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Was bedeutet das Aus des Google Networks für Publisher?

Wie hier vor wenigen Stunden bereits berichtet, hat Google gestern die Schließung seines Affiliate-Netzwerks bekannt gegeben.

Die Meldung, die gestern Abend im offiziellen Blog von Geschäftsführer J.J.Hirschle gepostet wurde, sorgte bei nicht gerade wenigen Branchenkennern für Überraschung, sowohl positiver, als auch negativer Natur.

Fakten, die bisher bekannt sind, sehen folgendermaßen aus:

  • Der Service wird im Laufe der nächsten Monate, vermutlich bis Juli, eingestellt werden.
  • AdSense und andere Programme sind davon nicht betroffen.
  • Google wird freiwerdende Ressourcen verstärkt in neue CPA-Modelle u.ä. leiten.

Doch was sind die Gründe für diesen Schritt? Wenn man sich den Blogbeitrag von Boss J.J.Hirschle durchliest, fällt einem schnell auf, dass dort gar kein Grund angegeben wird – die typische Pressemeldung eben. Forscht man dann etwas genauer nach, entdeckt man z.B. Bei Twitter Meinungen, dass Google sich angeblich am UK-Markt die Zähne ausgebissen hätte und das Projekt daher einstellt, andere wiederum halten die Entwicklung für einen logischen Schritt, da Google nun die nötigen Erfahrungen gesammelt habe, um diese in andere Geschäftsbereiche einfließen zu lassen. Dies würde bedeuten, dass Google nie wirklich vorhatte, sich langfristig als Affiliate-Netzwerk zu etablieren.

Spekulationen über Spekulationen

Natürlich sind meine und anderer Leute Gedanken hierzu nur pure Spekulation, nichtsdestotrotz hat so eine plötzliche Entscheidung (zumindest deren Bekanntgabe) häufig tieferliegende Gründe, die nicht unbedingt offensichtlich sein müssen.

Was steckt also wirklich hinter dieser überraschenden Ankündigung? Nur simple Schadensbegrenzung, oder doch ein wenig mehr? Ist es wieder nur eine Episode in Googles langer Geschichte der „Wilderei in vielen Märkten“, wie Karsten Windfelder schreibt, oder sehen wir hier den Beginn von etwas „Großem“?

Ich vermute, dass Google die freigewordenen Ressourcen statt in die Betreuung vieler kleiner Affiliates, lieber in das weitere Umgarnen großer Advertiser stecken wird, was ja durchaus mit den letzten Schritten (Panda-Update, Enhanced-Campaigns, vereinheitlichtes Youtube-Design etc.) in Einklang stehen würde.

Mögliche Gefahren für Affiliates

Ein sehr guter Kommentar zur Entwicklung war unter dem Artikel von A4U zum Thema zu finden, der sich mit folgendem Szenario beschäftigt: Solange Google noch selbst direkt im Affiliate-Business tätig war (ist), bildeten offensichtliche Affiliate-Seiten (wie z.B. 100pp.de) mit ebenso offensichtlichen Affiliate-Links einen mehr oder weniger wichtigen Teil von Googles Search-Mix. Fallen nun etwaige Gewinne aus dem direkten Affiliate-Geschäft weg, gibt es für Google keinen Grund mehr, diese nun offensichtlichen Konkurrenzangebote nicht mithilfe einiger Tweaks am Algorithmus (der Bambusfresser lässt grüßen) langsam (oder schnell) aus dem Index zu verdrängen.

Natürlich gibt es immer jemanden, der zuerst einmal den Teufel an die Wand malen muss, allerdings halte ich das oben beschriebene Szenario für alles andere als unrealistisch.

Auf jeden Fall eine interessante Entwicklung. Bei Linkshare und Commission Junction dürften gestern abend wohl die Korken geknallt haben…..

Wie denkst Du darüber? Was sind die WIRKLICHEN Gründe für diesen Schritt und wohin führt die Entscheidung?

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1 Comment  comments 

Ein Antwort

  1. avatar Martin

    Leben außerhalb von Google schon, mit SEM sieht es da leider anders aus ;)

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