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Teil 1: Affiliates, die Hamster in der Mikrowelle?

In meinem eigenen Affiliate Blog fragte ich Ende Juli 2010 öffentlich, was Agenturen und Merchants an Affiliates stört. Das Feedback derer die es schickten war großartig, jedoch erhielt ich nur wenig Feedback. Affiliates verärgern also kaum Merchants und Agenturen, sondern arbeiten stets den Vorstellungen entsprechend und sind die perfekten Partner. Kann ich mir kaum vorstellen. In einer zweiteiligen Serie möchte ich gerne auf das Feedback eingehen. Weiteres Feedback im Anschluss an diesen Beitrag nehme ich per info @ eisy.eu gern an und arbeite es für den zweiten Teil auf. Freue mich auf Zusendungen von Agenturen und Merchants!

Meine erste Überschrift „Affiliates, die Hamster in der Mikrowelle“ spielt auf das Thema „Was nicht verboten ist, ist erlaubt“ an. Die Geschichte muss ich nicht aufwärmen, jeder kennt die Story der Frau aus den USA die ihren Hamster in der Mikrowelle trocknen wollte, daraufhin gegen den Hersteller vorging weil der Hamster aufkochte. Es wurde in der Bedienungsanleitung nicht ausgeschlossen. Affiliates sind laut Feedback gern der Meinung das Handlungen gestattet sind weil sie nicht verboten wurden.

Brandbidding

Besonders ärgerlich ist dies im Umgang mit AdWords. Affiliates buchen Werbung auf Markennamen und halten es für richtig, weil der Merchant nicht verboten hat die Marke im SEM einzusetzen. Normales Rechtsempfinden gibt es manchmal einfach nicht. Das sogenannte Brandbidding wird immer häufiger bereits bei Partnerprogrammen ausgeschlossen. Scheinbar ist dies ein möglicher Grund dafür, dass Affiliates beim Fehlen des Ausschlusses ihren Freilauf erkennen. „Mich stört es wenn 10 Minuten nach dem Programmstart schon die erste Brand Bidder Anzeige bei Google erscheint“, so ein Merchant im Feedback.

Kommunikation

Kommunikation ist bei vielen Affiliates Mangelware. Besonders dann wenn grenzwertige Handlungen im Einsatz mit Werbemitteln stattfinden, wünschen sich Merchants und Agenturen eine vorherige Absprache statt einfacher Handlung. Eine Agentur äußert sich hierzu. „Ich würde mir hier mehr Kommunikation von Affiliates wünschen, die vorher Rücksprache halten, wenn sie bestimmte Werbeformen nutzen wollen, wo sie genau wissen, dass es dort Konfliktpotential gibt.“ Fehlende Kommunikation vermuten Agenturen auch im fehlenden Selbstbewusstsein der Affiliates. Generell müssen Affiliates mehr auf Agenturen und Merchants zugehen, statt diesen Schritt nur von der Gegenseite zu verlangen. Schlimm ist auch die Ignoranz einiger Affiliates wenn diese Verbesserungsvorschläge bekommen, diese ihnen aber selbst nicht gefallen. Obwohl die Umsetzung eindeutig oft an anderen Seiten erprobt wurde und logisch bessere Ergebnisse bringen würde. Hier fühlen sich gerade Agenturen ein bisschen verschaukelt und nicht als echte Geschäftspartner anerkannt.

Allgemeines Feedback

Agenturen fühlen sich von Affiliates häufig im Bereich der konstruktiven Kritik zu den Werbemitteln im Stich gelassen. Für die Zukunft würde man sich Feedback über Werbemittel und Werbeformen wünschen. Meisten lassen sich Wünsche noch am gleichen Tag umsetzen, wenn nicht, dann in den kommenden 48 Stunden. Neue Werbemittel sind schnell erstellt. Gern reagieren Merchants und Agenturen dabei auch auf Farbanpassungen für bestimmte Websites. Es werden Implementierungsvorschläge gemacht usw.

Teil 2 wird kommen

In Kürze folgt der zweite Teil. Es liegt mir noch zahlreiches Feedback vor – leider von nur wenigen Merchants / Agenturen. Wie geschrieben, freue ich mich über teilnehmende Unternehmen. Am Ende der Serie werde ich alle teilnehmenden Agenturen ohne Zugehörigkeit zum jeweiligen Feedback erwähnen. Wer dies nicht möchte, schließt es bitte ausdrücklich per E-Mail aus. Anonymität ist auf Wunsch garantiert.

