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App-Marketing und Cost-per-Install – Eine Marktübersicht

“Dafür gibt´s bestimmt ´ne App” – mit mittlerweile über 2.2 Millionen Apps zur Auswahl im Google Shop und Millionen weiterer bei Apple und Windows, ist dieser Satz heute wahrer, denn je. Was mit Terminplanern, Chat-Apps und Mobile-Games anfing, umfasst heute wirklich jeden Bereich des Alltags. Ob Beruf, Schule oder Hobby, wenn es etwas zu filmen, notieren oder zu berechnen gibt – das Smartphone ist bei den meisten Leuten immer dabei.

Smartphone User

Quelle: Maridav / Fotolia.com

 

Downloads, Installationen, Nutzung

Mit schnelleren Verbindungen und besseren Daten-Tarifen, sowie mehr Speicherplatz auf den Geräten, haben sich die Zahlen bei Downloads und Nutzung von Apps in den letzten Jahren vervielfacht. Hatte man früher vielleicht eine Photo-App und einen E-Mail-Client, nutzen heute bereits über ein Drittel aller Leute sechs bis zehn Apps regelmäßig.

Ein Überblick:

  • Für 2017 werden weltweit ca. 270 Milliarden App-Downloads erwartet
  • Letztes Jahr waren es in Deutschland 3,4 Milliarden Downloads
  • Ca. 90% aller heruntergeladenen Apps sind kostenfrei
  • Nur ca. 3,5% aller Apps bleiben länger als 30 Tage installiert

Wie man unschwer erkennen kann, ist das Wachstum gewaltig und der Markt hohen Fluktuationen unterworfen. Wenn nach nur einem Monat 97% aller Apps bereits wieder gelöscht werden, bedeutet das im Umkehrschluss natürlich, dass es ständig neue Vermarktungsmöglichkeiten gibt und der Markt nicht übersättigt ist – zumindest auf Userseite. Dass es bei der schieren Masse an Anbietern natürlich auch immer schwieriger wird, sich abzusetzen, sollte allerdings ebenso klar sein.

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Quelle: Statista.de

 

CPI Übersicht und Entwicklung

Wie so häufig dreht sich auch im App-Geschäft letztendlich alles um Zahlen: was kostet eine App-Installation? Natürlich ist hier die Bandbreite hier sehr hoch, werden bei vielen Free-2-Play Games nur Centbeträge gezahlt, können hochwertige Apps schon mehrere Dollar pro User kosten.

Zahlen vom März diesen Jahres sehen den Durchschnitts CPI weltweit für Android bei $53 Cent und für iOS sogar bei $1,24 Dollar, allerdings lohnt ein Blick auf die Preise der einzelnen Kategorien:

  • Android CPI in Europa (Google Play) liegt bei $0,99 Cent
  • Android CPI Europa im Amazon Shop liegt bei $0,41 Cent
  • iOS CPI in Europa liegt bei $1,40 Dollar
  • iOS CPI in den USA liegt bei $1,64 Dollar
  • Android CPI in Asien (Google Play) liegt bei $0,74 Cent

Nach einzelnen Ländern aufgeteilt, sehen die Top Ten der teuersten CPI für für Android folgendermaßen aus:

Quelle: Chartboost.com

Quelle: Chartboost.com

Wie man unschwer erkennen kann, haben es außer Luxemburg und Österreich keine EU-Länder in die Liste geschafft, auch auf den Plätzen dahinter sieht es eher mager aus. Woran liegt das? Warum sind, je nach Nische, die CPI im Rest der Welt bis zu viermal höher, als im Euro-Markt?

Einige der Leser werden sich vielleicht noch an meine Infografik zum Thema “Real Time Bidding” erinnern. Dort erwähnte ich, dass eine der Schwierigkeiten bei der Adoption von RTB die europäische Sprachbarriere ist.

Kurz gesagt: in der EU wird auf deutlich mehr verschiedene Begriffe in unterschiedlichen Sprachen geboten, als im Rest der Welt, wo Englisch bzw. Dollar den Ton angeben. Der vermeintliche Markt von 500+ Millionen Kunden in der EU ist deutlich stärker segmentiert, als z.B. Nordamerika.

Glücklicherweise gibt es hier in Deutschland dennoch positive Nachrichten: In den letzten beiden Jahren haben sich die CPI mehr als verdreifacht, womit der deutsche Markt deutlich vor dem Rest Europas liegt. Dies ist durchaus überraschend, da in anderen Mobilsegmenten der deutsche Markt deutlich stärker gesättigt ist, als z.B. in Südeuropa.

Bots und gefälschte Zahlen – Betrugsrisiken

Allen positiven Indikatoren zum Trotz, gibt es natürlich auch beim App-Marketing Risiken – besonders was Betrug und durch gefakte Clicks verfälschte Metrics angeht. Ausgaben und Planungen für Kampagnen auf Advertiser-Seite, sowie die Entscheidung, eine App überhaupt zu bewerben auf Seiten der Publisher, hängen vor allem von verlässlichen Zahlen zu Downloads, Installationen, Views und Kundenbindung ab.

Quelle: Applift.com

Quelle: Applift.com

Allerdings sieht sich mobiles Marketing, und App-Marketing im Besonderen, mit einer nicht zu unterschätzenden Betrugsproblematik konfrontiert. Konkret bedeutet das z.B.:

  • Über $100 Millionen Dollar gehen der Branche jedes Jahr durch gefakte Klicks verloren
  • Potentiell sind 34% des gesamten Mobile-Traffics betrugsgefährdet, bei immerhin 12% ist Betrug “hochwahrscheinlich”

Wie zu erwarten, lockt ein derartiges Potential auch viele zwielichtige Gestalten an. Als Advertiser/Publisher sollte man hier frühestmöglich gegensteuern und sich mit den aktuellen Anti-Fraud Angeboten auf dem Markt vertraut machen. Glücklicherweise sind die Zahlen hier trotz allem deutlich niedriger, als bei anderen Kanälen, wie man an dieser Grafik sehen kann.

Quelle: AppLift.com

Quelle: AppLift.com

 

Fazit

Also, lohnt sich der Einstieg ins App-Marketing? Kurz gesagt: Ja. Ausführlicher: Unabhängig von Nische und Themenbereich, sind die allgemeinen Indikatoren für ein erfolgreiches Business alle vorhanden: riesiges Kundenpotential, zahlreiche verschiedene Verticals, ständig neue Produkte und keine Lager- oder Versandkosten. Darüber hinaus sorgt die mittlerweile sehr starke Konkurrenz unter den einzelnen Anbietern für eine sehr angenehme Ausgangslage für eventuelle Werbepartner bzw. Affiliates.

Im zweiten Teil stellen wir Euch dann konkret einige Anbieter und Praxistipps vor.

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3 Comments  comments 

3 Antworten

  1. avatar Marcel

    Hallo, danke für den Artikel.
    Sind die App-Anbieter in typischen Affiliate-Netzwerken zu finden? Oder wie kann man an der Entwicklung partizipieren?

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  2. avatar Martin Bahls

    Ups, warum wurde der nicht freigeschaltet? Ja, die meisten Anbieter findet man in NW, aber die wohl beste Quelle ist http://www.mobyaffiliates.com wenn man eine übersicht braucht. gruß

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  3. avatar Marcel

    Hallo Martin, danke dir.

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