Archive for Januar, 2010

Affiliate-Gespräche im Stadion

Sonntag, Januar 31st, 2010

Jan Peters (Publisher Development + Key Account Manager, nonstopConsulting), Karsten Windfelder (100partnerprogramme.de) und Daniel Schetter (Head of Affiliate Marketing, nonstopConsulting)

Heute war ich mit Jan Peters und Daniel Schetter von nonstopConsulting (Datenblatt und betreute Partnerprogramme…) beim Bundesligaspiel Bayern München gegen Mainz 05. Weil die Agentur-Jungs von meiner Leidenschaft für die 05er wussten, haben sie mir freundlicherweise eine Karte mit bester Sicht zum Spielfeld verkauft (das Eintrittsgeld wird von nonstopConsulting für einen guten Zweck gespendet, wir werden an dieser Stelle noch darüber berichten).

“Meine” Mannschaft ging erwartungsgemäß mit 3:0 unter. Ohne einen in der ersten Halbzeit überragenden Torwart Heinz Müller hätte es ergebnismäßig viel schlimmer kommen können. Alleine in den ersten 45 Minuten lautete das Toschussverhältnis 21:1 für die Bayern. Müller, der sogar einen von Jörg Butt geschossenen Elfmeter gehalten hatte, leitete dann in der 58. Minute mit einem durch die Beine flutschenden Ball die Niederlage ein.

Der Nachmittag in der Allianz-Arena wird mir dennoch in bester Erinnerung bleiben: Arjen Robben spielte heute einen genialen Fußball. Es gab sehr viele spannende Torszenen. Wir saßen in der 7. Reihe, so dass ich tolle Fotos schießen konnte. Es gab eine mehrminütige Unterbrechung, weil Strafraum- und Mittellinie plötzlich zugeschneit waren. Wir hatten gute Fachgespräche. Jan fror die ganze Zeit. Und Daniel rieb Jan und mir ständig unter die Nase, dass er ein tolles Sitzkissen hat, und wir nicht ;-)

Hier ein paar Fotoeindrücke, 184 Fotos habe ich bei Flickr hochgeladen…

184 Fotos habe ich bei Flickr hochgeladen…

Partnerprogramm TIPP der Woche: mastercard.yingiz.com

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später

Freitag, Januar 22nd, 2010

Update 25.01.10:


TNT bringt ein Paket von komsa. Inhalt: Ein Zettelblock samt Kugelschreiber mit der Ankündigung, dass man sich “im Zuge der entstandenen Internetresonanz” entschieden hat, einen eigenen “Blog/ck” zu erstellen. Dazu eine Einladung zur Handelstagung nach Hartmannsdorf.

Als ich gestern über die “lustige” Abmahnung von komsa berichtete hätte ich nicht erwartet, welch gewaltige Wellen die Geschichte schlagen wird. Ich wollte mir eigentlich nur ein wenig den Ärger von der Seele schreiben. Denn ich ärgere mich über Abmahnungen, die vermeidbar wären, wenn man einfach zum Telefonhörer greifen würde oder eine kurze Mail senden würde, um die Sache zu klären. Doch hier handelte es sich noch dazu um eine peinliche Fehleinschätzung der Situation durch den Abmahnenden.

Die betroffene Firma hat den Irrtum erkannt und im Laufe des gestrigen Tages die Abmahnung zurück gezogen. So weit – so gut.

Die mediale Verbreitung in Zeiten des Web 2.0

U. a. weil es sich hier um ein klassisches David-gegen-Goliath-Thema handelt (1.200 Mann-Unternehmen mahnt 2-Mann-Unternehmen ab), verbreitete sich das Thema schnell.

Hier einige Kennzahlen, was in 24 Stunden passiert ist:

  • > 800 Tweets auf den Blogbeitrag
  • > 180 Kommentare & Pingbacks
  • > 70 weitere Blogbeiträge zu dem Thema laut Google-Blogsuche (einige interessante Zitate folgen weiter unten)
  • Platz 1 bei Google für das Abmahnthema bei Recherche nach dem Firmennamen (News schob sich einige Stunden nach Erscheinens des Blogbeitrags vor den Link zur Firmenwebsite)
  • Platz 4 bei Google für das Abmahnthema bei Recherche nach “abmahnung”
  • “komsa” beliebtestes Twitter-Thema am 21.01.2010 bei twitter-trends.de und twicker.net (siehe unten)

Als dann gestern Nachmittag das Thema auch auf spiegel.de publiziert wurde ging angesichts des Besucheransturms  mehrfach mein Server in die Knie. Zum Glück konnte mein Server-Administrator Helmi ganz tief in die Trickkiste greifen, um den Peaks paroli zu bieten.

