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Trend Musikabo – Chance für Affiliates?

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Dank neuer Smartphones und besserer Netzstandards wie LTE, haben Musik-Streaming, digitales Radio und kostenpflichtige Download-Services in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen. Einer der größten Anbieter in diesem Bereich, Spotify, konnte alleine im Dezember letzten Jahres über eine Million neue Subscriber gewinnen, was das in Stockholm ansässige Unternehmen auf Platz 1 bzw. 2 (hinter Muve, je nach Quelle) im internationalen Markt katapultierte.

Bereits im September letzten Jahres berichtete das Wall Steet Journal, dass Apple sich anscheinend ebenfalls zum Ziel gesetzt hat, einen eigenen Musik-Streaming-Service, ähnlich dem von Pandora, ins Leben zu rufen.

Vor zwei Wochen machte dann auch Google eine Ankündigung, sich ebenfalls mit Google Play und Youtube zu einem subscription-based Modell hinzubewegen, wie Jessi Hempel vom Fortune Magazine auf CNN.com berichtete.

Um die Runde komplett zu machen, hat nun anscheinend auch der Versandhandel Amazon ein Auge auf das Geschäftsmodell „Musikabo“ geworfen, wie man diesem Artikel von The Verge entnehmen kann. Wie ungenannte Quellen berichten, scheinen erste Verhandlungen zwischen Amazon und diversen Musiklabels bereits in vollem Gange, wozu sich das Unternehmen selbst jedoch nicht äußern wollte.

Auf dem Weg in die schwarzen Zahlen

Wenn man bedenkt, dass Steve Jobs (R.I.P) bereits 2007 erkannt hat, dass „The subscription model has failed so far“, stellt sich die Frage, warum jetzt, 6 Jahre später, alle großen Labels und Musikportale plötzlich der Meinung sind, dass sich daran etwas geändert hätte.

So sind alleine im letzten Jahr über 600 Millionen US-Dollar in Startups zum Thema Musik geflossen, darunter alleine $415 Millionen an die vier größten Teilnehmer (oder solche die es werden wollen). Unter anderem wurde Spotify mit $100 Millionen von diversen Investoren unterstützt, was den Service wohl endgültig fest in den Top 3 verankern dürfte, selbst wenn die Profitabilität bisher ausbleibt.

Die Wahrheit sieht momentan nämlich noch so aus, dass kein einziger der existierenden Anbieter wirklich profitabel operiert, geschweige denn die gestellten Erwartungen erfüllt.

Doch was sind die Gründe dafür? Die Antwort lautet immer gleich: Geld. Schlicht und ergreifend Geld. Die Plattenfirmen, noch verwöhnt durch jahrzehntelanges Scheffeln des selbigen, sind mMn immer noch nicht in der digitalen Realität des Jahres 2013 angekommen und halten weiterhin an Preismodellen für die Musikrechte fest, die nahezu jeglichen Streaming-Service im Keim ersticken. So zahlte Pandora Radio alleine im letzten Quartal fast $77 Millionen nur für die Akquise von neuem Content – mehr als 60 Prozent der Einnahmen. Bei Marktführer Spotify sieht es sogar noch schlimmer aus: hier wandern über 70 Prozent zurück an die Plattenfirmen.

Wenn man bedenkt, dass die Preise für TV- und Radiolizenzen hingegen deutlich niedriger liegen, ergibt sich ein seltsames Bild, das nur wenige Schlüsse zulässt. Einer wäre, dass die Online-Marketingabteilungen diverser Labels nicht in der Lage sind, ihren Job zu machen, ein anderer wäre, dass hinter den Kulissen große Summen Bargeld den Besitzer wechseln, da sich die „alte Garde“ von TV und Rundfunk nach wie vor gegen die Konkurrenz aus dem Netz zu wehren versucht – allerdings vergeblich.

Wie immer man auch die Situation liest, es scheint festzustehen, dass zahlreiche User durchaus bereit wären, für ihre Musik zu zahlen, solange sich der Preis im Rahmen hält, wie Millionen-Investionen und siebenstellige Userzahlen bei verschiedenen Seiten zeigen.

Wo kommen Affiliates ins Spiel?

Eine offensichtlich berichtigte Frage, betrachtet man das Thema dieses Blogs. Der sich abzeichnende Konkurrenzkampf im Bereich Musik-Streaming wird, früher oder später, zu einer von zwei Situationen führen:

  1. die drei „Großen“, Google, Amazon und Apple werden den Markt unter sich aufteilen, da sie es sich erlauben können, Musik auch mit Verlust anzubieten, um darüber dann Hardware und andere verwandte Produkte zu verkaufen. Ein paar andere werden überleben und evtl. sogar profitabel werden (Spotify, Soundcloud etc.) und der Rest wird, wie viele andere vorher, von der Bildfläche verschwinden.
  2. Die Labels kommen den Anbietern bei den Lizenzpreisen deutlich entgegen und erlauben es somit auch kleinen Anbietern, sich zu positionieren.

