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Affiliates stärker in den Mittelpunkt rücken

Ein Beitrag für einen neuen Standard bei CPL-Vergütungsmodellen


Affiliates haben es nicht leicht:

Google-Updates (Panda & Co.) und Tracking-Weichen machen es zusehends schwieriger, überhaupt noch den letzten Keks zu ergattern. Gutschein-Portale scheinen hier gerade noch die Pfiffigsten zu sein. Gutscheinfeld im Shop gesehen und schon googlet der Kunde mal eben über die bekannten Portale und löst nebenbei binnen Sekunden und Minuten ein Cookie-Feuerwerk aus. Content-Lieferanten bleiben da auf der Strecke. Wie sollen Sie mit Ihren hervorragenden Inhalten dafür sorgen, dass sie die letzten in der Reihe sind? Gerade sie sind aber mitunter die entscheidenden Seiten für den Kaufprozess: Gute Blogbeiträge, bestens formulierte Testberichte mit eigenen Fotostrecken, die mit einem Händlerhinweis tolle Arbeit machen.


Advertiser haben es aber auch nicht leicht:

Steigende CPCs an allen Orten, Google, bei dem man sich fragt, wann sie die organische Suche für bestimmte Keywords auf der ersten Seite ganz ausschalten und TKPs, die so teuer sind, dass Händler, die Ihre Ware nicht selbst produzieren, den finanziellen Ruin bedeuten könnten. Gerade diese Händler sind Affiliates dankbar, die unique Content ohne finanzielles Risiko für den Advertiser erstellen, dafür im Falle des Erfolgs Traum-EPHCs erhalten – und auch verdienen! Ebenso sollte PostView als Influencer nicht unterschätzt werden und zu einem modernen Affiliate-Marketing unbedingt dazugehören. Auch hier hören sich manche Beiträge so an, als ob sie aus dem letzten Jahrhundert wären. Vielmehr kommt es doch auf die Ausgewogenheit bei PostView an. Stichworte: Angemessenheit der PostView-Cookie-Laufzeit, „Click beats PostView“.


Lasst Publisher und Advertiser wieder zusammenfinden.

Advertiser haben die Big-Data – jetzt sollen sie endlich anfangen, sie auch zu nutzen. Customer-Journey ist doch kein Zukunftswort mehr, sondern für viele doch Realität:

Hier ein Beispiel:

  • Erster Klick bei einem Affiliate,
  • viele Impressions von Display-Anzeigen,
  • Klicks bei Preissuchmaschinen,
  • Testbericht eines Affiliates,
  • „Brand“-Type-In bei Google,
  • Warenkorb-Unterbrechung: Gutscheinportal,
  • Kauf-Registrierung.

All diese Daten sollten vorliegen. Die Tracking-Weiche, wenn Sie dumm ist, sagt nun: The winner is the voucher … Take it all!

Leider ist das heute immer noch für viele Affiliates bittere Realität und führt dazu, dass das Affiliate-Marketing langsam zu Grabe getragen wird. Ein richtiger Schritt wäre „Every-Cookie-Wins“: Alle gewinnen!

Aber hier tun sich die Netzwerke schwer: Last-Cookie wird seit den ausgehenden Neunzigern propagiert und es gibt ja genug, die mit Last-Cookie genug Geld verdienen. Einschließlich der Netzwerke. Warum also ein System verändern, welches doch gut funktioniert? Neue Vergütungsmodelle? Wozu?


… damit sich Affiliate-Marketing wieder für die Affiliates lohnt

terrific.de ist ein mittelständischer Sporthändler mit Schwerpunkt Outdoor. Neben einem stationären Geschäft in der Düsseldorfer Innenstadt betreibt terrific.de einen eigenen Onlineshop. Zur Strategie gehört, dass die eigenen Absatzkanäle gegenüber anderen Plattformen immer die erste Priorität haben. terrific.de vertreibt derzeit bewusst nicht über Amazon. Partnerprogramme mit Affiliate-Netzwerken pflegt terrific.de seit 2003 und betreibt derzeit Programme mit Affilinet, belboon, superclix und webgains.

