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Die Top Affiliate-Trends für 2013 (und wie Sie davon profitieren können), Teil 1

Das neue Jahr ist schon wieder über eine Woche alt und die Realisierung, dass man die guten Vorsätze der Silvesternacht langsam aber sicher in die Tat umsetzen sollte, ist auch bei den schlimmsten Phlegmatikern mittlerweile ins Bewusstsein gerückt. (der Autor nimmt sich hier selbstverständlich aus……hust…).

Dieser zweiteilige Artikel soll daher die wichtigsten Trends und Entwicklungen für 2013 aufzeigen und etwas Anregung bieten, sich mit diesen auch wirklich auseinander zu setzen. Mittlerweile bietet der Markt eine Unzahl an nützlichen Tools und Services, mit denen sich Traffic und entsprechende Conversions generieren lassen, viele davon äußerst preiswert und teilweise sogar völlig kostenfrei. Je länger die Liste der verfügbaren Hilfsmittel wird, desto kleiner verbleibt die Auswahl an Ausreden und Entschuldigungen, diese nicht zu nutzen.

Der erste Teil wirft einen Blick auf die technischen Entwicklungen und neuen Tools, mobiles Marketing, und neue Services zur Traffic-Optimierung. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Marktentwicklung im Affiliatebereich und welche Schritte man unternehmen sollte, um von der Entwicklung zu profitieren.

Mobiles Marketing und Traffic-Entwicklung

Wer nicht das gesamte letzte Jahr unter einem Stein verbracht hat, dem dürften die Worte „Smartphone“, „Tablet“ oder „mobiles Marketing“ mittlerweile ebenso zum Hals heraushängen, wie mir. Nichtsdestotrotz beweist eine kurze Google-Suche nach z. B. „Smartphone“ mit nicht weniger als 60.699.337 Ergebnissen, dass kein Weg mehr daran vorbeiführt, sich Gedanken zu dem Thema zu machen. Der Traffic durch mobile Endgeräte ist 2012 in Deutschland nahezu auf ein dreifaches angewachsen (wenn man Suchmaschinenanfragen als Indikator nimmt) und die Entwicklung wird sich durch preiswertere Smartphones, neue Tarifangebote und passende Software in diesem Jahr noch deutlich verstärken. Die Möglichkeiten mobiler Endgeräte sind dabei noch längst nicht ausgereizt, daher sollte man sich rechtzeitig das nötige Wissen aneignen, um nicht mittel- oder langfristig auf der Strecke zu bleiben.

Personalisierte Ads und Local Deals

Personalisierte Ads sind seit Jahren eine unaufhaltsame Entwicklung und die perfekt auf den User zugeschnittene Werbung ist nach wie vor der heilige Gral der Marketingindustrie. Die Tatsache, dass viele Menschen heutzutage keinen Schritt mehr ohne ihr geliebtes Smartphone tun, eröffnet ganz neue Möglichkeiten und bringt Werbetreibende diesem heiligen Gral einen entscheidenden Schritt näher. Während man sich bisher noch mit lokalisierten Bannern und mehr schlecht als recht angepassten Suchergebnissen aufgrund der IP-Adresse des Nutzers begnügen musste, erlauben mobile Endgeräte eine situationsabhängige Ansprache des Kunden auch unterwegs – und damit deutlich zielgerichteter als bisher.

Das Zauberwort hierbei lautet „mobil“, was schlicht und ergreifend bedeutet, dass sich das Ziel, in diesem Fall der Kunde, von einem Ort zum anderen bewegt. Als Werbetreibender wird man hierbei zum quasi zum „Reiseführer“ und kann durch lokalisierte Ads und ortsrelevante Textnachrichten den Nutzer gezielt ansprechen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass Werbeangebote durch die jeweilige Situation bereits an Relevanz für den Nutzer gewinnen und daher eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit versprechen. Die örtliche Information, gepaart mit einigen Daten über die generellen Vorlieben des Nutzers (Suchanfragen, Anmeldungen bei Websites etc.) eröffnen ganz neue Perspektiven der Vermarktung. Von kulinarischen Vorlieben bis zur bevorzugten Kleidung lässt sich so jede Information verwerten: ob vegane Biobar oder Brauhaus, Ledertrachten oder Baggy-Pants, lokalisiertes Marketing bietet einen tatsächlichen Mehrwert für den Nutzer, da ihm eine Suche erspart bleibt und er sich so deutlich schneller in einer neuen Umgebung zurechtfinden kann. Besonders für Bonus- und Gutschein-Sites bieten sich hier erstaunliche Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit lokalen Anbietern.