Eine mehrfach aktualisierte Linkliste zum Thema gibt es übrigens bei Florian Breidenbach (nichtaufregen.de).

Fundstücke

Platz 1 bei Google für das Abmahnthema bei Recherche nach dem Firmennamen (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

“Komsa” wurde gestern schnell das beliebtestes Twitter-Thema bei twitter-trends.de (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

Auch twicker.net sah das Twitterthema “komsa” zwischenzeitlich ganz oben (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

Interessant ist auch der Trendverlauf und vor allem die Hashtags, die häufig zusammen mit #komsa verwendet wurden (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

Presse-Echo

Gestern griff dann auch das “ehemalige Nachrichtenmagazin” SPIEGEL das Thema auf. Um einer Abmahnung aus dem Weg zu gehen, zeigte man im Artikel “Die lustigste Abmahnung des Jahres” nicht das Original-Firmenlogo, sondern nur einen grünen Pfeil als Anspielung darauf (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

In der Nacht zu heute berichtete heise.de unter dem Motto “Abmahn-Super-GAU: Irrtümliche Abmahnungen gegen selbst produzierte Phantom-Werbung” (Klick aufs Bild zum Vergrößern):

Meinungen & Kommentare

Ich habe hier einige interessante Zitate herausgegriffen, die sich u. a. auch generell mit der Abmahnproblematik auseinandersetzen:

“Eine Abmahnung ist ein Angebot, bei vermeintlichen Rechtsverstößen die Angelegenheit außergerichtlich zu bereinigen. Viele Abmahnungen sind rechtlich bedenklich. Und mache Abmahnungen sind einfach nur noch zum Lachen.”
(Quelle: kerner.de)

“Tja, so schnell kann man Fehler 2.0 machen.”
(Quelle: seo-woman.de)

“Bestes Beispiel, wie sehr Bloggen in Deutschland funktioniert, lieferte heute die unabsichtliche Gedanken-Fehlleistung eines deutschen Unternehmens, das ohne eine Überprüfung der Tatsachen Abmahnungen an Webseitenbetreibern ins Haus flattern ließ. Die ganze Sache ging nach hinten los.”
(Quelle: kolumne24.de)

“Es ist wirklich unfassbar, was sich das ein oder andere Unternehmen leistet. Allgemein verabscheue (ja, das Wort ist hart – trifft aber zu) ich Abmahnungen mit riesigem Streitwert wegen Kleinigkeiten gegen den kleinen Mann/Blogger. Die können eigentlich jeden Mal treffen und dann tappt man die nächsten Jahre in der Schuldenfalle. Muss nicht sein. Einfache Mail und das Problem lässt sich innerhalb weniger Minuten ohne Kosten aus der Welt schaffen…”
(Quelle: blockr.de)

“Im Grund ist das nämlich eine schlimme Geschichte. Sie zeigt, wie normal  es bereits ist, daß nicht lange gefackelt, sondern sofort mit der Abmahnkeule zugeschlagen wird.
Gerade bei einer ziemlich großen IT-Firma sollte man voraussetzen, daß der Sachverhalt erst einmal geprüft wird, zumal, wenn ganz plötzlich eine Häufung des ‘Mißbrauchs’ auftritt. Der eine oder andere IT-Mitarbeiter sollte da schon mißtrauisch werden. Offensichtlich ist aber jegliche Überprüfung unterblieben, die Abmahnschreiben wurden versandt.”
(Quelle: …Kaffee bei mir?)

“Unberechtigte Schutzrechtsverwarnungen, wie z.B. aus Markenrecht, lassen beim Abgemahnten Schadensersatzansprüchen gegen den unberechtigten Abmahner entstehen.”
(Quelle: Kanzlei SEWOMA)

Der schönste Abmahn-Fail der letzten Jahre. Au wei ist das beknackt. Da fehlen selbst mir die Worte.”
(Quelle: Fefes Blog)

“Comme ci – KOMSA – die Abmahnung ist da! Was Abmahnungen angeht ist man ja als Blogger einiges gewohnt. Meistens ist das ja mit unerfreulichem Stress verbunden, oft auch mit noch unerfreulicheren Kosten. Da freut man sich doch, auch mal von einer Abmahnung zu lesen, die so derart absurd ist, daß man einfach nur ganz entspannt drüber lachen kann.”
(Quelle: jensscholz.com)

