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Affiliate Provisionen – Zusammenhänge zwischen Provisionsstruktur und Geschäftsmodell von Affiliates

Die Verprovisionierung in Affiliateprogrammen könnte je nach Branche unterschiedlicher nicht sein. Die Strukturen erzwingen damit gewisse Geschäftsmodelle. Ich möchte in diesem Artikel einmal vorstellen, welche Geschäftsmodelle für Affiliates ich immer wieder antreffe und das ganze auch mit ein paar erfolgreichen Praxisbeispielen untermauern. Es gibt sicherlich eine ganze Reihe weiterer Geschäftsmodelle und sicherlich auch eine Vielzahl von völlig einzigartigen Ideen für Affiliate Webseiten. In diesem Beitrag konzentriere ich mich allerdings auf 5 Geschäftsmodelle die auf Amazon, Elektronikpartnerprogrammen, Tarifvergleichen, Gutscheinen und virtuellen Produkten basieren.

Produkte über Amazon

excitingcommerce.de bietet u. a. relevante Buchempfehlungen

Das Amazon Partnerprogramm ist nicht gerade für seine üppigen Provisionen bekannt. Die Vergütung startet bei 5% und man muss schon einiges an Volumen haben, damit es sich steigert. Die Cookie Lifetime ist mit 24 Stunden sehr kurz und zusätzlich sind die Provisionen bei 10 € je Artikel gedeckelt. Das Programm und seine Struktur lohnt sich eigentlich nur, wenn man ganz spezifisch auf die Besonderheiten eingeht. Man braucht eine ziemliche Menge an Traffic, muss eher günstige Artikel bewerben und auch stark auf Mitnahmeeffekte hoffen, da viele Nutzer schon Amazonkonten haben und sich auch gerne noch etwas mehr in den Warenkorb legen. Aus meiner Sicht macht das E-Commerce Blog excitingcommerce.de dies sehr geschickt, indem in aller Regelmäßigkeit relevante Buchempfehlungen ausgesprochen werden und die eigenen Verkaufsstatistiken zu Top Ten Listen zusammengefasst werden. Ich habe über die Empfehlungen schon häufiger ein Buch gekauft und dann auch oft noch Dübel oder Rasierschaum und ähnliches gleich mitbestellt.

Elektronik und Technikprodukte

Bekannt und trafficstark: mobiflip.de

Elektronikhändler und ihre Partnerprogramme haben extrem dünne Margen, was sich natürlich auch in den Provisionen für Affiliates niederschlägt. 2% Provision ist bei Redcoon im Programm zum Beispiel Standard und auf Sales im Bereich Computer gibt es sogar nur 1,5%. Sicherlich ist der Preiswettbewerb dort extrem und viele Kunden kennen und nutzen auch Preisvergleicher. Der gemeine Affiliate muss daher schon einiges an Sales generieren, damit er die Miete bezahlen kann. In diesem Bereich tummeln sich vor allem die Techblogger, die daher auch täglich oder sogar mehrmals täglich bloggen und damit für besonders viel Traffic sorgen. Mehr als über die eigentliche Hardware (Smartphones, Laptops etc.) wird hier übrigens über das Zubehör wie iPad Taschen oder Schutzhüllen umgesetzt. Dort sind auch die Händlermargen wieder entspannter. Ein sehr bekanntes und trafficstarkes Blog mit diesem Geschäftsmodell ist Mobiflip.de, das von René Hesse betrieben wird.

Tarife vergleichen

Tarifvergleicher: Verivox

Tarifvergleicher schöpfen mit langlaufenden Verträgen hohe Provisionen ab. Ganz anders als bei den Smartphones wird mit den zugehörigen Laufzeitverträgen richtig Geld verdient, so dass auch die Affiliates in diesem Bereich sehr gut verdienen können. Beispiel gefällig? Wer seinem Nutzer die LTE 50000 Doppelflat von Vodafone verkauft, der kassiert hierfür 112 Euro Standardprovision, während der Kollege Techblogger für die Vermittlung eines nagelneuen Samsung Galaxy S 3 bei Redcoon nur knapp 5 Euro einstreicht. Selbstverständlich ist der Wettbewerb unter den Tarifvergleichern dann auch gleich umso intensiver, egal ob es um Mobilfunk, Ökostrom oder Kredite geht. Neben sehr übersichtlichen und hilfreichen Vergleichstabellen wird der Wettbewerb insbesondere über den SEO Bereich ausgetragen. Es gibt viele Einzelkämpfer, die mit Vergleichswebseiten gute Gewinne erzielen, aber auch eine Reihe größerer Unternehmen, die dann auch gleich wieder eigene Affiliateprogramme anbieten. Ein erfolgreiches Beispiel aus der Welt der Tarifvergleicher ist Verivox, bei denen ich selbst auch schon einen neuen Stromanbieter gefunden habe (wenn auch mit Teldafax nicht die glücklichste Wahl…).

Gutscheine

Gutscheine gibt es bei Rabattzauber.de

Gutscheine in Partnerprogrammen erfreuen sich noch immer größter Beliebtheit. Da die Händler sowohl die Affiliate Provision als auch den Rabatt des Endkunden finanzieren müssen, fällt die Provision deutlich schmaler aus. Viele Händler nehmen auch die reguläre Provision und verteilen sie auch Kunden und Affiliates. Die Gutschein- und Cashback-Affiliates setzen hier auf ihre zusätzlichen Vertriebshebel und versuchen, ihre Nutzer über Rabatte zum Kauf zu bringen. Es bleiben beim Gutscheinpublisher typischerweise etwa 4%. Je Transaktion kommt man so auf etwa 3 Euro, da auch die Warenkörbe bei den Sparfüchsen meist deutlich niedriger als normalerweise sind. Erfolgreich ist man dann, wenn man eine stark auf Conversions getrimmte Seite hat und diese entsprechend für Suchmaschinen optimiert. Ein Beispiel für eine Gutscheinaffiliateseite betreibe ich mit Rabattzauber.de übrigens selbst.

Virtuelle Produkte

Vertrauen aufbauen: The Sugarrae Blog

Virtuelle Produkte sind (zumindest prozentual) die Könige der Provisionsstruktur. Da hier die Grenzkosten in der Regel gegen Null gehen, können es sich Anbieter erlauben, nahezu 100% des Umsatzes an Affiliates auszuzahlen. Bei Clickbank sieht man das sogar häufiger. Das funktioniert, weil man sich somit einen langfristigen Kunden sichert (da er zumindest seine Emailaddresse meist sogar noch deutlich mehr Informationen abgibt und er damit ein wertvoller Lead für die Zukunft ist). Aber auch bei Softwaredownloads, WordPress Themes oder Videokursen lässt sich einiges an Provision verdienen. Im deutschsprachigen Bereich macht besonders Eisy einen sehr guten Job mit seinen SEO Tool Berichten und Vergleichen. International gefällt mir besonders der Affiliate Blog von Rae Hoffman, die es sehr versteht, Vertrauen aufzubauen und dann nur Produkte bewirbt, die sie auch selbst benutzt.

Fazit

Es gibt sicherlich, gerade im englischsprachigen Raum, auch viele Affiliates, die auch auf bezahlte Kanäle wie AdWords, Facebook Ads oder die hauseigene Plattform von Plentyoffish setzen. Diese Modelle habe ich bewusst rausgelassen, da es hier weniger Projekte zu analysieren gibt, da die Landingpages häufig wechseln.

Wie seht ihr das Thema? Kennt ihr noch mehr Geschäftsmodelle, die durch die Struktur der Provisionen getrieben sind?

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