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Content Marketing „below the fold“ – Die goldene Mitte

Selbst in Zeiten, als noch Printmedien die News beherrschten und das Internet ein feuchter Traum vieler Nerds war, wusste man, dass der saftigste Teil jeder Seite, und damit der werbewirksamste, der „above the fold“ ist, also auf dem oberen Teil einer geknickten Zeitungsseite. Das führt dazu, dass der wichtigste Content und die größten Anzeigen immer ganz nach oben gehören, richtig?

Nun, das stimmt so nicht ganz. Wie Chartbeat letzte Woche im Auftrag von Slate.com herausgefunden hat, müssen einige Marketer ihre Ansichten über Content und Ads „below the fold“ in Zukunft wohl ändern, oder zumindest genauer unter die Lupe nehmen und überdenken.

Chartbeat hat eine umfassende Heatmap-Analyse von Slate.com und ein paar anderen Seiten vorgenommen und dabei festgestellt, dass immerhin 86% aller User-Interaktion bei Slate.com im unteren Teil, also „below the fold“ stattfindet.

Allerdings zeigte die selbe Studie, dass nahezu die Hälfte aller User das Ende einer jeweiligen Seite niemals erreichen – was uns zurück zur Überschrift bringt.

Die goldene Mitte

Ob es dem ästhetischen Empfinden der Internetnutzer geschuldet, oder reiner Zufall ist, die Ergebnisse zeigen, dass sich die meiste Interaktion zwischen Nutzer und Seite – und damit zwischen Ad und Target – irgendwo in der Mitte der Seite stattfindet, nicht nur am Seitenanfang. Bei einem Test mit 10 Publishern über 24h ergab sich, dass sogar 65% aller Interaktion „below the fold“ stattfand. (bei Slate selbst 86%)

Webmaster sollten sich also Gedanken darüber machen, wie sie Ads und Content sinnvoller über eine Seite verteilen können, um damit die verschiedenen Zielgruppen besser anzusprechen.

Was wohin?

Abschließend noch eine Info aus der Studie, die ich persönlich sehr nützlich fand: viele Leute teilen Artikel auf Twitter oder Facebook, bevor sie sie selbst vollständig gelesen haben. Wenn Sie Ihren Content also möglichst weit verbreiten wollen, platzieren Sie entsprechende Social-Plugins gleich am Beginn einer jeden Seite.

Selber Gedankengang bei den Ads: „above the fold“ Ads für Leute, deren Aufmerksamkeitsspanne kürzer als ein simpler Blogeintrag ist – Spiele, Musik, sinnlose Gimmicks, Styling etc.

Die Ads „below the fold“ können sich dann eher an Entscheider oder Profis aus der jeweiligen Branche wenden: teure Software, Serviceangebote, Weiterbildung etc.

Mit einer guten Verteilung erreicht man nicht nur mehr User mit passenden Ads, durch das Ausbreiten von Ads über die gesamte Fläche einer Seite vermeidet man auch gleichzeitig, dass Suchmaschinen die eigene Seite als zu „spammy“ bewerten, weil der Besucher gleich zu Beginn von einer Werbeflut überrollt wird.

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