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TradeTracker stellt neues Conversion Tracking Tool vor

Die “Analyse der Customer Journey”, wie es so schön heisst, ist seit einigen Jahren einer der Kernpunkte jeder Diskussion zum Thema “Performance Marketing”.

Cookie-Tracking ist nach wie vor im Einsatz.

Cookie-Tracking ist nach wie vor im Einsatz.

Eine angemessene und vor allem “gerechte” Provisionsstruktur, die Beiträge (Klicks, Views, Gutscheine, Warenkörbe) aller Publisher zur letztendlich erfolgten Conversion berücksichtigt, ist das langfristige Ziel aller Beteiligten.

Jahrelang war, unabhängig von Branchen oder Produkten, das Modell “last Cookie wins” fast ausschließlich in Verwendung (heute ist es bei einem Großteil der Partnerprogramme nach wie vor der Fall). So konnte zwar zumindest ein Affiliate eindeutig ermittelt werden – nur leider gab es keine Garantie dafür, dass dieser auch tatsächlich für den Abschluss verantwortlich war. Cookie-Stuffing war die natürlich Reaktion darauf, ebenso wie die Versuche, dieses zu bekämpfen – mal mehr, mal weniger erfolgreich. Den Gutschein-Anbietern kam diese Art des Trackings meist zu gut, sucht man doch während des Bestellprozesses noch schnell nach einem Gutschein. Verlierer waren meist die “Content-Affiliates”.

Gerechte Verteilung

Das “last Cookie wins” Modell brachte allerdings nicht nur Spam und zwielichtige Methoden mit sich – auf der anderen Seite fühlten sich viele engagierte, potentiell erfolgreiche Publisher vor den Kopf gestoßen, so dass deren eventueller Beitrag zur Conversion am Ende wegfiel – weil sie ihre Projekte aufgaben.

Hatte man dieses Problem aufgrund ständigen Publisher-Nachschubs in den frühen “Gold Rush”-Tagen des Onlinemarketing bewusst ignoriert, haben Professionalisierung, Konsolidierung und, vor allem, Ernüchterung dazu geführt, dass sich die großen Netzwerke nun schon seit einiger Zeit intensiv mit der Materie (gefühlt eher unfreiwillig) auseinandersetzen.

Leseempfehlung zum Thema: http://blog.100partnerprogramme.de/2015/10/06/smarte-ergebnisse-im-onlinemarketing-tradedoubler-geht-mit-neuer-strategie-an-den-markt/

TradeTracker bietet detaillierte Analyse

Eines der neuesten Projekte im Bereich “Customer Journey” wurde letzte Woche beim Affiliate-Netzwerk Tradetracker vorgestellt. Das sogenannte “Conversion Path Tracking” soll dabei eine ganz neue Form der Analyse erlauben, bei der Advertiser jeden noch so kleinen Schritt der Reise beobachten und im Zweifel modifizieren können. So weit, so gut. Das gab es so oder so ähnlich auch schon bei anderen Anbietern. (siehe Tradedoubler zB)

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Kampagne, Touchpoints, Affiliates – alles auf einen Blick. | Quelle: TradeTracker.com

Jetzt kommt allerdings der entscheidende und spannende (ja, ich habe “spannend” verwendet) Aspekt des neu vorgestellten Tools: Nicht nur Advertiser haben Zugriff auf diese Daten, sondern auch die Affiliates. Nein,  nicht nur auf die eigenen, sondern auch auf die Daten der Mitbewerber.

Eine Hand wäscht die andere…

Um das ganze noch interessanter zu machen, gilt diese Option allerdings nur Publisher, die ihren Account auf “public” stellen, sprich: die Daten öffentlich zugängig machen. Ob es ein direktes Vorbild war, wissen wir nicht – aber ein ähnliches Modell war bei Chartboost.com bereits sehr erfolgreich.
Dort können App-Entwickler ihre Installations- und Retention-Zahlen mit dem Rest des Marktes vergleichen – allerdings nur, wie gesagt, wenn sie dafür allen anderen Nutzern der Seite ihre Daten zur Verfügung stellen.

Quelle: Chartboost.com

Quelle: Chartboost.com

Durch dieses System entsteht eine interessante Situation:

Marktführer, die gerne Konkurrenzanalyse über das Netzwerk betreiben wollen, müssen dieser indirekt ein paar ihrer Tricks verraten, oder sich mit ihren eigenen Daten zufrieden geben.

Newcomer können sich so, ohne großartig etwas preiszugeben, Best Practices von erfolgreichen Publishern abschauen und in der Conversion-Leiter weiter aufsteigen.

Das Netzwerk selbst erhält mehr Daten, optimierte Kampagnen und, mittelfristig, mehr lukrative Affiliates.

Eine Win-Win-Win-Situation, wenn man so will.

Fazit

Es ist offensichtlich noch zu früh, ein abschließendes Urteil zu dieser neuen Methode abzugeben, allerdings kann man bereits jetzt sagen: es lohnt sich, hier ein Auge offen zu halten.
Sollte sich das Modell fest etablieren, kann man eventuell in Zukunft auch bei affilinet, zanox oder belboon mit solchen Zahlen hantieren.

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