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Die 6 Top Affiliate-Trends für 2013, Teil 2

Nachdem wir uns im ersten Teil einen kurzen Überblick über neue Werbekanäle und Tools verschafft haben, richten wir unser Augenmerk im zweiten auf die Affiliatebranche als solche. Wohin geht die Entwicklung in den nächsten 12 Monaten? In welche Richtung verlagert sich der Markt und welche Schritte sollte man unternehmen bzw -lassen, um vom jeweiligen Trend zu profitieren?

Konsolidierung und Wachstum gehen 2013 Hand in Hand

Der Trend zur Konsolidierung im Affiliategeschäft hält auch 2013 weiter an. Die Umsätze stagnieren und viele kleinere Anbieter müssen sich aus dem Geschäft verabschieden, was den Branchenführern natürlich zu Gute kommt. Trotz sinkender Umsatzzahlen im Affiliategeschäft, hat z. B. Affilinet 2012 nahezu 20 Prozent Wachstum erwirtschaften können und auch die Konkurrenz von Webgains oder Zanox steht auf einem guten Posten.

Diese Entwicklung wird sich 2013 wohl noch deutlich verstärken, da Google mit seinem Affiliate Network (siehe auch „Googles Einstieg in den Affiliate-Markt – Gefahr oder Chance?„) auch auf den deutschen Markt drängen und viele kleinere Netzwerke zu einer Anpassung der Preispolitik zwingen wird. Es bleibt abzuwarten, wie stark der Einfluss tatsächlich ausfallen wird, doch man muss von einem generellen Sinken der Preise mittelfristig ausgehen. Mit seinem neuen Service Affiliate-for-Bloggers (siehe auch „Google startet Affiliate-Marketing für Blogger„) stellt Google gleich noch eine weitere Innovation vor, welche die Konkurrenz auf Trab halten wird.

Coupons und Local Deals als Wachstumsmotor

Wie im ersten Teil bereits anschaulich erläutert, bietet der Coupon- und Referral-Bereich, besonders dank der rasanten Entwicklung des mobilen Traffic, neue Chancen für Advertiser und Publisher gleichermaßen. Local Deals, ortsspezifische Bannerwerbung und relevante Empfehlungen werden dieses Segment in 2013 wohl zu einem der Wachstumsmotoren der Branche machen. Allerdings drängen hier die großen US-Anbieter bereits ebenfalls auf den deutschen Markt und werden wohl in Zukunft weiter zu Konsolidierungserscheinungen führen. Auch auf dem innerdeutschen Markt hat sich dieser Trend bereits verstärkt, da Seiten wie gutscheine.de, MeinGutscheincode.de oder Schnäppchenfuchs.de im Laufe des letzten Jahres alle den Besitzer wechselten und nun große Konzerne wie RTL oder Axel Springer ihr Zuhause nennen.

Unabhängig davon ist in den kommenden 12 Monaten dennoch mit einem deutlichen Umsatzwachstum im Gutscheinsegment zu rechnen, nicht zuletzt dank neuer Lösungen für mobiles Marketing. Whitelabel Solutions für Webshops und passende Mobile-Apps erlauben auch kleineren Affiliates den Einstieg ins mobile Geschäft, ohne gleich eine eigene IT-Abteilung beschäftigen zu müssen.

Innovationen auf Netzwerkseite

Die sich abzeichnende Entwicklung hat bei den großen Netzwerken natürlich nicht nur Bauchschmerzen verursacht, einige Anbieter sehen darin eine Chance und versuchen, sich mit neuen und innovativen Services von der Konkurrenz abzusetzen. So stellte Affilinet mit seinem neuen Tool „Match Master“ (siehe auch „Match Master bei affilinet: Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt…“) eine willkommene Hilfe für Advertiser zur Verfügung und Zanox hilft durch seine Zusammenarbeit mit content.de Affiliates dabei, ihre Seiten mit Unique Content zu füllen. Auch im mobilen Segment können wir auf viele Neuerungen gespannt sein, wie Tradedoublers Plan, sich im App-Segment einzunisten oder diverse neue Trackingmethoden, um eine entsprechende Monetarisierung von mobilem Traffic auch für Affiliates sicher zu stellen.

