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Fastfood für´s Gehirn – mobiler Traffic weltweit

Teil 1: Fastfood für´s Gehirn – mobiler Traffic weltweit
Teil 2: Responsive Design, Dynamic Serving oder gleich eine eigene App?
Teil 3: Apps, Coupons und Minigames – Monetarisierung von mobilem Traffic

Wie bereits in meinem anderen Artikel „Affiliate Trends 2013“ erläutert, ist jetzt spätestens der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich über den „mobilen Markt“ nicht nur Gedanken machen, sondern langsam aber sicher zur Tat schreiten sollte. Der Markt für mobile Endgeräte wächst unaufhaltsam und schon 2014 soll laut Comscore der Traffic von Smartphones und Tablets den von Desktopnutzern überholen. Und das ist nur der internationale Durchschnitt – wenn man sich die genauen Zahlen für einzelne Länder anschaut, ist der Trend noch deutlich stärker.

In vielen Teilen der Welt haben Verbraucher häufig gar keinen Desktoprechner, geschweige denn das Geld für einen Intenetzugang. Das Nichtvorhandensein einer funktionierenden Infrastruktur sorgt dafür, dass sich daran auch so schnell nichts ändern wird. In Südostasien, großen Teilen von Afrika und Südamerika haben Menschen oft nicht einmal fließendes Wasser oder Strom, ein Breitband-Internetzugang steht dort also nicht gerade weit oben auf der Prioritätenliste. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Verbraucher dort nicht im Netz unterwegs wären – ganz im Gegenteil. Im Vergleich zu Europa oder Nordamerika sind Smartphones dort deutlich preiswerter und für viele Menschen stellen sie häufig die einzige Möglichkeit dar, das Internet zu nutzen. Dies führt natürlich zwangsläufig zu einem sehr hohen prozentualen Anteil von mobilem Traffic im Vergleich zu Desktop.

In Ländern wie z. B. Indien oder Ägypten beträgt der Anteil von mobilen Internetnutzern über 60% bzw. 70%, was einem schon einen gewissen Einblick in die Entwicklung geben dürfte. Weltweit sind ca. viermal soviele Smartphones in Benutzung wie Desktops, Tendenz steigend. Auch hier in Europa geht der Trend in Richtung mobiler Endgeräte, was man sehr gut an dieser kleinen Statistik von Comscore erkennen kann. Auch der Deutschen liebstes Spiel hat seinen Weg auf das Smartphone gefunden – zusammen mit vielen anderen Anwendungen, die früher ausschließlich von Zuhause erledigt wurden. Im Vereinigten Königreich nutzten 2012 bereits 44% aller Verbraucher ihr Smartphone beim Einkaufen, entweder um Preise zu vergleichen bzw. Produkttests noch im Geschäft abzufragen.
Auch in den USA haben im letzten Jahr bereits 65% aller Verbraucher ihr Smartphone zum bzw. beim Einkaufen benutzt, mit einem 79%igen Anstieg von Paypal-Zahlungen im Vergleich zu 2011. Ich könnte jetzt den Rest des Artikels mit solchen Zahlen füllen, aber ich denke, wer jetzt immer noch nicht gemerkt hat, worauf ich hinaus will, steht offensichtlich auf dem Schlauch.

Sehen wir uns ein Smartphone und den dazugehörigen, typischen Nutzer doch mal etwas genauer an: Da wäre einmal das Offensichtliche (was vielen Leuten trotzdem entgeht, dazu später mehr), nämlich die Bildschirmgröße. Der Bildschirm ist klein. Wow! Was für eine Erkenntnis! Das bedeutet, dass nicht sonderlich viel Information darauf Platz hat. Wieder offensichtlich, doch häufig vernachlässigt. Darüber hinaus wird alles über einen Touchscreen gesteuert, was die minimale Größe von Steuerungselementen deutlich einschränkt. Auch die dicksten Wurstfinger müssen in der Lage sein, eine Nummer zu wählen oder einen Button anzuklicken. Smartphones werden vor allem unterwegs genutzt, was zusätzlich bedeutet, dass die Nutzer häufig wenig Zeit haben, sich eine Seite genauer anzuschauen.

Nun ein Blick auf die Nutzer: häufig jung, technikaffin und stark sozial vernetzt. Männer und Frauen unterscheiden sich dabei eigentlich nur in der Nutzung von gewissen Apps, z. B. Social Media oder den bereits erwähnten Sportseiten (siehe oben). Was jedoch alle Nutzergruppen gemeinsam haben, ist die häufig kurze Aufmerksamkeitsspanne. Sei es aus Termindruck oder einer durch moderne Medien forcierten Unfähigkeit, sich komplexe Sachverhalte durch simples Lesen anzueignen, Smartphonenutzer brauchen schnell verfügbare und leicht verdauliche Informationen auf Knopfdruck. Video und Audio (Podcasts) nehmen daher einen deutlich größeren Raum ein, als „altmodische“ Textdarstellung. Und wer wollte es den Leuten verübeln? Haben Sie schonmal versucht, ein Buch auf einem Smartphone zu lesen? Natürlich nicht. Warum auch? Es gibt schnellere Wege, sich die Augen kaputt zu machen.

Ihr Ziel, als Betreiber einer mobilen Seite, sollte es also sein, Fastfood für´s Gehirn zu liefern. Leicht und intuitiv navigierbare Seiten, schnell konsumierbarer Content und eine Optik, die besonders an die Bedürfnisse eines kleinen Screens angepasst sind. Wenig Text, große Symbole, kräftige Farben und leicht verdauliche Informationen sind das A und O. Wenn man zusätzlich bedenkt, dass viele Nutzer in Asien, Südamerika oder Afrika nicht einmal in der Lage sind, vernünftig zu lesen oder zu schreiben (schon mal eine Mail von einem nigerianischen Prinzen erhalten, der sein Geld aus einer deutschen Bank haben will?) merkt man, dass mobile Sites ganz anderen Ansprüchen genügen müssen, als Angebote für Heimrechner.

Wie so etwas schließlich im Detail aussehen kann, werde ich versuchen, in den nächsten Teilen zu erläutern.

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4 Comments  comments 

4 Antworten

  1. avatar Tatjana Zagorsek

    …sorry, aber zu Basic der Artikel, zumindest für diejenigen, die Mobile Marketing schon betreiben. Wenn hier was gemacht wird, dann schon mit Hirn & Verstand, alles andere wäre herausgeschmissenes Geld. Zumindest ist es bei Groupon so :)

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  2. Schleichwerbung :-)

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  3. […] im vorangegangenen Artikel die Frage nach dem “was?” beleuchtet wurde, widmen wir uns heute dem […]

  4. […] 1: Fastfood für´s Gehirn – mobiler Traffic weltweit Teil 2: Responsive Design, Dynamic Serving oder gleich eine eigene App? Teil 3: Apps, Coupons und […]