Wie auch immer sich die Lage entwickelt, man kann kurzfristig wohl mit erhöhten Marketingausgaben im Bereich Musik-Streaming rechnen, was mittelfristig auch bei Affiliate-Programmen seine Spuren hinterlassen dürfte. Entweder werden die Marktführer ihre Konditionen für entsprechende Partnerprogramme verbessern müssen, im sich gegen die Konkurrenz der anderen Major Player zu behaupten, oder es werden zahlreiche neue Namen auf dem Markt auftauchen, die anfangs ihren Fokus auf Brand-Building legen werden, wobei Affiliates eine große Rolle spielen könnten.

Dazu kommt die Tatsache, dass viele der Streaming-Services sich vor allem auch auf den mobilen Markt konzentrieren, was bei den Wachstumszahlen in diesem Segment für viele profitable Gelegenheiten sorgen sollte.

Es lohnt sich auf jeden Fall, in nächster Zeit ein Auge auf Google, Amazon und Co. zu haben, um im Zweifelsfall rechtzeitig reagieren – und vor allem profitieren – zu können.

Den Einstieg finden

Solange die oben genannten Unternehmen jedoch selbst noch in der Planung stecken, könnten Sie als Affiliate ja schon einmal beginnen, sich mit dem digitalen Musik-Business vertraut zu machen (falls Sie das noch nicht getan haben). Schon jetzt bietet unsere Partnerprogramm-Datenbank zahlreiche Angebote aus dem Bereich kostenpflichtige Downloads und Abos an. Bei Apple brauchen Sie zum Beispiel nicht auf deren Streaming-Service zu warten, um schon jetzt mit Musik bares Geld zu verdienen – bewerben Sie einfach den Marktführer iTunes (4,00 % pro Sale) und bauen Sie sich Ihr erstes Musik-Portal auf.

Auch Musicload.de (10,00 – 12,00 % pro Sale) dürfte den meisten ein Begriff sein – kein Wunder, schießlich existiert das Partnerprogramm bereits seit 2008 und hat hier auf 100pp schon so manchen Publisher gefunden.

Ein völlig anderes und gleichzeitig sehr innovatives Geschäftsmodell bietet zeezee.de (bis zu 0,20 EUR pro Lead, 15,00 % pro Sale), bei dem User eine „echte“ Musik-Flatrate buchen können – ohne DRM, ohne Umwandeln und ohne weitere Beschränkungen. Darüber hinaus bietet das Programm sehr attraktive Konditionen für Publisher.

Ähnlich innovativ und mindestens genauso interessant ist das Partnerprogramm von Snapthemusic.com(5,03 – 12,58 EUR pro Sale), welches seit letztem Jahr bei uns vertreten ist, und Publishern erlaubt, eine preiswerte, schnelle und vor allem legale Möglichkeit, Musik herunterzuladen, zu bewerben.

Schauen Sie doch einfach einmal in der Rubrik „Partnerprogramme zum Thema Musik und Download“ vorbei und lassen Sie sich inspirieren.

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6 Comments  comments 

6 Antworten

  1. avatar steffen

    Sehr schlechter Artikel…. Napster wird mit keinem Wort erwählt, als Pionier und schon jahrelang selbst auf dem deutschen Markt, sowie seit Jahren schon mit einem Affiliateprogramm.

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  2. Hallo Steffen,

    findest du den Artikel nur deswegen „sehr schlecht“, weil das Partnerprogramm deines Arbeitgebers nicht erwähnt wurde?

    Gruß
    Karsten

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  3. avatar steffen

    Hi Karsten. Es geht hier nicht um meinen Arbeitgeber, aber es geht auch darum, wie Affiliates praktisch von dem neuen Boom der Musikabos profitieren können – und nur iTunes und Musicload (also a la card downloads) werden genannt, obwohl es eher um den neuen Markt Musikstreaming geht.

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  4. avatar Michael

    Naja zum einen liegt es in der Freiheit des Redakteurs zu nennen wen er will und wenn ich daran denke wie „toll“ Napster früher war würde ich es auch keinem empfehlen

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  5. avatar Martin

    Tja, Michael hat eigentlich schon alles gesagt. Ich bin und war nie ein Fan von Napster und dass ich bei so einem Artikel natürlich die Programme erwähne, die relativ hoch im 100pp-Ranking stehen, ist wohl nur verständlich. Ich kann da jetzt nichts verwerfliches dran erkennen.

    Auf die Aussage, dass der Artikel aufgrund einer Kleinigkeit „sehr schlecht“ ist, gehe ich nicht weiter ein, typisch Internet, ich bin das gewöhnt.

    Gruß,
    Martin

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  6. […] langen Namen verbirgt sich Googles Versuch, sich mit Spotify, Padora und iTunes anzulegen (wir berichteten). Wenn man bedenkt, dass Android-basierte Smartphones im letzten Jahr dem iPhone den Rang […]