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Real-Time Advertising 2014 – Ein Rückblick

Hier gehts zur Infografik...

Hier gehts zur Infografik

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, hat eventuell vor gut einem Jahr meine Infografik zum Thema Real-Time-Bidding bzw. -Advertising gesehen. Darin waren ein paar Betrachtungen und Vorhersagen enthalten, die ich nun noch mal unter die Lupe nehmen möchte, um zu sehen, inwiefern sie in 2014 noch zutreffen. Passenderweise fand vor einem knappen Monat dann auch die d3con in Hamburg statt, wo das Thema ebenfall ganz oben auf der Tagesordnung stand. Bereits August letzten Jahres gab der BVDW einen RTA Kompass 2013/14 heraus, den ich in dem Zusammenhang auch einmal betrachten möchte.

„Die Zahlen trügen“

Letztes Jahr stellte sich die Situation so dar, dass zwar das prozentuale Wachstum auf dem RTA-Markt durchaus hohe zweistellige Zahlen zeigte, das absolute Volumen, besonders in Deutschland, noch deutlich niedriger war, als im Rest der Welt. Laut mso-digital hat sich daran auch nur wenig geändert, ist der Marktanteil laut einem Artikel vom Februar diesen Jahres doch immer noch bei den von mir angegebenen 8% von Ende 2012. Auch die Vorhersage aus dem Diagramm von Econsultancy, nach dem Deutschland mittlerweile bei gut 15% liegen sollte, ist nicht eingetroffen.

„Der Markt ist zersplittert“

Lässt sich mit einem Satz abhandeln: dieser Zustand wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern, die Sprachbarriere in Europa bleibt bestehen. C´est la vie.

„Es geht immer nur um das eine“

Der hier behandelte Punkt lässt sich momentan nicht so einfach einschätzen. Die Preisstrukturen sind hoher Fluktuation unterworfen, werden sich aber vermutlich in naher Zukunft stark nach unten orientieren. Besonders der Nebeneffekt, dass durch Überangebot von Inventar CPM gedrückt wird, lässt sich noch nicht klar erkennen, kann aber nicht ausgeschlossen werden.

„Technische Hürden“

An dieser Front hat sich einiges zum Positiven geändert. Wie in meiner Grafik vorhergesagt, sind innerhalb des letzten Jahres zahlreiche neue Anbieter und Technologien auf dem Markt erschienen, die es nun einem breiteren Publikum ermöglichen, RTA sinnvoll und vor allem bezahlbar zu nutzen. Die d3con war dann letzten Monat auch die perfekte Plattform, sich diesem Publikum zu präsentieren, wie Dr. Julia Schoessler von schoesslers GmbH und Tim Riegel von metapeople bei Onlinemarketing.de anschaulich erklären.

Big Data ist von allen Einzelfaktoren derjenige, der auch unabhängig von Advertising an Fahrt gewonnen hat und weiter gewinnen wird. Hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis entsprechende Angebote auch bei „kleinen“ Kunden angekommen sind, sowohl was das Speichern, als auch die Auswertung großer Datenmengen betrifft.

„Kekse und die EU“

Wieder ein Punkt, bei dem „man“ sich momentan nicht wirklich einig ist – immer noch. Fest steht, dass einige Leute der Meinung sind, dass Deutschland durch das TMG bereits die EU-Richtlinie umgesetzt hat, was allerdings von anderen in Frage gestellt wird. Prinzipiell hat sich im letzten Jahr also nicht wirklich etwas geändert – solange man Besucher auf Cookies hinweist, bewegt man sich in einem sicheren Rahmen.

„Europäische Befindlichkeiten“

Hier scheint sich zahlenmäßig betrachtet noch nicht viel getan zu haben – aber die Stimmung ist eine andere. RTA gehört in 2014 bereits bei vielen Advertisern zum Portfolio und wird dort in Zukunft wohl einen noch deutlich größeren Platz einnehmen.

Fazit

Die Vorhersage, dass wohl noch einige Monate vergehen werden, bevor man größere Veränderungen sieht, ist definitiv eingetroffen. Bei manchen Punkten ist die Branche schon weiter, bei anderen hat sich fast nicht geändert. Ich hatte mi einer rasanteren Entwicklung gerechnet, um ehrlich zu sein.

RTA Kompass des BVDW

Bereits August letzen Jahres gab der BVDW eine umfassende Broschüre für alle Marktteilnehmer heraus, in der nahezu alle Aspekte von RTA beleuchtet werden. Auf 77 Seiten (ohne Anhang) widmen sich zahlreiche namhafte Experten dem Thema von verschiedenen Gesichtspunkten. Besonders die detaillierten Erklärungen zu Demand- und Supply-Side-Plattformen sind lesenswert, ebenso wie die Erläuterungen zum Datenschutz. Wer die Broschüre noch nicht gelesen hat, sollte das spätestens jetzt tun. Und wer besonders viel Zeit hat, kann sich dann auch noch die weiterführenden Quellen zu Gemüte führen, um wirklich den Durchblick zu haben.

Hier kann man das PDF herunterladen.

Multiscreen und RTA

Noch ein, zwei Anmerkungen zu meinem letzten Artikel zum Thema Multiscreen. Unabhängig davon, ob man dem Hype folgt oder nicht, fest steht jedenfalls, dass es offensichtliche Synergien zwischen Multiscreen und RTA gibt, die von findigen Marketern gefunden und genutzt werden wollen. Wer dieses und letztes Jahr den Marketing-Kampf auf Twitter zum Superbowl verfolgt hat, weiss genau, wie wichtig schnelle Entscheidungen und die entsprechende Technik, diese auch umzusetzen, sind. RTA wird hier die Branche einen weiten Schritt nach vorne bringen.

RTA wird zweifelsohne in 2014 endgültig den Durchbruch schaffen. Ich denke nicht, dass ich nächstes Jahr um diese Zeit festellen werde, dass sich wieder nichts getan hat. Bis dahin!

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