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Google, Google everywhere.

Auch wenn die Jungs aus Mountain View eigentlich ständig für mehr oder minder spannende Neugkeiten sorgen, war es in den letzten Tagen wieder besonders schwer, sich den inflationär auftauchenden Kurzmeldungen der diversen Technikblogs zu erwehren. Von neuen, „bahnbrechenden“ Erkenntnissen zu SEO, über die Ankündigung von Pinguin 2.0 und Googles Musik-Abo bis zur Google I/O in San Francisco, es hat sich einiges getan in den letzten 72 Stunden. Ein Überblick in willkürlicher Reihenfolge:

Um das Ganze nicht ausarten zu lassen, werde ich hier nur die für Marketer interessanten Fakten „kurz“ zu beleuchten.

Matt Cutts: „What should we expect in the next few months in terms of SEO for Google?“

Der Sommer wird heiß für SEO

Das Wichtigste gleich zum Anfang: Antispam-Verantwortlicher bei Google, Matt Cutts, hat in seinem letzten Webmaster-Video in weniger als 8 Minuten mehr interessante Änderungen angekündigt, als Larry Page in über 3 Stunden auf der Google I/O gestern in San Francisco – zumindest aus SEO-Perspektive.

Zuerst einmal wäre da die Ankündigung von „Penguin 2.0“ wie Matt Cutts es kürzlich in einem Tweet nannte. Warum 2.0, wenn es doch schon die vierte Version des Updates ist? Weil Matt der Meinung ist, dass die kommenden Änderungen so tiefgreifend sein werden, dass man tatsächlich von einer neuen Generation sprechen kann. Wenn man sich an die Probleme beim letzten Panda-Update erinnert, kann man schon erahnen, welche Turbulenzen auf SEOs in den nächsten Monaten zukommen werden.

Neben den kommenden Algorithmusänderungen wird sich das Anti-Spam-Team in den nächsten Monaten verstärkt um „Spammy Queries“ kümmern. In der Praxis bedeutet das ein stärkeres Vorgehen gegen bestimmte Suchbegriffe bzw. Seiten zu diesen. Als Beispiele nannte Cutts Dinge wie pornografische Themen oder gewisse Finanzdienstleistugen, die häufig von fragwürdigen Seiten promotet/gespammed werden.

Auch interessant war die Ankündigung, deutlich stärker gegen Linkspam und -netzwerke vorgehen zu wollen. Zusammen mit einer verbesserten Link-Analyse sollten in den nächsten Wochen deutliche Veränderungen bei Seiten mit „unnatürlichen“ Links zu beobachten sein. Google hatte erst zu Beginn dieser Woche mehrere große Link-Netzwerke aus dem Index genommen.

Zu guter Letzt zwei Änderungen für Webmaster, denen guter Content am Herzen liegt und die diesen auch regelmäßig liefern. Erstens wird Google eine Art „Authority Boost“ einführen, wie er bereits bei Google News existiert. Dies bedeutet, dass „anerkannte Autoritäten“ auf einem gewissen Gebiet im Zweifelsfall manuell etwas höher geranked werden, als es nur durch den Algorithmus der Fall wäre. Dies ist eine hervorragende Ergänzung zu einer Änderung bei den SERPs, welche dafür sorgt, dass pro Seite nun deutlich weniger Ergebnisse von ein und der selben Domain angezeigt werden. So sollen die SERPs noch stärker diversifiziert werden und kleinere Seiten eine bessere Chance erhalten.

Erste Zahlen zu Google AdWords Enhanced Campaigns

Wie wir bereits an anderer Stelle berichteten, stellt Google momentan alle AdWords Kampagnen auf „Enhanced“ um. Bis zum 22. Juli haben Publisher noch die Möglichkeit, das alte System zu nutzen, danach werden alle „zwangsintegriert“. Google hat gestern die ersten Zahlen zur Akzeptanz und Performance des neuen Systems herausgegeben. Demnach sind mittlerweile fast 2 Millionen Kampagnen auf „Enhanced“ umgestiegen, wie SVP Sridhar Ramaswarny mitteilte. Besonders die großen „early Adopter“ in den USA, wie American Apparel oder Woodbridge Funding, haben in den letzten Wochen eine deutliche Verbesserung bei den CPCs und den Conversion Rates feststellen können.

Allerdings hat Google es immer noch nicht geschafft, spezielle Adjustments für Tablets zuzulassen, diese werden weiterhin mit Desktops zusammengefasst. Dass gewisse Kampagnen auf Tablets nicht konvertieren, auf Desktops hingegen schon (oder umgekehrt), scheint Google dabei egal zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob hier noch eine Änderung kommt – angekündigt ist definitiv keine.

Google feiert sich selbst

Abschließend noch ein kurzer Überblick der wichtigsten Ankündigungen von der Google I/O gestern in San Francisco:

Google Maps wurde komplett überarbeitet, hat ein neues Design und viele neue Funktionen erhalten. Darunter vor allem die völlig neuen Customizing-Optionen. Die Karte wird durch Benutzung mit der Zeit immer individueller, es werden alle Bereiche von Googles Social Media einge- und verbunden.

Google hat nach der Unterzeichnung der Verträge mit Sony und Universal nun die wichtigsten Labels mit an Bord und kündigte gestern den Launch von „Google Play Music All Access“ an. Hinter diesem furchtbar langen Namen verbirgt sich Googles Versuch, sich mit Spotify, Padora und iTunes anzulegen (wir berichteten). Wenn man bedenkt, dass Android-basierte Smartphones im letzten Jahr dem iPhone den Rang abgelaufen haben, besteht hier für Google eine hervorragende Möglichkeit, seinen Service direkt über das OS zu promoten bzw ihn direkt zu integrieren. Der Preis für das monatliche Abo wird $9.99 betragen.

Abschließend enthüllte Google noch die Zusammenlegung all seiner Social Media-Angebote, Chats und Chatapps zu „Google Hangouts“. Neben der längst überfälligen Vereinigung seiner zersplitterten Messaging-Landschaft, liefert Google auch eine wirkliche spannende Innovation: einen Gratis-Videochat mit bis zu 10 verschiedenen Leuten gleichzeitig – ein „Hangout“ eben.

 

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3 Comments  comments 

3 Antworten

  1. Tolle Zusammenfassung.
    Bin allerdings schon sehr erstaunt, dass Matt Cutts ein Firefox-Shirt trägt :-)

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  2. avatar Martin

    Hahaha, ja Hakan, das ist mir auch mit Abstand als allererstes aufgefallen :D

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  3. […] gab Cutts einen kurzen Hinweis auf ein paar Sätze, die er ab 2:30 in diesem Video, welches wir bereits früher gepostet hatten, von sich […]