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Betrug bei Affiliateagentur(en) – oder doch nicht?

Nicht dass ihr mir jetzt vorwerft, ich hätte keine eigene Ideen. Ich habe die Headline von Andreas Hörrs Beitrag fast 1:1 übernommen. Sie trifft einfach exakt den Sachverhalt. Die Überschrift ist aufrüttelnd, prangert immer wieder an die Öffentlichkeit kommende Missstände in der Affiliatebranche an (denen wir uns alle kritisch stellen sollten) und endet dennoch mit einem Fragezeichen, da im Einzelfall zunächst immer die Unschuldsvermutung zur Anwendung kommen muss. Ein Grundprinzip, welches wir alle anerkennen sollten.

Vorbemerkung

Die weiter unten gemachten Vorwürfe gegen eine Affiliate-Agentur sind heftig. Nachdem ich in Andreas Blog gestern Nachmittag einen Kommentar verfasst habe, dass ich das Thema nun auch aufgreifen werde, schrieb mich die betroffene Agentur an. Ich habe angeboten, den Vorwürfen eine Stellungnahme der Agentur (weiter unten…) entgegenzustellen. Mein Vorschlag war, dass die Agentur mit offenem Visier unter eigenem Namen Stellung bezieht. Man hat sich jedoch dafür entschieden, hier als anonyme Agentur zu erscheinen und das Thema intern aufzuarbeiten. Gleichzeitig wurde jedoch Bereitschaft signalisiert, hier mit Namen in die Diskussion einzusteigen, sollte sich eine konstruktive Diskussion entwickeln. Einverstanden!

Um was geht es eigentlich?

Andreas Hörr, Reise-Affiliate aus München, hat vor vier Tagen in seinem Blog über schier unglaubliche Erfahrungen mit einer Affiliate-Agentur berichtet. Ob es sich um eine Folge von Zufälligkeiten, Unachtsamkeiten oder Schlampigkeiten einzelner Mitarbeiter oder gar systematischen Betrug der Agentur handelt, vermag ich nicht zu beurteilen. Jeder weiß, dass wo gearbeitet wird, Fehler gemacht werden und ich selbst kenne es aus eigener Erfahrung, dass ein Unglück selten alleine kommt. Damit liesse sich natürlich keine Systematik rechtfertigen.

Doch nun einmal der Reihe nach. Andreas Hörr berichtet in seinem Blogbeitrag über Ungereimtheiten bei der Abrechnung seiner Affiliate-Provisionen durch eine Affiliate-Agentur:

Schlimm genug. Aber in der Regel können solche Fälle – soweit sie vom Affiliate erkannt werden (!) – schnell aufgeklärt werden und es erfolgt eine Nachvergütung.

Doch es wird noch interessanter:

Da kann man sich doch nur verwundert die Augen reiben. Den obigen Absatz sollte man zweimal lesen, um seine Tragweite zu verstehen.

Weiter schreibt Andreas Hörr:

Also, weitere Ungereimtheiten, aber auch Gesprächs- und Kooperationsbereitschaft seitens der Agentur, die Sache aufzuklären und aus der Welt zu schaffen.

Was sagt nun die Affiliate-Agentur zu den Vorwürfen?

Stellungnahme der Agentur

Die Agentur räumt ein, dass es zu Unstimmigkeiten und Fehlern kam, die intern aufgearbeitet wurden und nun umgehend ausgeglichen werden sollen. Von systematischem Betrug distanziert man sich, aber der wurde ja zumindest in dem oben genannten Blogbeitrag auch nicht unterstellt.

Rechtliches, wer ist eigentlich verantwortlich?

Unabhängig vom oben genannten Fall ist es interessant, wie sich die rechtliche Situation darstellt. Im aktuellen Beitrag “Rechtliche Aspekte beim Advertiser-Fraud” beleuchtet Dr. Martin Schirmbacher, Fachanwalt für IT-Recht, die Situation. Konkret sagt er zu Advertiser-Fraud:

“Betrügerisches Verhalten von Advertisern oder beteiligten Agenturen ist strafbar. Bisher sind allerdings keine Fälle publik geworden, in denen gerichtliche Auseinandersetzung über Fälle von Advertiser-Fraud geführt worden wären. Wenn Agenturen beteiligt sind, haben diese in der Regel vertragliche Beziehungen nur zu dem Advertiser, so dass sich unmittelbare vertragliche Ansprüche der anderen Beteiligten gegen Agenturen nicht ergeben können. Allerdings muss sich der Advertiser betrügerische Handlungen der von ihm beauftragten Agentur zurechnen lassen.”

Bei Verdacht auf Betrug empfiehlt Schirmbacher:

“Wer als Publisher Unregelmäßigkeiten entdeckt und Verdacht schöpft, dass dort Methode dahinter steckt, sollte zunächst für eine ordentliche Dokumentation sorgen und anschließend das Netzwerk informieren. Bei zu Unrecht nicht bestätigten Abschlüssen, besteht in der Regel ein Anspruch auf die Bestätigung und damit auf Auszahlung der Provisionen. Ist eine Agentur eingeschaltet, kann es empfehlenswert sein, auch mit dem Advertiser direkt zu sprechen”.

Auch der Aufsatz “Vertragsverhältnisse zwischen Affiliate, Merchant und Affiliate-Netzwerk” von Dr. Martin Bahr gibt eine grundlegende Einführung, wenngleich die Affiliate-Agentur dort außen vor ist.

Betrug im Affiliate-Marketing – ein heißes Thema

Der Beitrag hat auf jeden Fall für jede Menge Wirbel gesorgt. Über 40 Kommentare in vier Tagen zeigen, dass hier einiges im Argen liegt. Hier ein paar interessante Statements:

Zum leidigen Thema Provisionsstornierung schreibt ein “K”, der einmal ein Bonussystem betrieben hat: “Ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber das waren teilweise mittlere zweistellige Prozentbeträge die fehlerhaft storniert wurden”.

Markus Kellermann von explido WebMarketing berichtet: “Gerade wegen der Kontoaufladungen sind wir eigentlich dazu übergegangen, dass die Provisionen direkt von den Advertisern bezahlt werden, denen ja eigentlich auch die Publisher gehören, somit darf so etwas eigentlich gar nicht passieren”.

