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Meta-Netzwerke – automatisiertes Affiliate-Marketing für Publisher?

Die Ausgaben für Affiliate-Marketing sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Bei vielen Werbeverantwortlichen gehört der Kanal mittlerweile fest zum Marketing-Mix dazu, bei manchen ist er, neben Display, längst der größte Posten im Budget – es gibt also einiges zu holen.

Doch wie soll ein einzelner, kleiner Publisher die Sache am besten angehen? Wie verdient man eigentlich Geld mit einem einfachen Blog, einer kleinen Community oder auf Social Media, wenn man keinen großen Namen hat und nicht zigtausende von Suchmaschinen-Nutzern tagtäglich auf der Seite landen? Und wie soll man als Autor, Community Manager oder Social Media Marketer die ganzen nötigen Schritte zeitlich unter einen Hut bringen?

Content-Creation, Netzwerk-Bewerbung, Programmauswahl, einbinden und regelmäßiges wechseln der Werbemittel, Provisionsübersicht, Stornos bearbeiten – wer neben seinem eigentlichen Job gerne etwas Geld “nebenbei” verdienen will, steht vor einem ganzen Berg an Problemen, den zu besteigen sich finanziell evtl. nicht einmal lohnt.

Werbung Marketing

Es gibt viele Mittel und Wege, online Geld zu verdienen. Quelle: Rawpixel/ Fotolia.com

Keine Zeit für Marketing

Nicht jeder Webmaster oder Blogger ist ein geborener Marketer und längst nicht jeder will einer sein – die meisten unter ihnen würden jedoch gerne eine Gegenleistung für die zahllosen Stunden und zigtausenden von getippten Wörtern sehen, die bei den meisten nach wie vor von der persönlichen Freizeit abgehen. Kommen dazu noch laufende Kosten für Webspace oder ähnliches, kann man es niemandem nachsehen, hier ein wenig finanzielle Entschädigung zu erhalten.

Nun gibt es beim Affiliate-Marketing viele unterschiedliche Methoden, sein Ziel zu erreichen.

Die “übliche” Methode haben wir oben kurz angeschnitten – wie sieht es jedoch am anderen Ende des Spektrums aus? Gibt es Wege, sich hauptsächlich auf seine eigentliche Tätigkeit zu konzentrieren, und trotzdem ein wenig Geld nebenbei als Affiliate zu verdienen?

Ja, gibt es: Meta-Affiliates, in Deutschland auch häufig “Meta-Netzwerke” genannt. (wobei der Name etwas irreführend ist.)

Was ist ein Meta-Netzwerk?

Ein Meta-Netzwerk, oder besser Meta-Affiliate, erlaubt es Publishern, oder solchen, die es werden wollen, mit einem Mindestmaß an Aufwand, ihren Blog oder ihr Forum, genauer gesagt den Text (Content) in diesen, zu monetarisieren – ohne für jeden Beitrag extra irgendwelche Werbemittel oder Affiliate-Links einbauen zu müssen.

So funktioniert´s:

  • Das Meta-Netzwerk ist selbst als sog. “Super-Affiliate” bei vielen Hundert Partnerprogrammen angemeldet und hat Sonderkonditionen bei diesen Anbietern.
  • Anstatt nun neue Publisher anzuwerben und an die Partnerprogramme weiter zu vermitteln, werden die geworbenen Seitenbetreiber Sub-Affiliates des Meta-Netzwerks.
  • Die neuen Sub-Affiliates installieren einen individuellen Codeschnipsel bei sich auf der Seite, der hinterher die Zuordnung der User erlaubt. Viele CMS wie z.B. WordPress bieten längst entsprechende Plugins, um diesen Schritt deutlich zu vereinfachen.
  • Postet nun jemand auf der Seite einen Text, in welchem Links enthalten sind, überprüft das Meta-Netzwerk, ob das verlinkte Produkt/Unternehmen bei ihnen gelistet ist und wandelt den normalen Weblink on-the-fly, per Javascript, in einen Affiliate-Link um.
  • Für den User ändert sich oberflächlich rein gar nichts, er gelangt ganz normal zur verlinkten Seite und nur falls etwas gekauft/heruntergeladen/ausgefüllt wird, erhält der Seitenbetreiber eine Provision.

