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Video-Affiliates: Virales Marketing mit Youtube & Co.

Video-Advertising hat sich in den letzten Jahren deutlich verstärkt. Visueller Content ist schnell und einfach zu konsumieren, hat oft einen höheren Unterhaltungsfaktor als nackter Text und – last but not least – waren die größten und viralsten Medienkampagnen der letzten Zeit meist irgendwelche Videos, die über Social-Media und ähnliche Kanäle ihr Publikum erreichten.

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Es sollte klar sein, dass die Zukunft des Marketing eindeutig in bewegten Bildern und der entsprechenden Monetarisierung derselben liegt. Der prozentuale Anteil von Videonutzern an der Onlinebevölkerung liegt in manchen Ländern bei über 90% und bietet damit offensichtlich eine riesige Zielgruppe, die es zu bewerben gilt.

Besonders die Nutzungsgewohnheiten von Smartphone- und Tabletbesitzern haben dem Video-Advertising in letzter Zeit zusätzlichen Vorschub geleistet und sollten auch Affiliates zum Umdenken bewegen.

Hier ist ein kurzer Überblick zu den Zahlen:

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Neue Wege zur Monetarisierung

In den nächsten Jahren werden die Ausgaben für Video-Advertising weiter steigen und mittlerweile finden sich auch dementsprechende Veränderungen, sowohl bei Affiliate-Netzwerken, als auch bei Video- und Social-Mediaseiten wie Youtube oder Facebook.

Für den Großteil der erwähnten viralen Kampagnen ist das klassische CPA-Modell nicht unbedingt sinnvoll, weswegen Netzwerke und Videoseiten mittlerweile „cost per view“ Modelle anbieten, bei denen Publisher für das „seeden“, also das anfängliche Bekanntmachen solcher Webvideos, bezahlt werden. Diese Methode eignet sich offensichtlich besonders für Publisher, die eine hohe Zahl von Kontakten auf Seiten wie Facebook, Google+ oder Xing haben und schnell auf solche Angebote reagieren können.

In der Kürze liegt die Würze

Oder besser gesagt: die Conversion. Die University of Massachussets hat in einer Studie festgestellt, dass die Aufmerksamkeitsspanne bei Videonutzern, besonders auf Smartphones, extrem kurz ist und viele Videos gar nicht erst geladen werden, wenn die Wartezeit länger als 2 Sekunden beträgt. Allerdings ergab die Studie auch, dass die Toleranzgrenze steigt, je länger das Video bzw. je höher der vermeintliche Mehrwert ist.

So haben kurze, als Ad geeignete Videos , das Problem, dass sie durch die bloße Verzögerung der Internetverbindung schon extrem stark an Reichweite verlieren. Die Erwartungshaltung des Publikums spielt letztendlich allerdings die größte Rolle. Bekannte Channels auf Youtube leben hauptsächlich von ihren vielen Abonnenten, die aufgrund einer fortlaufenden Serie oder Vorliebe für den Channelinhaber wiederkommen. Die Erwartungshaltung dieser oft klar umrissenen Zielgruppe macht diese dann auch perfekt als Werbeziel für Affiliates. Ob diese dann selbst Content produzieren, oder über Partnerschaften den Content anderer monetarisieren, spielt keine wirkliche Rolle im Hinblick auf die generelle Strategie.

Youtube reagiert – zum Unmut vieler Nutzer

Dass sich für die (vor allem automatisierte) Vermarktung von Content gewisse Dinge ändern müssen, haben auch die Videohoster erkannt. Youtube hat den ersten Schritt vor ca. 2 Wochen mit der Vorstellung des „One Channel“ Konzepts getan, welches standartisierte Layouts für alle Channels, auf allen Endgeräten einführt. Auch wenn diese Veränderung für viele CMOs äußerst interessant ist, sollten sich Advertiser nicht zu früh freuen. Wenn die Kommentare unter diesem Blog von „iJustine“ auch nur den geringsten Hinweis darauf geben sollten, wie die Reaktion der User ausfallen wird, kann sich Youtube auf gefüllte Mailboxen gefasst machen.