Ein “M” nennt die Vorfälle “nur die Spitze des Eisbergs” und er hat selbst erlebt, “dass ein Netzwerk trotz Freigegeben-Status und im System als ausgezahlt angewiesenen Betrag tatsächlich gar nicht überwiesen hat”. Das Geld wurde zwar nach einem Hinweis sechs Monate später umgehend ausgeschüttet, aber “eine Antwort auf mein Schreiben gab es nie”.

Anna berichtet: “Wir haben auch gerade einen Test gemacht, dabei haben wir diverse Leadkampagnen bei zwei Netzwerken gegeneinander laufen lassen. Bei Test 1, über eines der größten deutschen Affiliate Netzwerke, waren die Ergebnisse signifikant schlechter als bei Test 2. Dieser zweite Test erfolgte über ein neues und in Deutschland nicht so großes Netzwerk”.

“Affiliate-Urgestein” Wolfgang A. Schmidt gibt zu Bedenken: “Das Geschäftsmodell Affiliate Marketing ist für Betrug anfälliger als andere Modelle. Das ist Fakt und deswegen macht es auch keinen Sinn, darüber ständig einen Schleier auszubreiten”.

Ralf Zmölnig von onMarketing bricht eine Lanze für alle ehrlichen Marktteilnehmer: “Das ist mit Sicherheit ein krasses Beispiel, aber nichts desto trotz ein Einzelfall. Ich will hier gar niemand in Schutz nehmen, auch weil wir als Agentur auf der einen, und aktiver Publisher auf der anderen Seiten auch schon Pferde kot… sahen. Nichts desto trotz gilt immer noch: Unschuldig, solange die Schuld nicht bewiesen ist“.

Andreas G. beschreibt: “Das Problem ist ja häufig, dass die Agentur sowohl Abrechnungs-, als auch Deutungshoheit besitzt. Auf gut Deutsch, die Agentur soll der Gott über Merchant, Netzwerk und Affiliate sein”. Und weiter: “Beim Cookiedropping wurde erst drei Jahre geschwiegen um dann den Beschiss als neues Feature zu verkaufen. Und alle haben schön mitgemacht und sich feiern lassen. Vorher und hinterher”.

Lösungsvorschläge

Doch es wurden auch einige Kontrollmechanismen vorgeschlagen und Ideen entwickelt, wie man für beim Thema Vergütung mehr Transparenz erreichen kann.

Andreas Hörr rät im Hauptbeitrag den Publishern, “regelmäßig zu kontrollieren, ob die Provisionen (insbesondere Staffeln, Neukunden, etc.) ordnungsgemäß abgerechnet werden”.

Merchants hingegen “sollten die Konten bei den Affiliate-Netzwerken zukünftig nicht mehr über die Affiliate-Agenturen, sondern direkt “aufladen” (d.h. das Geld einbezahlen). Damit würde eine Affiliate-Agentur nicht mehr direkt von der fehlerhaften Vergütung für Publisher profitieren”.

Tibor Bauer von affilex meint: “Eigentlich sollte die performancebedingte Bezahlung der Agenturen (vor allem wenn die Agentur prozentual zur Publisherprovision bezahlt wird) eine Sicherheit darstellen. Denn dann bekommt die Agentur ja, wie ein Netzwerk auch, in Abhängigkeit der ausbezahlten Publisherprovision seine Vergütung und es ist im eigenen Sinne alles richtig zu machen”.

Marius Schulze ist außer sich und fordert: “Namen auf den Tisch! Wenn da auch nur ein Funke Wahrheit dran ist ist das ein Skandal. Dann sollten konsequent Maßnahmen getroffen werden. Agenturboykott seitens Merchants und Publisher. Lernen muss in solchen Fällen wehtun. Die Branche steht perse im Verdacht permanent zu bescheissen und das muss aufhören. Punkt. Zu viele Leute betreiben ehrliches und ernsthaftes Business und bestreiten davon für sich und Angestellte den Lebensunterhalt. All diejenigen werden durch solche Idioten ungewollt in Sippenhaft genommen”. Weiter fordert er: “1) Benennt die schwarzen Schafe beim Namen. 2) Lasst Konsequenzen folgen: 100% Boykott dieser Außenseiter. 3) Legt einheitliche marktweite Regeln fest (Transparenz und geprüfte Prozessgüte bei Tracking, Billing, etc.) 4) Lasst euch von unabhängigen dritten monitoren. 5) Richtet eine Schiedsstelle für Streitigkeiten ein”.

Anna, die bei unterschiedlichen Netzwerken signifikant unterschiedliche Ergebnisse beobachtete sagt, dass “diverse Mitgliedschaften in Bundesverbänden und andere unzählige Zusagen” gar nichts bringen. Einzig hilfreich sei “testen und anschließend (eigentlich mit Klarnamen) zu posten”.

Lothar ist dankbar, dass hier aufgezeigt wurde, “dass die schwarzen Schafe nicht immer nur die Affiliates sind”. Er fordert für die Branche “eine Art interne Schwarze Liste wo einfach Namen genannt werden … nach dem Motto “Bei Agentur XY sind folgende Probleme bekannt” oder “Folgende Webseiten sind Cookie-Dropper” oder “Das Netzwerk XY ist nicht empfehlenswert weil es Auszahlungsprobleme gibt” etc. Da hätten alle was davon”.
Der Kommentator hat auch einen Vorschlag für Live-Events: “Wie wäre es bei einem nächsten Stammtisch statt Speed Networking mit einer Art “HART ABER FAIR?” Ich finde schon lange das viel zu viel geschwiegen wird”.

Tibor Bauer empfiehlt den Merchants, “sich direkt an ihre Agentur zu wenden um sicherzustellen, dass dort alles in Ordnung ist. Es geht auch um Image, nicht nur von Kunden- sondern auch von Agenturseite”.