“Und weil der mit den Phantomdelikten so schrecklich, scheint er auch gleich ein bisschen mit den Adressen und Namen durcheinander gekommen zu sein, so dass sich aus den Kontakten bereits eine “Selbsthilfegruppe” gebildet hat, die einen sehr lustigen Tag hatte!”
(Quelle: RA Markus Kompa)

“Wir schreiben heute den 21. Januar 2010. Das Jahr, also wird noch so rund 350 Tage dauern. Und doch gibt es bereits jetzt einen Kandidaten für die dümmste Abmahnung des Jahres – und es wird verdammt schwer werden, diese Geschichte zu übertreffen. Leider demonstriert sie wieder einmal, dass Juristen bei der Aussicht auf eine kostenpflichtige Abmahnung erschreckend oft genauso reflexionsfähig sind wie Junkies während der Entziehungskur.”
(Quelle: indiskretionehrensache.de)

“Auch wenn die Sache jetzt aufgeklärt ist und KOMSA um Verständnis für den “bedauerlichen unternehmensinternen Fehler” bittet, sollte dies ein Zeichen für alle Anwälte und Rechtsabteilungen dieses Landes sein, die in ihrer “stumpfen Abmahnwut” das logische Denken anscheinend einfach ausschalten. Da muss mal wieder das altbekannt Sprichwort herhalten “Man sollte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen!”. Sind wir in unserer Gesellschaft wirklich schon so weit, dass es nicht mehr in Erwägung gezogen wird ein Problem gütlich zu lösen?! Der Ober-Hammer ist ja dann noch, dass von den Betroffenen in diesem Fall Verständnis erbeten wird. Das ich nicht lache! Wenn es um den eigenen Ar… geht wird man plötzlich zum zahmen Stubentiger! Da fällt mir echt nichts mehr zu ein!”
(Quelle: alltagsgeschichten.net)

“Erscheinen die Abmahnungen unverhältnismäßig, gerade wenn ein multinationaler Großkonzern einen Blogger trifft, breiten sich Wellen der Empörung durch die Bloggosphäre aus. Erscheint die Sache obendrein noch aberwitzig, z.B. aufgrund der geringen Schadenshöhe oder überzogener Streitwertansetzung, kommt ggf. noch die Ansicht auf, dass die Meinungsfreiheit unterdrückt werden soll, mündet die Empörungswelle oftmals in Artikeln in der Mainstream-Presse. Ein Imageverlust für das Unternehmen ist die Folge, woraufhin gütliche Einigungen erreicht werden.”
(Quelle: chemnitz-lebt.de)

“Die Komsa AG hat ein schönes Logo: Neun grüne Pfeile weisen optimistisch nach oben rechts. Toll! Deshalb war eine Komsa-Mitarbeiterin wohl so schockiert, als sie das Pfeilchen-Logo der Firma überall im Web sah, auf wildfremden Seiten. Sie verschickte dann zur Sicherheit drei Abmahnungen, wegen unerlaubter Nutzung des Komsa-Logos. Vorwurf: ´Es besteht neben der Gefahr der Verwässerung der Markenkennzeichnungskraft ein Verdacht auf Rufausbeutung.´”
(Quelle: spiegel.de)

“Na das ist ja mal ein heißes Eisen heute. Keiner hätte gedacht, dass so eine Welle hieraus wird. Ich meine die Abmahnung von 100pp wegen eines Internet Adblockers. Mittlerweile so scheint es mir, ist der Server von 100partnerprogramme.de dreimal abgestürzt, so viele wollten diesen Artikel lesen.
Respekt! Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, die Frage ist allerdings, für wen? :)”
(Quelle: lawblog.de “Heißer Kandidat für die misslungenste Abmahnung des Jahres”, Kommentar)

“Das Jahr ist noch früh. Aber ich lege mich jetzt schon fest. Das ist die lustigste  Abmahnung des Jahres. Gleichzeitig stellt das für eine IT-Firma mit über 700 Mio EUR Umsatz pro Jahr eine bodenlose Peinlichkeit dar.”
(Quelle: gongmeditation.de)