Aufgrund des Rückgangs im Affiliate-Marketing und vielen Gespräche mit Affiliates musste eine neue Lösung her. Da auch PostView nicht grundsätzlich abgelehnt wird und keine Tracking-Weiche mit Last-Cookie-Wins eingesetzt werden sollte, wurde eine aufwendigere Lösung erdacht, die wie folgt aussieht:

Zunächst sollten möglichst alle Beteiligten eine CPL-Provision erhalten. Hierfür wird ein 5+1-Modell gewählt:

Sollten an einem Sale also vier Werbekanäle beteiligt sein, wird dem letzten Cookie 50 %, dem vorletzten und ersten Cookie 20 % und dem drittletzten immerhin noch 10 % des Umsatz zugeteilt. Hieraus berechnet sich dann eine Provision.


Und was ist jetzt mit Last-Cookie-Wins?

Richtig ist, dass „Every-Cookie-Wins“ noch nicht bei den Netzwerken durchgedrungen ist und zu Recht als Umverteilung kritisiert werden kann. Daher hat sich terrific.de für einen Sonderweg entschieden:

Last Cookie-Wins bleibt mit 100 % und dennoch werden für die nachgelagerten Cookies noch Provisionen ausgeschüttet.

Hier erhält das letzte Cookie den vollen, das erste Cookie zwischen 20 und 30 % und die dazwischen liegenden Cookies immerhin noch zwischen 5 und 20 % des Umsatzes zugeteilt.

So ergibt sich:

  • Last-Cookie-Wins-Prinzip ist auch weiterhin sichergestellt
  • Affiliates, die am Kaufprozess beteiligt waren, erhalten auch eine Provision
  • Mit diesem Modell sind sogar mehrere Provisionen eines einzigen Sales an unterschiedliche Affiliates innerhalb desselben Netzwerkes möglich!!

terrific.de zahlt also im Extremfall bei 4 Partnernetzwerken für bis zu 150 % des Umsatzes Provisionen. Diese On-Top-Vergütungen sind gewollt, da hiermit ein wesentlicher Beitrag für die „Affiliate-Landschaftspflege“ betrieben werden soll.

Die technische Meisterleistung des Systems besteht also darin, binnen Bruchteilen von Sekunden Umsatzanteile zu berechnen und die entsprechende Zahl von Sales- Pixeln, bis zu 6 (!) unterschiedliche, abzufeuern.

Für diese Lösung hat sich terrific.de für den Container-Tag-Anbieter Exactag aus Düsseldorf entschieden, der seinen Standard hierfür aus Every-Cookie-Wins entsprechend modifizierte.

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4 Comments  comments 

4 Antworten

  1. […] Ein Beitrag für einen neuen Standard bei CPL-Vergütungsmodellen. Affiliates haben es nicht leicht: Google-Updates (Panda & Co.) und Tracking-Weichen machen es zusehends schwieriger, überhaupt noch den letzten Keks …  […]

  2. Wow, coole Sache! Wie wurde das Projekt umgesetzt? Mit einem der gängigen Affiliate Netzwerken, oder über ein Private Netzwerk? In welcher €-Größenordnung spielt sich diese Lösung ab? Das beschriebene Bespiel kenne ich in ähnlicher Form auch von mydays. Dieser Sinneswandel macht sicher Sinn. Langfristig wird sich zeigen, ob die Merchants nicht still u. heimlich bei den Sales Provisionen zurückschrauben, um dann wieder auf die 100% Kosten anstatt 130-150% zu kommen.

    LG Philipp

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  3. Hi Philipp, da hier viel Eigenleistung und ein sehr zuvorkommender Service des Container-Tag-Anbieters zusammenkam, konnte die Lösung mit verhältnismäßig geringen Kosten umgesetzt werden. Da terrific.de kein Private Netzwerk unterhält, wurde die Lösung entwickelt für die Netzwerke (affilinet, belboon etc.)

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  4. […] in Hinsicht auf das Wirken von Tracking-Weichen hat Sascha van den Broek einen Artikel über neuartige Vergütungsmodelle im Affiliate Marketing veröffentlicht. Sascha beleuchtet hier die sinnvolle Vergütung in Abhängikeit der […]