Der Wahn der Gleichmacherei, der auch schon Facebook viele User gekostet hat, scheint auch vor Youtube nicht Halt zu machen – die Zukunft wird zeigen, ob sich durchschnittliche Nutzer davon ebenso abgestoßen fühlen werden, wie die Channelbetreiber und Background-Designer. Eine große Einbuße der Individualität lässt sich jedenfalls nicht von der Hand weisen.

AdBlocker – die Antwort auf den Trend

Wie bei jeder Entwicklung, schlägt das Pendel irgendwann in die entgegengesetzte Richtung um, häufig stärker als es zuvor in die ursprüngliche Richtung unterwegs war.

Auf Werbung bezogen bedeutet das: nimmt sie im alltäglichen Leben weiterhin zu, wird irgendwann der Punkt der Sättigung erreicht sein. Verbraucher werden Werbung nicht mehr wahrnehmen oder sich sogar aktiv dagegen wehren. Das wohl bekannteste (und von Affiliates gefürchtete) Beispiel dürfte dabei wohl das kleine Browser-Addon „AdBlock Plus“ sein, dass bei vielen Nutzern (inkl. mir) seit Jahren für werbefreie Bildschirme sorgt.

In Deutschland haben bereits über 16% aller Internetnutzer das Addon installiert und auch die Zahl der Smartphone-User, die sich nicht ständig von Werbung unterbrechen lassen wollen, steigt weiter an. Wenn diese Entwicklung anhält, müssen einige Leute deutlich umdenken.

Die Zukunft

Die mittelfristige Richtung ist klar: die Ausgaben für Video-Advertising werden weiter steigen, die Möglichkeiten für Affiliates nehmen zu und die technische Entwicklung kann ausnahmsweise sogar mithalten.

Doch sollte sich die Branche selbst einmal die Frage stellen, ob dieser Weg auch langfristig der richtige ist. Wenn User gewissen Content nur noch unter Inkaufnahme einer ständigen Anpreisung diverser Produkte konsumieren dürfen, könnte irgendwann der Punkt erreicht sein, an dem sie auf den Content einfach völlig verzichten und sich andere Quellen der Unterhaltung suchen. Und das wäre für alle Beteiligten ein unerfreulicher Ausgang.

Abschließend noch eine kurze Liste von Anbietern, die sich auf die Monetarisierung von Videos und visuellem Content spezialisiert haben:

http://www.goviralnetwork.com/

http://social.ebuzzing.co.uk/

http://www.viraladnetwork.net/

http://www.unrulymedia.com/

http://coull.com/

http://www.kiosked.com/


Quellen:

http://de.statista.com

http://youtubecreator.blogspot.de

http://www.affiliates4u.com

http://www.youtube.com/onechannel

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5 Comments  comments 

5 Antworten

  1. […] weiterer Weg, ein Partnerprogramm auszubauen, sind Innovationen. Auf dem Blog von 100partnerprogramme.de berichtet Martin Bahls, wie man YouTube und andere Videoplattformen für seine Werbezwecke […]

  2. Danke Karsten für deinen super interessanten Artikel. Du zeigst wirklich alles auf, was es beim Thema Affiliatemarketing auf Youtube zu Wissen gibt. Daumen hoch!

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  3. Hallo,
    ein sehr gelungener Artikel und interessanter Artikel.

    LG Werner

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  4. […] gehen wird, und wie man daraus Profit schlagen kann, sollte sich meinen Artikel von Ende Februar “Virales Marketing mit Youtube & Co.” noch einmal zu Gemüte führen – hat zwar weder eine eigene Pressemeldung, noch einen […]

  5. […] Wir haben ja bereits an anderer Stelle über ähnliche Entwicklungen berichtet. (Video, Local, […]