Google Updates und Compelling Content

Wie eben bereits erwähnt, bietet Zanox seinen Partnern durch die Zusammenarbeit mit content.de die Möglichkeit, ihre Seiten mit sinnvollem Inhalt zu füllen, der im Zweifelsfall einen echten Mehrwert für den Besucher bietet (siehe auch „zanox bringt unique Content zum Publisher„). Dass dieser Schritt mehr als nur kosmetischer Natur ist, zeigte das letzte Update der Google Webmaster-Richtlinien im Oktober 2012, durch die viele SEO-Seiten und Thin-Affiliate-Sites bereits jetzt aus dem Index verdrängt wurden, was durch das Pinguin-Update noch verstärkt wird. Webseitenbetreiber sehen sich also in Zukunft der Aufgabe gegenüber, entweder selbst für spannenden, nützlichen oder unterhaltsamen Content zu sorgen oder diesen preiswert über Drittanbieter zu erwerben.

Durch weitere Anpassungen seines Algorithmus will Google sich weiter in Richtung Qualitätssicherung bewegen – eine Entwicklung, die zwar einiges an Arbeit mit sich bringt, allerdings eine längst überfällige Bereinigung des Segments bewirken wird.

Gefahren erkennen und Chancen nutzen

Die kommenden zwölf Monate werden offensichtlich eine spannende und turbulente Zeit für die Affiliatebranche und so manch einer wird wohl oder übel auf der Strecke bleiben.

Dass diese Entwicklung erst so spät kommt, heißt nicht, dass sie sich nicht schon seit langem angekündigt hätte. Zahllose Seiten, die nur aus Keywords bestehen, Spam-Mails, schlechten Content oder hässliches Design braucht wirklich niemand und so sollten sich manche Leute nicht wundern, wenn sie noch vor Jahresende aus dem Google-Index verschwinden.

Die 6 Top Affiliate-Trends für 2013

Damit Ihnen nicht das selbe Schicksal widerfährt, hier noch einmal die wichtigsten Trends und Ideen für 2013 im Überblick:

  1. Mobiler Traffic und ortsrelevantes Advertising: der Traffic auf mobilen Endgeräten steigt rasant an und bietet Raum für Wachstum.
  2. Coupons und Local Deals gewinnen dank mobilem Traffic immer deutlicher an Gewicht; neue Methoden erlauben Zusammenarbeit mit kleinen, lokalen Anbietern.
  3. SEO war gestern: neue Tools zur Websiteoptimierung wie Heatmaps oder differenzierte Trafficanalysen erlauben zielgerichtete Veränderung eines Webauftritts und damit Erhöhung der Conversions.
  4. Onlinespiele als Werbekanal: besonders im asiatischen Markt hat sich dieser Trend bereits stark manifestiert und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch bei uns über eine Spieloberfläche Produkte direkt vermarkten lassen.
  5. Design und visuelle Darstellung: Halbwegs schön reicht nicht mehr! Machen Sie Ihre Seite zum Hingucker und nutzen Sie Flash, Video oder 3D-Darstellung, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
  6. Compelling Content: bieten Sie Ihren Besuchern Mehrwert! Die Zeiten, in denen ein paar Keywords und ein Anmeldebutton ausreichten, sind längst vorbei.

Viele der hier erwähnten Tools und Services sind äußerst preiswert, wenn nicht kostenlos. Wer sich ein wenig bei Google umschaut wird merken, dass es für weniger als 200 Euro möglich ist, ein ganzes Dutzend Websites auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und sich somit auf eine Stufe mit großen Weltkonzernen zu stellen. Manche dieser Firmen haben es bis heute nicht verstanden, einen attraktiven Webauftritt zu gestalten, was Ihnen noch mehr Anreiz bieten sollte, tätig zu werden.

