Archive for November, 2011

Geschenkekontrolle: Weihnachtspost 2011 an 100pp

Mittwoch, November 30th, 2011

Wie in den Vorjahren (2008, 2009 und 2010) machen wir hier wieder das ultimative Outing der Affiliatebranche – wer schenkt was? Wer verschickt die kitschigste Weihnachtskarte? Und wer hat die witzigste Geschenkidee?

09.01.2012:

Ein Langzeit-Zoll-Bearbeitungs-Nachzügler-Weihnachtsgeschenk kam heute von der Affiliate-Agentur ad-cons: Ein Fächer mit den Lieblingsrezepten der Mitarbeiter. Macht richtig Lust zum Nachkochen!

02.01.2012:

Und noch ein Kalender – pünktlich zum neuen Jahr – von der Affiliate-Agentur couplung media:

Die Affiliate-Agentur Cramer & Consorten ist für ihre Kalendergeschenke bekannt :-) Danke nach Hamburg!

Danke an Nadine und das Team von TuneUp (25,00 – 40,00 % pro Sale) für die großzügige Spezialitäten-Box.

Danke Thomas Bindl für die Leckereien von Refined Labs / refinedads!

Vor über 30 Jahren konnte ich den Zauberwürfel (Rubik´s Cube) in zweieinhalb Minuten lösen. Daran hat mich nun die Affiliate-Agentur Quisma mit ihrem gebrandeten Zauberwürfel erinnert. Irgendwie bekomme ich das heute nicht mehr auf die Reihe…

DVD plus süßer Kuchen. Dazu machen wir uns doch glatt wieder ´nen schönen Glühwein und ´nen schönen Abend. Danke an die Affiliate-Agentur sunnysales!

Ein sehr vernünftiges Gadget haben uns Theo und Patrick von der Affiliate-Agentur getperformance geschenkt: Einen transportablen Lautsprecher für meinen iPod. Und der Sound ist überraschend gut – klasse Bässe!

BASE (6,00 – 240,00 EUR pro Sale) hat mit einem Schoko-Telegramm gegrüßt. Danke an Denis :-)

Von der TYPO3-Agentur sytura.de (samt KeRoMoLe) waren Naschereien in der Post: Eine Flasche Danziger Goldwasser, sowie ein Handy und ein Gebiss aus Schokolade. LOL!

Zu den Brotbrettchen von 2009 kam nun endlich das passende Brotmesser von neu.de (2,00 – 3,00 EUR pro Lead, 15,00 – 55,00 EUR pro Sale) :-) Dazu noch ein leckerer Aufstrich.

Mit einem Weihnachtsstollen versucht mich Heiko Staab – mein Pokeralptraum – milde zu stimmen (ich schied 2009 mit Full House KKKAA gegen Heiko aus) ;-) Danke an die Affiliate-Agentur Traffective.

Hier ist der zweite Schwung Weihnachtskarten. Danke an alle für die netten Wünsche, die Spenden statt Geschenke, die handgeschriebenen Worte:

Leckere Leckereien aus Ostwestfalen hat uns Max Klinger vom Affiliate-Netzwerk ADindex.de geschickt:

Ein interessantes Spielzeug war von TwinPlan in der Post. Eine Kette, die aus einer Vielzahl von magnetischen Kügelchen besteht und zu lustigen Gebilden geformt werden kann.

Ein klasse Überlebenspaket für einen scharfen Abend hat uns TradeDoubler geschickt. Danke an Julia (die die Karte geschrieben hat) und das gesamte TradeDoubler-Team!

Ja ist denn heute noch Weihnachten??? Heute kam das Postauto und brachte uns noch mindestens ein Dutzend Pakete, die wohl länger beim Zoll lagen und dann während unserem Kurzurlaub für uns eingelagert wurden. Wir werden gleich alles auspacken und hier berichten…

21.12.2011:

Und hier noch eine Zusammenstellung der Weihnachtskarten. Danke euch und allen Lesern frohe Festtage!

Von Zanox gab´s dieses Jahr zu Weihnachten was auf die Ohren: Kopfhörer (gibt´s auch hier zu gewinnen…). Dazu ein großer Glühweinbecher, ein iPad (aus Papier ;-) etc. Danke schön!

Danke an Manuela Kurz von transparo.de (0,30 – 2,00 EUR pro Lead, 20,00 EUR pro Sale) für die tollen Schreibutensilien. Mit Manuela haben wir kürzlich ein Interview zum Kfz-Versicherungsvergleich-Partnerprogramm geführt.

Hey, was mag sich wohl in dem kleinen Päckchen verstecken? Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt und bedanken uns bei finanzen.de (bis zu 135,00 Euro/Sale…). Das Programm hat sich 5 von 5 Sternen im Partnerprogrammtest verdient.

uniquedigital – Eure Geschenke werden nieeeeee langweilig, auch wenn es das gleiche wie 2009 ist ;-) Danke an alle!

20.12.2011:

Ein cooles Werkzeugset kam heute von Westfalia (bis zu 6 % pro Sale für Affiliates). Danke schön!

Lieben Dank auch an das Affiliate-Team von mysportworld.de (bis zu 20 % pro Sale…) für den Gutschein für euren Shop. Da werden wir auf jeden Fall etwas schönes, outdoor-mäßiges finden.

Explido WebMarketing (betreut inzwischen 50 Partnerprogramme) sorgt für gute Musik bei den Windfelders. Danke an euch!

Danke an daisycon (ihr findet über 900 daisycon Partnerprogramme auf 100pp…) für das Windrad. Da hat sich jemand ganz besonders gefreut.

19.12.2011:

Hat der Zoll mal wieder einen Schwung Pakete abgefertigt :-) Heute kamen vier Geschenke…

Ein großes Dankeschön an die Affiliate-Agentur onMarketing, die uns mit dem Paket von bringmirbio.de (bis zu 9 % pro Sale…) eine große Freude bereitet hat. Ausgewählte Leckereien – da ist für jeden von uns Dreien etwas feines dabei.

