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Facebook Conference F8 2016 – Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

In der Tech-Branche gehört es zum guten Ton, seine Pläne auf eigenen Konferenzen und überdimensionierten Bühnen vorzustellen – eine Regel, die auch Facebook nicht zu brechen wagt.

Spaß beiseite: gestern/vorgestern Abend (CEST) fand die 2016er-Ausgabe der Facebook Conference “F8” statt und Mark Zuckerberg nutzte den Anlass, die wichtigsten Änderungen und technischen Neuheiten auf der Seite vorzustellen. Ein kurzer Überblick:

Die “Messenger-Plattform”

Die wohl größte News der Konferenz ist die neue Version des Messengers – der jetzt eine eigene “Plattform” ist – was auch immer das bedeuten mag. Auf jeden Fall können jetzt Publisher eigene Chat-Bots programmieren, die direkt, in Echtzeit, mit Usern interagieren, Fragen beantworten, Artikel- oder Videovorschläge liefern usw.

Chat-Bots an sich sind nun wirklich nichts neues – eine Plattform, mit über 900mio Usern, die einem erlaubt, diese Technik auch wirklich in der Praxis zu nutzen, allerdings schon. Wer das ganze einmal ausprobieren möchte, kann dies z.B. mit CNN tun. Einfach einen Begriff ins Fenster und der Messenger spuckt einem allerhand nützliche Posts, Links und Infos aus. Das sieht dann ungefähr so aus:

Der CNN Messenger-Bot im Test. | Quelle: messengerplatform.fb.com

Der CNN Messenger-Bot im Test. | Quelle: messengerplatform.fb.com

Wer selbst einen “aufwendigen” Bot programmieren möchte, findet unter Wit.ai alle nötigen Tools dazu.

Kampf gegen Urheberrechtsverletzung

Die nächste Meldung ist vor allem für Video-Publisher wichtig: Seit Jahren erheben viele Channel-Betreiber auf Youtube, Vimeo oder ähnlichen Portalen, dass deren Video-Content in erschreckender Regelmäßigkeit von Dritten auf Facebook nicht nur hochgeladen, sondern teilweise sogar monetarisiert werden bzw. wurden, ohne dass Facebook sonderlich aktiv dagegen vorgegangen wäre. Damit ist jetzt anscheinend Schluss:

Facebook bietet Publishern jetzt den “Rights Manager” – hier hochgeladene Videos werden als Referenzdatei verwendet und können so von Facebook genutzt werden, illegale Kopien zu finden. Gleichzeitig liefert der Manager wichtige Metrics für die eigentlichen Produzenten des Contents wie die Seiten, auf denen es hochgeladen wurde, die Views und auch den eventuellen Verdienst.

Mobile, CTA, Analytics

Ein paar kleinere Änderungen gab es im mobilen Bereich. Hier fand ein Redesign beim CTA statt, der jetzt prominenter platziert wurde und auch personalisiert werden kann. Zusammen mit den neuen Analyse-Möglichkeiten der “People Insights” lassen sich Kampagnen deutlich besser anpassen. Zusätzlich wurden “Instant Articles” jetzt für alle Publisher freigeschaltet. Diese ganzen neuen Tools lassen sich auch mit dem oben erwähnten Messenger verbinden.

Dev-Tools

Abgesehen von den neuen Features für Publisher, hat Facebook auch an Entwickler gedacht. Vor allem das neue Debugging Tool sollte sich als sehr nützlich erweisen. Generell hat man nun deutlich mehr Informationen und Einfluss darauf, wie eigene Inhalte per Markup auf Facebook angezeigt werden, falls die URL dort verlinkt wird. Eine detaillierte Anleitung gibt es hier.

Zukunftspläne

Fast noch interessanter, als die konkreten Neuheiten, waren auf der F8 Mark Zuckerbergs Pläne für die Zukunft von Facebook – und die des gesamten Internets.
Eine detaillierte Erklärung wäre etwas zu lang, allerdings gibt diese Grafik schon einen ganz guten Überblick. Kurz gesagt: Facebook will das gesamte Internet übernehmen. Übertreibung? Vielleicht. Aber seht selbst.

Die 10-Jahres Roadmap. | Quelle: newsroom.fb.com

Die 10-Jahres Roadmap. | Quelle: newsroom.fb.com

Neben den bereits existierenden Produkten, will Zuckerberg vor allem die Bereiche Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz vorantreiben.

Dass es damit durchaus ernst gemeint ist, zeigte sich gestern auf Tag 2 der Konferenz, als bekannt wurde, dass (ex-)Google Managerin Regina Dugal die Leitung eines neuen Forschungszentrums namens “Building 8” übernehmen wird. Hier soll vor allem die für die genannten Pläne benötigte Hardware entwickelt (und gebaut?) werden.

Internetworld hat übrigens einige Branchen-Experten zu ihren Gedanken über Facebooks Pläne befragt, sehr interessant zu lesen.

Fazit

Facebook will Google nicht nur Konkurrenz machen, sondern den Rang ablaufen. Die Expansion in Hardware und “offline”-Services sind eine klare Kampfansage an Alphabet und deren Projekte wie X oder Cardboard.

Inwiefern Publisher davon profitieren werden, wird sich noch zeigen müssen.

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