“Neben dem lustigen Aspekt, es ist ja wirklich ein Bilderbuch-Eigentor für ein Unternehmen, macht mich diese Geschichte aber auch sehr nachdenklich. Es bestätigt meine Gedanken dass es  für Unternehmen mittlerweile normal ist sofort mit der Abmahnkeule auf alles verdächtige einzuschlagen. In Zeiten von Social  Media und Web 2.0 steht in meinen Augen aber die Kommunikation im Mittelpunkt. Jedoch ist davon in diesem Falle nichts zu erkennen. Bereits ein kurzer Telefonanruf hätte diesen Fauxpas vermutlich verhindert. Ich hoffe sehr dass sich andere Unternehmen dieses Missgeschick von KOMSA als Beispiel nehmen und künftig vielleicht erst einmal das Gespräch suchen bevor existenzzerstörende Abmahnungen mit horrenden Streitsummen verschickt.”
(Quelle: netzpanorama.de)

“Auweia!!! Das ist wirklich bitter – im kompletten Abmahnwahn wohl ganz vergessen, wer dafür gesorgt hat, dass die Werbung erscheint. Immer wieder ein Licht im Dunkeln der ganzen Abmahnungen, wenn so ein tolles Eigentor passiert! Dem Image des Unternehmens wirds sicher nicht dienlich sein ;)”
(Quelle: Kommentar von “kugler” auf im-dachgeschoss.de)

“Michael Stehmann zitiert in seinem Kommentar dazu vollkommen richtig Matthäus 26,52: “Wer zum Schwert greift, soll durchs Schwert umkommen.” – Ich füge noch Hosea 8,7 hinzu: “Denn Wind säen sie, und Sturm werden sie ernten”. Den berechtigten Sturm der Entrüstung und des Auslachens in der Blogosphäre – und dank Google News und Spiegel Online auch in der realen Nachrichtenwelt.”
(Quelle: alexander-baumbach.de)

“Den witzigsten Tweet lese ich gerade von @BrandNewWelt: “Chef!!!!! Wahnsinn. Ich habe es geschafft unser Logobanner auf ALLEN Internetseiten zu platzieren … und zwar kostenlos!” #komsa”
(Quelle: Kommentar von Tibor auf 100partnerprogramme.de)

“Wo kann ein Mann noch ein Mann sein, wo ist der Westen noch wild? Wo sind die letzten Reservate für echte Cowboys? Die letzten echten Kerle, die erst schiessen und dann fragen, wo sind sie geblieben? Sind wir alle nur noch weichgespülte Konsens-Memmen?
CowboysNein, es gibt noch ein paar dieser echten Outlaws, die sich einen Dreck um unsere “Lass-uns-erst-mal-drüber-reden-Kultur” scheren. Natürlich tragen sie keine in der untergehenden Sonne funkelnden Colts mehr im tief hängenden Gürtelholster. Auch Cowboyhut, Stiefel und Sporen gehören nicht mehr zu den Accessoires der letzten Glücksritter unserer Gesellschaft. Aber ich will es nicht künstlich spannend machen: Die letzten echten Westernhelden sind die Internet-Abmahn-Anwälte.”
(Quelle: czyslansky.net)

“Wer kommt überhaupt auf die Idee, statt eines Werbebanners o. ä. das Firmenlogo einzublenden? Wenn ich einen Adblocker installiere, will ich doch an der Stelle grad nix sehen. –> Wir haben das bei uns auch, weil sonst die Kollegen alle die Hotline anrufen und melden, dass das Internet kaputt ist.”
(Quelle: Kommentar von “surfgroupie” auf eltern.de)

“Hätte die Unternehmensleitung beizeiten das Surfen auf Arbeit untersagt, würde sich jetzt nicht alle Welt über die grandiose Informations- und Kommunikationskultur der Komsa AG erheitern! Vielleicht hätte es auch ausgereicht, dem einen oder anderen Mitarbeiter das Internet zu sperren. Oder auch nur nachzudenken oder jemanden mit Sachverstand zu fragen.”
(Quelle: Carls Weblog)

“Fazit: Die Abmahnwelle wird wohl erst aufhören, wenn die Firmen einsehen, dass sie sich mit Abmahnungen selbst mehr schaden als die (angeblichen oder tatsächlichen) Markenrechtsverletzer. Aber diese Aktion der Fa. KOMSA und die Öffentlichkeit, die sie hergestellt hat, ist ein guter Anfang…”
(Quelle: Kommentar von Gernoth Buth auf 100partnerprogramme.de)

Nebenwirkungen

Danke für mehr als 50 neue Twitter-Follower und über 26.000 Besucher hier im Blog in den letzten 24 Stunden.