Das Thema beim BVDW zu platzieren wurde mehrfach vorgeschlagen. Andreas Hörr berichtet: “T. Heimann (bis vor kurzem GF bei Tradedoubler) hatte das Thema in die letzte Arbeitskreissitzung des BVDWs vor rund vier Wochen eingebracht. Zudem habe ich diese Woche nochmals im Detail mit M. Kruse (Leiter des Arbeitskreises) gesprochen und von ihm auch sehr konstruktives Feedback erhalten”.

Wolfgang A. Schmidt nimmt die Merchants in die Pflicht: “Wer als Advertiser Geld in den Affiliate Kanal investiert, muss im eigenen Interesse umfassend dafür Sorge tragen, dass bei allen Beteiligten (Netzwerk, Agentur, Publisher und auch bei sich selbst) seines Affiliate Programms Verhältnisse vorhanden sind, die man im allgemeinen als „kompetent und seriös“ bezeichnet. Wer den Kanal ohne spezifische Kompetenzen Dritten (wem auch immer) überlässt, darf sich nicht wundern, wenn Lücken für betrügerisches Verhalten genutzt werden”.

Ralf sagt: “Wir brauchen keine “Schiedsstelle” – Wir brauchen Leute die solche Themen öffentlich machen! Nur so werden alle Betroffenen in Zugzwang gesetzt! Occupy, Affiligate oder wie auch immer – aber macht die Themen pubik wenn sie sich nicht von selbst lösen lassen! Das affiliate-marketing-forum.de fände ich eine geeignete neutrale Plattform um hier entsprechende Themen und Probleme pubik zu machen bzw. darüber zu diskutieren”.

Torsten von webmiles.de rät: “Bonussysteme und Cash Back können von den Netzwerken zur Überprüfung von Agenturen und Merchants und zur Qualitätskontrolle genutzt werden. Gerne auch Diskussion hierzu im BVDW”.

Fazit

Die oben genannten Vorwürfe gegen die Affiliate-Agentur sind massiv. Andreas Hörr beschreibt glaubhaft, dass er es so erlebt hat. Wie es zustande kam, kann ich nicht beurteilen. In der Stellungnahme der Agentur werden Fehler eingeräumt, einem systematischen Betrug wird jedoch klar widersprochen.

Es ist nicht unsere (meine und eure) Aufgabe, sich auf die eine oder andere Seite zu schlagen, wir kennen nicht alle Fakten und können es daher nicht beurteilen. Jan-Philip Ziebold kommentierte unter seinem eigenen Blogbeitrag treffend: “Für die Aufklärung solcher Fälle gibt es neutrale staatliche Organe, deren Ergebnisse (sofern veröffentlicht) man dann sicher nennen darf und auch sollte”.

Insofern ist es auch verständlich, dass “schwarze Listen” rechtlich problematisch sind. Wie kommt man von solch einer Liste herunter, sollte man einmal selbst unberechtigterweise darauf erscheinen? Selbst nach einer Löschung von der Liste könnten noch lange Einträge in Suchmaschinen dem nur oberflächlich recherchierenden Leser einen komplett falschen Eindruck vom Anbieter vermitteln.

Andererseits sind zahlreiche Ungereimtheiten im Affiliate-Marketing nicht wegzudiskutieren. Wie wird man ihrer Herr? Warten auf eine Selbstbereinigung der Branche? Der Prozess ist langwierig und in der Zwischenzeit könnte noch viel Schaden entstehen.

Ist der BVDW wirklich ein unabhängiges Kontrollorgan, welches hier verbindliche Regeln aufstellen kann, an die sich die Beteiligten dann auch halten? Gibt es bessere technische Kontrollmechanismen? Doch wer kontrolliert denjenigen, der diese entwickelt hat?

Was meint ihr dazu?

 

Weitere Beiträge zum Thema findet ihr bei folgenden Kollegen:

VN:F [1.9.22_1171]
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48 Comments  comments 

48 Antworten

  1. Hallo Karsten, vielen Dank, dass Du das Thema aufgegriffen hast.

    Ich finde es sehr gut, dass sich die Agentur – wenn auch anonym – dazu äußert. Allerdings ist genau auch die Darstellung des “Einzelfalls” bzw. “einzelner Fehler” das Problem:

    Mein Eindruck, den ich aufgrund des Feedbacks anderer Publisher und auch der Analyse des Netzwerkes inzwischen bekommen habe, ist recht eindeutig: Zum einen sind einige Publisher bei den angesprochenen Programmen betroffen, zum anderen scheinbar auch noch weitere Programme. Vielleicht mag das ja auch das Netzwerk, das die Daten ausgewertet hat, dies in den Kommentaren bestätigen.

    Mir geht es nicht um ein “Agentur-Bashing”, da ich sonst auch direkt den Namen der Agentur und die betroffenen Programme offen geschrieben hätte. Mir geht es darum, dass Transparenz in die Branche kommt und sich die Publisher auf eine seriöse Zusammenarbeit (bei der sicher auch mal Fehler passieren können) verlassen können. Und von Transparenz sind wir in meinen Augen noch weit entfernt – sonst würde mir die Agentur sicher auch die versprochene Liste der betreuten Programme zukommen lassen bzw. selbst einen Headcount abstellen, der alle Abrechnungen nochmals kontrolliert – aber offensichtlich geht die Agentur davon aus, dass sich der Publisher melden muss und die Agentur erst nach mehrfachem Nachhaken aktiv werden muss.

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  2. Hi Karsten,

    ein hervorragender Beitrag. Du hast die Sachlage sehr objektiv und sachlich dargestellt und sehr viele Hintergrundinfos noch bezüglich Fraud und Haftung hineingepackt.

    Zum obigen Thema habe ich mich ja bereits bei dir, bei Andreas und auch in meiner eigenen kolumne genug geäußert. :)

    Liebe Grüße und danke für den tollen Artikel

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  3. [...] Nachtrag 22.11.2011 Sehr lesenswert und informativ zu diesem Artikel ist der neue Beitrag von Karsten auf 100pp zum Aktuellen Thema und Haftungsfragen bei Fraud. [...]