05.12.2011:

Bon-Kredit (10,00 – 40,00 EUR pro Lead, 50,00 – 2.000,00 EUR pro Sale) hat uns zwei Zollstöcke geschenkt – zum einfachen Vermessen der Geldbündel, die wir mit dem Partnerprogramm verdient haben. Lustig, ich sage “Zollstock”, Claudia sagt “Meter” und laut Wikipedia nennt man die Dinger offiziell “Gliedermaßstab”. Das Wort habe ich noch nie gehört und für zweideutig halte ich es auch ;-)

01.12.2011:

Danke auch an Manuela Kurz und das transparo-Team für den tollen Adventskalender. Hmmmm, irgendwie kommen dieses Jahr keine anderen Geschenke ;-) Der @affilius hat sich sehr gefreut, wie man auf dem Bild sieht. Ihr könnt beim transparo-Partnerprogramm 20,00 Euro pro Sale verdienen!

Und noch ein Adventskalender. Pünktlich zum 1. Dezember, dann kann ich gleich das erste Türchen aufmachen heute. Danke an Daniel Frerichmann vom bahn.de Partnerprogramm (Reise- und Mobilitätsportal und BahnCard und Bahn&Hotel).

30.11.2011:

Und los geht´s! Das erste Geschenk ist ein Adventskalender von der Creditplus Bank. Es gibt bis zu 145,00 Euro pro Sale zu verdienen, die Agentur metaapes betreut.

Osteuropa – Marktpotential und Strategien für Affiliate-Marketing

Dienstag, November 29th, 2011

Auf der Affiliate Conference 2011 (Nachbericht…) haben wir ein paar Vorträge besucht und stellen kleine Zusammenfassungen hier ins Blog.

Einen informativen Einblick in den E-Commerce-Handel osteuropäischer Länder gab Tobias Allgeyer (Commission Junction) mit seinem Vortrag “Osteuropa – Marktpotential und Strategien für Advertiser und Publisher”.

Daten und Fakten zum osteuropäischen Markt

Zunächst gab Tobias einen Überblick über Daten und Fakten der osteuropäischen Staaten hinsichtlich Wachstum, Verbreitung und Nutzung des Internets. Am Beispiel von Polen und Tschechien zeigte er die enormen Wachstumszahlen beim Online-Umsatz auf. So belief sich der E-Commerce-Umsatz in 2010 auf 15,5 Millilarden Zloty (3,5 Mrd EUR). Eine Steigerung von über “15.000″ Prozent gegenüber 2001.

Die genutzten Suchmaschinen und ihre Verbreitung in Osteuropa zeigt die folgende Grafik:

Publisher Modelle in Osteuropa

Das Vorgehen von Affiliates in West- und Osteuropa unterscheidet sich in den Strategien. Das zeigte Tobias im Vergleich der Publishermodelle von Deutschland und Tschechien auf: Während bei deutschen Affiliates Content, Postview und Virtual Currency am häufigsten genutzt werden, sind es in Tschechien Cashback und Coupons.

Links: Publishermodelle Deutschland, im Vergleich rechts: Publishermodelle Tschechien

Die aktuellen Publisher-Modelle in Tschechien sind:

  • Portale
  • Preisvergleichsseiten
  • Social Media / Currency Partner
  • Contentpublisher
  • Email-Marketing
  • Coupons / Rabatt
  • Groupon Clone Publisher
  • Cashback Publisher

Die aktuellen Publisher-Modelle in Polen sind:

  • Portale
  • Preisvergleich
  • Social Media / Currency Partner
  • Contentpublisher
  • SEM Publisher

Daraus ergeben sich für Affiliates folgende Potentiale

  • SEM-Publisher: Großes Potential, da wenig professionelle SEM-Publisher (beachte: Spezielle Marktsituation in Tschechien).
  • E-Mail-Publisher: Großes Potential, da derzeit wenig seriöse eMail-Publisher am Markt (aber: Grosse SPAM Problematik in Osteuropa).
  • Postview: Potential, viele Advertiser sind bereits für das Geschäftsmodell offen.
  • Retargeting: Erste Tests laufen bereits.
  • Cashback: Wird in Osteuropa bereits stark eingesetzt.

Erfolgsfaktoren für Merchants

  • Onlineshop in der jeweiligen Landessprache erstellen
  • Werbemittel in der entsprechenden Landessprache einsetzen
  • Produkte in lokaler Währung auszeichnen
  • Lokalen Support anbieten
  • Versandkosten bis 5 EUR werden akzeptiert
  • Zahlungsarten: Alle gängigen Kreditkarten und Zahlung per Nachnahme
  • Lokales Lager anlegen

Zum Schluss fasste Tobias nochmals die wichtigsten Eckpunkte zusammen:

  • Die osteuropäischen Länder sind Wachstumsmärkte in Sachen E-Commerce
  • Hohe Zahl an Internetusern in den Ländern
  • Junge Internetuser -> potentielle Online-Käufer (Groupon, Cashback, Coupons)
  • Aktuell dürften Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei die interessantesten osteuropäischen Märkte sein

Fazit

Ein inspirierender Vortrag, der Potentiale aufdeckt und viele Anregungen für Affiliates und Merchants liefert, wie der Osteuropamarkt angegangen werden kann.

++

Weitere Infos zu Affiliate-Marketing in Russland finde ihr auch im Gastbeitrag von Olena Sikorska…

Partnerprogramm der Woche: app-arena.com

Dienstag, November 29th, 2011

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

Partnerprogramme: Affiliate-Weihnachtsaktionen 2011

Montag, November 28th, 2011

Die Online-Branche ist mitten drin im Weihnachtsgeschäft. Die einen Käufer haben bereits alle Geschenke zusammen, andere sind Lastminute-Besteller, schnell noch was im Online-Shop ordern…

Die Partnerprogrammbetreiber haben sich auch in diesem Jahr wieder besondere Aktionen und Anreize für Affiliates einfallen lassen, um die umsatzstarke Weihnachtszeit noch attraktiver zu gestalten.

