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Mit diesen Local SEO Maßnahmen verbesserst Du Deine Rankings

Seit dem Erscheinen des ursprünglichen Artikels Anfang des letzten Jahres hat sich bei Google einiges verändert. Besonders der Bereich “Local SEO” hat gleich eine ganze Reihe massiver Verschiebungen mitgemacht, weshalb einige der angesprochenen Punkte gar nicht bzw. nicht mehr vollständig korrekt sind. Diese Version berücksichtigt “Pigeon”, “Possum” und die letzten “Penguin” Updates, auch wenn letztere sich nicht explizit auf Local SEO auswirken.

 

Local SEO Basics

Um das ganze nicht zu theoretisch werden zu lassen, habe ich einfach mal drei verschiedene, imaginäre Firmen aus unterschiedlichsten Branchen erdacht und werde versuchen darzulegen, inwiefern diese ihre Sichtbarkeit erhöhen und damit mehr Traffic und Kunden generieren können. Diese imaginären Firmen befinden sich alle hier in NRW, mehr oder weniger nah an der niederländischen Grenze, sagen wir einfach Düsseldorf bzw. Kreis Mettmann. Zur Auswahl stehen:

 

  • Ein Aquarien-Fachgeschäft

  • Eine Firma für Landschaftsgestaltung und Gartenbau

  • Ein Wasser- und Gasinstallateur

 

Unternehmen Google Business

Bild 1: Hier kann man sein Unternehmen bei Google My Business eintragen.

 

Welche SEO-Schritte sollten diese Firmen unternehmen, um die Veränderungen bei Google zu nutzen? Welche Rankingfaktoren sind wirklich relevant und wie kann man diese (wenn überhaupt) beeinflussen?

 

Schritte der On-Site Optimierung

Der Bereich “On-Site” bzw “technisches SEO” sollte nach wie vor der erste Schritt bei der Optimierung bleiben. Alle weiteren Schritte bauen auf einer soliden Strukturierung auf. Header, Content-Formatierung, Schema-Vorlagen – wer den Google-Bots das Auslesen der Seite erleichtert, wird dafür häufig belohnt.

  • Schema.org Vorlagen nutzen, um die Darstellung von Adresse und anderen Daten komplett zu vereinheitlichen und dem Standard anzupassen, da diese so deutlich besser ausgelesen werden können. Besonders nützlich auch bei Bildern und Videos, da man so von Usern gefunden werden kann, die nach etwas ganz anderem gesucht haben.

    So bieten sich zum Beispiel für ein Aquariengeschäft hochwertige Bilder von Fischen und Pflanzen, mit kurzer, wissenschaftlicher Beschreibung, an, während man als Handwerker kurze Clips mit Praxistipps für DIY oder ähnlichem erstellen kann – Youtube hat schließlich den höchsten Traffic weltweit. Wenn man diese dann auch noch passend mit Markups (damit Browser weiß, worum es sich handelt) versieht, hat man schon die halbe Miete. Auch ein eigener Youtube-Channel kann nicht schaden, ist dieser doch direkt mit dem G+Account verbunden.

  • Adress-Tags anpassen: Hier fand die bisher erstaunlichste Neuerung statt, zumindest wenn man einer sehr aufwendigen Studie von Andrew Shotland in Zusammenarbeit mit Majestic glauben darf. Hatten SEOs (inkl. den Autoren der Studie) jahrelang empfohlen, Bundesland, Landkreis und Stadtnamen unbedingt zu integrieren, scheint dies nun nicht mehr der Realität zu entsprechen. Zumindest als relevanter Ranking-Faktor liegen Stadt und Bundesland auf der Google MyBusiness-Seite deutlich hinter anderen Punkten. Wie zum Beispiel “Keyword im Firmennamen” – sehr zum Unmut vieler SEOs, weil hier zum Keyword-Spam ermutigt wird.

  • Fotos/Videos von lokalen Ereignissen: Hier bieten sich natürlich für Gartenbau und Aquarienhandel zahlreiche Möglichkeiten – diverse Zoos, mit dem passenden „Aquazoo“ in Düsseldorf, die Landesgartenschau oder, direkt hinter der Grenze, die zahlreichen, niederländischen Blumen- und Pflanzengroßmärkte. Hier sollte man ohne Weiteres genug eigenes Bildmaterial sammeln können. Fachmessen für das Handwerk gibt es in NRW wie Sand am Meer, also haben auch Installateure hier genug zur Auswahl.