  4. avatar Joachim

    Danke für die Aufnahme dieser Thematik in den Newsletter. Es ist einfach unglaublich wie hier mit den Affiliates umgesprungen wird. Eine lückenlose Aufklärung dieser Geschichte und Abschreckung an andere solcher Kandidaten sollten die Folge sein.

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  5. avatar Dirk

    “Ist der der BVDW wirklich ein unabhängiges Kontrollorgan, welches hier verbindliche Regeln aufstellen kann, an die sich die Beteiligten dann auch halten?”

    In den Fachgruppen sitzen Markteilnehmer die sich die Regeln selbst aufstellen wie z.B.der Code of Conduct etc., eine Kontrolle und ein Durchgreifen gegen Verstöße gibt es doch nicht wirklich.

    Beim Thema Postview hat man deutlich gesehen wohin der Hase läuft und auch z.B. bei manchen Gutscheingeschichten (Cookiesetzung durch iFrames, werben mit nicht vorhandenen Gutscheine etc.) wird doch grundsätzlich lieber mitverdient als dagegen anzugehen.

    Wenn dann was rauskommt und aufliegt ist doch ganz schnell der allgemeine Affiliate der schuldige, gegen diese Gruppe wird vorgegangen.
    Die Parteien zwischendrin, die mitverdient haben, interessieren eher nicht.

    Meiner Meinung nach müssten sich die Affiliates gruppieren und Regeln aufstellen, dann aber auch so konsequent sein und bei Verstössen handeln .

    Grüße
    Dirk

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  6. avatar Marius

    Auf einem Blog, das ich 2003 begonnen habe zu führen, hatte ich unter die Beiträge immer die selben Zeilen gepackt. Sinngemäß: “Stand up anonymous trolls and stand behind what you say. Say it with a real name and a real voice.”

    Beseelt von diesem Gedanken, die Stellungnahme der Agentur ist eine weitere Verhöhnung der Leute die hier und bei Andreas’ Beitrag mit Ihrem Klarnamen kommentieren.

    Macht für mich aber das Bild rund. Intransparent im Business, intransparent in der Kommunikation. Was spricht dagegen, wenn es denn tatsächlich nur ein Einzelfall ist, offen und ehrlich mit seinem Namen zu agieren?

    Möchte man jetzt vermeiden, dass Diskussionen in Blogs zu einem irreversiblen Fingerprint zum eigenen Namen in den Googletreffern führen. Aber Leute, 80% der Leute die hier mitdiskutieren (mittlerweile auch ich) wissen um welche Agentur es sich dreht. Eines bitte ich noch zu bedenken: es gibt auch eine Reputation außerhalb von Google, die ist unsichtbar und diesem Falle auch um einiges viraler.

    Die Zeit für eine angemessene Reaktion ist noch nicht vorbei.

    VA:F [1.9.22_1171]
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  7. Finde Boni, die nicht automatisiert, sondern händisch als Nachvergütung angeboten werden, vollkommen intransparent und sehr fehleranfällig, gerade wenn Accounter wechseln. Für Affiliates ist dieser halbautomatische Nachvergütungsquatsch nur unter großem Aufwand mühsam nachvollziehbar.

    Hoffe nur, dass die Nachvergütungen nicht nur bei Herrn Hörr vorgenommen wurden, weil er sich beschwert hat.

    Ähnliches Thema: Bei fast allen Merchants/Agenturen gibt es vielfach unzuverlässiges Arbeiten bei händischen Dingen, insbesondere auch bei der Höherstufung in die nächste Konditionsstufe.

    Wie oft habe ich schon die nächste Provisionsstufe erreicht und wurde dennoch im nächsten Monat nicht automatisch hochgestuft, sondern mußte nachhaken. Dann war es immer auch ein Versehen. Wer nicht fragt, ist immer der Verlierer.

    Nehmt Euch ein Beispiel an Amazon. Verständliche Konditionen, automatisches Hochstufen, wenn Ziele erreicht werden und Cookie-Lifetime one Day GRRRR

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  8. Hallo Karsten,

    ein sehr umfänglicher und hochaktueller Artikel.

    Ich finde, dass im Grunde schon der Sachverhalt nicht in Ordnung ist. Die Affiliate machen ihre Arbeit und erhalten sehr verspätet, erst auf Nachfrage ihre Provisionen.

    Die Verantwortlichen sollten mal darüber nachdenken, welche Geschäftspolitik sie verfolgen und was sie unter Geschäftsbeziehungen verstehen. Sie schaden sich ja durch diese Art selbst in ihrer Reputation und zusätzlicher Nachbearbeitung.

    Ein bitterer Nachgeschmack bleibt – egal wie es letzlich ausgeht.

    Das Veröffentlichen solcher Misstände hilft den Anfängen zu wehren.

    Der Beitrag veranlasst mich auch selbst mal “tiefer” zu schauen. Bei einigen Partnerprogrammen kommen regelmäßig Provisionen und bei anderen keine. So verschieden kann das Single-Userverhalten kaum sein …

    Wie Du das Thema – mit Fairness und Respekt gegenüber allen Beteiligten – aufgegriffen hast zeigt, dass man auch hochkochende emotionale Dinge auf eine sachliche Ebene stellen sollte.

    Interessant sind die rechtlichen Hinweise.

    Leider wird in solchen Fällen oft auf Zeit gespielt, in der Hoffnung den anderen mürbe zu machen – nach meinen Erfahrungen was Provisionszahlung betrifft, allerdings ausserhalb des Internets. Doch das Vorgehen hat immer System – seltsamer Weise.

    Das Veröffentlichen und public machen bringt mehr als irgendwelche staatöichen Kontrollorgane, die selbst eigene Interessen haben.

    Ich wünsche dem Andreas einen für ihn guten Ausgang der Angelegenheit.

    Viele Grüße
    Holger

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  9. Danke für den wirklich ausführlichen und umfangreichen Artikel.

    Meiner Meinung nach kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass solche Vorfälle passieren, denn der Dumme ist in jedem Fall der Affiliate.

    Außer der ganzen Arbeit, die ein Affiliate doch hat, um an Partnerprogrammen zu verdienen, kommt dann auch noch – wie in diesem Fall – die Kontrollarbeit und die Zeit, die man damit verbringt, sein Geld einzutreiben, das einem eigentlich automatisch zugehen sollte.