Witzabmahnung von komsa an 100partnerprogramme.de

Donnerstag, Januar 21st, 2010

Update 22.01.2010: Die komsa-Abmahnung – 24 Stunden später

Eines vorweg, es handelt sich hier nicht um einen vorweg genommenen Aprilscherz. Es hat sich tatsächlich alles genau so zugetragen. Bitte bis zu Ende lesen :-)

Eine wunderschöne Abmahngeschichte, wo der Schuss mal wieder nach hinten losgeht…

Gestern Nachmittag erhielt ich von André Bienzeisler, Betreiber von 4phones.de per XING folgende Nachricht:

„…ich habe gerade eine Mail (mit angehängter Unterlassungserklärung) von der KOMSA-Anwältin erhalten, die zwar an mich adressiert, aber mit “Sehr geehrter Herr Windfelder” beginnt. Zufall oder hast Du auch Post von der Dame?“

Das macht mich natürlich neugierig, ich antwortete:

„Ooops, ich kenne KOMSA gar nicht und habe auch (noch?) keine Post bekommen. Um was genau geht es da?“

Daraufhin schrieb mir André:

„Es geht um die unerlaubte Nutzung des KOMSA-Logos. Du standest wahrscheinlich auch noch auf der Liste. Ich habe vorhin dort angerufen und bin vor Lachen bald vom Stuhl gefallen.“

Kurze Zeit später begann mein Faxgerät zu rattern. War ja irgendwie klar, dass auch bei mir die Abmahnung eintrifft.

Ich sah mich mit Vorwürfen konfrontiert, die ich mir nicht erklären konnte:

“Uns ist zur Kenntnis gelangt, dass Sie auf dieser Internetpräsenz die Wort-, Bildmarke “KOMSA” darstellen.”

Ich konnte damit nichts anfangen. Weder kannte ich die Firma KOMSA, noch betreiben die ein Partnerprogramm und sind bei uns gelistet. Auch die Google-Suche nach Vorkommen dieses Suchbegriffes auf unserer Website ergab keinen Treffer (was sich ja mit diesem Blogbeitrag nun ändert ;-).

Hmmm, ob wir unerlaubt ein Bild oder Logo von denen verwendet haben? Die Sache ergab für mich keinen Sinn.

Weiter schreiben sie:

“Es besteht neben der Gefahr der Verwässerung der Markenkennzeichnungskraft ein Verdacht auf Rufausbeutung.”

Ja genau, “Rufausbeutung”, haha.

Dann die üblichen Einschüchterungen, kennt man ja von Abmahnungen:

“Wir haben Sie daher aufzufordern [...] bis zum [...] einzustellen. Weiterhin haben wir Sie aufzufordern, aufgrund der Verletzung [...] eine strafbewehrte Unterlassungserklärung [...] abzugeben. [...]. Wir fordern Sie auf [...] Sollten Sie diese letzte Gelegenheit zur gütlichen Einigung des Sachverhalts nicht wahrnehmen, werden wir unsere Rechte bei Gericht [...].”

Witzig auch “diese letzte Gelegenheit zur gütlichen Beilegung”. Und das schreiben die bei der ersten Kontaktaufnahme. Erinnert mich irgendwie an die letzte Tankstelle vor der Autobahn ;-)

Naja, es geht ja noch weiter, ich soll mich ja jetzt unterwerfen (und weiß immer noch nicht warum…):

“es zu unterlassen [...] für jeden Fall der Zuwiderhandlung [...] eine fällig werdende Vertragsstrafe in Höhe von 25.000 EUR zu zahlen.”

Und Arbeit wollen sie mir machen:

“[...] Auskunft darüber zu erteilen, in welchem Umfang [...] Verstöße [...] begangen wurden [...].”

Und bezahlen soll ich das Ganze natürlich auch noch:

“die durch die Einschaltung einer Rechtsanwaltskanzlei entstehenden Kosten [...] aus einem Streitwert von 50.000 EUR zu erstatten.”

Stutzig machte mich, dass der im Schreiben erwähnte Screenshot in der Anlage fehlte. So hätte ich mir eher einen Reim aus der Sache machen können.

Auf jeden Fall war ich gespannt, wie die Sache weitergeht. Mut machte mir der Umstand, das der Kollege „vor Lachen bald vom Stuhl gefallen“ war, nachdem er sich mit der Anwältin kurzschloss.

Ich beschloss bis zum nächsten Tag zu warten, da ich davon ausging, dass das Schreiben auch noch mit der Briefpost unterwegs ist – dann hoffentlich mit Screenshot in der Anlage.

