magnify
Home Themen Affiliate-Marketing Bloofusion stellt Fallstudie zu Content-Seeding vor
formats

Bloofusion stellt Fallstudie zu Content-Seeding vor

Ebenso wichtig wie die Qualität des Contents an sich, ist dessen Verbreitung und Reichweite bei den anvisierten Zielgruppen. Besonders gezieltes “Seeding”, also die proaktive Zusammenarbeit mit Blogs und Influencern aus einer entsprechenden Branche, um den eigenen Content zu “streuen”, liefert regelmäßig gute Ergebnisse.

Die “Internetkapitäne” von Bloofusion machen nicht nur SEO, sie “schreiben auch gerne darüber”. Der Blog gehört zu Recht zu den meistgelesenen der deutschen Szene und liefert regelmäßig interessante Einblicke und neue Ansätze zum Suchmaschinenmarketing.

Suchergebnisse bzw. SERPs sind allerdings nicht die einzigen Gewässer, welche das Team zu navigieren weiss. Ein weiterer Bereich, der in den letzten Jahren immer stärkeren Einfluss auf den Erfolg von Online-Kampagnen genommen hat, ist das Content Marketing – oder, in diesem Fall ganz konkret: das Seeding, also gezieltes Verteilen dieses Contents.

Bloofusion hat zusammen mit mjam.at, einem österreichischen Lieferservice, ähnlich wie Lieferheld.de oder Pizza.de in Deutschland, eine Fallstudie erstellt, deren Ergebnisse wir im Anschluss zusammengefasst haben. Welche Methoden, welche Channels wurden genutzt, um sowohl guten Content zu produzieren, als auch die notwendige Reichweite zu erzeugen? Wie wurden Blogger/Influencer dazu bewegt, diesen auch zu verbreiten? Und was kam unter dem Strich dabei heraus?

Aktion 1: Der Curry-Atlas

Der Curry-Atlas von mjam ist eine Rezept/Bildersammlung verschiedener Currys, die nach den vier Kategorien “mild”, “scharf”, “sämig” und “trocken” geordnet sind. Durch einen Klick auf einen der Begriffe, gelangen Besucher jeweils zum nächsten Rezept, welches dann entsprechend schärfer, milder usw. ist.

Vindaloo ist ziemlich scharf... | Quelle: mjam.at

Vindaloo ist ziemlich scharf… | Quelle: mjam.at

Die Idee:

“Wir nahmen an, dass Food-BloggerInnen mit einem Herz für Curry gerne bei einer Blog-Parade mitmachen würden, bei der wir weitere Rezepte sammeln, die noch nicht im Curry Atlas enthalten sind – besonders, wenn ihr Blog dann im Mjam Food Blog verlinkt wird und attraktive Preise winken” 

Maria Kistner, Team Lead Content Marketing bei Delivery Hero Austria, dem Betreiber von mjam.at

Herangehensweise:

Um das gewünschte Ziel, das Verbreiten des Curry-Atlas bzw. eine Verlinkung auf verschiedenen Food-Blogs (und damit deren Leserschaft) zu erreichen, veranstaltete mjam.at eine Blog-Parade mit angeschlossenem Gewinnspiel. BloggerInnen wurden dazu aufgerufen, ihre Lieblings-Curryrezepte zu teilen und ihre Leser dazu zu bringen, beim Contest für sie abzustimmen.

  • Für das Seeding wurden Food-Blogs recherchiert, die bereits mindestens ein Curry-Rezept veröffentlicht hatten, um Relevanz sicherzustellen und damit die Chancen auf Teilnahme zu erhöhen
  • Es wurden 300 Blogs recherchiert, von denen man letztlich 142 kontaktiert hat

Ergebnis:

Insgesamt haben von 48 Blogs, die auf die Anfrage geantwortet hatten, neun schließlich am Contest teilgenommen, was sechs “normale” und drei “no-follow” Links zum Curry-Atlas einbrachte.

Auch das Teilen der Aktion auf Social Media brachte zusätzlichen Traffic und Leser, die so überhaupt erst von mjam.at erfuhren.