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  10. avatar Jan-Philip Ziebold

    Sehr guter und informativer Artikel!

    Eine einzige Agentur – wie teilweise bei anderen gefordert – auf einem Blogs & Portalen/etc. an den Pranger zu stellen halte ich für den völlig falschen Weg und dieser Schritt bringt niemanden etwas. Das Thema aber offen anzusprechen und es allgemein zu halten ist denke ich sehr wichtig.

    Es passiert definitiv vieles – und auch nicht erst seit kurzem – was man problemlos zwischen schlichter “Dummheit”, “Nachlässigkeit” und bis hin zu “Betrug” einsortieren kann. Leider denke ich sogar, das es NICHT wenige Agenturen betrifft und das man von “Einzelfall” und “Ausnahme/Versehen” eigentlich nicht mehr sprechen kann.

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  11. [...] Zeit zu Zeit kocht in der Affiliate-Szene die Diskussion über Advertiser-Fraud hoch. Gemeint sind damit vor allem Unregelmäßigkeiten bei [...]

  12. avatar Tom

    Erstaunlich wie aktiv diese Agentur nun plötzlich wird, wenn sie Gefahr läuft, dass Ihr Name im Zusammenhang mit Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung fallen könnte.
    Als man sich noch nicht dieser Gefahr ausgesetzt sah, hat Andreas ja zu spüren bekommen, wie wichtig dieser Agentur die korrekte Abrechnung Ihrer Affiliates tatsächlich ist. Zitat: “auf diese Liste warte ich trotz mehrfachen Nachfragens vergeblich” Anstatt hier alle Hebel in Bewegung zu setzen und diese Liste noch am gleichen Tag rauszuschicken wird der Affiliate einfach mal 5 Wochen vertröstet. Ein wirkliches unglaubliches Verhalten! Deutlicher kann man ansich nicht zeigen, wie nebensächlich man das Thema korrekte Abrechnung gegenüber Affiliates einschätzt. Oder übersehe ich da gerade etwas?

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  13. [...] das selbe gefordert und auch Karsten Windfelder von 100partnerprogramme.de hat das Thema in seinem letzten Artikel aktiv [...]

  14. Auch bei mir ist ein latentes Unbehagen verspürbar, wobei ich den Verdacht leider bisher noch nicht erhärten konnte. Nun wird im b2b Marketing nicht so ein Volumen bewegt wie im b2c, da sind die Abrechnungen dann doch etwas einfacher.

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  15. avatar Marko

    Nachdem bei uns am Wochenende seitens einer Agentur (der besagten?) fleißig nachgebucht wurde und ich mit erschrecken feststellen musste, dass daraus bisher 941 EUR resultieren, hinterlässt die gesamte Angelegenheit mehr als einen bitteren Nachgeschmack. Hinzu kommt, dass es nicht nur ein Programm (bei uns 7) betrifft und die Nachvergütungen bis in den Juni 2010 zurück reichen. Ich lass mich überraschen, wie es in den nächsten Tagen weitergeht…

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  16. @Marko,

    wäre cool, wenn Du mir kurz die 7 Programme, die bei Dir nachgebucht wurden, per Mail an feedback@insight-m.de schreiben könntest, damit auch andere Publisher das kontrollieren können (bzw,. vielleicht hat ja inzwischen auch eine weitere Agentur die Abrechnungen überprüft …). Bei mir ist heute übrigens auch eine Gutschrift für Oktober und November 2009 reingelaufen :-).

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  17. avatar Marius

    Mich würde mal interessieren, ob Ihr euch als Affiliates mit dieser Vorgehensweise des stillen Nachbuchens zufriedengebt? Ich finde das setzt dem Ganzen jetzt echt die Krone auf.

    Zur Erinnerung:
    1) Provisionen nicht buchen
    2) Auf Hinweise wochenlang nicht eingehen
    3) öffentliche Eskalation laufen lassen
    4) anonyme Stellungnahme abgeben
    5) Boni ohne jegliche Erklärungen still nachbuchen (nach dieser Vorgeschichte)

    Wenn das der Standard im deutschen Affiliatemarketing ist, dann macht bitte das Business dicht. Da kann man sich nur schämen ein Teil davon zu sein.

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  18. avatar Bernd

    Die Erfahrung habe ich leider auch machen müssen. Bei zwei Programmen.
    Jedoch nicht im Reisebreich.
    Bis zu einem halben Jahr habe ich auf die zusätzlichen Versprochenen Prämien warten müssen.
    Ich kam mir naiv vor weil ich dachte das die Provisionen bei den großen Netzwerken automatisch gebucht werden. Denkste.
    Mail Antworten, wurden mit der Schuld von ‘neuen’ Koleginen oder welche die weggegangen sind endschuldigt.
    Es hilft wirklich nur die Sales im Monat zu kontrollieren.
    Was aber bleibt ist das Problem der Stornos, die man nicht einsehen kann.

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  19. avatar Partnerprogramm Problem: Klicks-to-Sales Relation in der Statistik zu hoch | CouchCat.de

    [...] eines Partnerprogramms. Auch der aktuelle Fall über den Karsten Windfelder mit seinem Beitrag Betrug bei Affilaiteagent(en) – oder doch nicht? berichtet gibt zu denken. Es ist nicht alles Gold was glänzt und vor allem nicht, wenn es dabei um [...]

  20. avatar Klaus

    Ich würde jedem Affiliate empfehlen mal bei etlichen Partner-Programmen Bestellungen unter dem Namen eines Freundes oder Freundin zu machen und die Erebnisse zu verfolgen.

    Ich habe z.B. eine erstaunliche “Stornoquote” bei den Bestellungen festgestellt, die garnicht zurück gingen.

    Es geht hier um Vertrauen, ich meide diese Merchants dann einfach.

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  21. [...] “Betrug bei Affiliate-Agentur(en)” war auch dank des tollen Artikels von Karsten in dem 100Partnerprogramme Blog sowie der Nennung auf deutsche-startups.de enorm. Ich habe zahlreiche Mails von Publishern [...]