Kontakt: info @ eisy.eu – bitte nicht an Karsten von 100partnerprogramme.de schicken!!

Ich bin gespannt wie Affiliates auf das Feedback reagieren. Diskussionen aller Leute sind natürlich in den Kommentaren erlaubt und erwünscht!

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9 Comments  comments 

9 Antworten

  1. Ok, ich kann mir durchaus vorstellen, dass es solche Probleme gibt. Aber auf meiner Seite ist es einfach grottig, dass Netzwerke noch niemals auf fundierte Verbesserungsvorschläge meinerseits eingegangen sind. Allein die Userverwaltung von affili.net macht mich wahnsinnig – Änderung ist nicht in Sicht. Support ist ebenfalls oft nicht vorhanden, sofern man nicht zur Top-Riege der Affiliates gehört – aber um dorthin zu gelangen, müsste es genau diese Änderungen geben. Das Henne-Ei-Problem. Tja, da fühl ich mich wirklich wie ein Hamser in der Mikrowelle…

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  2. avatar Markus B.

    Bei der Kommunikation besteht häufig das Problem, dass hier z.T. völlig unterschiedliche „Know-How-Levels“ aufeinanderstoßen. Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, vermeide ich ich jede vorherige Absprache mit Agenturen oder Merchants, weil das zuweilen schon recht mühsam sein kann. Es ist für mich einfach deutlich produktiver einfach loszulegen.

    >Schlimm ist auch die Ignoranz einiger Affiliates wenn diese Verbesserungsvorschläge bekommen, diese ihnen aber selbst nicht gefallen.

    Warum ist das schlimm? Ist doch Sache des Affiliates. Die Gründe für die Ablehnung von Verbesserungsvorschlägen sind auch nicht immer für Merchant/Agentur offensichtlich. Und den Standard-Verbesserungsvorschlag „wenn Sie unser Angebot besser platzieren, verdienen Sie auch mehr“ kann ich schon nicht mehr hören. Muss ich jedem Merchant erklären, warum ich andere bessere platziere als ihn?

    Ich mache Merchants auch gelegentlich Verbesserungsvorschläge. Guess what? Zu 99% werden diese ignoriert. Das ist aber (für mich) nicht schlimm, denn es ist schließlich Sache des Merchants, wie er seine Webpräsenz gestaltet.

    >Meisten lassen sich Wünsche noch am gleichen Tag umsetzen, wenn nicht, dann in den kommenden 48 Stunden.

    Das ist aber sicher nicht der Regelfall.

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  3. avatar Steffi G.

    Da kann ich Markus nur zustimmen: Viel zu oft gerät man an Praktikanten und Werkstudenten die von nichts eine Ahnung haben und Ewigkeiten brauchen einen simplen Deeplink als Werbemittel anzulegen…
    Und was das Brand-Bidding angeht, müssen sich viele Merchants nicht beschweren, da die Programmbeschreibungen einfach nicht aktuell sind! Wenn in einer Programmbeschreibung SEM uneingeschränkt freigegeben ist, bin ich herzlich wenig begeistert, wenn ich dann den Hinweis erhalte, dass Brand-Bidding ausgeschlossen ist.

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  4. Das betrifft ja wohl auch nebenbei den Support einiger Netzwerke und Agenturen, gerade der Start eines neuen Partnerprogrammes sollte nicht einfach nur ganz schnell erfolgen (wie es manche leider tun), sondern der Kunde/die Agentur sollte vor dem Start (!) mit Hilfe einer kompetenten Beratung seitens des Netzwerkes (und eigentlich auch der Agentur) die Vor- und Nachteile auch von SEM und Brandbidding bzw. meist sowieso eher Namebidding (da oftmals gar keine echte Marke vorhanden) erfahren.

    Gerade jetzt, da Google Markennamen für Fremde freigegeben hat, kann man so mit Affiliates dafür sorgen, daß eben wenig bis keine Mitbewerber auftauchen ;-) Beispiele dafür haben wir genügend gesammelt.

    Leider behindern sich da gegenseitig auch Netzwerke und Agenturen, da viele Agenturen ganz nebenbei auch SEM selbst gerne betreiben und diese Einnahmen nicht teilen oder echte Konkurrenz durch Affiliates bekommen möchten.

