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Paid Content, gesponserte Beiträge und Advertorials – Wo hört Content auf und fängt Werbung an?

Vor kurzem war es mal wieder soweit: Matt Cutts, Chef von Googles Spam-Bekämpfungsteam, hat ein neues Webmaster-Video veröffentlicht, welches sich diesmal mit dem Thema „Advertorials“ beschäftigt. Das Video wirft die Frage auf, wo Content aufhört und Werbung anfängt, bzw auf welche Gefahren man als Content-Publisher achten muss.

Content is King – aber nur unbezahlter

Dass guter Unique Content mittlerweile den Kern vieler Onlinemarketing-Bemühungen darstellt, ist erfreulich und wünschenswert. Die Zeiten, in denen zahllose Webdirectories oder andere Spamseiten mit dupliziertem Content die SERPs füllten, sind zwar noch nicht ganz vorbei, diese Ära nähert sich aber langsam dem Ende.

In den letzten Jahren hat Google zahlreiche Anstrengungen unternommen, um Unique Content, besonders den für Besucher nützlichen, durch höhere Rankings in den Suchergebnissen zu belohnen. Dies hat natürlich dazu geführt, dass im Netz zahlreiche Möglichkeiten auftauchten, besagten Content anzubieten oder zu erwerben. Soweit, so gut. Ghostwriting ist nichts verwerfliches und viele Blogger haben nicht immer Zeit, jeden Artikel selbst zu verfassen.

Doch was wäre, wenn es den umgekehrten Weg ginge, wenn die angebliche Intention des Contents nicht gerade die ist, die der Leser/Zuschauer/Besucher vermutet? Hier wird die Sache schon etwas schwieriger.

Die Rede ist hier von „Native Advertising“, einer Methode, die in Print-Medien schon lange Tradition hat (auch wenn es nicht jeder zugeben wird). Es handelt sich dabei um eine Art „gesponserte Berichterstattung“ in Form von Artikeln, die eine Person oder ein Unternehmen zwar bewerben, dies aber nicht zwangsläufig kennzeichnen.

Genau gegen diese Art von Werbung geht Google nun verstärkt vor.

Nicht ganz ehrlich

Das eigentliche „Problem“ mit der oben beschriebenen Methode ist folgendes: dadurch, dass die Werbung nicht als selbige gekennzeichnet ist, ändert sich die Erwartungshaltung des Besuchers und eventuelle „Abwehrmechanismen“, die viele Internetnutzer im Laufe der Zeit gegen verschiedenste Formen von Werbung entwickelt haben, greifen nicht. Dadurch werden Schritte wie das Hinterlassen einer Email-Adresse oder dem Folgen eines Links viel einfacher getan, was sich im Endeffekt natürlich in einer höheren Conversion-Rate für den Publisher niederschlägt. Umfragen in den USA ergaben, dass bis zu 26% aller Nutzer eher positiv auf solche Werbung reagieren. Nur 5% aller Befragten waren sich überhaupt darüber im Klaren, dass solch ein Form des Advertising überhaupt existiert. Ob man Advertorials selbst nutzt oder nicht, man muss zugeben, dass diese Methode nicht ganz ehrlich ist und dem Besucher etwas vorgaukelt. Ob dieser Content dann letztendlich nützlich ist oder nicht, soll nicht Thema dieses Artikels sein.

Matt Cutts empfiehlt „nofollow“-Links

Was also tun, wenn man sich „schuldig“ gemacht hat und den ein oder anderen Artikel auf seinen Seiten beherbergt, der ohne eine Geldspritze des beschriebenen Unternehmens/Produkts nicht vorhanden wäre? Solange der Artikel keinen Keyword-Anchor mit paid Links enthält, erst einmal gar nichts.

Google sieht das Hauptproblem in einer Weitergabe des Pagerank, soll heißen, dass einige Webmaster durch Advertorials künstlich ihren Pagerank verbessern, indem sie „fremden“ Content auf ihrer Seite veröffentlichen und dort entsprechende Links platzieren. Man verlinkt sich einfach gegenseitig und der Rank steigt – eine bekannte Geschichte.

Matt Cutts empfiehlt Webmastern, die nicht auf gewissen Content verzichten wollen oder Links hauptsächlich als Quellenangabe nutzen, diese mit rel=“nofollow“ zu kennzeichnen, um Google klarzumachen, dass es sich nicht um Paid Content bzw Advertorials handelt.

Zusätzlich sollte jede Art von Content, für die in irgendeiner Form Geld geflossen ist, auch deutlich als Werbung gekennzeichnet werden. Ob dies jetzt oder in Zukunft überall der Fall sein wird, wage ich einmal zu bezweifeln, aber im Sinne des Verbraucherschutzes wäre es zu wünschen.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Nutzen Sie Advertorials und wenn ja, kennzeichnen Sie diese oder nicht?

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