  22. [...] ist, trotzdem am besten selbst eine Meinung bilden, wenn Sie auch mit anderen Anbietern arbeiten: http://blog.100partnerprogramme.de/2…er-doch-nicht/ http://www.insight-m.de/2011/11/18/b…iliateagentur/ [...]

  23. Den Vorschlag von Klaus kann ich nur unterstützen. Wir haben diese Testkäufe durchgeführt und einige davon tauchten in den Provisionsabrechnungen garnicht erst auf. Dies betrifft erschreckender Weise nicht nur kleine Agenturen sondern auch recht große und eigentlich etablierte Partner. Selbt bei der einbindung von Anzeigen mit TKP Vergütung gibt es beim Vergleich zweier Netzwerke so starke Abweichungen in den ausgelieferten Anzeigen, das man sich besser die Hände vors Gesicht hält.

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  24. avatar Anonymous

    [...] [...]

  25. avatar Ritter

    Kann mich Klaus auch nur anschliessen!
    Ich habe einen kleinen Blog, der unter anderem Gewinnspiele und Gratisangebote beinhaltet.
    Wenn bei den Kommentaren weitaus mehr Reaktionen garantiert AKTIVER “Kunden” zustande kommen als angeblich Verkäufe statt fanden, wird man schon skeptisch, ob da alles mit rechten Dingen zugeht.
    Also 6 Kommentare aktiver Nutzer (als eigentlich bestätigte Leads) gegen 1 einzigen angeblichen gültigen Lead in meiner Übersicht ist schon echt komisch…
    Ausserdem habe ich einen Pay-Per-View Banner auf meiner Seite. Doch nur ein ZEHNTEL der uniquen Views wird bezahlt. Erkennbar an Counter und Seitenstatistik. Allerdings ist der Anbieter bereits dafür bekannt.

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  26. > (Zitat Andreas G.) Beim Cookiedropping wurde erst drei Jahre geschwiegen um dann den Beschiss als neues Feature zu verkaufen.

    Insbesondere der BVDW hat beim PostView Cookie- “Beschiss” kräftig mitgemacht:
    http://www.bvdw.org/index.php?id=98&tx_ttnewstt_news=2977

    Der einzige Postview- Kritiker unter den größeren Netzwerken, welcher das “Verkaufen des Beschisses als Feature” nicht mitgemacht hat, war Superclix. Respekt!

    > Ist der BVDW wirklich ein unabhängiges Kontrollorgan, welches hier verbindliche Regeln aufstellen kann, an die sich die Beteiligten dann auch halten?

    1. Wie kann eine Interessenvertretung über gerade mal ca. 600 Mitglieder Regeln für die gesamte Onlinebranche aufstellen?

    2. Wie kann jemand, der sich nicht deutlich von Sachen wie PostView- Cookies distanziert, irgendeine (moralische) Autorität darstellen?

    Ich habe für die Affiliates eine bessere Idee:
    Ständig testen, welche Belegung der Werbeplätze (verschiedene Affiliate- Programme, Adsense etc.) das meiste Geld bringt, und die Verlierer aus dem Quelltext werfen ;-).

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  27. Manche Abrechnungen ertrage ich auch nur mit nem Eimer am Schreibtisch.

    Ernsthaft: Wundere mich, warum unsere Netzwerke nicht gemeinsam ein vernünftiges Tracking-Verfahren entwickeln können, wo es für alle Beteiligten bei der Abrechnung keine offene Fragen gibt und an die sich die Agenturen bei der technischen Umsetzung halten müssen. Ist aber eh Wunschdenken, auch wenn wir in Deutschland leben. Solange die Netzwerke ‘gut’ verdienen, ändert sich an der Situation nix und man sitzt das Theater aus.
    mfg

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  28. avatar Jürgen Müller

    Das ist doch nur die Spitze des Eisberges! Ich habe einen ganzen Aktenordner voll mit bewiesenen Unregelmässigkeiten bei mehreren Anbieter, mit all den frechen und dreisten Ausreden.Beispiele:
    Oh sorry, das war menschliches Versagen, da hat die Mitarbeiterin faklsch zugerodnet….
    Auch sehr oft: DA hat der Benutzer/Kunde wohl die Cookies deaktiviert – GRÖHL – bei deaktivierten Cookies kann wohl keine Buchung durchgehen – aber ganz davon abgesehen, waren es in den meisten Fällen Buchungen von MEINEM Computer, natürlich mit zugelassen Cookies – das sind alles nur Ausreden und Lügen, wenn man dann nach solchen Lügen auch so argumentiert, wird angedroht “noch eine Mail von Ihnen und Sie werden ausgeschlossen”:
    Wie schon oben erwähnt: Ich habe einen Ordner voll und irgendwann lass ich die Bombe platzen ….
    Ich habe auch Herrn Windfelder schon vor Jahren mehrfach darauf angesprochen, dass so ein Forum für Geschädigte eine absolute Lücke im Web ist. Ich kann verstehen, dass solche Seiten wie diese hier sowas nicht anbieten wollen, wer will schon die Kuh schlachten solange sie Milch gibt…. aber wenn alle Betroffene sich endlich mal zusammen finden, dann kann man all diese Betrügern endlich mal OUTEN.

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  29. avatar Jürgen Müller

    Und ich lege nochmal nach zum Thema “NACHBUCHUNG” – da wird am meisten betrogen!
    Ich bin selbst schon viele Jahre in der Reisebranche und Buchungen aus anderen Städten (da meinen die wohl gefahrloser unterschlagen zu können) und wir haben viele viele Kunden aus anderen Städten – aber Unterschlagungen konnte ich bisher leider auch nur feststellen, wenn mir die Kunden/Freunde eine Buchung auch mitgeteilt haben. Deshalb haben wir vor Wochen auch ein Mailing mit Versprechen eines Werbegeschenkes gemacht, wenn man uns ERFOLGTE Buchungen mitteilt. Macht das alle auch so mit Euren Freunden und Bekannten und ihr werdet staunen, was da alles fehlt.