Viele Affiliate-Programme bieten Provisionssteigerungen bis Ende Dezember 2011, darunter z. B. tele2.de bis zu 25 % mehr Provision, dfv.ag bietet sogar 50 % mehr. Andere Programme starten eine Sales-Rallye und belohnen ihre Publisher mit interessanten Preisen. So z. B. bei partyschnaps.com, pearlfection.de und teufel.de.

eteleon mit seinen Marken discotel und deutschlandSIM macht sogar Wünsche wahr: Publisher können bis 24.12.2011 ihren Wunsch einschicken. Der ausgefallenste Wunsch wird erfüllt.
Außerdem wird ein Apple iPhone 4S unter den Weihnachtsgewinnspiel-Teilnehmern verschenkt. Dazu muss eines der Produkte eteleon, deutschlandSIM oder discotel beworben werden.

Auch so manches Affiliate-Netzwerk hat sich für die Weihnachtszeit 2011 etwas überlegt:

Das Netzwerk zanox hat eine spezielle Seite mit einer Übersicht zu den aktuellen Weihnachtsaktionen eingerichtet. Dort erhalten Publisher einen Überblick über Partnerprogramme mit Weihnachtsspecials.

Eine große X-Mas-Aktion erwartet Affiliates im Rahmen des “TradeDoubler-Adventskalender 2011“.

Dort können Publisher täglich tolle Preise gewinnen: Im Zeitraum vom 01.12. bis 24.12.2011 verlost TradeDoubler mit seinen Merchants jeden Tag wertvolle Preise unter den teilnehmenden Affiliates (Gesamtwert über 10.000 Euro). Am 06.12. und 24.12.2011 verdoppelt TradeDoubler sogar die Chance auf einen Gewinn, denn an diesen Tagen werden jeweils zwei Geschenke verlost!

Darunter sind beispielsweise…

  • ein iPod nano von Hugendubel
  • ein 100.- Euro Gutschein von Blue Tomato
  • ein Inspiron 15″ Notebook von Dell
  • einen 250.- Euro Gutschein von PUMA
  • eine Xbox mit 250 GB von Microsoft
  • ein HP L2245wg 22″ Widescreen LCD Monitor von HP
  • ein Gutschein für ein Paar Free Run + 2 iD Schuhe von NIKE
  • sowie eine Best Western Travel Card im Wert von 250.- Euro von Best Western

Jeder, der sich für den TradeDoubler-Adventskalender anmeldet, nimmt automatisch an der Verlosung teil. Weitere Informationen zum Gewinnspiel gibt es auf der Adventskalender-Landing-Page oder direkt beim jeweiligen TradeDoubler Ansprechpartner.

Einen Gesamtüberblick zu den aktuellen Partnerprogramm-Weihnachts-Aktionen findet ihr auf 100partnerprogramme.de…

Viel Erfolg bei den Weihnachtsumsätzen!

Das war bestimmt nicht alles – bitte ergänzt eure Weihnachtsaktionen unten mit der Kommentarfunktion…

Gefällt deinen Facebook-Kontakten 100partnerprogramme.de?

Donnerstag, November 24th, 2011

“Was für viele unseres Gleichen gut ist, ist es für uns sicher auch” lese ich gerade in der Website Boosting. Torsten Hubert beschreibt dort “7 geheime Trigger der Konsumpsychologie für mehr Conversions”. Demnach sollte die Zahl der 100pp-Fans steigen, wenn ihr eure Geschäftskollegen unten wiederfindet.

Ich bin gespannt, ob es klappt… :-)

Betrug bei Affiliateagentur(en) – oder doch nicht?

Mittwoch, November 23rd, 2011

Nicht dass ihr mir jetzt vorwerft, ich hätte keine eigene Ideen. Ich habe die Headline von Andreas Hörrs Beitrag fast 1:1 übernommen. Sie trifft einfach exakt den Sachverhalt. Die Überschrift ist aufrüttelnd, prangert immer wieder an die Öffentlichkeit kommende Missstände in der Affiliatebranche an (denen wir uns alle kritisch stellen sollten) und endet dennoch mit einem Fragezeichen, da im Einzelfall zunächst immer die Unschuldsvermutung zur Anwendung kommen muss. Ein Grundprinzip, welches wir alle anerkennen sollten.

Vorbemerkung

Die weiter unten gemachten Vorwürfe gegen eine Affiliate-Agentur sind heftig. Nachdem ich in Andreas Blog gestern Nachmittag einen Kommentar verfasst habe, dass ich das Thema nun auch aufgreifen werde, schrieb mich die betroffene Agentur an. Ich habe angeboten, den Vorwürfen eine Stellungnahme der Agentur (weiter unten…) entgegenzustellen. Mein Vorschlag war, dass die Agentur mit offenem Visier unter eigenem Namen Stellung bezieht. Man hat sich jedoch dafür entschieden, hier als anonyme Agentur zu erscheinen und das Thema intern aufzuarbeiten. Gleichzeitig wurde jedoch Bereitschaft signalisiert, hier mit Namen in die Diskussion einzusteigen, sollte sich eine konstruktive Diskussion entwickeln. Einverstanden!

Um was geht es eigentlich?

Andreas Hörr, Reise-Affiliate aus München, hat vor vier Tagen in seinem Blog über schier unglaubliche Erfahrungen mit einer Affiliate-Agentur berichtet. Ob es sich um eine Folge von Zufälligkeiten, Unachtsamkeiten oder Schlampigkeiten einzelner Mitarbeiter oder gar systematischen Betrug der Agentur handelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Jeder weiß, dass wo gearbeitet wird, Fehler gemacht werden und ich selbst kenne es aus eigener Erfahrung, dass ein Unglück selten alleine kommt. Damit liesse sich natürlich keine Systematik rechtfertigen.

Doch nun einmal der Reihe nach. Andreas Hörr berichtet in seinem Blogbeitrag über Ungereimtheiten bei der Abrechnung seiner Affiliate-Provisionen durch eine Affiliate-Agentur:

Schlimm genug. Aber in der Regel können solche Fälle – soweit sie vom Affiliate erkannt werden (!) – schnell aufgeklärt werden und es erfolgt eine Nachvergütung.

Doch es wird noch interessanter:

Da kann man sich doch nur verwundert die Augen reiben. Den obigen Absatz sollte man zweimal lesen, um seine Tragweite zu verstehen.