    Seit einiger Zeit wissen wir, dass Google nicht nur “duplicate Content” abwertet, sondern umgekehrt auch “eigene” Medien besser bewertet, als Stock-Fotos/Video. Dank verbesserter Bildsuche kann Google schnell feststellen, auf wie vielen Seiten ein lizenziertes Bild noch auftaucht und ggf. Abzüge verteilen.

  • Anpassen der NAP (name, adress, phone) in allen Branchenverzeichnissen, eventuell auf Fachseiten, Citations in Artikeln usw. – doppelte und falsche Einträge unbedingt löschen. Auf jeden Fall bei der IHK (NRW) nachsehen, dort kann man sich übrigens auch im Veranstaltungskalender informieren, wann Treffen stattfinden. UPDATE: Wie oben bereits erwähnt, scheint dieser Punkt deutlich an Relevanz verloren zu haben. Ich würde dennoch nicht so weit gehen, ihn komplett zu vernachlässigen. Im schlimmsten Fall wird es nicht gewertet, im besten Fall hilft es. Abwarten.

    Da allerdings Citations nach wie vor hoch bewertet werden (angeblich), sollte man lieber auf Nummer Sicher gehen und seine Daten auch auf anderen Seiten korrekt halten.

  • Eigene Unterseiten für jede Franchise-Filiale: kommt in diesem Beispiel nicht unbedingt vor, erklärt sich aber von selbst. Besonders bei Franchise ist es wichtig, dass die Kunden „ihren“ Subway, McDonald´s oder was auch immer finden, und nicht den am anderen Ende der Stadt – hat man dazu noch passende Fotos und das Gefühl, dass jemand einen als Kunden auch individuell wahrnimmt, kann das nur gut für den Umsatz sein. Fotos vom Laden, auch von außen (Wiedererkennungswert), von den Mitarbeitern, evtl. ein kurzes Statement vom Inhaber machen die Seite persönlicher.

  • Google Map-Eintrag mit detaillierter Anfahrt, unbedingt Parkmöglichkeiten auskundschaften, „Geheimtipps“ machen sich immer gut in Zeiten, wo Politessen auch gerne mal um 4 Uhr morgens genötigt werden, auf die Jagd zu gehen. Besonders in Düsseldorf muss man hier ausführlich sein, weil man sonst nicht vor Ort gefunden wird – ich bin mir sicher, Ihr kennt andere Städte, wo dasselbe gilt: Wer von außerhalb kommt, ist teilweise hoffnungslos verloren und weiß ein wenig Hilfe durchaus zu schätzen.

    Erkundigt Euch nach Parkhäusern und erwähnt am besten, wenn es irgendwo preiswerter ist. Wer es sich leisten kann, übernimmt natürlich den Preis für ein Parkticket vom Kunden ab einem gewissen Warenkorb und erwähnt dies auch auf der Homepage: „Weil wir wissen, wie schlecht man in Düsseldorf einen Parkplatz kriegt (wir arbeiten schließlich hier) übernehmen wir ab einem Einkaufswert von XY € die Kosten für Ihr Parkticket in folgenden Parkhäusern…“ Parkhäuser wegen Partnerschaft ansprechen, evtl. sogar andere Geschäfte vor Ort – je nach Geschäft gibt es da ja verschiedene Möglichkeiten: Parkkosten, Gutscheine, die man im Partnergeschäft einlösen kann, etc.

 

Lokal relevante Linkprofile aufbauen

In der oben erwähnten Studie rangieren Links nach wie vor an Platz 1 aller getesteten Ranking-Einzelfaktoren. Hier ist also besondere Sorgfalt gefragt. Besonders auch deswegen, weil Inbound-Links anscheinend (neuerdings?) einen Einfluss nehmen können, wie Gary Illyes in einem Interview auch bestätigte. So muss man nun auch die Seiten im Auge behalten, welche auf die eigene verlinken. Unschön, weil es “negative SEO” Tür und Tor öffnet, wie zu Recht schon einige Experten bemerkt haben

  • Links zu und von (hoffentlich) lokalen Industrieverbänden, IHK, der Innung und anderen Verzeichnissen. Kann man wunderbar bei Impressum/Rechtliches unterbringen. „Mitglied der XY-Innung, anerkannter XY, geprüft durch XY“ und dann zu allen entsprechenden Seiten verlinken. Da nun auch die Herkunfts-Website eines Links Einfluss auf das Ranking haben kann, werden Links von Branchenverbänden und anderen, offensichtlichen Experten wertvoller, als sie es ohnehin sind.

