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E-Commerce Umsätze durch Affiliate-Marketing steigen weiter

Bei kaum einem anderen Werbe- bzw. Vertriebskanal gehen äußere Wahrnehmung und Realität so weit auseinander, wie bei Partnerprogrammen. Eine aktuelle Studie des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zeigt, wie es hinter den Kulissen wirklich aussieht.

Je nachdem, welche Blogs man liest oder welchen Experten man auf Social Media folgt, hat man in den letzten Jahren vom “völligen Untergang der Branche” bis zum “Wiederauferstehen einer totgeglaubten Nische” so ziemlich jede erdenkliche Zukunftsprognose zum Thema “Affiliate Marketing” gehört. Die Tatsache, dass dieser Artikel überhaupt existiert, verrät dem geneigten Leser zumindest, dass ersteres vermutlich nicht der Fall ist. Wie sieht es also mit der vermeintlichen “Wiederauferstehung” aus?

Zweistelliges Wachstum

Eine erst kürzlich vom BVDW vorgestellte Studie hat nun gezeigt, dass Affiliate-Marketing als Vertriebskanal in der Analyse deutlich besser abschneidet, als es bei vielen Werbeverantwortlichen den Eindruck macht.
Von den rund 44 Milliarden Euro, die der deutsche Onlinehandel laut Branchenverband HDE im letzten Jahr umgesetzt hat, wurden alleine 7,6 Milliarden durch Affiliates bzw. Partnerprogramme erwirtschaftet, was einem Wachstum ggü. dem Vorjahreszeitraum von 9% entspricht. Auch im Zeitraum 2015/16 konnte der Umsatz bereits um 12% gesteigert werden.

Besondere Relevanz erhalten diese Daten dadurch, dass hier zum ersten Mal Zahlen direkt von im BVDW organisierten Netzwerken geliefert wurden, während andere Studien dieser Art sich bisher ausschließlich mit Hochrechnungen zufrieden geben mussten. Bezogen auf die Verhandlungsposition von Affiliates gegenüber Advertisern sagte Fokusgruppen-Chef Dino Leupold von Löwenthal (Affilinet):

„Affiliate-Marketing gehört zu den wichtigsten Bestandteilen im Marketingmix und ist wichtiger Treiber des Online-Handels – mit der aktuellen Erhebung lässt sich das endlich auch objektiv belegen“

Mit der Studie konnten immerhin 60% des deutschen Marktes direkt abgebildet werden, die restlichen 40% entfallen auf große Player wie ebay oder amazon, die ihre Zahlen für derartige Erhebungen ohnehin nicht zur Verfügung stellen.

Mobile treibt Wachstum

Schaut man sich die Zahlen aufgeteilt in stationäre bzw. mobile Transaktionen an, fällt schnell auf, dass ein Großteil des Wachstums hauptsächlich auf Smartphones und Tablets zurückzuführen ist. Wie sich schon bei den “Awin Trendbarometern” gezeigt hat, waren es vor allem die Fashion– und Telekombranche, welche am stärksten zum Wachstum beigetragen haben.

Im Vergleich zu 2015 stieg der Umsatz über mobile Endgeräte von rund 880 Millionen Euro auf 1,21 Milliarden, was einem Zuwachs von immerhin 38% entspricht.

Fazit

“Totgeglaubte leben länger” – oder, wie in diesem Fall: “wachsen stärker”.
Fest steht: auch wenn Konsolidierungen der letzten Jahre beim ein oder anderen Marketer für Unbehagen gesorgt haben, steht die Branche deutlich besser da, als es von außen manchmal den Anschein hat.

Mit solch objektiven und vor allem belegbaren Zahlen, sollten CMO nun die nötige Munition für den nächsten Pitch des hauseigenen Partnerprogramms haben.

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