Weiter schreibt Andreas Hörr:

Also, weitere Ungereimtheiten, aber auch Gesprächs- und Kooperationsbereitschaft seitens der Agentur, die Sache aufzuklären und aus der Welt zu schaffen.

Was sagt nun die Affiliate-Agentur zu den Vorwürfen?

Stellungnahme der Agentur

Die Agentur räumt ein, dass es zu Unstimmigkeiten und Fehlern kam, die intern aufgearbeitet wurden und nun umgehend ausgeglichen werden sollen. Von systematischem Betrug distanziert man sich, aber der wurde ja zumindest in dem oben genannten Blogbeitrag auch nicht unterstellt.

Rechtliches, wer ist eigentlich verantwortlich?

Unabhängig vom oben genannten Fall ist es interessant, wie sich die rechtliche Situation darstellt. Im aktuellen Beitrag “Rechtliche Aspekte beim Advertiser-Fraud” beleuchtet Dr. Martin Schirmbacher, Fachanwalt für IT-Recht, die Situation. Konkret sagt er zu Advertiser-Fraud:

“Betrügerisches Verhalten von Advertisern oder beteiligten Agenturen ist strafbar. Bisher sind allerdings keine Fälle publik geworden, in denen gerichtliche Auseinandersetzung über Fälle von Advertiser-Fraud geführt worden wären. Wenn Agenturen beteiligt sind, haben diese in der Regel vertragliche Beziehungen nur zu dem Advertiser, so dass sich unmittelbare vertragliche Ansprüche der anderen Beteiligten gegen Agenturen nicht ergeben können. Allerdings muss sich der Advertiser betrügerische Handlungen der von ihm beauftragten Agentur zurechnen lassen.”

Bei Verdacht auf Betrug empfiehlt Schirmbacher:

“Wer als Publisher Unregelmäßigkeiten entdeckt und Verdacht schöpft, dass dort Methode dahinter steckt, sollte zunächst für eine ordentliche Dokumentation sorgen und anschließend das Netzwerk informieren. Bei zu Unrecht nicht bestätigten Abschlüssen, besteht in der Regel ein Anspruch auf die Bestätigung und damit auf Auszahlung der Provisionen. Ist eine Agentur eingeschaltet, kann es empfehlenswert sein, auch mit dem Advertiser direkt zu sprechen”.

Auch der Aufsatz “Vertragsverhältnisse zwischen Affiliate, Merchant und Affiliate-Netzwerk” von Dr. Martin Bahr gibt eine grundlegende Einführung, wenngleich die Affiliate-Agentur dort außen vor ist.

Betrug im Affiliate-Marketing – ein heißes Thema

Der Beitrag hat auf jeden Fall für jede Menge Wirbel gesorgt. Über 40 Kommentare in vier Tagen zeigen, dass hier einiges im Argen liegt. Hier ein paar interessante Statements:

Zum leidigen Thema Provisionsstornierung schreibt ein “K”, der einmal ein Bonussystem betrieben hat: “Ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber das waren teilweise mittlere zweistellige Prozentbeträge die fehlerhaft storniert wurden”.

Markus Kellermann von explido WebMarketing berichtet: “Gerade wegen der Kontoaufladungen sind wir eigentlich dazu übergegangen, dass die Provisionen direkt von den Advertisern bezahlt werden, denen ja eigentlich auch die Publisher gehören, somit darf so etwas eigentlich gar nicht passieren”.

Ein “M” nennt die Vorfälle “nur die Spitze des Eisbergs” und er hat selbst erlebt, “dass ein Netzwerk trotz Freigegeben-Status und im System als ausgezahlt angewiesenen Betrag tatsächlich gar nicht überwiesen hat”. Das Geld wurde zwar nach einem Hinweis sechs Monate später umgehend ausgeschüttet, aber “eine Antwort auf mein Schreiben gab es nie”.

Anna berichtet: “Wir haben auch gerade einen Test gemacht, dabei haben wir diverse Leadkampagnen bei zwei Netzwerken gegeneinander laufen lassen. Bei Test 1, über eines der größten deutschen Affiliate Netzwerke, waren die Ergebnisse signifikant schlechter als bei Test 2. Dieser zweite Test erfolgte über ein neues und in Deutschland nicht so großes Netzwerk”.

“Affiliate-Urgestein” Wolfgang A. Schmidt gibt zu Bedenken: “Das Geschäftsmodell Affiliate Marketing ist für Betrug anfälliger als andere Modelle. Das ist Fakt und deswegen macht es auch keinen Sinn, darüber ständig einen Schleier auszubreiten”.

Ralf Zmölnig von onMarketing bricht eine Lanze für alle ehrlichen Marktteilnehmer: “Das ist mit Sicherheit ein krasses Beispiel, aber nichts desto trotz ein Einzelfall. Ich will hier gar niemand in Schutz nehmen, auch weil wir als Agentur auf der einen, und aktiver Publisher auf der anderen Seiten auch schon Pferde kot… sahen. Nichts desto trotz gilt immer noch: Unschuldig, solange die Schuld nicht bewiesen ist“.

Andreas G. beschreibt: “Das Problem ist ja häufig, dass die Agentur sowohl Abrechnungs-, als auch Deutungshoheit besitzt. Auf gut Deutsch, die Agentur soll der Gott über Merchant, Netzwerk und Affiliate sein”. Und weiter: “Beim Cookiedropping wurde erst drei Jahre geschwiegen um dann den Beschiss als neues Feature zu verkaufen. Und alle haben schön mitgemacht und sich feiern lassen. Vorher und hinterher”.

Lösungsvorschläge

Doch es wurden auch einige Kontrollmechanismen vorgeschlagen und Ideen entwickelt, wie man für beim Thema Vergütung mehr Transparenz erreichen kann.

Andreas Hörr rät im Hauptbeitrag den Publishern, “regelmäßig zu kontrollieren, ob die Provisionen (insbesondere Staffeln, Neukunden, etc.) ordnungsgemäß abgerechnet werden”.

