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Interview: Affiliate-Netzwerk lead alliance

Seit 2008 ist das Affiliate-Netzwerk lead alliance aktiv. Da noch lange nicht alle dieses Netzwerk kennen, habe ich mit Bernd Aipperspach gesprochen, um ein paar Details zu erfahren.

Hallo Bernd, erkläre doch bitte das Konzept und die Hintergründe zu lead alliance.

Bernd Aipperspach führt seit 2008 das Affiliate-Netzwerk lead alliance

Bernd Aipperspach: Unsere Mission war und ist, eine effiziente Alternative zu Private Networks anzubieten. Paradoxerweise ist die Intention vieler PNs schlicht die Kostensenkung, um mehr Spielraum bei den Provisionen zu haben. Jeder Winzer weiß, dass man Kosten einsparen kann, indem man sich in Genossenschaften zusammen tut, also in skalierten Prozessen Effizienzvorteile nutzbar macht – Stichwort: Skaleneffekt. Private Networks machen eigentlich genau das Gegenteil. Sie sorgen für Redundanzen und damit für Ineffizienzen – gerade auch bei den Affiliates, die das betrifft. lead alliance bietet mit NETWORK, INSTANCE und FLEXIBLE drei Produkte, die hier jeden Anforderungen mit einem Maximum an Effizienz gerecht werden.

Wie funktioniert Affiliate-Networking dann bei Euch?

Bernd Aipperspach: Das hängt ein wenig vom Produkt ab, prinzipiell aber wie bei jedem anderen Affiliate-Netzwerk auch. Kernidee dabei ist aber, dass die ganzen Prozesse im Hintergrund wie Zahlungsabläufe, technische Infrastruktur und Serviceprozesse zentral und im Ganzen von uns gesteuert und betreut werden. Da heben wir den Schatz des Skaleneffekts, den wir in Form von Kostenvorteilen weitergeben. Und die Affiliates brauchen sich nicht mehr mit zig Systemen zu quälen. Darüber Hinaus schätzen unsere Kunden bei uns den direkten Kontakt und die ergebnisorientierte Arbeitsweise. Auch technische Lösungen entwickeln wir oft für unser Kunden – diese stehen im Regelfall aber in einem Bezug zu unseren Produkten.

Was kostet lead alliance denn? Wenn hier so auf Effizienzvorteile verwiesen wird, muss das ja signifikant sein.

„Ich bin der Überzeugung, dass viele Merchants bei der Etablierung eines Private Networks nicht richtig kalkuliert haben…“

Bernd Aipperspach: Das hängt auch wieder ein wenig vom Produkt und den genutzten Modulen ab, liegt aber so im Schnitt bei 15% auf die bestätigten Provisionen. Da unser Aufwand aber nicht linear mit dem Umsatz wächst, haben wir ein PerformanceDiscount-Modell eingeführt, das den Overhead in Umsatzstaffeln bis in den niederen einstelligen Bereich senken kann. Ich denke das darf als signifikant angesehen werden. Ich möchte an der Stelle aber auch noch anmerken, dass ich der Überzeugung bin, dass viele Merchants bei der Etablierung eines Private Networks nicht richtig kalkuliert haben. Mit dem System alleine ist es nämlich längst nicht getan. Eigentlich sind die ganzen Prozesse – vom Accounting bis zum Service – die Positionen, die die wirklichen Kosten erzeugen. Nach meiner Meinung werden diese nur selten richtig oder überhaupt berücksichtigt. Insofern glaube ich, dass so mancher Merchant bei solider Betrachtung mit einem PN am Ende sogar mehr als 30% Overhead bezahlt.

Warum liegen die klassischen Overheads dann immer noch bei 30%, wenn doch die Netzwerke demnach so hohe Skaleneffekte nutzen können?

Bernd Aipperspach: Wie die Kollegen von TradeDoubler zeigen, ist ja auch bei den großen Netzwerken da eine ordentliche Dynamik drin. Ich glaube das ging letztlich so lange gut, weil der Markt bisher eher oligopolistisch strukturiert war und die Preise einfach durchsetzbar waren. Das änderte sich aber in den vergangen Jahren – daher auch jetzt die Bewegung auf der Preisseite. Ich möchte an der Stelle aber auch unterstreichen, dass ich in den großen, öffentlichen Netzwerken eigentlich nicht unseren primären Wettbewerb sehe. Im Kern treten wir gegen Direktkooperationen an. Denn auch hier gilt aus meiner Sicht das Paradigma des Skaleneffekts.

Welche Kunden betreut lead alliance denn derzeit?

Bernd Aipperspach: Wir betreuen derzeit  etwas mehr als 100 Merchants aus Deutschland und einige auch aus anderen Ländern der EU. Da unsere Kunden auch bei uns „Private“ sein wollen, kann ich mich zu konkreten Kooperation an dieser Stelle nicht äußern. Nur soviel: wir betreuen eher große Marken und legen auch bei unseren Merchants viel Wert auf Qualität. Telekommunikation und Travel sind bei uns große Themen, Retail soll auch eines werden – grundsätzlich sind wir aber keinem Vertical verschlossen.

Wie siehst Du die Zukunft des Affiliate Marketings und was dürfen wir von lead alliance noch erwarten?

Bernd Aipperspach: Trotz einer gewissen negativen Stimmung in der Branche bin ich mir sehr sicher, dass das Affiliate Marketing einen festen Platz im Online Marketing-Mix innehat und auch zukünftig haben wird. Die Frage stellt sich wohl eher wie sich Affiliate Marketing zukünftig definiert. Affiliate Marketing ist schon lange nicht mehr nur Content-Publishing und CPO/CPL-Vergütung. Sicher ist das nach wie vor ein wichtiger Aspekt, aber lange nicht mehr der einzige. Relevanz, Effizienz und eine ganzheitliche Betrachtung aller Kanäle rücken verstärkt in den Fokus und da wird es auch von uns in absehbarer Zeit noch Neues geben. Nach unserem Launch von INSTANCE kümmern wir uns jetzt gerade aber auch um kleinere ToDos wie z.B. das kommende Firefox-Update.

Wer nähere Informationen zu lead alliance möchte, kann sich mit Bernd und seinen Kollegen über folgende Kontaktdaten in Verbindung setzen:

service.de@lead-alliance.net
Fon: +49 911 495 257 90
Fax: +49 911 495 257 99
http://www.lead-alliance.net

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