Nutzen Sie also die Chancen, die Ihnen 2013 geboten werden und setzen Sie Ihre guten Vorsätze endlich in die Tat um – es kann sich nur lohnen!

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7 Comments  comments 

7 Antworten

  1. […] Entwicklungen und neuen Tools, mobiles Marketing, und neue Services zur Traffic-Optimierung. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Marktentwicklung im Affiliatebereich und welche Schritte man unternehmen sollte, um von der Entwicklung zu […]

  2. Na, dann schauen wir mal, wie das Jahr 2013 endet!

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  3. avatar Pierre

    „nutzen Sie Flash“ – Das kann doch wirklich nicht Ihr Ernst sein, oder?
    1: Flash-Inhalte sind für Suchmaschinen quasi unsichtbar
    2: Flash kann auf vielen mobilen Endgeräten nicht dargestellt werden
    3: Wenn man schon nicht auf Klicki-Bunti verzichten mag, dann bitte BITTE B-I-T-T-E mit HTML 5 umsetzen.

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  4. avatar Martin

    Hallo Pierre,
    danke für den konstruktiven Kommentar.

    Mir ging es in dem Artikel allerdings nicht um eine Handlungsanweisung, sondern eher darum aufzuzeigen, was man alles ohne großen Aufwand machen kann bzw. worauf man achten sollte. Ich will nicht bestreiten, dass HTML5 viele Vorteile hat, es wundert mich irgendwie selber, dass ich es nicht mit aufgeführt habe…

    Dass ich nicht daran gedacht habe, dass Flash auf vielen Mobilgeräten nicht dargetellt wird, liegt wohl daran, dass ich eine abneigung gegen apple habe ;)

    Gruß

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  5. Hallo Martin,

    guter Blogbeitrag. Allerdings kommt mir der Inhalt sehr bekannt vor ;-) Daher wÄre ich ūber einen Link mit Quellenangabe meiner Seite sehr dankbar gewesen.

    Nichts fūr Ungut, aber die Recherche zu so einem Artikel macht nunmal sehr viel Arbeit.

    Schōne Grūsse
    Markus

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  6. avatar Martin Bahls

    Hallo Markus,

    Du beziehst dich da vermutlich auf die Zahlen von affilinet und die Verkäufe der Couponsites. Wie Du schon richtig bemerkt hast, dauert die Recherche für eine Artikel dieses Umfangs relativ lange und ziemlich viele Quellen sind in den Text eingeflossen. Dass ich dabei auf eine Angabe verzichtet habe, tut mir sehr leid und wird (zumindest bei Dir) nicht wieder vorkommen. :-)

    Wie Du siehst, ist der Artikel ein Zweiteiler und die gesamte Struktur für den zweiten Teil stand schon fest, bevor ich das erste Mal einen Blick in deinen Beitrag geworfen hatte. Dass sich diese beiden jetzt so stark ähneln, ist im Nachhinein natürlich ungünstig. Allerdings existierten Beiträge zu Content.de und Match Master bereits vorher (unter anderem von mir) und haben nichts mit Deinem Artikel zu tun.

    Wie Du sagtest: Nichts für Ungut. War eher Vergesslichkeit als alles andere, tut mir leid.

    Gruß, Martin

    PS: mir hätte klar sein müssen, dass viele Leute sowohl diesen, als auch Deinen Blog lesen und ich hätte den Aufbau des Artikels ein wenig ändern sollen. Ist zu ähnlich, war nicht beabsichtigt, kommt nicht wieder vor :D

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  7. […] die heißen Themen Local Deals, Mobile Advertising und Tracking mittels Heat-Maps. Im zweiten Teil der Serie geht es hauptsächlich um die Entwicklung des […]