Jetzt kommt´s

Dann kam am späten Abend wieder eine Nachricht von André Bienzeisler – kurze Zeit später lag auch ich lachend unterm Tisch:

„Den Screenshot habe ich von der Dame angefordert und habe mich – wie schon erwähnt – kaputt gelacht. Da du das Schreiben jetzt auch hast, kann ich es ja auflösen. Obwohl man es kaum glauben mag:

Die haben einen Adblocker installiert und statt der Werbung wird ein KOMSA-Logo ausgeliefert. Und deshalb verschickt die Dame heute fleißig Unterlassungserklärungen. Hammer oder?

Die haben 1.200 Mitarbeiter und 700 Millionen Jahresumsatz, also alles andere als eine Klitsche.“

Also – kurz zusammengefasst: Nur bei denen auf den Firmen-PCs erscheint das eigene Firmenlogo anstatt eines Werbebanners, wenn man Andrés oder unsere Website besucht. Und wahrscheinlich auf zigtausend anderen Websites auch. Und die denken, wir würden im Zeichen der “Rufausbeutung” unerlaubt deren Firmenlogo nutzen und geben wohl jeden entdeckten Fall gleich an die Rechtsabteilung. HAHAHAHA!!!

Ich stell es mir gerade genau vor: Ein Mitarbeiter bei denen surft im Internet und ruft “Hey, ich habe schon wieder eine Seite gefunden, auf der unser Logo verwendet wird”. Der Kollege: “Ja, ich sehe es auch, müssen wir gleich melden”. Die Rechtstante vermutet Angriffe auf die Firma und tippt den ganzen Tag Abmahnungen.

OMG!

(Danke Martin für deine Unterstützung!)

Partnerprogramm TIPP der Woche: wirmobil.de

Mittwoch, Januar 20th, 2010

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

Partnerprogramm TIPP der Woche: mobilejoker.de

Dienstag, Januar 12th, 2010

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

Partnerprogramm TIPP der Woche: prospekt.de

Dienstag, Januar 5th, 2010

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

Drei Neueinsteiger in den Top-100-Partnerprogrammen: 100ppCharts Januar 2010

Freitag, Januar 1st, 2010

Hier sind die neuen 100ppCharts:

100ppcharts-01-2010

100ppCharts Januar 2010

Drei Neueinsteiger sind in den Top-100 vertreten: beupper.com (Platz 71), weine-aus-slowenien.de (80) und worldticketshop.de (99).

Mit einem 100ppRank von 5,14 belegt das Partnerprogramm von profiwin.de wie im Vormonat den ersten Platz in den 100ppCharts vom Januar 2010. Der Gewinnspielanbieter punktet mit einem attraktiven Vergütungsmodell. Das Programm läuft bei mehreren Affiliate-Netzwerken, zusätzlich gibt es eine Inhouse-Variante.

In den 100ppCharts werden gegebenenfalls auch die betreuenden Affiliate-Agenturen genannt. 34 Partnerprogramme der aktuellen Top-100 lassen sich derzeit extern beraten.
iCrossing erreicht mit dem neckermann.de Partnerprogramm Platz 8 und somit die höchste Agenturplatzierung.
Mit neun Partnerprogrammen ist nonstopConsulting in den Top-100 vertreten. Es folgen Carat Direct, Quisma und sunnysales (jeweils 3).

100ppCharts Newcomer Januar 2010

Um neue Partnerprogramme entsprechend zu würdigen, werden hier nur die Neustarts der letzten sechs Monate betrachtet.

29 Neueinsteiger haben es in die Top-100 geschafft. Mit einem 100ppRank von 3,39 schaffte es beupper.de aus dem Stand auf Platz 6. Die Dating-Plattform mit Lifestyle-Community zahlt bis zu 30 % pro Sale.

Mit einem 100ppRank von 4,65 von 10,00 kann sich das vor wenigen Monaten neu gestartete Partnerprogramm der proConcept AG erneut auf Rang 1 der 100ppCharts Newcomer platzieren. Die Sofortfreischaltung beim Inhouse-Programm lassen den Publisher gleich starten, das Konditionsmodell ist frei wählbar.

Insgesamt 17 Affiliate-Agenturen sind mit ihren Partnerprogrammen bei den Neustarts der letzten sechs Monate vertreten. Mit Platz 7 für weine-aus-slowenien.de erreicht TOPLAR.COM die höchste Agenturplatzierung. Die Affiliate-Agentur ist insgesamt dreimal in den Top-100 vertreten. ExplidoWebmarketing, Schober und sunnysales folgen mit je zwei Platzierungen in den Top-100.

Hier geht´s zu den 100ppCharts…

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