“Ein angenehmer Nebeneffekt der offenen Umfrage war, dass BloggerInnen, die unbedingt gewinnen wollten, auch über andere Kanäle wie Social Media oder E-Mail-Newsletter bei ihren Lesern stark auf die Aktion aufmerksam machten. “

Aktion 2: Der U-Bahn Pizza-Plan

Der Pizza-Plan ist eine interaktive Version des Wiener U-Bahn Fahrplans, auf dem die jeweils beliebtesten Pizzerien in Nähe einer jeweiligen Haltestelle, bei denen man auch über mjam.at bestellen kann, vermerkt sind. Zusätzlich werden die sechs “besten” (laut Jury, siehe unten), in Kurzprofilen vorgestellt.

Die beste Pizza an jeder Haltestelle | Quelle: mjam.at

Die beste Pizza an jeder Haltestelle | Quelle: mjam.at

Die Idee:

“Wir nahmen an, dass Food-BloggerInnen in Wien gerne eine Pizza bei einer der sechs besten Pizzerien der Stadt probieren würden – besonders, wenn ihr Bericht darüber als Teil der Experten Jury entscheidet, welche Pizzerien zu den Top 3 erkoren werden. “

Herangehensweise:

Auch hier war das konkrete Ziel eine Verbreitung des Fahrplans bzw. eine Verlinkung auf mjam.at durch die teilnehmenden BloggerInnen. Anders als bei beim Curry-Atlas wurde hier jedoch keine Blog-Parade organisiert, sondern es wurde eine Jury aus wenigen, ausgewählten Teilnehmern gebildet, die abschließend über die besten Pizzerien in Wien abstimmen durften. Die Knappheit der Plätze und die dadurch entstehende Exklusivität sorgten für ein gesteigertes Interesse bei den potentiellen Teilnehmern. Der Andrang war letztlich so hoch, dass zahlreichen BloggerInnen leider abgesagt werden musste – was, auf die Aktion bezogen, natürlich ein voller Erfolg ist.

  • Für das Seeding wurden explizit Food-Blogs gesucht, deren AutorInnen in Wien wohnhaft sind und mindestens ein, besser mehrere, Pizza-Rezepte bzw. Beiträge zum Thema verfasst hatten
  • Auch hier wurden über 300 Blogs recherchiert, von denen das Team letztlich 98 kontaktiert hat

Ergebnis:

Von den 98 angeschriebenen BloggerInnen meldeten sich 41 zurück, was wiederum zu 10 direkten Links und einem No-Follow-Link führte. Der große Andrang bei Jury-Teilnehmern sorgte für zusätzliche Reichweite und lieferte nebenbei potentielle Partner für zukünftige Aktionen.

Fazit:

Die Frage, welche am Anfang der Studie gestellt wurde, ob bei Content Marketing bereits “die Luft raus” ist, kann getrost mit “nein” beantwortet werden.

“Wer Mut zeigt und Neues ausprobiert, hebt sich von der langweiligen Konkurrenz ab. Das ist besonders beim Kontakt mit Bloggern ein großer Vorteil, weil sie viele langweilige Anfragen erhalten und gleichzeitig immer auf der Suche nach interessanten Inhalten für ihre Leser sind. Der Erfolg der interaktiven Content-Kampagnen von mjam.at spricht für sich!”,

sagt Andreas Schürle, Head of Content Marketing bei Bloofusion.

Bleibt festzuhalten: Content “wirkt” – man braucht allerdings die richtigen Partner, um diesen auch unter die Leute zu bringen. Blog-Paraden und Contests sind vielversprechend, müssen aber im Detail geplant und zielführend umgesetzt werden, um den gewünschten Reichweiten-Effekt zu erzielen.
Die vollständige Studie findet Ihr hier ->

VN:F [1.9.22_1171]
Wie hat dir dieser Beitrag gefallen?
Wertung: 4.0/5 (1 Bewertung)
Danke für´s Teilen :-)Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn
 
 Share on Facebook Share on Twitter Share on Reddit Share on LinkedIn
Kommentare deaktiviert für Bloofusion stellt Fallstudie zu Content-Seeding vor  comments