    Ganz nebenbei betreiben auch Content- und SEO-Affiliates vor einer Bewerbung gerne mal SEM, um vorher auszuloten, wie die Konversionsrate generell ist…daher meine Empfehlung: SEM unbeschränkt gestatten, auch Brandbidding ist kein Problem, denn man bezahlt ja sowieso nur bei Erfolg,

    Trotzdem gilt: Kunden vorher richtig beraten, dann gibt es nachher keine Probleme und alle Beteiligten (Kunde, Agentur, Netzwerk, Agentur) sind zufrieden.

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  5. Ich kann Markus auch nur Recht geben. Dieselben Probleme hatte ich auch bereits mehrfach. Zum Glück trifft es nicht auf alle Agenturen zu.

    Häufig ist mir auch schon passiert, dass ich auf Nachfragen oder Vorschläge nie eine Antwort der Agentur erhalten habe. Dann brauchen diese sich im Gegenzug nicht wundern, wenn man

    1. zukünftig keine Anregungen/Kritiken mehr äußert und
    2. ihre Vorschläge dann auch unkommentiert ignoriert.

    Fazit: Die Kommunikation kann sicher auf beiden Seiten noch verbessert werden. Da sehe ich tendenziell in erster Linie jedoch die Agentur in Zugzwang. Von einzelnen Affiliates kann die Branche nicht erwarten, dass sie den Umgang miteinander revolutionieren. Würden die großen Agenturen ihren Service jedoch verbessern und mehr auf die Affiliates eingehen, bin ich sicher, dass diese im Gegenzug auch im Umgang mit den Agenturen offener werden würden. Gerade kleine Affiliates zu Beginn Ihrer Tätigkeit sind auf die Hilfe und den persönlichen Kontakt von Seiten der Agenturen angewiesen. Und gerade diese perspektivisch gesehen wichtigen Kunden für die Agenturen werden in der Regel links liegen gelassen.

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  6. avatar Markus B.

    >auch Brandbidding ist kein Problem, denn man bezahlt ja sowieso nur bei Erfolg

    Dafür, dass man Brandbidding untersagt, hab ich schon Verständnis – würde ich als Merchant auch machen. Wenn ein Sale über den Brand generiert wird, ist dem ja notwendigerweise eine andere Werbeleistung vorausgegangen. Zahlt man nun auch dem Affiliate eine Provision, zahlt man also doppelt.

    Für alle anderen SEM-Einschränkungen für Affiliates hab ich jedoch überhaupt kein Verständnis.

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  7. avatar Affiliate Guru

    Der Beitrag ist ja wirklich lustig. Hier werden Täter zu Opfern gemacht. Denkt man doch an Agenturen bei denen man NONSTOP aufpassen sollte – für welche Affiliates lediglich notwendiges übel, mittel zum Zweck sind und entweder gar keinen Support bekommen oder nach Wochen mal eine Mail. Geht ja auch nicht anders, wenn man seine Preise ohne Support od Mitarbeiter für Affiliates kalkuliert und davon ausgeht, dass man die Affiliates im Grunde nicht braucht. Umsatz machen ja sowieso nur ein paar Top Partner, die bekommen dann zu Weihnachten auch mal eine Karte.

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  8. […] so weiter und so fort. Wenn man mit einem Stock in das Bienennest sticht (Ein Herz für Affiliates, Der Hamster in der Mirkowelle) dann sprudelt es meist nur so an Wünschen und […]

  9. avatar Eva

    Hallo,

    die Erfahrung, dass man oft genug von den Agenturen keine Antwort oder Reaktion auf Fragen bekommt, kann ich nur bestätigen – da nimmt man sich immer seltener die Zeit, sie überhaupt zu kontaktieren, sondern wählt lieber ein anderes Programm.

    Genauso ärgert mich, wenn ich ohne Begründung abgelehnt werde – weil ich bei der Antragstellung per Formular nicht die Möglichkeit habe, auf die Seiten aufmerksam zu machen, auf die ich die Werbung platzieren möchte, und die Agentur die entsprechenden Unterseiten mit dem passenden Themen übersehen hat.

    Eine Kritik, die ich außerdem an die Merchants/Agenturen richten möchte, ist, dass die Werbemittel teilweise zu selten aktualisiert werden. Wenn zu Ostern immer noch die Wintermode auf den Bannern gezeigt wird oder über Monate immer die gleichen verwendet werden, dann baue ich die nicht mehr ein, weil da niemand mehr dran interessiert ist. Genauso ärgerlich finde ich, wenn ein attraktives Produkt beworben werden soll, aber es nur 3 Bannergrößen gibt, die nicht passen.

    Viele Grüße

    Eva

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