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Frühes Weihnachtsgeschenk von Sistrix: Gratis Snippet-Tool

Wir haben dieses Jahr ja bereits häufiger über Snippets gesprochen. Diese Felder/Boxen/Carousels, welche bei Google einen prominenten, ersten Platz für gewisse Suchbegriffe belegen. Jetzt gibt es ein Tool, womit Webmaster ihrem Ziel, sich dort anzusiedeln, deutlich näher kommen können. 

Googles sogenannte “featured snippets” sind momentan wohl das heisseste SEO-Thema überhaupt – vor allem, weil diese sich indirekt auf alle anderen Teilbereiche auswirken.

Auf Desktop geht es “nur” um den obersten (genau genommen nicht mehr “ersten”) Platz, auf Mobile schon fast um die ganze, erste Seite und bei Voice Search haben Snippets, dank der veränderten Funktionsweise, eine Art Monopol auf Antworten. Für welchen Bereich man letztendlich optimiert – an den Snippets kommt kein SEO mehr vorbei.

Wie erwähnt, geht es dabei zu allererst um die Beantwortung konkreter Fragen: Jahreszahlen, Geburtstage, geographische Lage, Farben, Namen und so weiter. Bei Affiliates dürften diese Fragen etwas konkreter in Richtung einzelner Produkte oder Dienstleistungen gehen, am Grundprinzip ändert dies jedoch nichts. Doch wie gelangt man an die passenden Fragen – und, noch wichtiger: wie müssen die Antworten präsentiert werden, um als Snippet von Google Verwendung zu finden?

“Kostenloses Tool zur Snippet Optimierung”

Um der Lösung dieses Problems einen guten Schritt näher zu kommen, hat Sistrix der SEO-Gemeinde heute morgen ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk in Form einen neuen Tools gemacht. Ein Tool, mit welchem man Websites auf deren “Snippet-Tauglichkeit” hin überprüfen kann.

Dabei werden Webseiten in drei Bereiche unterteilt, die man dann detailliert betrachten kann:

  • Überschriften: Google kürzt zu lange Headlines selbständig und häufig so, dass Sinn/Lesbarkeit verloren gehen. Lieber von Anfang an die passende Länge vorgeben.
  • Beschreibungen: Vorhandenen Platz (zwei Zeilen) so gut und sinnvoll wie möglich ausnutzen – Snippets sind wertvoll und man kann sich Verschwendung nicht leisten.
  • Erweiterungen: Häufig präsentiert Google Snippets, die zahlreiche Erweiterungen aufweisen: Video, Sterne-Bewertung, Rezepte etc – Das Tool zeigt, wo hier Potential besteht.

Kurzer Praxistest mit Chefkoch.de

Wer beim Lesen von “kleines, kostenloses Tool” nun denkt, dass es sich hierbei um ein relativ sinnloses Gimmick handelt, wird schnell eines besseren belehrt: Das Snippet-Tool liefert präzise Antworten und auch konkrete Vorschläge, wie man die eigene Chance, ein Snippet zu erhalten, deutlich erhöhen kann bzw wie es in der Praxis aussehen könnte.

Für einen kurzen Test habe ich mir (willkürlich) Chefkoch.de ausgesucht, da hier (vermutlich) die meisten Punkte abgedeckt werden. Und siehe da:

Bis auf Videos, scheint Chefkoch.de alles mitzubringen, um Snippets zu erhalten. Quelle: Screenshot

Bis auf Videos, scheint Chefkoch.de alles mitzubringen, um Snippets zu erhalten. Quelle: Screenshot

 

Headlines

Da bei Chefkoch.de ein sehr großer Teil des Contents “user generated” ist, sind auch die Namen der einzelnen Rezept-Seiten nicht unbedingt nach SEO-Gesichtspunkten oder möglicher Snippet-Tauglichkeit gewählt. So sollte es nicht verwundern, dass ein großer Teil der Überschriften von Google gekürzt wird:

chefkochsnippetüberschriften

Fast die Hälfte aller Titel sind zu lang. Quelle: Screenshot

Der wichtigste Punkt hier ist, dass Google relativ unvorhersehbar und willkürlich kürzt – bei über 100.000 Seiten ist das viel “verlorene” Info.

Beschreibungen

Da der Platz sowohl für, als auch in den Snippets selbst stark begrenzt ist, können sich SEOs hier nicht erlauben, auch nur eine halbe Zeile zu verschwenden. Die Seitenbeschreibung ist für viele User ein ausschlaggebendes Merkmal, welches man nicht unterschätzen sollte.

Rund ein Viertel der Beschreibungen zu kurz. Eindeutig zu viel verschwendeter Platz. Quelle: Screenshot

Rund ein Viertel der Beschreibungen zu kurz. Eindeutig zu viel verschwendeter Platz. Quelle: Screenshot

Wer schon in den “Genuss” kommt, über 100.000 Seiten im Google-Index zu haben, sollte diese auch entsprechend nutzen.

Bewertungen

Ob Restaurant-Bedienung, Fashion-Sortiment oder allgemeinen Kundenservice – es gibt mittlerweile nichts, was der moderne Kunde nicht bewerten könnte – und das auch tut. Die Tatsache, dass hohe Bewertungen die Klickraten erhöhen (können), ist eine Erkenntnis, die man wohl nicht näher erklären muss.