Merchants hingegen “sollten die Konten bei den Affiliate-Netzwerken zukünftig nicht mehr über die Affiliate-Agenturen, sondern direkt “aufladen” (d.h. das Geld einbezahlen). Damit würde eine Affiliate-Agentur nicht mehr direkt von der fehlerhaften Vergütung für Publisher profitieren”.

Tibor Bauer von affilex meint: “Eigentlich sollte die performancebedingte Bezahlung der Agenturen (vor allem wenn die Agentur prozentual zur Publisherprovision bezahlt wird) eine Sicherheit darstellen. Denn dann bekommt die Agentur ja, wie ein Netzwerk auch, in Abhängigkeit der ausbezahlten Publisherprovision seine Vergütung und es ist im eigenen Sinne alles richtig zu machen”.

Marius Schulze ist außer sich und fordert: “Namen auf den Tisch! Wenn da auch nur ein Funke Wahrheit dran ist ist das ein Skandal. Dann sollten konsequent Maßnahmen getroffen werden. Agenturboykott seitens Merchants und Publisher. Lernen muss in solchen Fällen wehtun. Die Branche steht perse im Verdacht permanent zu bescheissen und das muss aufhören. Punkt. Zu viele Leute betreiben ehrliches und ernsthaftes Business und bestreiten davon für sich und Angestellte den Lebensunterhalt. All diejenigen werden durch solche Idioten ungewollt in Sippenhaft genommen”. Weiter fordert er: “1) Benennt die schwarzen Schafe beim Namen. 2) Lasst Konsequenzen folgen: 100% Boykott dieser Außenseiter. 3) Legt einheitliche marktweite Regeln fest (Transparenz und geprüfte Prozessgüte bei Tracking, Billing, etc.) 4) Lasst euch von unabhängigen dritten monitoren. 5) Richtet eine Schiedsstelle für Streitigkeiten ein”.

Anna, die bei unterschiedlichen Netzwerken signifikant unterschiedliche Ergebnisse beobachtete sagt, dass “diverse Mitgliedschaften in Bundesverbänden und andere unzählige Zusagen” gar nichts bringen. Einzig hilfreich sei “testen und anschließend (eigentlich mit Klarnamen) zu posten”.

Lothar ist dankbar, dass hier aufgezeigt wurde, “dass die schwarzen Schafe nicht immer nur die Affiliates sind”. Er fordert für die Branche “eine Art interne Schwarze Liste wo einfach Namen genannt werden … nach dem Motto “Bei Agentur XY sind folgende Probleme bekannt” oder “Folgende Webseiten sind Cookie-Dropper” oder “Das Netzwerk XY ist nicht empfehlenswert weil es Auszahlungsprobleme gibt” etc. Da hätten alle was davon”.
Der Kommentator hat auch einen Vorschlag für Live-Events: “Wie wäre es bei einem nächsten Stammtisch statt Speed Networking mit einer Art “HART ABER FAIR?” Ich finde schon lange das viel zu viel geschwiegen wird”.

Tibor Bauer empfiehlt den Merchants, “sich direkt an ihre Agentur zu wenden um sicherzustellen, dass dort alles in Ordnung ist. Es geht auch um Image, nicht nur von Kunden- sondern auch von Agenturseite”.

Das Thema beim BVDW zu platzieren wurde mehrfach vorgeschlagen. Andreas Hörr berichtet: “T. Heimann (bis vor kurzem GF bei Tradedoubler) hatte das Thema in die letzte Arbeitskreissitzung des BVDWs vor rund vier Wochen eingebracht. Zudem habe ich diese Woche nochmals im Detail mit M. Kruse (Leiter des Arbeitskreises) gesprochen und von ihm auch sehr konstruktives Feedback erhalten”.

Wolfgang A. Schmidt nimmt die Merchants in die Pflicht: “Wer als Advertiser Geld in den Affiliate Kanal investiert, muss im eigenen Interesse umfassend dafür Sorge tragen, dass bei allen Beteiligten (Netzwerk, Agentur, Publisher und auch bei sich selbst) seines Affiliate Programms Verhältnisse vorhanden sind, die man im allgemeinen als „kompetent und seriös“ bezeichnet. Wer den Kanal ohne spezifische Kompetenzen Dritten (wem auch immer) überlässt, darf sich nicht wundern, wenn Lücken für betrügerisches Verhalten genutzt werden”.

Ralf sagt: “Wir brauchen keine “Schiedsstelle” – Wir brauchen Leute die solche Themen öffentlich machen! Nur so werden alle Betroffenen in Zugzwang gesetzt! Occupy, Affiligate oder wie auch immer – aber macht die Themen pubik wenn sie sich nicht von selbst lösen lassen! Das affiliate-marketing-forum.de fände ich eine geeignete neutrale Plattform um hier entsprechende Themen und Probleme pubik zu machen bzw. darüber zu diskutieren”.

Torsten von webmiles.de rät: “Bonussysteme und Cash Back können von den Netzwerken zur Überprüfung von Agenturen und Merchants und zur Qualitätskontrolle genutzt werden. Gerne auch Diskussion hierzu im BVDW”.

Fazit

Die oben genannten Vorwürfe gegen die Affiliate-Agentur sind massiv. Andreas Hörr beschreibt glaubhaft, dass er es so erlebt hat. Wie es zustande kam, kann ich nicht beurteilen. In der Stellungnahme der Agentur werden Fehler eingeräumt, einem systematischen Betrug wird jedoch klar widersprochen.

Es ist nicht unsere (meine und eure) Aufgabe, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen, wir kennen nicht alle Fakten und können es daher nicht beurteilen. Jan-Philip Ziebold kommentierte unter seinem eigenen Blogbeitrag treffend: “Für die Aufklärung solcher Fälle gibt es neutrale staatliche Organe, deren Ergebnisse (sofern veröffentlicht) man dann sicher nennen darf und auch sollte”.

Insofern ist es auch verständlich, dass “schwarze Listen” rechtlich problematisch sind. Wie kommt man von solch einer Liste herunter, sollte man einmal selbst unberechtigterweise darauf erscheinen? Selbst nach einer Löschung von der Liste könnten noch lange Einträge in Suchmaschinen dem nur oberflächlich recherchierenden Leser einen komplett falschen Eindruck vom Anbieter vermitteln.