Bereits bei der Ankunft am Bahnhof oder Flughafen könnte der eventuelle Kunde einen Hinweis erhalten, dass es 400m weiter ein hervorragendes Restaurant gibt, in welchem er mit dem soeben gesendeten Gutscheincode 20% bei seinem Menü sparen kann und das Hotel für die Nacht spendiert eine Flasche Sekt, wenn man den digitalen Coupon vorzeigt.
Wenn man sich nun noch eine Vernetzung mit Diensten wie Google Now oder Siri vorstellt, sollten jedem Werbetreibenden die Freudentränen kommen.

Websiteoptimierung jenseits von SEO

Für die meisten Profis sind simple SEO-Texte und optimierte Landingpages schon längst Schnee von Gestern, die neuesten Methoden zur Analyse des Besucherverhaltens erlauben eine völlig neue Herangehensweise an den Aufbau einer Website. Dass ein Text nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Keywords bestehen sollte und eine Landingpage einen Call-To-Action braucht und eventuell ein Anmeldeformular sind keine Offenbarungen, sondern gehören zum alltäglichen Handwerkszeug. Was aber, wenn man noch tiefer in den Kopf, und damit die Geldbörse, eines Besuchers tauchen will?

Eine der im wahrsten Sinne des Wortes heißesten Methoden sind sogenannte „Heatmaps“, eine Art Wärmebildaufnahme einer Webseite, auf der visuell leicht verständlich die stark frequentierten Bereiche einer Website dargestellt werden, von dunkelblau (keine Klicks) bis hellrot (starker Traffic). Da die Mausbewegungen eines Nutzer zu fast 90% mit seinen Augenbewegungen übereinstimmen, hat man hiermit quasi die Möglichkeit, Eyetracking zu nutzen, ohne eine Kamera zu benötigen. So lässt sich schnell und unkompliziert feststellen, ob die einzelnen Elemente optimal angeordnet sind und sich die Erwartungen mit der Praxis decken. Durch verfeinerte Trackingmethoden lassen sich Besucher mittlerweile auch geordnet nach Suchbegriffen, Referrer und weiteren Filtern betrachten, wodurch man die profitabelsten Trafficquellen ganz zielgerichtet bearbeiten kann und keine Zeit mit Links verschwendet, die sowieso keine Conversions bringen.

inGame-Ads und MMOs als Werbefläche

Wer sich die entsprechenden Statistiken anschaut (oder selbst ein paar kleine Monster zuhause hat) weiß, welche gewaltigen Geldmengen Kinder und Jugendliche ohne Probleme für Spielzeug oder Freizeitaktivitäten aus dem Fenster werf….ähm, ausgeben.
Die heutige Generation verbringt einen Großteil der Freizeit mittlerweile vor dem Rechner oder einer Konsole und versucht dort, in imaginären Welten die Vorherrschaft mit Schwert, Pistole oder Zaubersprüchen zu erlangen. Einige Spieleentwickler haben mittlerweile erkannt, dass solche Welten noch ein kleines Stückchen realistischer erscheinen, wenn sich dort Werbung wiederfindet, die der Spieler bereits aus dem realen Leben kennt. Was früher vor allem in Rennspielen bekannt war (Werbeaufkleber auf den Wagen, Plakate am Streckenrand) ist mittlerweile auch in anderen Genres zu finden. Besonders Online-Spiele, sogenannte MMOs, bieten durch die ständige Vernetzung die Möglichkeit, aktuelle Marketingkampagnen zu integrieren und dadurch Spieler gezielt anzusprechen. Werbeplakate, Radiospots, und Ingame-Produkte lassen sich als Werbefläche nutzen und durch passende Software wie z. B. Overwolf Hub wäre eine Conversion direkt aus dem Spiel heraus bereits jetzt technisch leicht möglich.