Wie es ausgerechnet Babysocken in die Bewertung geschafft haben, ist uns noch nicht klar….Quelle: Screenshot

Wie es ausgerechnet Babysocken in die Bewertung geschafft haben, ist uns noch nicht klar….Quelle: Screenshot

Ein Beispiel hier aus meinem Wohnort zeigt gut, wie sehr Bewertungen helfen können – unter anderem wird dadurch das Snippet länger – und der Platz, den man auf Seite 1 belegt, größer.

Das Scarpati ist eine der bekanntesten Adressen im Tal. Quelle: Screenshot

Das Scarpati ist eine der bekanntesten Adressen im Tal. Quelle: Screenshot

Foren

Hier war ich doch ein wenig erstaunt, ausgerechnet bei Chefkoch derartig wenige Seiten mit einem direkten Forenlink zu finden. Anscheinend geht dort die Verlinkung vor allem in die andere Richtung, was durchaus Sinn ergeben würde.

Nur 4% - was bei Chefkoch allerdings schon stolze 4.000 Seiten sind. Quelle: Screenshot

Nur 4% – was bei Chefkoch allerdings schon stolze 4.000 Seiten sind. Quelle: Screenshot

Bei anderen Seiten, auch mit großer und aktiver Community, sieht es seltsamerweise nicht viel anders aus, siehe zB MOZ.com:

Auch hier finden sich nur wenige Forenlinks. Quelle Screenshot

Auch hier finden sich nur wenige Forenlinks. Quelle Screenshot

Wie gesagt, diese Zahlen gelten nur für Snippets – ich hätte sie trotzdem höher geschätzt.

Rezepte

Hier wird man wohl etwas mehr ins Detail gehen müssen, um herauszufinden, warum laut Sistrix ausgerechnet bei Chefkoch.de nur niedrige 8% aller URLs die Rezepte als strukturiertes HTML angeben. Entweder wird hier falsch gezählt, oder Chefkoch.de hat einfach überall die “structured data” vergessen. Unwahrscheinlich.

Nur 8% der Seiten sollen Rezepte-Snippets enthalten. Quelle: Screenshot

Nur 8% der Seiten sollen Rezepte-Snippets enthalten. Quelle: Screenshot

Dass dann ausgerechnet bei einer deutschen Suchanfrage zu “Plätzchenteig” ein Snippet erscheint, welches zwar das selbe Bild wie Chefkoch benutzt, seine Nährwertdaten allerdings vom U.S. Department of Agriculture bezieht, kann ich mir auf die Schnelle auch nicht erklären.

plätzchensnippet

“Quellen: USDA” sagt Google. Deutsche Daten gab es wohl nicht. Quelle. Screenshot

Videos

Oder, wie man heute sagt “Bewegtbild”, ist ein wichtiger Rankingfaktor, nicht erst, seit es Snippets gibt. Seit User allerdings manche Videos nun direkt in den SERPs anschauen können, hat sich der Einfluss von Videos in den Ergebnissen noch einmal verstärkt.

Kein einziges Video-Snippet in den SERPs. Quelle: Screenshot

Kein einziges Video-Snippet in den SERPs. Quelle: Screenshot

Sucht man dann kurz eigenhändig bei Chefkoch.de, stößt man nach ein paar Sekunden hierauf. Wie es davon kein einziges geschafft hat, als Snippet ausgewählt zu werden, muss man wohl näher untersuchen. Anscheinend fehlt auch hier die entsprechende Auszeichnung im Quelltext.

Videos zu allen erdenklichen Kochthemen - kein einziges als Snippet. Quelle: Screenshot

Videos zu allen erdenklichen Kochthemen – kein einziges als Snippet. Quelle: Screenshot

Listen

Da Rezepte einzeln geführt werden, darf man hier wohl nicht zuviel erwarten. Anscheinend liefern vor allem Queries zu Terminen, Messe-Events und ähnlichem regelmäßig Snippets mit Listen – nichts, was man bei Chefkoch.de unbedingt erwarten würde.

Listen zeigen Usern häufig auf den ersten Blick, ob sie richtig liegen. Quelle: Screenshot

Listen zeigen Usern häufig auf den ersten Blick, ob sie richtig liegen. Quelle: Screenshot

Mini Sitelinks

Eines der wenigen Snippets, welches mittlerweile schon auf recht vielen Seiten zu finden sind, sind die Mini Sitelinks – die kleine Seiten-Navi, welche direkt unter der eigentlichen URL im Suchergebnis angezeigt wird.

Immerhin 4% aller URLs - bei der Menge durchaus beachtlich. Quelle: Screenshot

Immerhin 4% aller URLs – bei der Menge durchaus beachtlich. Quelle: Screenshot

In der Praxis sieht es dann für Query “chefkoch.de” so aus:

Fast die komplette Seiten-Navi findet sich bereits in den Suchergebnissen und spart damit unnötige Klicks. Quelle: Screenshot

Fast die komplette Seiten-Navi findet sich bereits in den Suchergebnissen und spart damit unnötige Klicks. Quelle: Screenshot

Fazit

Das neue Tool von Sistrix ist wirklich das perfekte Weihnachtsgeschenk für SEOs und liefert echten Mehrwert. Zwar muss man einzelne Ergebnisse natürlich immer noch persönlich überprüfen – um sich einen Überblick zu verschaffen oder ein paar Ideen zu erhalten, ist das Tool aber perfekt.

Danke an die Macher und frohe Weihnachten!

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