Andererseits sind zahlreiche Ungereimtheiten im Affiliate-Marketing nicht wegzudiskutieren. Wie wird man ihrer Herr? Warten auf eine Selbstbereinigung der Branche? Der Prozess ist langwierig und in der Zwischenzeit könnte noch viel Schaden entstehen.

Ist der BVDW wirklich ein unabhängiges Kontrollorgan, welches hier verbindliche Regeln aufstellen kann, an die sich die Beteiligten dann auch halten? Gibt es bessere technische Kontrollmechanismen? Doch wer kontrolliert denjenigen, der diese entwickelt hat?

Was meint ihr dazu?

 

Weitere Beiträge zum Thema findet ihr bei folgenden Kollegen:

Partnerprogramm der Woche: iqsox.com

Dienstag, November 22nd, 2011

Alle Partnerprogramm-Neustarts der letzten Tage im großen Quick-Check…

TIPP der Woche

Effizientes Affiliate-Marketing mit Webservices

Montag, November 21st, 2011

Auf der Affiliate Conference 2011 (Nachbericht…) haben wir ein paar Vorträge besucht und stellen kleine Zusammenfassungen hier ins Blog.

Was sind Webservices?

In seiner Präsentation stellte Rene Rath (affilinet) die affilinet-Webservices vor. Definiert wurden Webservices als “Kommunikation zwischen elektronischen Systemen.”

Rene Rath, Product Manager, affilinet GmbH

Arten von Webservices

Für Affiliates und Merchants bietet affilinet jeweils folgende Webservices an:

Publisher:

  • Product WS
  • Account WS
  • Creative WS
  • Inbox WS
  • ProgramList WS
  • Statistics WS

Advertiser:

  • Toolbox WS
  • Statistics WS
  • Ordermanagement WS

Zweck der Webservices

Durch die Automatisierung von immer wiederkehrenden Tätigkeiten schaffen die Webservices wahre Arbeitserleichterung. Für Affiliates und Merchants bleibt damit mehr Zeit für andere Tätigkeiten.

Funktionsweise

Bei den Webservices geht es unter anderem um “Frage und Antwort.” Das heißt, von einem Computer wird z. B. eine Frage zu Werbemitteln gestellt. Der Empfänger-Computer liefert dann die entsprechenden Ergebnisse aus.

Anhand von Beispielen zu “Creative Webservice”(siehe Abbildung) und der Kombination “Creative Webservice und Inbox Webservice” erläuterte Rene dann die Funktionsweisen der Webservices.

Beispiele zum Einsatz der Webservices

1. Automatische SEM Optimierung

Vorgehen: Speicherung der verschlüsselten Keywords als SubID

  • “Hole mir alle Transaktionen, die ich in den letzten 7 Tagen erzeugt habe” (Statistics-Methode “GetTransactions”)
  • “Hole mir alle Transaktionen, die in den letzten 7 Tagen bestätigt wurden” (Statistics-Methode “GetTransactions”)
  • Errechnung meines persönlichen eCPC pro SubID / Keyword
  • Automatische Anpassung meines Keyword-Gebotes (Google-Adwords-API)

2. Gutschein-Management

Webservices können auch zum Gutschein-Management genutzt werden:

  • „Gib mir alle Gutscheine, die aktuell gültig sind / die kommende Woche gelten“
  • Gutscheine für bestimmte Produkte oder Detailseiten: „Gib mir alle aktuell gültigen Bestandskunden-Gutscheine zu einem bestimmten Affiliate-Programm, deren Mindestbestellwert nicht größer ist als der Preis dieses Produktes”

3. Automatische Banner-Optimierung

Ausgangssituation: Der Affiliate arbeitet mit mehreren Netzwerken zusammen und hat evtl. auch mehrere Seiten zu optimieren.

Vorgehensweise (vereinfacht dargestellt)

  • Auswahl von geeigneten Bannern.
  • Rotation dieser Banner auf der Website.
  • Bannercheck: Die Webservices der Netzwerke liefern dem Publisher diverse Infos zum Banner (welches der eingesetzten Banner wurde wie oft / wann geklickt wurde / wieviel Provision wurde erzielt).
  • Optimierung: Schlecht performende Banner werden seltener bzw. gar nicht mehr angezeigt.
  • Neue Banner: Im Zeitverlauf werden immer wieder neue – zusätzliche – Banner ausgewählt. Bei schlechter Performance werden sie wieder vom System entfernt.

4. Individuelle Statistik-Logik

5. Was User mit den Webservices tun können

Die Webservices ermöglichen Affiliates und Merchants eine Vielzahl von Erhebungsmöglichkeiten rund um ein Partnerprogramm. Sie liefern also Antworten und Auswertungen zu verschiedensten Fragen, wie zum Beispiel…

  • Gab es Auffälligkeiten in der vergangenen Woche (Views, Clicks, Bestellungen, Warenkorbwert…) im Vergleich zur Vorwoche / Vorjahr / zu einem bestimmten Zeitraum?
  • Gibt es Unterschiede in der Performance von z. B. Oster-Special-Bannern gegenüber anderen Bannern?
  • Performt ein Publisher signifikant besser als die letzten x Tage / Monate?
  • Welche Publisher sind meine Top 10 im Bezug auf: Views, Clicks, Leads, Sales, Umsatz, Weihnachtsaktion, pro Kategorie (Festnetz vs. Mobilfunk …)

Fazit

Rene verschaffte mit seinem Vortrag einen Überblick zu den affilinet-Webservices und deren vielfältige Einsatz- und Auswertungsmöglichkeiten. Ein Thema, das vor allem für Affiliates und Merchants interessant ist, die diese Werkzeuge noch selten oder nicht nutzen oder auch noch neu im Affiliate-Marketing unterwegs sind.