Allerdings sollte bei dieser Form des Advertising das Spiel nicht zu sehr in den Vordergrund rücken. Schließlich werden die meisten Leute heute wohl längst vergessen haben, dass eines der erfolgreichsten Minispiele aller Zeiten und der Alptraum zahlreicher Abteilungsleiter, die „Moorhuhnjagd“, eigentlich eine Werbeaktion von Whiskey-Hersteller Johnny Walker war.

Modernes Websitedesign – mehr als nur guter Content

Neben optimierten Texten, entsprechender Anordnung aller Buttons und einem klaren Call-to-Action braucht eine moderne Website vor allem auch ein ansprechendes Design. Wenn man sich Seiten wie ActivateDrinks oder Nike.com anschaut, wird schnell klar, worin hier der Unterschied zur Konkurrenz besteht. Besonders bei ActivateDrinks kommt eine relativ neue Technik eindrucksvoll zum Einsatz, das sogenannte Parallax-Mapping. Eine Technik, die eigentlich aus Spielen stammt und dafür sorgt, dass verschiedene Ebenen unterschiedlich schnell scrollen, was einen 3D-Effekt verursacht. Hierfür benötigt man quasi nur mehrere Overlays hintereinander, was sich also auch nachträglich auf vielen Seiten implementieren ließe. Doch auch Flash-Animationen und Videos sind für viele Webmaster immer noch Neuland und lassen Raum, sich von Mitbewerbern positiv abzusetzen.

Nach diesem Blick auf den technischen Bereich, folgt in Teil 2 eine kurze Beleuchtung des Affiliatemarkts und ein paar Tips, wie Sie aus der Entwicklung Profit schlagen können.

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9 Comments  comments 

9 Antworten

  1. Hallo,

    ein sehr inspirierender Artikel. Es ist wirklich so,
    dass sich viele von uns stark umstellen müssen. Es
    haben neue Zeiten begonnen die uns sagen, dass wir
    altes überdenken und neue Wege gehen sollen.

    freundliche Grüße
    Josef Altmann

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  2. Danke für den guten Artikel. Gerade das Design und die Ausrichtung auf neue Ideen in Sachen Affiliatemarketing sind mein Fokus für 2013.

    Beste Grüße
    Daniel

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  3. Hallo Martin,

    danke für den schönen Beitrag. Freue mich schon auf Part II. Gerade das Thema Local Deals wird auch in meinen Augen spannend werden. Ob sie direkt „gepusht“ werden oder man sie einfach abruft.

    Im SEO Bereich wird es richtig spannend – und das auch schon, wenn wir noch gar nicht wissen, was uns google noch so präsentieren wird in 2013. Aber Seitenoptimierung CTA und Content – ggf. inkl. Author-Trust ist sicherlich unabhängig von allem was kommen mag zielführend.

    Viele Grüße

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  4. avatar Martin

    Hallo Leute,
    schön, dass euch der Beitrag gefallen hat, ich hoffe Teil 2 kommt eben so gut an. @Rene: Zum Thema SEO habe ich mich ein wenig zurückgehalten, da ich noch nicht genug Überblick habe, was Google so alles aus dem Hut zaubern wird. Da bin ich zum Glück allerdings nicht der einzige :D

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  5. […] wir uns im ersten Teil einen kurzen Überblick über neue Werbekanäle und Tools verschafft haben, richten wir […]

  6. […] – Internet World Business 1/13 S.13), zum anderen Karsten Windfelder in einem zweiteiligen Beitrag auf seinem Affiliate-Blog auf […]

  7. […] dem Blog von 100partnerprogramme.de fasst Martin Bahls in einem Zweiteiler die Trends im Affiliatemarketing für das Jahr 2013 zusammen. Zur Sprache kommen natürlich die heißen Themen Local […]

  8. […] bereits in meinem anderen Artikel “Affiliate Trends 2013” erläutert, ist jetzt spätestens der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich über […]

  9. […] „durch“. Im Jahr 2012 hat sich der durch Mobiltelefone und Tablets generierte Traffic nochmals beinahe verdreifacht – angesichts der sinkenden Kosten für die Endgeräte ist die Tendenz weiter steigend. eBay […]