mir die Informationen zu Gemüte führte. Auch wenn ich bis heute nicht ganz begriffen habe, wie ihr Geschäftsmodell funktionieren soll.
Was mir hier negativ auffiel war das nicht wirklich vorhandene Interesse an dem Gegenüber. Denn vielleicht habe ich nur einen schlechten Tag meines Gegenübers erwischt, vielleicht war die, leicht nach außen getragene, Arroganz auch nur aufgesetzt und sollte professionell wirken. Diesen Effekt hat es verfehlt. Denn der Spruch: Lassen Sie ihre Visitenkarte da, falls wir Interesse haben, melden wir uns, ließ mich an mein Erlebnis mit einem großen blauen Domain-Hosting-Telefon-Anbieter erinnern. Jungs kleiner Tipp: das nächste mal weniger Desinteresse und mehr Aufgeschlossenheit zeigen! Schade eigentlich! Denn ihr hattet mitunter die besten Werbegeschenke.

Werbegeschenke

Wenn wir schon bei den Werbegeschenken sind. Irgendwie war das dieses Jahr, bis auf ein paar Highlights richtig mau. Über zwei Sachen freute ich mich wie ein Schnitzel!

  1. Die Herausgeber von Webselling waren da, und brachten gleich das neueste Exemplar mit! Das hatte ich am Morgen davor vergeblich am Bahnhof gesucht!
  2. Durch Zufall kam ich an Tune Up inclusive eines 4GB Sticks.

Zeitmangel – Fazit

Die zwei Tage vergingen wie im Flug. Und obwohl ich keinerlei Termine fest ausgemacht habe, kam ich kaum mit den ganzen Gesprächen nach. Ich konnte echt von Glück reden, überhaupt noch die Zeit zu finden, in die Endlosschlange am Essensstand mich einzureihen.
Seitens der Aussteller, ein großes Kompliment! Sehr informativ, die meisten der Mitarbeiter sehr kompetent und zuvorkommend. Dem Veranstalter sollte, so denke ich, nächstes Jahr noch eine Chance gegeben werden. Ich werde auf jeden Fall wieder mit dabei sein. Die ganze Veranstaltung hatte aber sein Ziel erreicht. Networking.
Mittlerweile ist es kurz vor 4 Uhr früh. Es ist Zeit schlafen zu gehen. Über die Party am Abend muss noch mal extra berichtet werden!

Taxi – Nachtrag

Ich habe wirklich eine Antwort vom Taxiunternehmen bekommen. Es war von Entschuldigung und von personellen Konsequenzen die Rede, was das auch immer heißen mag.  Auf jeden Fall waren sie sehr bemüht, sehr freundlich und vor allem sehr schnell mit ihrer Antwort.

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