++

Weitere Infos:

Affiliate-Netzwerke in Russland: „MixMarket“ vs. „Gde Slon?“

Montag, November 21st, 2011

Das Online Marketing in Russland entwickelt sich sehr rasant. Immer mehr Internet affine User betreiben eigene Internetseiten, eignen sich SEO- und Affiliate Marketing-Wissen an und interessieren sich für die Möglichkeiten, mit Online Marketing Geld zu verdienen. „Wie verdiene ich Geld mit Partnerprogrammen“ ist eine der populärsten Suchanfragen und wird in der russischen Suchmaschine Yandex 10 Mio. Mal indexiert.  Die Resonanz auf die Nachfrage ließ auf sich nicht lange warten und seit 2005 bauen folgende russische Affiliate Netzwerke ihre Geschäfte stark aus: „MixMarket“, „Gde Slon?“, „Kavanga“ und „Myragon“. In diesem Artikel werden die zwei stärksten und somit konkurrierenden Affiliate Netzwerke  – „MixMarket“ und „Gde Slon?“ vorgestellt und verglichen.

MixMarket

Das Affiliate Netzwerk MixMarket wurde 2005 durch den größten russischen Internet Marketing Konzern AdLabs gegründet. Das Ziel des Projektes ist laut den Gründern „die Förderung des Partner-Marketings im RuNet sowie die Entwicklung eines Systems, das faire und transparente Beziehungen zwischen den Online Partnern verschaffen würde“. Für heute (13. November 2011) sind bei MixMarket 438 Werbetreibende, 3.557 Partner und 6.418 Plattformen registriert.

MixMarket richtet sich in erster Linie an die Werbetreibenden, die auf der Suche nach neuen Werbeformen sind, sowie auf die Seiteninhaber, die anhand ihrer Internetpräsenzen etwas dazu verdienen wollen. Für die letzteren gibt es drei verschiedene Teilnahmeoptionen: Mix-Waren, Mix-Uni (eng.) und Programme des Werbenetzwerks Yandex.

Mix-Waren ist ein Service der Waren- und Dienstleistungswerbung, der auf CPC-Basis funktioniert. Klickkosten sind für jede Warenkategorie fix und betragen normalerweise 1,5 – 3 RUB (4 – 7 Cent) pro Klick.

Mix-Waren bieten den Partnern folgende Kooperationsmöglichkeiten:

  1. Programm „Kontextware“: Partner platzieren auf ihrer Seite einen Werbeblock aus einer bestimmten Kategorie mit konkreter Zahl von Waren (von 1 bis 5) – siehe Bild unten. Das Design des Werbeblockes kann beliebig angepasst werden.
  2. Programm „Mein Shop“: Der Partner sucht die passenden Rubriken aus, die für seine Seite interessant wären und bekommt im Fall der Zustimmung von Shop-Inhabern einen XML-Code mit allen Waren. Dieses Programm ist an die Preis-Listen-Seiten sowie an die Betreiber der eShops gerichtet.
  3. Programm „Wo kaufen?“:Das Programm ist an thematisch passende Seiten gerichtet. Beim Klick auf das erwähnte Produkt wird man auf eine Seite weitergeleitet, auf der sich eine Liste mit Shops befindet, in denen man das Produkt erwerben kann.
  4. Programm „Fertiger Markt“: Das Programm ist eher für die populären und gut besuchten Portale und Communities des RuNets (wie Mail.ru) bestimmt. MixMarket bereitet selber einen Markt mit den bestimmten Waren vor und platziert diesen auf eine Seite eines populären Portals. Partner können den vorgefertigten Markt designtechnisch beliebig anpassen.

Der zweiter MixMarket-Service Mix-Uni aggregiert die ganzen Partnerprogramme des Netzwerks. Hier  wird nicht der Verkauf einer Ware oder Dienstleistung belohnt, sondern eine bestimmte Aktivität – Pay-Per-Action Basis. Als Beispiel kann hier die Leadgenerierung genannt werden. Für solche Aktivitäten variieren die Provisionen von 1 bis 1.300 RUB (0,23 € – 30 €). Dieser Service gilt mittlerweile als viel attraktiver als der Mix-Waren, denn hier bekommt man mehr Unabhängigkeit und Kontrolle über die Werbemittel. Zudem gibt es eine Möglichkeit die passenden Konditionen selbst zu bestimmen. Schließlich erhalten Partner sehr hohe Provisionen, wenn sie sich stark engagieren.

MixMarket Netzwerk unterstützt zusätzlich Geotargeting, d.h. Werbetreibende bezahlen nur für den Klick aus der relevanten Region. Für die Partner bedeutet dies, dass nur die Klicks aus den bestimmten Regionen belohnt werden, wobei der Preis für den Klick höher ist (Aufpreis je Region: von 10 % – Region Ukraine bis 50 % – Moskau und Umland).

Damit ein Partner in das MixMarket-System aufgenommen wird, müssen bestimmte Qualitätskriterien erfüllt werden: Die Seite muss eine einzigartige Idee sowie Unique-Content haben. Somit werden die „Vorlagenleichen“ und „Bannerwüsten“ nicht berücksichtigt. Design, Usability sowie Funktionalität einer Seite sollen einen top Zustand aufweisen. Darüber hinaus spielen gute Ladezeiten und anständige Hostings (kostenlose Webspaces werden benachteiligt) ebenfalls eine große Rolle.

Vorteile von MixMarket:

  • Klares Interface
  • Verschiedene Boni
  • Kundenservice
  • Gute Konditionen und hohe Provisionen
  • Forum, FAQ und Corporate Blog

Nachteile von MixMarket:

  • Geringe Zahl von Merchants

„Gde Slon?“

Auf den ersten Blick wirkt das Affiliate Netzwerk “Gde Slon?“ (dt. „Wo ist der Elefant?“) viel ansprechender und engagierter als MixMarket. Die Macher des Netzwerkes haben einfach an ihre User gedacht, sodass diese sich auf der Homepage gleich wie zu Hause fühlen. Sowohl Partner als auch Merchants finden all die notwendigen Informationen in Form von Texten und Videos.

„Gde Slon?“ funktioniert sowohl auf CPC als auch auf CPA Basis, d.h. die registrierten Partner bekommen ihre Provisionen entweder für einen Verkauf bestimmter Produkte oder für eine bestimmte Aktivität wie Leadgenerierung. Angenommen werden nur die russischsprachigen Seiten oder diejenigen, die eine russische Version haben.