    Seltsamerweise gab Google jedoch erst vor kurzem bekannt, dass es keinen “authority score” für Webseiten (mehr) gibt. Wie das zusammenpasst, muss man erst noch herausfinden.

  • Blogger und Regional- bzw. Lokalzeitungen um Links in passenden Artikeln bitten: Es gibt zahllose „Lokalreporter“, die ihre Freizeit damit verbringen, über Non-Events zu schreiben, aber dafür den Vorteil haben, regelmäßig etwas zu bringen, sei es im Käseblatt oder auf der eigenen Homepage. Diese haben häufig eine Schwäche für „regionale“ Anbieter, wodurch es leicht ist, hier mit einer freundlichen Anfrage Links zu kassieren. So kann man sich hier mit der Renovierung des Stadtparks oder einem neuen Aquarium für die Grundschule beliebt machen. Auch sollte man jedoch darauf achten, nicht alles mitzunehmen, was sich anbietet, siehe oben.

  • Pressemeldungen: Noch besser finden es diese Leute natürlich, wenn man sie als Teil der „Presse“ wahrnimmt und ihnen “höchstoffizielle” Pressemeldungen zukommen lässt. Manche von denen schreiben diese dann sogar noch um, so dass man keinen Duplicate-Content hat. In Düsseldorf einfach alles an den “Express” und die damit verbandelten Blätter, Westdeutsche Zeitung oder den Düsseldorfer Anzeiger, den Rest deckt man am besten mit der Rheinischen Post ab. Welche Blättchen jetzt jeweils bei Euch in diese Sparte fallen, wisst Ihr offensichtlich besser, als wir.

  • Qualität vor Quantität: Erklärt sich von selbst. Fachkompetenz wird in vielen Bereichen höher gewertet, als bloßer Traffic. Selbst wenn Facebook-Likes immer wieder als Rankingfaktor zitiert werden, gelten bei Fachkompetenz andere Regeln. Ein Link von der DATZ ist für einen Aquarienhändler mehr wert, als eine eigene FB-Fanpage, selbiges gilt zum Beispiel auch für Botanische Gärten oder andere Fachleute, welche eine Citation einbringen.

    Wie wir oben bereits erwähnt haben, gibt es laut Google keinen “authority score”, weshalb man sich des Wertes eines einzelnen Links rein aufgrund der Herkunft nicht mehr sicher sein kann.

  • Negatives SEO: Ist bei Local natürlich ebenso wichtig, wie global auch. Schlechte Links von Spam-Directories, ungewollte Links von Konkurrenten oder ungeprüften Bewertungsportalen löschen bzw. Löschung beantragen, sonst Google-Disavow-Tool nutzen und selbst ausmisten.

 

Reviews und Kommentare

  • „The bread and butter of Local SEO“ – seitdem Yelp! und andere Review-Portale deutlich an Visibility gewonnen haben (Panda 4 Update iirc), sind positive Bewertungen auf diesen Seiten einfach SEO-Gold. Bei manchen Leuten kommt es vor, dass diese sowohl mit ihrer eigenen Homepage, als auch mit ihrem Eintrag im Lokalverzeichnis auf Seite 1 ranken – zusätzlich kann man solche Seiten zur Interaktion nutzen und so evtl. negatives Feedback entschärfen. Nichts lieben Kunden mehr, als sich gehört und ernst genommen zu fühlen. Hier ruhig sehr ins Detail gehen, es lohnt sich.

  • Social Media Feedback ermöglichen: Twitter-Service-Accounts gehören mittlerweile bei vielen Firmen zum guten Ton, ebenso wie Facebook-Support und Live-Chats bei Google+. Sorgen Sie dafür, dass Sie erreich- und ansprechbar sind, schließlich geht es ja gerade darum, wieder ein wenig persönlicher zu werden, sich dem Kunden im wahrsten Sinne des Wortes zu nähern. Ist unabhängig vom Ort, daher keine Beispiele hier – Twitter-Accounts habt Ihr eh alle. Je nach Branche auch rund um die Uhr – Klempner-Notdienst macht sich immer gut in den SERPs oder auch im Twitter-Profil. So kann man übrigens auch schneller vom Smartphone aus gefunden werden, was bei Rohrbruch oder Stromausfall durchaus von Vorteil ist.

  • Zufriedene Kunden um Feedback auf entsprechenden Seiten bitten, aber NIEMALS Incentives dafür bieten. „Gekaufte“ Reviews sind die Bytes nicht wert, die sie belagern. Aquarien-Fachhandel erledigen viele Auftragsarbeiten, relativ leicht hier Kunden während der Arbeit darauf anzusprechen; Landschaftsbauer können von erfolgreicher Arbeit schicke Fotos machen und den Kunden fragen, ob man ihn auf der Homepage zitieren darf; als Wasserinstallateur jemanden, dem man beim Rohrbruch mitten in der Nacht geholfen hat, bitten, wenn er die Story irgendwo postet, den Namen richtig zu schreiben.