Vor- und Nachteile für Affiliates und Merchants

Bei dieser Form des Affiliate-Marketing gibt es natürlich viele unterschiedliche Sichtweisen in der Branche. Manche halten Meta-Netzwerke für extrem gut und nützlich, andere denken sie beschädigen das Geschäft und wieder andere setzen sich mit dem Thema fast gar nicht auseinander, wie eine kurze Suche bei Google schnell verdeutlicht. Doch was sind die tatsächlichen Vor- und Nachteile dieser Form der Monetarisierung? Und für wen lohnt sich das Konzept in der Praxis?

pro

Vorteile für Affiliates:

  • Einfache und einmalige Anmeldung, kein Sichten von individuellen Programmen nötig.
  • Gesamter Auswahl- und Anmeldevorgang bei Partnerprogrammen ist bereits geschehen bzw. geschieht im Hintergrund auf regelmäßiger Basis, wird von erfahrenen Profis gehandhabt.
  • Der zukünftige Affiliate braucht weder Marketing-, noch Technikkentnisse, abgesehen von der Handhabung seines Content Management Systems (WordPress, Joomla etc.)
  • Der Affiliate kann sich ganz auf seine eigentliche Tätigkeit konzentrieren, sei es Community Management, Content Creation oder Social Media Engagement.
  • Ein Großteil der aufwendigen Detailarbeit, wie das Einbinden von Werbemitteln oder das regelmäßige Überprüfen von Links entfällt nahezu vollständig.
  • Der gesamte Provisions- und Auszahlungsvorgang wird übernommen.
  • Da Verkäufe von allen Subaffiliates gebündelt werden, erhalten einzelne Partner häufig sogar bessere Konditionen (i.e. höhere Provisionen), als sie alleine erreichen könnten – selbst wenn die Zahl der Sales deutlich niedriger liegt, als sie sein müsste.
  • Die Links werden erst beim Klick bzw. Verlassen der Seite verändert/erzeugt, wodurch sie weder negativen Einfluss auf SEO haben, noch von AdBlockern als Werbung eingestuft und somit geblockt werden. (nicht immer, siehe unten.)

contra

Nachteile für Affiliates:

  • Die Netzwerke bieten diesen Service offensichtlich nicht kostenfrei an. Branchenüblich werden rund 20-30% der vom Merchant bezahlten “Ur-Provision” als Gebühr einbehalten. (siehe allerdings Konditionen oben)
  • Man hat als Affiliate, außer einer gewissen Vorauswahl, relativ wenig Einfluss auf den weiteren Vorgang, mangelnde Kontrolle wird häufig als Manko von diversen Profis genannt (siehe Kommentare bei entsprechenden Artikeln)
  • Manche AdBlocker erkennen die API der Netzwerke und blocken pauschal alle verdächtigen Links, wodurch nicht nur die Provisionen ausbleiben, sondern evtl. auch die eigentlichen Links verschwinden.
  • Da Merchants einen Großteil der Kontrolle abgeben, sind die Vorgaben häufig relativ streng, weshalb die Ablehnquote deutlich höher ist, als bei einer direkten Anmeldung (bis 90%).
  • Es mangelt ein wenig an Transparenz und individuelle Deals sind quasi nicht möglich.

So stellt sich die Situation, grob betrachtet, aus Sicht eines Webseitenbetreibers dar. Für Merchants sind folgende Punkte von Interesse:

pro

Vorteile für Merchants:

  • Keine Suche nach geeigneten Affiliates benötigt: Der Merchant macht zwar Vorgaben, welche Seiten generell ausgeschlossen werden, braucht allerdings nicht aktiv Affiliates anwerben oder sich um den Prozess kümmern.
  • Man erreicht als Merchant viele Seiten wie kleine Blogs oder Foren, und damit deren User, die sonst durch “normales” Affiliate Marketing verloren gehen.
  • Die teils sehr aufwendige Partnerverwaltung fällt weg, da man als Merchant nur einen einzigen Account beim Netzwerk hat, über den die Transaktionen laufen.

contra

Nachteile für Merchants:

  • Zwar müssen Affiliates nicht aktiv gesucht oder angeworben werden, allerdings geht so auch die Möglichkeit für individuelle Deals verloren.
  • Dadurch, dass kein direkter Kontakt zwischen Affiliates und Merchants mehr stattfindet, werden versteckte Potentiale nicht genutzt. Bei einer direkten Partnerschaft könnten viele Angebote deutlich optimiert werden.
  • Es findet ein relativer Kontrollverlust statt, der für viele Werbetreibende nicht oder nur schwer zu akzeptieren ist.
  • Durch den Mangel an Kontrolle in individuellen Fällen, müssen die Vorgaben häufig sehr breit und weitgefächert angelegt werden, wodurch viele Seiten, die eigentlich geeignet wären, ausscheiden. Wie oben erwähnt liegt die Ablehnquote für Webmaster, die sich mit ihrer Seite bewerben, häufig sehr hoch.

Letztendlich kommt es, wie bei vielen Entscheidungen, darauf an, wo die Opportunitätskosten liegen und wie hoch sie letztendlich sind. Als Einstieg ins Onlinemarketing eignen sich Meta-Netzwerke auf jeden Fall.

