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Webseite entrümpeln: Warum ein Frühjahrsputz Sinn macht

“Never fix a running system” – Als Webseitenbetreiber muss man, genau wie bei anderen Geschäften auch, darauf achten, nicht zu sehr in eine Routine zu verfallen. Zwar sollten die täglichen Abläufe offensichtlich automatisiert sein bzw. leicht von der Hand gehen – allerdings läuft man auch immer Gefahr, es sich allzu gemütlich zu machen und Gründe zu finden, nichts ändern zu müssen.

Quelle: Unsplash.com | Glenn Carstens-Peters

Quelle: Unsplash.com | Glenn Carstens-Peters

Checkliste

Je nach Nische oder Website-Konzept ist diese Checkliste offensichtlich länger/kürzer, aber die meisten Webmaster müssen sich mit folgenden Punkten regelmäßig auseinandersetzen (tl;dr):

  • Links überprüfen: Status-Codes, Umleitungen, fehlende Dateien 
  • Affiliates: Partnerprogramme auf Änderungen prüfen: Provision, Werbemittel, AGB
  • Website-Plugins und Widgets updaten oder auswechseln: Galerie, Formulare usw und bei CMS wie WordPress etc das Theme/Layout wechseln, um einen frischen Look reinzubringen
  • Datenbank auf Karteileichen überprüfen: Kundendaten abgleichen, Newsletter-Empfänger aussortieren etc.

Anstatt diese einzelnen Punkte immer stückchenweise abzuarbeiten, macht es durchaus Sinn, sich regelmäßig einen Tag (notfalls auch länger) Zeit zu nehmen, das zu erledigen, was sonst liegen bleibt. Schließlich lässt sich (noch) nicht alles automatisieren – auch wenn viele Marketer sich das durchaus wünschen würden.

Links

Man sollte nicht nur “tote” Links, also solche, deren Ziel nicht mehr vorhanden ist, entfernen, sondern auch die noch aktiven überprüfen:

  • Stimmen die Status-Codes für Umleitungen (301 vs 302)?
  • Sind die Permalinks noch relevant?
  • Sind 404 wirklich tot oder nur umgezogen?
  • Können verlinkte Dateien evtl. auch selbst gehostet werden?
  • Gibt es zu viele Umleitungen, welche die Ladezeit unnötig erhöhen?
  • Sind die URLs “bereinigt”? (Sonderzeichen, Umlaute) (Beispiel “Eisbär” Kühler in U.S.-Shops)

Wer danach noch Zeit und Lust hat, kann natürlich auch die Backlinks überprüfen und unerwünschte Seiten “disavowen”, wie man heute sagt.

Affiliate-Details

Wer als Affiliate bei mehreren Partnerprogrammen angemeldet ist, kommt offensichtlich nicht um eine regelmäßige Überprüfung der jeweiligen Konditionen umher – schließlich geht es um bares Geld. Natürlich werden Publisher von den Programmbetreibern rechtzeitig über eventuelle Änderungen informiert – allerdings gibt es Infos, die man sich immer noch selbst besorgen muss.

  • Auch wenn die Betreiber bzw Netzwerke regelmäßig über Provisions-Änderungen informieren, sollte man hier einen Blick riskieren – nicht unbedingt wegen bereits laufender Programme, sondern weil es in der gleichen Nische evtl bessere Angebote gibt. Je nach Anbieter bzw bei Inhouse-Programmen wartet man hier vergeblich auf die Info…selbst suchen ist angesagt.
  • Gibt es neue Werbemittel oder erlaubt der Betreiber sogar, eigene Banner etc zu erstellen? Nachfragen und im Zweifel selbst basteln, um sich von anderen Affiliates des gleichen Programms abzuheben.
  • Hat sich etwas an den AGB geändert? Auch hier sind Betreiber offensichtlich verpflichtet, Euch zu informieren – allerdings kann es hier auch zu Gesetzesänderungen kommen, die sich auf bereits laufende Programme auswirken (link zu EU-kram) – hier müsst Ihr am Ball bleiben.

CMS Updates

Die meisten Leute werden sich wohl auf die automatischen Updates der meiste Anbieter verlassen und nicht unbedingt selbst tätig werden – wenn man allerdings ein modulares CMS wie zB WordPress benutzt, sollte man sich durchaus selbst mit den verschiedenen Versionen der Plugins und Widgets und deren Kompatibilität auseinandersetzen:

  • Backend auf neue Versionen, besonders Beta, prüfen – diese können neue Funktionen beinhalten, werden aber für gewöhnlich nicht automatisch aktualisiert (nur Releases)
  • Plugins und Widgets: Je nach Seitenumfang, hat man hier schnell ein gutes Dutzend verschiedener Tools installiert, die nicht immer einwandfrei zusammen funktionieren. Hier muss regelmäßig aktualisiert bzw ausgetauscht werden.
  • Themes, Layouts, Grafiken: Der erste Eindruck zählt – und daher ist die Optik (neben dem Sitespeed) der wichtigste Punkt für neue Besucher. Wie sieht die Seite auf mobilen Geräten aus? Ist die Navigation intuitiv? Sind die Bilder und Grafiken hochauflösend in Zeiten von mind Full-HD Displays?

Datenbank

Einer der Punkte, der bei uns besondere Aufmerksamkeit genießt – aber auch bei kleineren Projekten durchaus wichtig ist: Die Kundenkartei bzw Newsletter-Abonnenten.

  • Viele Leser melden sich nicht unbedingt ab, wenn sie den NL nicht mehr öffnen – er landet im Spam-Ordner. Überprüfen, wer seit längerer Zeit keine NL mehr liest, aussortieren.
  • Name, Postadresse: Gab es bei einer Lieferung Probleme und wenn ja, warum? Evtl auch Postanbieter wechseln, falls möglich/nötig.
  • SQL aufräumen: Je nach Format und Rechenleistung des Servers, müssen manche Datenbanken regelmäßig ausgemistet und archiviert werden, da diese sonst zu viel Ladezeit und Platz beanspruchen.

Fazit

Es muss nicht unbedingt ein “Frühjahrsputz” sein – ein regelmäßiges Entrümpeln der Website und das Aktualisieren von Software gehört aber zum Geschäft dazu.

Dabei sollte man nicht nur veraltete Software, tote Links oder unpassende Grafiken austauschen – manchmal reicht auch ein Facelift, um die eigene Seite “zukunftsfähig” zu machen.

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