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  30. avatar Jürgen Müller

    und last not least noch die neueste Masche: Wir hatten dieses Jahr zwei Buchungen einer bekannten Club-Anlage (Mit Buchstaben A) – die Provision wurde uns gestrichen mit der Behauptung wir hätten unerlaubte Adwords-Werbung gemacht – diese Behauptung war von denen FREI ERFUNDEN UND EINE KRASSE LÜGE nur um uns um die Provision zu betrügen. Wir hatten NIE Adwords gebucht – nicht nur auf deren Name oder Produkte – NEIN ÜBERHAUPT gar keine. Auch dieser Fall ist Mail für Mail in unserem “Beschiss-Ordner” belegt und wird veröffentlöich, wenn es endlich mal ein geeignetes Forum dafür geben wird!

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  31. avatar Karsten Windfelder

    @Jürgen Müller

    > Ich habe auch Herrn Windfelder schon vor Jahren
    > mehrfach darauf angesprochen, dass so ein Forum für
    > Geschädigte eine absolute Lücke im Web ist.
    > Ich kann verstehen, dass solche Seiten wie diese hier
    > sowas nicht anbieten wollen, wer will schon die Kuh schlachten
    > solange sie Milch gibt….

    Ich sehe das genauso kritisch wie du. Da wir ja eine guten Anteil unserer Einnahmen durch Vermittlung von Affiliates an Affiliate-Netzwerke generieren, sind wir wie alle Affiliates auf sauber abgerechnete (und nicht unberechtigterweise stornierte) Sales angewiesen.

    Wir diskutieren intern Möglichkeiten, wie wir das unterstützen können.

    Gruß
    Karsten

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  32. avatar Sexy News - Redaktion

    Ich kann es nicht verstehen das sich gewisse Affiliate Marketer noch immer nicht trauen ihrem Anbieter ganz klar zu sagen was sie eigentlich wollen und welche Forderungen sie haben!

    Leute, ihr seid doch keine Esel die fuer einen Eimer Wasser und viellecht noch eine Schaufel Hafer die ganze Arbeit machen waehrend sich der Betreiber in der Sonne den Pelz verbrennen laesst!

    Ich bin nun seit gut 5 Jahren im Internet taetig und habe auch schon einiges an Provisionen eingebuesst durch betruegerische Methoden verschiedener Betreiber und aus diesem Grund halte ich es immer so, kommen die ersten Ungereimtheiten, meine Probebuchungen werden nicht gezaehlt oder aus undurchsichtigen Gruenden storniert was es das sofort!!!

    Alle Affilliate Links fliegen raus und andere rein und von diesem Betreiber will ich nicht einmal mehr eine e-Mail sehen bevor nicht mein Geld auch auf meinem Konto ist!

    Fuer jedes Produkt, ganz gleich welcher Art, gibt es immer einen anderen Anbieter und wenn ich dann ein paar Prozent weniger Provision bekomme…

    Lieber den Spatz in der Hand wie ein Haehnchen auf dem Dach :-)

    In diesem Sinne… viel Erfolg fuer alle!

    Guido

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  33. avatar Lies mal...

    Affiliate Betrug in grossem Stil…

    Das Internet wächst, die Seiten sind nicht mehr zu zählen und die Menschen die sich täglich ein Stück der Freizeit (neben dem Job), dem durchforsten von News und Schnäppchen im WEB gönnen, wird stetig grösser. Immer g…

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  34. avatar Alfred

    Als ehemaliger Mitarbeiter einer Affiliate-Agentur kann ich bestätigen dass es öfters zu Ungereimtheiten in der Vergütung kommt und diese von Seiten der Agentur und des Merchants verschwiegen werden. Teilweise ist es den technischen System geschuldet, häufig auch menschiliches Versagen. Es ist sehr schwierig alles korrekt nachzuvollziehen daher hofft man das alles gut geht und fährt fort. Eine Absicht gab es nicht aber es kommt ziemlich häufig vor. Es ist ein systematisches Problem auf allen Seiten, ausgenommen sind aber dabei die Affiliates.

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  35. avatar Anonym

    Generell sollte es für Partnerprogramme eine Bewertungsmöglichkeit geben, bei denen auch Stornoquoten und durchschnittliche Freigabezeiten erwähnt werden.

    So wirbt beispielsweise das Partnerprogramm “neu.de” mit einer schnellen Freigabe der Leads. Nun sind in meiner Statistik Leads von vor 30 Tagen immernoch nicht bearbeitet worden.

    Auch Gewinnspiele stornieren oder tracken gerne wie sie möchten. Das es mittlerweile kaum noch ein Gewinnspiel ohne eine riesige Datenbank mit Abgleich gibt, daran habe ich mich gewohnt. Aber das viele Gewinnspiel-Kampagnen es nicht einmal für nötig halten, uns Publisher darüber auch zu informieren, ist eine andere Sache. So gibt es viele Gewinnspiele die in Ihrer Programmbeschreibung kein Wort darüber verlieren und als Publisher erfährt man es erst, wenn man eine riesige Stornoquote erhält oder sich über die geringe Lead-Anzahl wundert, weil diese Leads eben garnicht erst getrackt werden.

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  36. avatar Anonym

    Nachtrag: Es scheint meiner Meinung nach so, dass jeder Publisher glaubt, der einzige mit derartigen Problemen zu sein. Ein öffentliches Bewertungsportal halte ich für absolut sinnvoll.

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  37. ich habe für einen meiner Kunden jetzt die einfachste Lösung bei Affilinet vorgenommen. Bei Printplanet haben wir über die Webservises einen automatischen Salesabgleich eingerichtet, sodass jeden Tag ein Salesabgleich stattfindet. Dazu werden alle offenen Sales hinzugezogen. Ich finde, soweit es sich einrichten lässt, dies eine sehr gute Lösung. Das schafft beim Publisher ein gutes Gefühl und Sales können direkt gutgeschrieben werden.