Den Partnern werden folgende Optionen angeboten, wie die Produkte vermarktet werden können:

  • Einfacher Link. Der Partner verlinkt das Produkt in seinem Content.
  • Kompaktes Widget inkl. Name und Bild eines Produktes.
  • „Schaufenster“. Ein Werbeblock mit mehreren Produkten.
  • Freie Links. Der Partner sucht sich beliebige Links auf verschiedene Produkte aus und baut diese frei in seinen Content ein.
  • Werbeblöcke, die anhand spezifischer Keywords zusammengestellt sind. Der Partner gibt relevante Keywords an, die für seine Seiten passen würden und das System stellt spezielle Werbeblöcke automatisch zusammen.
  • Verkauf über Agenten. Diese Option ist für besonders „faule“ Partner. Der Partner bekommt einen Java Script Code und installiert diesen auf seiner Seite. Dieser Code „sucht“ selbständig einen passenden Werbeblock, basierend auf dem Content der Seite. Die Produkte werden dann entweder in Form eines Links oder eines „Schaufensters“ integriert.
  • XML API. Diese Variante ist eher für die Web-Spezialisten. Anhand eines XML-Codes können verschiedene Parameter angegeben werden, wie bestimmte Werbeblöcke  im Endeffekt auf der Seite ausgeführt werden.
  • Verkauf über soziale Netzwerke. Hier geht es um einen einfachen Verkauf über eigene soziale Kanäle oder durch Empfehlungsmarketing.

In einem eigenen Konto bekommt jeder Partner eine Möglichkeit, den Verkauf der Waren anhand von Charts und Tabellen zu analysieren. Zusätzlich bietet das Affiliate-Netzwerk verschiedene Informationen zu Änderungen im Netzwerk und zusätzlichen Features in einem ausführlichen FAQ-Bereich sowie in dem eigenen Corporate Blog an. Besonders Social-Media-affine Partner können die News von „Gde Slon?“ unter anderem bei Facebook und Twitter verfolgen.

Vorteile:

  • Super Usability
  • Ausführliche Kontoverwaltung
  • Schnelles Wachstum
  • Prominente Merchants
  • Mehrere Optionen der Einbindung von Werbemitteln

Nachteile:

  • Junges Affiliate-Netzwerk, daher wenige Merchants
  • Partner müssen auf ihrem Konto über 1.000 RUB (24 €) haben, damit die Provision ausgezahlt wird, ansonsten werden die Einnahmen angehäuft.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass trotz seines jungen Alters der russische Affiliate Marketing Markt ein hohes Wachstumspotenzial aufweist. Sowohl Nachfrage als auch Angebot treffen sehr gut aufeinander, wobei die Nachfrage das Angebot übertrifft. Man kann nur hoffen, dass sich immer mehr Anbieter ins Online-Geschäft trauen und dadurch die Entwicklung des Affiliate-Marketings in Russland fördern.

Zur Autorin: Olena Sikorska – auch bekannt als SEOMatrjoshka – spezialisiert sich auf SEO/SEA und Affiliate Marketing in Osteuropa  und arbeitet als Online Marketing Manager bei der iCrossing GmbH in München.

Automatisierte Webseitenvermarktung für Affiliates mit YieldKit

Donnerstag, November 17th, 2011

Was ist neu?

  • Das Meta-Netzwerk loved.by Pro heißt jetzt YieldKit
  • Im Text vorkommende Produkte und Produktnamen werden automatisch Affiliate-Links

 

Oliver Krohne hat Anfang Oktober den Posten als CEO an Sandra Tiemann übergeben, die zuvor als kaufmännisch Verantwortliche das Media Innovation Lab von Hubert Burda Media in München mit aufgebaut hat.

Brandaktuell hat das Netzwerk YieldKit heute seinen neuen Service “YieldWord” gestartet, der Publishern ganz neue Möglichkeiten bei der Online-Vermarktung bietet. “YieldWord” ist damit eine Erweiterung des bisherigen Service “YieldLink”, der bestehende Produktlinks in Affiliate-Links umwandelt.

Die Funktionsweise von “YieldWord” liegt darin, Produkt- und Markennamen in Texten voll automatisch in Affiliate-Links umzuwandeln.

Die Vorteile für Affiliates

  1. Anmeldung bei einzelnen Netzwerken entfällt: über 10.000 Partnerprogramme mit einer Anmeldung
  2. Kein Suchen nach dem zum Produkt passenden Partnerprogramm
  3. Keine Bewerbung zu einzelnen Partnerprogrammen und Warten auf Freischaltung
  4. Deeplinks, Codes etc. werden automatisiert eingebaut
  5. Auszahlungsgrenzen entfallen, da Bündelung bei einem Anbieter
  6. Umfangreiche Ertragsanalysen

Was kostet das?

Die Anmeldung bei YieldKit ist kostenlos. Der Anbieter schüttet 75 % der erzielten Provisionen an den Affiliate aus.

Funktionsweise

Neben der Umwandlung von Keywords in Affiliate-Links, erfolgt die Auslieferung von Advertisern zu einem Keyword für jeden Publisher individuell. Das heißt, der Adserver analysiert für jeden Publisher das Kaufverhalten der Besucher und gibt daraufhin entsprechend die Advertiser aus, die den höchsten Umsatz mit dem Publisher erzielen. Damit ist es Affiliates möglich, hohe Conversion-Rates und zusätzlichen Einnahmen zu erzielen.

Der Publisher kann dabei selbst festlegen, wie viele und welche Arten von Keywords YieldWord in Affiliate-­Links umwandelt. Die Einstellungsvarianten reichen von speziellen Produktbezeichnungen wie „iPhone 4S schwarz“ bis zu sehr allgemeinen Begriffen wie „Damenschuhe“.

Fazit

Ein wahrer Traum für Blogger und Affiliates, die sich lieber auf Schreiben und hochwertigen Unique-Content konzentrieren.

Weitere Informationen

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Karsten Windfelder