  • Wenn sich zahlreiche Kunden finden sollten, die Testimonials oder Reviews verfassen würden oder dies schon getan haben, nicht alle gleichzeitig oder in kurzer Zeit veröffentlichen, da so etwas schnell von Google als Spam aufgefasst wird. Kommt natürlich bei größeren Live-Events auch vor, hier ist dies allerdings kein Problem. Google sollte klar sein, dass hier ein Zusammenhang besteht – wissen tue ich das allerdings nicht mit Sicherheit. Möglichst auch Leute davon abhalten, direkt im Laden etwas zu posten, da Google Reviews von derselben IP, wie das bewertete Geschäft, als Spam ansieht (verständlicherweise).

 

Google Markenseite Webseite verknüpfen

Bild 2: Markenseite und Webseite miteinander verknüpfen

 

Google+ und MyBusiness

Die eigene, gut gepflegte und ständig aktualisierte Google+Seite ist wahrscheinlich der individuell stärkste Rankingfaktor im lokalen Pigeon-Algorithm, zumindest seit dem letzten Update in 2014” – was vor 2 Jahren noch eine logische Annahme war, hat sich mittlerweile als falsch herausgestellt. Wie oben bereits erwähnt, ist das Linkprofil (wieder) die Nummer 1 – allerdings ist “GMB” auch heute noch mindestens in den Top 3 der Rankingfaktoren anzusiedeln:

  • Firma bei MyBusiness eintragen, siehe Bild 1 oben.

  • Eigene Google+ Seite dringend verifizieren für das Icon und den Visibility-Boost, siehe Bild 2 “Markenseite und Webseite miteinander verknüpfen”.

  • Geschäftspartner und Kollegen in Circles aufnehmen, auch Leute aus anderen Branchen, was mich zurück zum Anfang und meiner Wahl der Firmen bringt: Jede größere Teichanlage mit entsprechendem Filter und großzügiger Wasserversorgung benötigt mindestens 2, meistens alle 3 der genannten Branchen, selbes gilt für große Aquarien oder Wintergärten. So kann man über Social Media leicht Kontakte aufbauen.

  • Google-Profil nutzen, um aktuelle News zu verbreiten und über Events zu berichten – ruhig auch etwas längere Beiträge, Google+ eignet sich besser für Rich Media als FB.

    Zusätzlich liefert so etwas immer guten unique Content. Eine Idee wäre zum Beispiel, nur ein kleines Snippet des jeweiligen Posts auf G+ zu teilen, und den Rest dann im eigenen Blog nachzuliefern. Zu Video und Bildern steht bereits oben etwas.
    Hier sind wir wieder bei den genannten Beispielen: Gartenschau, Handwerksmessen usw. Aber auch für andere Bereiche bieten sich zahlreiche Events an: Gamescom in Köln, die IFA in Berlin oder die ISM in Köln

 

 

Fazit

An den grundlegenden Prinzipien des SEO bei Google hat sich seit Anfang 2014 nicht viel geändert – allerdings ist die Gewichtung der einzelnen Faktoren mittlerweile eine völlig andere – was sich dann auch in den Kampagnen und bei der Budgetverteilung  wiederspiegeln sollte.

Man kann so ziemlich alle oben aufgeführten Maßnahmen durchführen, wenn man kaum Ahnung von SEO hat. Man holt sich schnell Hilfe für Schema.org und bei der Erstellung eines soliden G+ und Yelp-Profils et voila, fertig ist die Laube. Nunja, so leicht vielleicht nicht, wer aber alle aufgeführten Punkte beherzigt (Detailarbeit) und evtl. sogar noch soweit geht, pro Monat ein paar Euro in AdWords oder PLAs zu investieren, ist auf dem besten Wege, die Nachbarn über den Umweg des Netzes (wieder) in die Läden zu locken. Wenn man sich dann noch dazu durchringen kann, zum nächsten Branchenevent eine Kamera mitzunehmen und darüber evtl auch noch etwas zu posten, sollte dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen.

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1 Comment  comments 

Ein Antwort

  1. […] bekannt für super Beiträge zum Thema Affiliate. Nun hat er auch einen echt spannenden Artikel zum Thema Local SEO gemacht. Sehr interessant zu […]