Beliebte Anbieter

Zum Abschluss stellen wir Euch noch ein paar der beliebtesten Anbieter vor, damit Ihr gleich loslegen könnt, sollte dieser Artikel Euer Interesse geweckt haben.

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Adgoal war 2008 der erste Anbieter eines Meta-Netzwerks auf dem deutschen Markt und gehört mittlerweile fest zur Marketing-Landschaft dazu. Die Zahlen sprechen für sich, aus den FAQ:

“Vielleicht ein paar Zahlen und Daten, die sehr gut zeigen, in welche Größenordnung adgoal sich im Bereich Affiliate-Marketing bewegt. Unser Service bündelt 45 Affiliate-Netzwerke und über 20.000 eindeutige Partnerprogramme weltweit. Wir erreichen monatlich circa 15 Millionen werberelevante Clicks und haben in 2014 einen vermittelten Werbeumsatz von rund 90 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 30 Millionen Euro. Das zeigt nicht nur, dass Online-Werbung und Affiliate-Marketing boomen, sondern auch, dass wir in der Lage sind, dieses Potential für unsere Kunden effektiv umzusetzen.“

Neben der großen Zahl an Programmen, bietet adgoal modernste Technik, die vor allem Publishern ihre Arbeit sehr erleichtert.

Hier geht es zur Anmeldung ->

links2revenue links2revenue_logo_gross

Das Team rund um Patrick Volkert und Johannes Hösz bringt jahrelange Erfahrung im Online-Marketing mit und ist vor allem auf technischer Seite immer ganz vorne mit dabei – was sich natürlich positiv für Publisher auswirkt:

“Sie profitieren von einer höheren Klickauswertung, da wir auch Klicks werten, die in einem neuen Fenster geöffnet werden. Darüber hinaus kann Ihr Werbesystem auch nicht mehr blockiert werden; und da die Linkumschreibung bei Ihnen am Server erfolgt, profitieren Sie außerdem von einer höheren Geschwindigkeit, genießen ein höheres Uservertrauen und sind nicht von einem anderen Server abhängig.

Zusätzlich bekommen Sie von uns 25% Extra-Bonus in den ersten 3 Monaten, wenn Sie nachweislich von einem anderen Anbieter zu uns wechseln.”

Wer sich selbst davon überzeugen will, kann sich hier anmelden ->

linkwash logo

Linkwash ist erst seit rund vier Jahren auf dem Markt, hat sich seit dem aber fest etabliert. Mit über 1.000 Programmen und einem Team aus erfahrenen Profis, ist man hier gut aufgehoben. Die Gebühr von 25% und Auszahlungsgrenze von 25€ sind auch sehr fair gehalten:

“linkwash verdient sein Geld ausschließlich über eine Provisionsbeteiligung: 25 Prozent der Umsätze, die dank der automatischen linkwash-Verlinkung zustande kommen, verbleiben bei linkwash. Der deutliche Großteil Ihrer so zusätzlich gewonnenen Umsätze landet also in Ihrem Portemonnaie und Sie sparen viel Zeit und Geld für das Setzen von Affiliate-Links ein. So können Sie als Kunde von linkwash nur gewinnen und haben keinerlei Verpflichtungen oder Verluste zu fürchten.”

Hier geht es zur Anmeldung ->

Yieldkit

yieldkit_logoIn 2011 gegründet, gehört Yieldkit mittlerweile längst zu den größten Anbietern am Markt. Mit 45.000 einzelnen Advertisern im Sortiment, findet hier jede noch so kleine Nischenseite passende Programme – bzw. lässt sie finden. Zwar sitzt man in Hamburg, allerdings sind 85% der Geschäfte international – was die englische Website ebenfalls deutlich macht. Wer mehr über die Firma, die Gründung und das Geschäftsmodell erfahren will, liest am besten unseren Praxis-Test.

Hier geht es zur Anmeldung ->

Fazit

Die Vorteile überwiegen in den meisten Fällen die Nachteile deutlich. Auch wenn bei individueller Betreuung, angepassten Werbemitteln und dediziertem Affiliate-Team natürlich mehr Luft nach oben ist, bieten Meta-Netzwerke, besonders für Anfänger und KMUs, den perfekten Einstieg ins Onlinemarketing – und das nahezu risikofrei. Testen!

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1 Comment  comments 

Ein Antwort

  1. Sehr geehrtes Team,

    Endlich mal eine verständliche und objektive Erklärung zum Thema Mega Netzwerke. Sehr übersichtlich und das wichtigste, Pro und Contra.

    Ich finde lohnt sich auch für Blogger die mehrere Blog haben, sich dabei aber nur um einen richtig kümmern können/wollen und die anderen eher nebenher betreiben.

    Grüsse aus Wien.

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