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  38. avatar Karsten Windfelder

    @Tibor

    Das hört sich gut an. Geht natürlich nicht bei all den Anbietern mit Retouren, Zahlungsausfällen und anderen Stornogefahren :-(

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  39. @Karsten: sie Sales werden nicht automatisch akzeptiert sondern abgeglichen. d.h. stornosales werden auch storniert. es wird halt einfach geschaut, ob der sale durch ist, ob noch gewartet werden muss oder ob der sale storniert wurde. und das wir einfach überspielt. und das jeden abend. :) über webservice kannst du sogar teilstornos abbilden, weil dort der warenkorbwert ja übermittelt / korrigiert werden kann.

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  40. avatar Karsten Windfelder

    Verstehe. Hört sich vernünftig an.

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  41. avatar Anonym

    Multimedia Gutschein Gewinnspiel bei affili.net bietet 1,60 Euro pro Lead.
    mehrere Leads wurden storniert, ohne Begründung. Stornoquote über 70%

    Laut Angaben des Anbieters sind nur folgende Einschränkungen:
    “Eintragsdienste (manuell oder automatisiert)
    - temporäre E-Mail Adressen
    - nicht zustellbare E-Mails (Nixies)
    - SPAM (der E-Mail-Empfänger muss zuvor aktiv der Zusendung von E-Mails von Ihnen zugestimmt haben)”

    Ein Lead wurde als Testlead von einem Bekannten gemacht und wurde ebenfalls storniert. Da kann doch absolut etwas nicht stimmen. Soviel zur Ehrlichkeit von Merchants!

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  42. Was ich absolut nicht verstehe, ist, daß hier davon geschrieben wurde, daß Premiumprovisionen bei bestimmten Agenturen und Plattformen irgendwann mal später gutgeschrieben werden (oder wegen “technischer” und “menschlicher” Fehler ganz vergessen werden).

    Wir haben für solche Kindergarten- Spiele keine Zeit: Sobald z.B. die für eine Premiumprovision nötige Anzahl von Sales innerhalb eines Monats erreicht wurde, wird ab dem Tag des Erreichens (z.B. 16.12.2011) für alles Sales des Monats automatisch sofort rückwirkend die Premium- Provision angezeigt, und im nächsten Monat wird ausgezahlt. Ich verstehe echt nicht, wie jemand da irgendwas manuell freigeben muß. Es gibt klare Kriterien für Premium- Provisionen, welche in die Software implementiert werden können, und ohne menschliches Zutun alles automatisch berechnen könnten…

    BTW: Wir haben auch keine Zeit für die manuelle Freigabe von Sales. Ein Sale ist doch immer klar definiert (z.B. Verkauf + Einhaltung einer Stornofrist). Danach ist der Sale ein Sale, und könnte mit automatisch vom Merchant importierten Daten auch automatisch für den Affiliate freigegeben werden…

    MeineVermutung ist:
    Solche Spielereien mit manueller Freigabe von Premium- Provisionen und Sales haben oft den Zweck, daß wegen späterer Freigabe der Affiliate erst später ausgezahlt werden braucht (oft Monate später). Fair ist das nicht…

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  43. avatar Jürgen Müller

    “NACHBUCHUNGEN”

    Ich gehe davon aus, dass mit diesen “Nachbuchungen” zum Beispiel bei den Reise-Partnerprogrammen, solche Dinge wie Mietwagen, Bahn, Kurzreisen und einige andere Angebote gemeint sind, deren Buchungen (lt. der Partneranbieter (!)) nicht in Echtzeit angezeigt werden, sonndern monatlich als Sammelabrechnung kommen und dann den Affilians zugeteilt werden müssen. Da passieren oft Fehler in den Zurordnungen und wenn die Kunden/Bucher Fremde sind, hat man gar keine Chance was zu entdecken – man kann nur hochrechnen XX-nicht zugeteilte-Freund-Buchungen auf xxxxxx Klicks ergibt eine erschreckende Zahl von eventuell insgesamt fehlenden. Deshalb immer wieder Freunde und Bekannte aninmieren “wenn Du was von meiner Seite buchst, schick mir bitte Beleg” – und dann prüfen – wir haben zur Zeit wieder ca. 20 fehlende aus dem Bereich Mietwagen und Bahn – warten aber noch bißchen mit Meldung und Reklamierung – denn neuerdings gabs auch schon mal Meldungen, dass gewisse Firmen nun erst vierteljährlich Nachbuchen würden :-)))

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  44. [...] in 2011 kam Betrug im Affiliate-Marketing auf den Tisch. Ich denke, dass hier so einiges schief läuft – ob bewusst oder unbewusst aufgrund von [...]

  45. avatar Mister O

    “Multimedia Gutschein Gewinnspiel bei affili.net bietet 1,60 Euro pro Lead.
    mehrere Leads wurden storniert, ohne Begründung. Stornoquote über 70%”

    Veranstalter: World Wide Leads AG

    Meine Erfahrung 90-95% Stornos. Hab mich über Belboon an den Veranstalter gewandt, meinte, dass ab November eine neue Trackingsoftware verwandt wird. Dann gabs mal kurzzeitig ein bestätigen einiger Leads (so ca 30% wurden vergütet), danach wieder ca, 95% Stornos.
    Ich hab speziell die Machenschaften von WWL in mehreren Foren und Blogs thematisiert, weil das in meinen Augen reine Abzocke ist. Und es ist egal über welches Netzwerk man laufen lässt, ich hatte Affili.net, Belboon, Adcocktail und Tradetracker. Von ca. 240 Leads wurden nichtmal 15 Stück bestätigt.

    An der Qualität meiner Besucher darf es eigentlich nicht liegen und es gibt auch andere Anbieter bei denen die Stornorate bei 10-20% liegt – was ich für den Gewinnspielsektor für normal halte.

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  46. [...] Vor ein paar Monaten hat unser Beitrag Betrug bei Affiliateagentur(en) – oder doch nicht? einigen Wirbel gesorgt. Grundlage waren umfangreiche Informationen und [...]

  47. Interessanter Beitrag, frisch geschrieben.

    Darf ich auf einen Beiträg zum Thema in unserem Blog aufmerksam machen?

    Die stillen Kontrollmöglichkeiten der Advertiser.
    Affiliate Marketing – Die bösen Publisher?
    http://www.infodocc.info/affiliate-marketing-die-boesen-publisher/

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